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    Unser Leben im wunderbaren Norden
 

Sonntag, 19. Juni 2016

Eine ganz besonders Begegnung
Von filainu, 21:47

Rentiere sind ja hier oben ueberhaupt nichts besonderes. Sie trifft man nahezu ueberall und das auch meist in grösseren Stueckzahlen. Auch Elche hat eigentlich jeder hier schon gesehen, selbst wenn das schon etwas seltener ist aber trotzdem mindestens jeden Winter nahezu eintritt. Was uns aber heute vors Auto und zum Glueck auch die Kamera gelaufen ist, das haben teilweise noch nichtmal Leute gesehen, die hier schon seit 50 Jahren wohnen. Und das alles Dank Zufällen und viel Glueck.

Aber ich fange mal am Anfang an. Eigentlich wollten wir heute ja mal wieder was am Haus machen, am 28. Juni ist erste Hausbesichtigung und da soll alles in Ordnung sein. Leider war das Wetter wie schon die letzten Tage nicht gerade soooo geeignet fuer Aussenarbeiten. Und schon wieder packen hatte ich auch keine Lust. Also irgendwo hinfahren. Aber wohin? Mangels an Alternativen schlug ich spontan vor, nach Piteå zu fahren und schonmal das Haus und die Umgebung dessen zu erkunden welches wir uns am 28.6. anschauen wollen. Ich erwartete eigentlich keine Zustimmung fuer diesen Vorschlag, wegen einem Haus was wir in reichlich einer Woche sowieso sehen extra nach Piteå zu fahren erschien etwas uebertrieben aber da auch Sven nix anderes einfiel, war es beschlossene Sache.

Die nächste Sache beschloss dann Sven. Er wollte unbedingt den Forstweg fahren. Ich mag den ja gar nicht da er von den grossen, schweren Holztransporten benutzt wird und daher oft in nicht so tollem Zustand, ausserdem hatte es geregnte und da wird der Lehm immer so wie Schmierseife. Auch die Kinder wollten dort nicht lang, scheinbar ist der Weg selbst fuer Passagiere nicht der Tollste. Aber Sven wollte ihn eben fahren.

Also machten wir uns auf den Weg und irgendwann nach unzähligen Kilometern durch den Wald sahen wir zwei Tiere auf der Strasse. Ein kurzes Abscannen der Körperform und schon platze es aus mir heraus: Bären. Unglaublich. Da standen Bären auf der Strasse. Es war ja schon immer mal ein Traum von mir hier mal einen Bären zu treffen aber die Chancen dafuer sind ja so gering das man nicht wirklich daran glaubt. Und dann-passiert es plötzlich. Und sie sind auch gar nicht gleich weggelaufen so das ich sogar noch geistesgegenwärtig mein Handy zuecken konnte (zum Glueck sind ja Handys mit Fotofunktion heutzutage Standart, sonst hätten wir diese Situation nie auf Bild festhalten können).

Jedenfalls waren es zwei junge Bären die da auf der Strasse standen. Dann ist einer von Ihnen in den Strassengraben gelaufen aus dem dann noch die Mutter auftauchte. Einfach nur unbeschreiblich. Der eine junge Bär stellte sich dann sogar noch kurz auf die Hinterbeine. Ja, man kann dieses Erlebnis mit Worten gar nicht richtig beschreiben und die vielleicht 30 Sekunden die man sie beobachten konnte fuehlten sich an wie eine Stunde.

Und hier die "Beweisfotos":

Ein Junges ist noch auf der Strasse, aus dem Graben kommt gerade die Mutter hoch




Sie beschliessen, wegzulaufen:



Und gleich sind sie verschwunden, hier habe ich das Bild mal unbearbeitet gelassen damit man sieht wie weit sie ungefähr vom Auto weg waren:



als sie schon im Wald verschwunden waren kam dann auch das andere Junge noch ueber die Strasse gelaufen und schloss sich ihnen an.

Damit war unser aufregender Tag aber noch nicht vorbei.

Heute war nämlich seit langem endlich mal wieder Angelwetter und so fuhren Sven und ich am Abend mit dem Boot raus auf den Fluss zum angeln. Zunächst war alles wie immer, Sven fing zwei Minihechte und ich einen Barsch. Ich wollte den Barsch behalten, Sven fand ihn zu klein, und da er sich im Kescher schon selbst vom Haken befreit hatte wollten wir ihn belohnen und er durfte wieder zurueck in den Fluss. Dann passierte eine Weile nichts bis Sven plötzlich wieder einen Biss hatte. Und was fuer einen. Immer wieder raste die Schnur davon, Sven holte wieder ein und wieder schoss der Hecht davon. Das ging eine ganze Weile so bis der Hecht muede wurde und man ihn das erste Mal in die Nähe des Bootes bringen konnte. Was fuer ein Riese. Ich hatte meine Zweifel ob unser Kescher dafuer reichen wuerde. Naja, er reichte nicht wirklich, als der Hecht dann so muede war das ich ihn keschern konnte passte er nur halb in den Kescher und beim rausheben brach auch noch der Kescherstiel unseres tollen 50 Euro Keschers unter der Last. Trotzdem gelang es mir mit Svens Hilfe, den Hecht ins Boot zu befördern.



Ja und nun? Wie bekommt man denn so ein Tier mal ruhig um den Haken zu entfernen? Ich wurde ja schonmal von nem Babyhecht gebissen, da hat man schon Respekt vor so einem Riesen. Irgendwie bekam ich den Hecht dann zwischen meine Fuesse und hielt ihn mit selbigen fest während Sven den Spinner entfernte. Die Maulsperre die ich fuer solche Vorgänge eigentlich habe war völlig wertlos, das Maul viel zu gross, aber er hatte zum Glueck seitlich gehakt so das man nicht ins Maul reinmusste. Ja, dann war der Hecht also abgehakt und lag im Boot.



Und nun? Der war ja auch ziemlich dick (wohl ein Weibchen). Wie bekommt man den denn jetzt wieder ins Wasser ohne das er einen beisst? Man weiss ja nicht wieviel Energi noch in ihm steckt. Und dann sind sie ja auch so glitschig man bekommt sie ja gar nicht richtig zu fassen mal davon abgesehen das er ja auch ziemlich schwer war. Und wieder in den Kescher rein war auch keine Alternative. Sven war irgendwie etwas handlungsunfähig, er war einfach so fasziniert von diesem Tier, also musste ich ran. Sven bekam die Aufgabe, ein Foto zu machen sobald ich den Fisch in der Hand halte und ich wollte versuchen, ihn ueber Bord zu befördern. Gesagt getan, ich nahm all meinen Mut zusammen, packte den Hecht und hob ihn aus dem Boot. Und das alles so schnell das Sven es nichtmal schaffte auf den Auslöser zu druecken.

Naja, dem Hecht ging es gut, mit einem grossen Abschiedsplatsch schwamm er davon.

Leider hatten wir kein Massband mit aber auf dem Foto sieht man ja ganz gut von wo bis wo im Boot der Hecht reichte und das waren ca. 110cm.

Dann war es wie tot auf dem Fluss, nichts wollte mehr beissen. Als Sven gerade seinen letzten Wurf einholte bevor wir den Standort wechseln wollte, schlug wieder ein Fisch zu. Und es wurde wieder ein langer Kampf, diesmal sogar ein noch längerer. Es dauerte schon eine Ewigkeit bis wir den Fisch ueberhaupt das erste Mal in Sichtweite bekamen, immer wieder verschwand er in der schwärze des Flusses. Es war wieder ein Hecht und wieder so gross. Und das mit einem Kescher an dem nur noch ein Stuemmel von Stiel dran war. Und wo der Fisch ja eh nicht reinpasst.

Also beschloss Sven mal was anderes zu versuchen, wir wollten den Hecht solange drillen bis er richtig muede ist und ihn dann direkt im Wasser am Boot abhaken, denn auch er hatte nur seitlich gehakt und nicht tief geschluckt. Sven uebergab also mir die Angel damit ich den hecht noch etwas drillen kann und meine Guete, mir tut jetzt noch der Arm weh, das war wirklich ein zäher Bursche (vermutlich ein Männchen, er war nicht ganz so dick, dafuer aber stärker). Aber zum Schluss ging Svens Plan auf, als der Hecht nah genug am Boot war und kaum noch Widerstand leistete, ergriff Sven die Schnur und hakte den Hecht blitzschnell ab. So konnte dieser gleich weiterschwimmen ohne erst ins Boot gehieft zu werden.

Die restliche Angelausfahrt blieb dann ergebnislos, aber wir hatten ja schliesslich genug Abenteuer erlebt am heutigen Tag.




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Donnerstag, 16. Juni 2016

Hausverkauf
Von filainu, 15:14

Da wir leider niemanden gefunden haben, der daran interessiert ist, Haus samt Ferienhaus und Tourismusfirma zu uebernehmen, haben wir nun zunächst das Haus zum Verkauf ausgeschrieben. Ist schon ein komisches Gefuehl das eigene Haus im Internet zu sehen :-)

objekt.fastighetsbyran.se/Objekt/

Sollte sich jemand noch kurzfristig angesprochen fuehlen um alles komplett zu uebernehmen, einfach melden.

Ansonsten sieht der Plan so aus, zunächst das Haus zu verkaufen und dann nächstes Fruehjar das Ferienhaus

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Haradsdagen
Von filainu, 14:08

Letzten Samstag hatten wir hier wieder den Harads Tag, wie jedes Jahr. Da ist immer ganz Harads auf den Beinen, es wird einiges an Unterhaltung geboten, vom Karnevalsumzug ueber Livemusik, Huepfburg, Kinderunterhaltung bis hin zur Fragerunde.



Auch sind immer einige Lotterien im Gange, klar jeder Verein braucht Geld.

Los geht es traditionell mit dem Karnevalsumzug. Man beachte das Rapunzelkostuem, der arme Vater der da unten drin steckt und das Kind tragen muss, sie laufen immerhin ein ganzes Stueck.



Wenn der Karnevallszug dann auf dem "Festplatz einläuft gibt es einen Suessigkeitenregen fuer die Kinder und zwar so reichlich das sie eigentlich den restlichen Tag nix anderes mehr brauchen.

Ja und dann kann man wie gesagt eine Fragerunde gehen, wobei ich dieses System in Zeiten von mobilem Internet und google recht ueberholt finde, es wundert mich das nur 4 Leute alles richtig hatten, zwei davon waren Sven und ich. Gut, nicht jeder hat ein Smartphone, aber doch mehr als 4 oder?

Dann haben wir sogar bei einer anderen Lotterie was gewonnen, Thorben durfte aussuchen und es wurde ein aufblasbares Krokodil, warum nicht, der Sommer kommt ja sicher irgendwann.

Unsere Jungs durften sich den ganzen Tag ohne unsere Aufsicht bewegen das heisst sie sind mit ihren Kumpels durchs Dorf gezogen, waren auf der Huepfburg, haben Eis gegessen und wa ssie sonst so getrieben haben wissen wir auch nicht (ist vielleicht auch besser).



Dann gibt es auch immer noch eine Vorfuehrung der Feuerwehr und es werden Auszeichnungen verteitl, Edeforsmann und Edeforsfrau, Lebenretterhelden usw. Und der Cheriff von der Westernfarm hat fuer die musikalische Unterhaltung gesorgt.

Dieses Jahr spielte sogar das Wetter mit so das es ein schöner Tag war.

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Dienstag, 14. Juni 2016

Umwerfend und hoch hinaus
Von filainu, 21:16

Vor ein paar Tagen wehte hier ein ziemlich starker Sturm, bis zu 24m/s. Da war hier einiges los, viele Bäume wurden entwurzelt und umgeworfen, Trampoline flogen durch die Luft, Dächer wurden abgedeckt. Mal ganz davon abgesehen das man weder Strom noch Internet noch ueberhaupt Handyempfang hatte.

Und es stuermte fast zwei Tage lang.

Nach einem Tag fuhren wir mal nach Harads um mal nach den anderen Häusern zu schauen die wir besitzen oder um die wir uns kuemmern. Dort war alles in Ordnung aber als wir wieder heim wollten lag ein Baum quer ueber der Strasse.

Und es wartete schon eine Dorfbewohnerin und meinte ihr Mann käme gleich mit der Motorsäge. Alles schön und gut aber dort zu warten unter der Gefahr das ein weiterer Baum umfällt war nicht ganz so entspannend. Es dauerte auch nicht lange und ihr Mann kam und da alle mit anpackten dauerte die Beseitigung des Baumes nichtmal 2 Minuten.
 
Die Bilanz des Sturmes fuer uns: ein Blechteil vom Dach kam runter, ein Teil eines Baumes ist abgeknickt, der Deckel der Badetolle davongeflogen und das Trampolin verbogen da es umgeweht wurde.



und hier mal ein paar Bilder nach dem Sturm:










Als es dann nach ein paar Tagen aufgehört hatte zu wehen und zu regnen war es nun an der Zeit aufs Dach zu klettern und das Blechteil wieder anzubringen.

Eigentlich ist Sven nicht ganz so bequem mit Höhe und ich eher die Unerschrockene aber nach unserer Dachreparation auf der Spielestuga, wo ich oben sass und vor Angst halb gelähmt war und Sven dann auch noch mit hochklettern musste, zum einen zum Dach reparieren und zum anderen um mir wieder runter zu helfen, beschlossen wir, das diesmal gleich Sven aufs Dach sollte, ehe ich dann wieder da oben festhänge. Auf ging es also und die Leiter am Haus schien recht stabil.








Das konnte man aber nicht von der Leiter behaupten die auf dem Dach war, die wurde nur von zwei Nägeln gehalten. Und das war Sven zuviel Risiko.

Naja, bevor wir erst fuer viel Geld und mit grossem Aufwand nen Dachdecker oder so was organisieren dachte ich ich kann es ja zumindest mal versuchen, umkehren geht immer. Und was soll ich sagen, diesmal machte es mir gar nix aus obwohl das Haus viel höher ist als die Spielestuga. Keine Ahnung wie sowas kommt.





Jedenfalls habe ich das Blechteil und noch ein paar weitere Schrauben festgeschraubt und nun ist das Dach wieder in Ordnung.

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Sonntag, 05. Juni 2016

Und wieder was geschafft
Von filainu, 22:03

Ein Wochenende voller Tatendrang liegt hinter uns. Und es ist noch nicht vorbei denn morgen ist Feiertag, aber ich will trotzdem heute schon berichten.

Am Samstag haben wir zunächst am Haus gewerkelt. Ich habe Leif Eriks Zimmer gestrichen, wollte es fuer den Hausverkauf nicht so lassen. Aus Jungenblau wurde so wieder ein altweisses Zimmer. Auch wenn ich eigentlich die Nase voll vom Streichen hatte nachdem ich hier 2011 das ganze Haus gemalert habe und 2013 dann noch die Stuga aber naja, es nuetzt ja nix, theoretisch kommt ja nun bald der Maklerfotograf da soll alles soweit in Ordnung sein.

Dann haben wir auch aussen am Haus noch das ein oder andere gerichtet, ich habe alle Beete beim Ferienhaus bepflanzt und eingesäht. Rasen gemäht haben wir auch schon wieder, muss man momentan 2x pro Woche so schnell wächst es. Nur das neu gesähte, das was ja nun wirklich wachsen SOLL, das lässt sich Zeit, typisch.

Am Abend sind wir dann noch zu einem Bekannten in die Stuga, zum Saunieren und lustig haben und das hatten wir auch. Nach dem langen Winter hat man sich viel zu erzählen. Da es ja nun nicht mehr dunkel wird, merkt man ja auch nicht mehr wie die Zeit vergeht und so war es schon nach Mitternacht als wir uns auf den Heimweg machten (zum Glueck nur 200m). Wir mussten nämlich heute ziemlich beizeiten wieder raus. Warum? Dafuer will ich mal etwas weiter ausholen:

Irgendwann im Herbst oder Winter waren wir ja in Luleå auf einer Messe und sind da beim Stand des Bundesverbandes der Jäger (jägarnas Riksförbund) hängen geblieben. Wie das so ist liess man sich von den Premien locken, dort Mitglied zu werden. (Deren Jagdzeitung ist uebrigens gar nicht mal die schlechteste).

Von eben diesem Verein waren wir ja neulich zu dem Schiessabend (ich berichtete). Und am Mittwoch trafen wir beim Einkaufen in Boden just den Mann wieder der uns mit vollem Eifer das Schrotschiessen beibrachte (oder es versuchte, ich bin ja da ein recht hoffnungsloser Fall). Und er fragte ob wir am Sonntag auch nach Sunderbyn kommen. Hä? Sunderbyn? Wie, was, warum? Ja, bissl Schrotschiessen trainieren. Der Mann brennt wirklich dafuer und ist ein absoluter Profi auf dem Gebiet. Nachdem ich noch etwas nachbohrte warum nun ausgerechnet Sonntag und warum Sunderbyn wo sie doch eigentlich Dienstags und Donnerstags in Boden trainieren meinte er ja, eigentlich sind sie ja dort um die Jagdpruefungen durchzufuehren.

Hm, ich hatte meine Schrotpruefung ja auch noch zu machen und irgendwie hatte ich Lust da einfach mal vorbeizuschauen und vielleicht auch einfach mal zu probieren, die Pruefung gleich zu machen, wenn man schonmal da ist.

Urspruenglich wollte ich halb 7 aufstehen um rechtzeitig vor der Pruefung (die um 10 beginnen sollte) dort zu sein, damit ich vorher ueben kann, schliesslich habe ich noch nie auf einen laufenden Hasen geschossen und die Tontauben treffe ich auch eher nur zufällig. Aufgrund des späten Heimkommens beschloss ich aber, auf das Training zu verzichten zugunsten einer Stunde mehr Schlaf, denn ausgeruhte Augen braucht man ja auch.

Wir haben uns also heute frueh aufgemacht nach Sunderbyn. Gegen halb 10 waren wir dort, sogar noch rechtzeitig um einen Probedurchgang auf den laufenden Hasen zu schiessen, und natuerlich habe ich nur einen von beiden getroffen. Ich muss dazu sagen, Schrot ist irgendwie nicht so richtig meins, bzw war, je mehr man schiesst umso mehr findet man Gefallen dran, nur bei der Pruefung soll man ja auch treffen, und das ist mein grösstes Problem. Bin ja immer so aufgeregt bei einer Pruefung und das Zittern ist nicht gerade zuträglich fuers Treffen.

Los ging es erstmal mit dem Sicheren Umgang mit der Schusswaffe sowie Abstandsbestimmung. Habe ich noch nie gemacht, null Ahnung wie das geht. Aber ich sollte es erfahren. Man muss dabei durch den Wald laufen, unterwegs gibt es dann Hindernisse wie Graben oder Zaun wo man eben zeigen muss das man die Waffe ordentlich sichert. Und dann stehen hin und wieder so Zieltafeln mit unterschiedlichen Tieren und man muss einschätzen ob sie in Schiessweite fuer Schrot sind oder nicht und dann entsprechend den Abzug betätigen (aber ohne Munition) oder sagen das man nicht schiesst weil zu weit weg. Das hat Spass gemacht und ich habe es ohne grössere Probleme bestanden. Unter anderem auch dem Umstand zu verdanken das wir auf dem Schiessabend waren und dort eben genau dieser Schiessleiter nochmal den sicheren Umgang mit der Waffe bis zum kleinsten Detail durchgenommen hatte.

Danach war das Tontaubenschiessen dran, mein grösster Albtraum. Von 6 Tontauben muss man 4 treffen. Ich war ja etwas besorgt wegen dem Wind, aber der beeinflusste es eigentlich nicht wirklich sondern es war schon meine eigene Unfähigkeit das ich eben nur 3 getrofffen habe. Und dann sagt der Pruefungsleiter noch zu mir, das ich nun den laufenden Hasen treffen MUSS um die Tontaubenpruefung nochmal machen zu können. Na herzlichen Glueckwunsch. Wo ich doch so schon so pruefungsängstlich bin und dann auch noch unter Druck...

Also weiter zum laufenden Hasen. Eigentlich ist der Name irrefuehrend, der Hase läuft nicht wirklich, er rennt, und das nicht langsam.
Dort erklärte mir der Pruefungsleiter dann erstmal das er nicht zufrieden ist mit meinem Gewehr (ich habe mir Svens geborgt), das wuerde mir nicht passen, ich solle lieber eins der Leihgewehre nehmen. Auch das noch, mit nem Gewehr schiessen was ich gar nicht kenne. Aber irgendwie hatte ich zu dem Mann vertrauen, wie gesagt, der kann seine Sache wirklich, und hörte auf ihn.

Als er dann mit den Scheiben kam meinte er ob ich denn wirklich so jagen gehen wollte, der eine Hase wäre ja nicht mehr geniessbar soviel Schrot wie in ihm steckt, mit anderen Worte, Teilpruefung bestanden (auch der zweite Hase bekam mehr als genug Schrotkugeln ab um als bestanden zu gelten).

Puh, Erleichterung. Und als ich dann erfuhr das ich nun noch 2x die Möglichkeit habe, die Tontaubengeschichte zu versuchen, liess der Druck etwas nach. Also zurueck zum Tontauben schiessen. Diesmal nahm ich das Gewehr des Vereins. Und siehe da, die 6. Tontaube brauchte ich nichtmal mehr schiessen da ich schon nach der 5. meine 4 Treffer hatte. Ich weiss der Nichtschwimmer schiebt es auch auf die Badehose aber offensichtlich macht es viel aus, ob die Waffe einem passt oder nicht.

Hach ich war uebergluecklich, hatte ich doch innerlich eher dran geglaubt das der Platz fuer das Tontaubenschiessen in meinem Jägerausweis ewig leer bleiben wird. Aber nun habe ich es doch geschafft und nun ist nur noch Grosskaliber offen, das sollte dann auch irgendwann kein Problem sein (das grössere Problem ist, Zeit fuer die Pruefung zu finden, und vorher mal zu ueben, ich habe ja noch nie mit Grosskaliber auf den laufenden Elch geschossen).

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Samstag, 28. Mai 2016

Mal wieder was von sich hören lassen
Von filainu, 16:25

Ich denke nun ist es wirklich mal wieder höchste Eisenbahn fuer ein Lebenszeichen von uns.

Momentan haben wir in der Firma alle Hände voll zu tun, daher passiert aktuell nicht so sonderlich viel.

Trotzdem versuchen wir, uns die Wochenenden arbeitsfrei zu halten, so gut es geht und irgendwas zu machen und sei es am Haus.

Das Wetter ist ja nun perfekt, heute zum Beispiel 20 Grad und strahlender Sonnenschein.

Perfekt fuer Aussenunternehmungen, die Badetonne ist angeheizt, wir sind schon Quad gefahren, haben Rasen gemäht und heute Abend wird noch gegrillt. Bisschen Gartenarbeit musste auch sein, habe die Tomaten rausgepflanzt.

Am Donnerstag wurde hier in der Nähe vom Bundesjagdverband ein Schiessabend veranstaltet. Dort sind wir hingefahren und dort konnten wir Tontauben schiessen und auch mit Kleinkaliber auf den kleinen laufenden Elch. Das Ganze unter Beisein von absuloten Profis so das man sich viel lernen konnte. Gegrillt wurde dazu auch und es war ein toller Abend.

Vor zwei Wochen haben wir ein Wochenende in Piteå verbracht. Am Samstag waren wir erst im Jagd- und Angelladen, Sven brauchte eine neue Angelrolle und danach waren wir im Kino, Angry Birds, einfach ein Muss.

Dann sind wir ins Hotel was nur 3 Eingänge weiter vom Kino war, dort haben wir dann noch im Whirlpool gebadet und sauniert.

Und am nächsten Tag waren wir im Abenteuerbad im Piteå Havsbad.

Es war wirklich ein gelungendes Wochenende.

Auch haben wir uns ein paar Häuser angeschaut, wir haben nämlich beschlossen, nach Piteå zu ziehen. Leider war noch nicht das Passende dabei.

Im Juni kommt dann dementsprechend auch unser Haus zum Verkauf raus. Eigentlich hätten wir ja gerne Haus und Ferienhaus samt Tourismusfirma zusammen verkauft, schliesslich hat es uns viel Zeit und Geld gekostet dies aufzubauen aber der Makler meinte, die Schweden denken zu viereckig und sehen das Potential des Ganzen nicht. Tja, schade. Also werden wir wohl, fall sich nicht doch noch jemand findet der alles komplett kauft, zunächst unser Wohnhaus verkaufen, denn dafuer haben wir einen Plan B falls wir bis dahin nix in Piteå gefunden haben, wir haben ja noch ein Haus in Harads, wo wir erstmal uebergangsweise hinziehen können. Nächstes Jahr im Fruehjahr wird dann das Ferienhaus verkauft (sollte also jemand mit dem Gedanken spielen, bei uns Urlaub machen zu wollen ist es nun höchste Zeit :-)  )

Ja uns so bin ich derzeit schon am Packen, alles Ueberfluessige kann schon weg, so das das Haus fuers Fotografieren und dann auch die Besichtigungen nicht so vollgestellt aussieht. Ja, es gibt immer was zu tun.

Ansonsten haben wir auch das Boot schon im Wasser, sind aber bisher noch nicht damit gefahren. Das Trampolin steht ebenfalls und wird fleissig genutzt. Auch habe ich meine Beete schon eingesäht, mal sehen was davon alles aufgehen wird, war ich doch recht zeitig dieses Jahr, aber das muss man sein wenn die Dinge reif werden sollen.

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Samstag, 30. April 2016

Endlich Fruehling und mein neuestes Werk
Von filainu, 13:25

Ja, derzeit passiert hier bei uns nicht so viel, mit der Firma sind wir bereits mittendrin im Sommergeschäft, sehr zeitig dieses Jahr. Aber keine Sorge, die nächsten Abendteuer sind schon in Planung :-)

Aber zumindest hat sich nun auch bei uns der Fruehling eingestellt. Die Temperaturen sinken auch nachts nicht mehr unter null Grad und tagsueber erreichen wir sogar bis 10 Grad.

Woran man aber am meisten erkennt das es Fruehling ist sind natuerlich die Zugvögel und die sind allesamt schon da, vom Singschwan ueber die Kraniche, Gänse, Bachstelzen, Drosseln, Tauben, Kiebitze.... Am Montag sind sogar die Grossen Brachvögel angekommen, da noch mitten im Schneesturm. Nun ist hier wieder voll das Leben, ein Gezwitscher und Gesinge und Geschreie und Geschnatter.

Weiter die Strasse hinter wohnen sogar zwei Sumpfohreulen, die sehen wir immer wenn wir da spazieren sind.

Und dann wollte ich euch noch mein neuestes Stickereiwerk zeigen, was ich nun endlich, nach 9 Monaten Arbeit, fertig habe (muss ich natuerlich noch buegeln und einrahmen):



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Samstag, 16. April 2016

Dundret Runt 2016
Von filainu, 17:49

Nun ist der saisonabschliessende Skilauf schon wieder eine Woche her und mein letzter Eintrag hier noch länger, höchste Zeit also euch mal wieder auf dem Laufenden zu halten.

Also, letzte Woche Freitag haben wir uns also auf den Weg nach Gällivare gemacht zu dem Skilauf Dundret runt. Ich hatte mich fuer die 50 km am Samstag angemeldet und Thorben fuer die 2,5km Kinderrunde am Sonntag.

Nachdem wir unterwegs noch einen Bekannten besucht hatten und einkaufen waren sind wir gegen 17 Uhr im Hotel angekommen.

Mich verfolgte aber schon einige Zeit ein Problem: das Skiwachsen. Hatten wir doch in den letzten Wochen Plusgrade und durch ueberfrieren vereiste Spuren. Und da ist es mit normalem Kleber nicht getan, man braucht Kleister (ich kenne ehrlich gesagt die korrekten deutschen begriffe nicht, so ich hoffe ihr versteht es trotzdem). Kleister wiederum funktioniert aber auch wirklich nur auf nassem Schnee oder auf Eis, aber nicht auf frischem Schnee. Und dann gibt es ja auch zig Unterschiedliche Sorten, teilweise nur geeignet fuer einen temperaturbereich der sich ueber 3 Grad streck (also z.B. von minus 3 Grad bis null, von null bis plus 3 usw) Dann gibt es ja auch noch andere Möglichkeiten, wie zum Beispiel Tape. Nachdem ich letzteres eigentllich i Training als gut empfand war ich festentschlossen, es damit zu versuchen. Das allerletzte Abschlusstraining allerdings liess mich daran doch wieder zweifeln da ich teilweise wieder zurueckrutschte. Und so entschied ich mich kurzfristig doch fuer Kleister, ohne jedoch nochmal damit trainieren zu können. Lange Rede kurzer Sinn, diese ganze Geschichte mit dem Skipräparieren ist meine grösste Geisel. Also fuhr ich Freitag Abend extra nochmal ins Skistadion um die Skier zu testen, denn solche Probleme wie beim Wasalauf wollte ich nie wieder erleben.

Was soll ich sagen, die Spur war wie erwartet vereist aber der Kleister funktionierte super. Ich war gluecklich das es so gut funktionierte und fuer die Nacht waren Minusgrade angesagt, die Spur sollte sich also nicht mehr ändern. Ich war also perfekt vorbereitet und der Lauf konnte kommen...

....diese Illussion löste sich in Luft auf als ich Samstag frueh um 5 aufstand, aus dem Fenster schaute und feststellen musste das es in der Nacht entgegen aller Vorhersagen Neuschnee gegeben hatte. Denn auf Neuschnee kann man mit Kleister nicht fahren, zumindest nicht nur mit Kleister.

Nun war guter Rat teuer. In meiner Not spruehte ich vor dem Start noch etwas Kleber ueber den Kleister, angeblich macht man das so, nur nicht mit Spruehkleber sondern mit Buechsenkleber. Unterschied: mir nicht bekannt.

Nen richtigen Start gab es dann auch nicht sondern man fuhr ab um 7 einfach los (es gibt einen offiziellen Start um 8 aber an und fuer sich kann man zwischen um 7 und um 9 starten wann man will. Und ich wollte so zeitig wie möglich los, bevor die Spur erst schlechter wird. Die ersten 5 km liefen auch perfekt und ich legte eine super Zeit hin, doch danach merkte ich schon das ich wieder anfing zurueckzurutschen.

Oh nein nur das nicht. Um nicht den gleichen Fehler zu machen wie beim Wasalauf nutzte ich die nächste Kontrolle nach 10km, um die Skier umwachsen zu lassen. Das nahm zwar einige Zeit in Anspruch, war denke ich letztendlich doch die richtige Entscheidung wenn auch nicht 100 prozentig gut. Zunächst ging es dann erstmal bergauf und mit dem neuen Kleister rutschte ich nicht mehr zurueck, hurra. Doch nach ein paar km fingen neue Probleme an, der Schnee setzte sich unter den Skiern fest, damit rutscht man zwar auch nicht zurueck aber eben auch nicht mehr vorwärts. Also musste ich hin und wieder anhalten, skier abmachen, Schnee entfernen so gut es ging. Aber ich kam doch einigermassen zufriedenstellend voran. Irgendwann nach 30km schliesst dann die 50km Spur wieder an die 30km Spur an und ab da wurde die Spur immer schlechter. Weich, ausgefahren, gar keine richtigen Spurkanten mehr, man rutschte immer in der Spur hin und her. Und irgendwie kam ich auch nicht mehr richtig vorwärts, als hätte ich die Handbremse eingelegt. Aber was solls, aufgeben gibt es nicht und war auch zu keiner Zeit mein gedanke nur meine Zielzeit von 5 Stunden rueckte in weite Ferne.

Beim Dundret runt ist es ja so, das die Hobbyfahrer also zwischen 7 und 9 Uhr starten und um 10 starten die Profis und fahren die gleiche Runde. Unterwegs fragte ich mich die ganze Zeit wie das wohl von statten gehen wird wenn die Profis dann kommen, wird da die Spur nochmal neu gezogen, sagt einem jemand Bescheid das man ruebergegen soll...... nun ja ich sollte es erfahren. 10km vor dem Ziel, ich stand gerade an einer der Verpflegungsstellen und trank wie immer Blaubeersuppe und Sportgetränk hiess es nur: sie kommen, alle mal Platz machen und zur Seite treten. Und ehe man es sich versah war Markus Hellner und alle andern aus der Spitzengruppe an einem vorbeigeduest.

Fuer alle die später kamen musste man auch nicht mehr Platz machen, aber man bekam doch jedesmal einen Schreck wenn man so in Gedanken versunken seine Bahn zieht und plötzlich aus dem nichts und nahezu lautlos wieder eine Gruppe an einem vorbeirast.

Nach langen 6 Stunden war ich dann im Ziel, kurz nach 13 Uhr. Absolut unzufrieden mit der Zeit, ich hatte mir wirklich mehr versprochen, andererseits war ich damit genauso schnell als damals im Halbwasa und das bei ein paar km mehr und ausserdem mit schlechteren Skiern (denn beim Halbwasa waren sie wirklich perfekt). Und dazu kommt noch das ich nicht so fertig war wie damals, als ich merkte das es kein super Lauf wird habe ich es einfach auch etwas ruhiger angehen lassen, erstmal die Strecke kennenlernen und nächstes Jahr kann ich ja dann erneut die 5 Stunden anpeilen.

Alles in allem trotzdem ein toller Lauf, landschaftlich schön, das Wetter war auch eine Herausforderung, mit Sonne, Regen, Wind und Schneefall eben typisch Aprilwetter. Die Strecke hat mir gut gefallen, musste mal wieder hin und wieder die Skier abschnallen weil es mir zu steil erschien (und teilweise war es gar nicht so schlimm aber das sieht man von oben nicht). Definitiv eine Sache die ich im kommenden Winter mehr trainieren werde, Bergabfahren, und zwar ohne Spur.

Nach dem Lauf ging es wieder zurueck ins Hotel, die Fuesse pflegen, die leiden bei so einem langen Lauf immer am meisten und ich habe es auch noch nicht geschafft ganz ohne Druckstellen oder aufgerieben Stellen auszukommen.

Und als ich dann meine Skier fuer den Kinderlauf vorbereiten wollte sah ich was die Handbremse war. Der Mann an der Wachsstation hatte so viel Kleister gesetzt das dieser sich nach hinten ueber den ganzen Ski verteilt hatte und damit hat es die ganze Zeit gebremst. Nunja, wieder was gelernt, hätte ich unterwegs beseitigen können wenn ich nur drauf gekommen wäre, ich war ja so gut ausgeruestet das ich sogar Kleisterentferner mithatte.

Abends waren wir sogar noch im Fitnesstudio des Hotels, die Jungs wollten gerne mal dorthin. Sogar ich lief kurz auf dem Laufband (ich hatte also wirklich noch Reserven).

Am nächsten Morgen haben wir dann zusammengepackt, in Ruhe gefruehstueckt sind dann wieder ins Skistadion denn Thorbens Kinderlauf stand auf dem Program. Und ich hatte ihm versprochen, mitzufahren, war immerhin sein erster Lauf. Mittlerweile hatte ich natuerlich doch auch Muskelkater bekommen aber das Komische war, sobald ich wieder auf den Skiern stand war der wie weggeblasen.

Um 11 Uhr war Start und schon eine Viertel Stunde später waren wir im Ziel. Unterwegs gab es sogar auch eine Verpflegungsstation wo es Saft fuer die Kinder gab. Thorben machte seine Sache recht gut, hatte erst ein bischen Probleme seine Position zu finden aber als er diese dann hatte lief es super.
Im Ziel gab es dann eine Medallie und eine  Ueberraschungstuete (mit gesunden Snacks). Thorben war richtig stolz.

Tja und dann hiess es nur noch, Ski im Auto verstauen und ab nach Hause. Und mit diesem Ausflug haben wir dann auch unsere Skisaison fuer diesen Winter beendet und die Skier in den Keller gestellt.

Auch die Schneemobile haben schon ihren Sommerplatz bezogen und wir haben die Quads rausgeholt. Das es heute den ganzen Tag geschneit hat ist nun hoffentlich das letzte Aufbäumen des Winters.

Der Fluss ist auch gerade am aufbrechen und gestern haben wir sogar schon zwei Gänse gesehen und jede menge Singschwäne.

Morgen wollen wir mal nach Piteå fahren, die Leute besuchen die wir im Osterurlaub kennengelernt haben und danach wollen wir noch ins Kino.

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Donnerstag, 31. März 2016

Osterurlaub
Von filainu, 15:28

Aber zuerst noch was anderes, am 19. März war in Boden auf der Trabrennbahn das Finale der schwedischen Meisterschaft im Schneemobilcross, das wollten wir uns natuerlich nicht entgehen lassen. Das ist schon Wahnsinn was die mit ihren Schneemobilen so können. Die juengste Fahrerklasse ist 12-14 Jahre und selbst diese legen schon unglaubliche Spruenge hin. Wir haben uns am Zielsprung positioniert, dort gab es natuerlich die höchsten und weitesten Spruenge.

Hier mal ein paar Impressionen:











Mittlerweile war auch das Fernsehen bei uns aber ich darf momentan noch nicht mehr verraten. Ich sage nur soviel, wir hatten viel Spass und es war eine tolle Erfahrung.

Ueber Ostern sind wir in die Berge gefahren, zum Schneemobil fahren und eisangeln und einfach mal um zu schauen wie das im Winter dort so ist, damit man später mal einen etwas längeren Aufenthalt planen kann. Wir haben uns an der Tankstelle einen Hänger ausgeliehen, damit wir beide Schneemobile fortbekommen. Donnerstag gegen Mittag sind wir los nach Ritsem.

Gegen 17 Uhr sind wir an der Jugendherberge angekommen, haben uns ersteinmal eingerichtet und sind dann eine kleine Runde mit den Schneemobilen gefahren.

Ausblick aus unserem Zimmer in der Jugendherberge:



Am Freitag dann war das Wetter nicht ganz so berauschend was uns aber trotzdem nicht vom Schneemobilfahren abhielt. Wir sind zum Kutjauresee gefahren, ca. 30km entfernt. Dort haben wir uns am Eisangeln versucht aber nur kurz und ohne Erfolg.



Dann wurde uns das Wetter zu ungemuetlich und wir sind zurueck zur Jugendherberge gefahren. Die Kinder hinterliessen Schneengel auf dem See.





Am Abend kamen wir mit 3 Schweden ins Gespräch die nur zum Eisangeln in Ritsem waren und die uns gute Angelstellen verrieten. So beschlossen wir, es am nächsten Tag etwas intensiver mit dem Angeln zu versuchen.

Samstag frueh war ersteinmal tolles Wetter so das ich gleich nach dem Fruehstueck erstmal auf Fototour gefahren bin.

Hier ein paar der dabei entstandenen Bilder:

























Als ich zurueck war haben wir unsere 7 Sachen gepackt und sind los, Ziel war ein See, der Weg dorthin wurde uns eigentlich recht gut beschrieben.

Nunja, was soll ich sagen, wir fanden den See nicht, wir sollten einer Schneemobilspur folgen die aber schlicht und ergreifend aufgrund des Schneefalls während der Nacht nicht mehr da war. So landeten wir irgendwann mitten im Wald, die Spur wurde immer schmaler, zum Schluss sind wir sogar fast festgefahren. Als wir von den Schneemobilen stiegen um mal die Lage zu erkunden versanken wir bis zur Huefte im Schnee. Nachdem sich leichte Panik breit machte (wir befanden uns irgendwo im Nichts, im Wald, wo genau wussten wir auch nicht, steckten in tiefem Schnee) untersuchten wir die Lage genauer und stellten fest das unweit entfernt ein kleiner See lag auf dem wir umlenken konnten wenn wir nur soweit kämen. Naja, wir mussten es auf jeden Fall versuchen und ich muss sagen, es ging erstaunlicherweise gut. Man hat sich im Laufe der Jahre doch was gelernt. Nachdem wir dann zurueck auf einem einigermassen befahrenen Schneemobiltrack waren beschlossen wir die Suche nach dem See aufzugeben und einfach dort zu angeln wo wir gerade waren, dort angelten schliesslicht auch andere. Dummerweise bohrten wir dann genau auf einen Stein so das der Bohrer stumpf war (wenn schon dann geht alles schief). Missmuetig assen wir eine Kleinigkeit zum Mittag und machten uns wieder auf den Rueckweg. Eisangeln wird ueberschätzt!

Hier ein paar Bilder zum Ausflug:









Unterwegs erkundeten wir dann noch etwas die Gegend und hielten unter anderem am Seeufer an um auf den Eisschollen zu klettern. Diese sind entstanden da man offensichtlich den Wasserspiegel des Stausees um mehrere Meter gesenkt hatte und dadurch ist das Eis am Ufer und ueber den Steinen gebrochen.





Dann fuhren wir wieder zurueck zur Jugendherberge, dort war fuer den Nachmittag Osterbasteln und Ostereiersuchen geplant. Während die Kinder bastelten und Ostereier suchten, sind Sven und ich noch ne kleine Runde mit den Schneemobilen gefahren.

Abends gab es dann noch ein Musikquiz, leider meist auf schwedische Titel bezogen so das wir chancenlos waren, aber lustig war es trotzdem.

Fuer Sonntag hatten wir dann unsere eigene Ostereiersuche geplant, ich hatte extra einen Teil der Ostergeschenke mitgenommen. Dazu wollten wir richtig in die Berge, bis zur Hukejaurehuette fahren, ca. 40km von unserer Unterkunft entfernt. Hier planen wir, eventuell im Sommer wandern zu gehen und so wollten wir schonmal schauen, wie die Landschaft so ist.

Das war eine Tour ganz nach unserem Geschmack. Ich konnte auf dem breiten Schneemobilweg fahren während Sven parallel zum Weg auch mal Ausfluege in den Tiefschnee machen konnte. Das Wetter war auch super und wir trafen unterwegs mehrere Hundeschlittengespanne und ein paar Leute die mit Skiern unterwegs waren.

An der Hukejaurehuette jedoch war es ziemlich stuermisch, man bekam nur mit Muehe die Tuer zur Huette auf. Bei solchen Wetterbedingungen hatten wir keine Lust auf Ostereiersuchen und verschoben dies auf später. Stattdessen brieten wir uns in der Huette ein paar mitgebrachte Wuerstchen bevor wir uns dann wieder auf den Weg zurueck machtne. Es stuermte nun noch mehr, die Spur konnte man kaum noch erkennen so das wir uns wirklich nur noch an der Wegmarkierung orientieren konnten. Nachdem wir ein Stueck gefahren waren nahm der Wind aber wieder ab und wir konnten die Rueckfahrt bei schönstem Wetter und noch schönerer Aussicht geniessen.

Und wie immer, hier ein paar Bilder:

















Als wir auf der Rueckfahrt an der Sitasjaurestuga vorbeikamen, sahen wir die Hundegespanne wieder, zumindest die Hunde und die Schlitten:



Nachdem wir zurueck in der Jugendherberge waren, hielt es uns nicht ewig drin sondern Sven und ich fuhren noch eine Runde. Wir wollten zur Kutjaurestuga, ein Paket abliefern. Den Weg dorthin sind wir ja im Sommer in umgekehrter Richtung gegangen und wir waren einfach neugierig, wie man den steilen Berg mit den Schneemobilen hochkommt. Auf dem Weg nach Vaisaluokta fing es dann an zu regnen, das war nicht so toll. Aber diesmal fanden wir zumindest den Weg und tatsächlich erreichten wir das Hochplateau mit einem atemberaubenden Ausblick auf den Akkajaure.

Leider schlechte Qualität da nur mit Handy aufgenommen und eben wettertechnisch schlecht:



Leider war es ziemlich diesig durch die Wolken und dadurch sah man die Schneemobilspur recht schlecht. Ausserdem war dies kein markierter Weg sondern einfach nur eine Spur die von Anglern genutzt wird. Da es auch schon 17 Uhr war und wir wussten das es noch sehr weit bis zur Huette war und ausserdem die Jungs alleine in der Juegndherberge waren beschlossen wir, kein Risiko einzugehen sondern wieder umzukehren. Das Paket musste halt dann jemand anders mitnehmen. Aber fuers nächste Mal wissen wir zumindest schonmal wie man auf den Berg kommt und ein nächstes mal gibt es auf jeden Fall.

Als wir wieder zurueck waren, haben wir noch Ostereier gesucht und am Montag hiess es dann schon packen und aufladen und ab nach Hause.

Unterwegs habe ich auch noch ein paar Fotos geschossen, hier eine Auswahl:







Montag abend haben wir dann die zu Hause gebliebenen Ostergeschenke abends im Dunkeln mit Taschenlampe gesucht, das war auch lustig, vor allem fuer die Kinder.

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Dienstag, 22. März 2016

Erdbeben
Von filainu, 09:47

Wir dachten ja immer das es soetwas hier nicht gibt, wurden aber neulich doch eines besseren belehrt. In der Nacht vom Freitag zum Samstag wackelte bei uns das ganze Haus. So im Halbschlaf hat man es zwar mitbekommen aber bevor man es richtig realisierte war es auch schon vorbei und man schlief auch gleich weiter und am nächsten Tag hatte man es schon vergessen.

Gestern waren wir dann bei unseren Nachbarn zum Kaffeetrinken und als diese uns fragten ob wir auch das Erdbeben mitbekommen haben, konnte man eins und eins zusammenzählen. Das Epizentrum lag zwischen Piteå und Skellefteå draussen in der Ostsee aber man hat es bis Haparanda gespuert und auch rueber bis Finnland.

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Samstag, 12. März 2016

Tagestelegramm
Von filainu, 17:01

Heute war wieder ein ereignisreicher Tag, zumindest waren wir viel unterwegs.

Hier der Tag in Kurzform:

Munter um 6-verdammt, es wird immer zeitiger hell- in die Gänge kommen- Waschtag- Keller aufräumen (in einer Woche kommt das Fernsehen)-zwei Elche durch die Haustuer gesichtet- Leif Erik nach Storklinten gefahren-Elch gesehen- Leif Erik Skier ausgeliehen und an seinen Kumpel samt Vater uebergeben- nach Hause gefahren-Elch gesehen-Fehler gemacht, Leif Eriks Schuhe mitgenommen- Essen gekocht-Mittag gegessen-Leif Eriks Schuhe ins Schneemobil gepackt-Schneemobilausflug nach Storklinten-Schuhe deponiert-Pause gemacht-Lowcarb Getränk fuer Sven und mich, heisse Schokalade und Schokokuchen fuer Thorben-Leif Erik getroffen-wieder heim gefahren-jetzt Tag ruhig ausklingen lassen.

War ein schöner Tag mit perfektem Winterwetter

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Freitag, 04. März 2016

Eisbahn/Eisstrasse
Von filainu, 16:50

Da die Kinder ja gerade Winterferien haben, sind wir gestern mal nach Luleå gefahren.

Als erstes waren wir auf der Eisbahn. Die Jungs wollten Schlittschuh laufen, ich eigentlich auch, hatte selbige aber zu Hause vergessen. Die Eisbahn befindet sich auf der Ostsee und verläuft vom Suedhafen zum Nordhafen und macht noch einen Abstecher zu einer Insel. In der Mitte hat man blankes Eis und rechts und links kann man normal laufen. Auch windgeschuetzte Grillstellen sind dort aufgebaut, das Holz scheint man aber selber mitbringen zu muessen. Man kann sich auch einen Tretschlitten kostenlos ausleihen, das wollten wir eigentlich auch machen, es war aber gerade keiner verfuegbar.

Da ich auch meine Kamera vergessen hatte, konnte ich nur ein paar Fotos mit dem Handy machen, wollte euch diese aber trotzdem nicht vorenthalten








Wir waren also ein schönes Stueck spazieren bevor wir wieder zurueck zum Hafen gelaufen sind. Dort war ein Eisschloss/Schneeschloss aufgebaut mit Eisrutsche. Das durften unsere zwei natuerlich nicht auslassen.








Ja, und danach wollten wir einfach noch nicht nach Hause und haben kurzerhand beschlossen, noch die Eisstrassen zu erkunden. Es gibt bei Luleå mehrere Eisstrassen die zu diversen Inseln auf der Ostsee fuehren und ich wollte da schon immer mal langfahren. Wir wählten die Eisstrasse nach Hindersön, bogen dann aber rechts ab nach Storbrandön. Es war einfach faszinierend, ueberall nur weiss, die Strasse breit genug fuer 10 Autos nebeneinander. Und man kommt sich so verloren vor. An der Insel angekommen hiess es dann umkehren denn auf die Insel darf man mit dem Auto nicht. Man muesste das Auto dort auf der Ostsee abstellen und mit dem Schneemobil weiter aber ein solches hatten wir natuerlich nicht dabei.





Morgen findet wieder das alljährliche Ededraget statt, das viertelmeilerennen mit Veteranschneemobilen, dieses Jahr wieder auf dem Fluss (nachdem man letztes Jahr auf eine Wiese ausweichen musste da das Eis nicht tragfähig genug war). Da schauen wir natuerlich vorbei. In zwei Wochen dann findet auf der Trabrennbahn in Boden das Finale der schwedischen Meisterschaft im Schneemobilcross statt, auch dies steht schon verbindlich fuer uns im Kalender.

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Dienstag, 01. März 2016

Immernoch Winter
Von filainu, 09:08

Am Wochenende hatte Leif Erik also Skischule, 2 Tage a 2 Stunden mit jeweils einer Kaffeepause.

Die Temperaturen waren mit minus 20 Grad recht grenzwertig aber trotzdem kein Hindernis.

Am Samstag war Thorben mit und ich war in der Zwischenzeit mit ihm Rodeln.

Leif Erik hat sich gar nicht so schlecht angestellt, fand ich zumindest. So im Vergleich zu den anderen Kindern.

Am Sonntag dann war ich Langlaufen, das war mal wieder nur eine halbgute Idee, es war einfach zu kalt und da rutscht man einfach nicht richtig. Die paar Stellen wo die Sonne hinschien ging es gut aber sobald man wieder in den Schatten kam bremste es wieder stark. Nunja, Training mit Widerstand halt.

Als ich dann Leif Erik von der Skischule abholte hörte ich wie die Trainerin sagte das nun alle soweit seien zusammen mit einem Erwachsenen die Hänge hinunterzufahren. Na klasse dachte ich, Leif Erik hat ja keinen Erwachsenen. Da kam die Trainerin zu mir und meinte, Leif Erik könnte jetzt alleine fahren. Ich dachte ich hör schlecht, fragte nur "wie jetzt, alleine, da runter" und zeigte nur auf den Abhang. Ja, das wäre kein Problem er könnte das, nur solle er vielleicht nicht alleine auf die schwarze Piste. Ich vergewisserte mich nochmals ob sie ganz sicher sei, er ist doch nun erst die 2x2 Stunden gefahren. Ja, ja sie sei sicher.

Tja was soll man da noch dagegen sagen. Leif Erik bat mich dann natuerlich auch gleich ob ich ihm noch eine Liftkarte kaufen kann damit er noch bisl fahren kann und ich dachte ach was solls, die Skier hat er ja nun eh ausgeliehen, soll er seine Fertigkeiten ruhig noch etwas vertiefen.

Und so fuhr er noch eine Stunde Ski, ich kam aus dem Staunen nicht raus. So schnell geht das bei den Kindern. Nun muessen wir nur sehen, die Interessen aller irgendwie unter einen Hut zu bekommen, Thorben und ich Langlauf, Leif Erik Abfahrt und Sven Schneemobil.


Und nun dachte ich, ich zeige Euch mal bisl Winter:









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Donnerstag, 25. Februar 2016

Winter
Von filainu, 11:49

Ja, der Winter hat uns noch fest im Griff und endlich haben wir auch die Schneemengen die wir hier so gewohnt sind. Da macht natuerlich alles was mit Winter und Schnee zu tun hat viel mehr Spass.

Ich habe nun endlich auch den Dreh raus wie ich beim Skifahren schneller werden kann. Und dank LCHF kann ich nun auch wieder meine "guten" Ski benutzen, damit bin ich dann auch gleich nochmal ein kleines bisschen schneller. Ich war ja ueber den Herbst gewichtsmässig aus den Skiern rausgewachsen und musste wieder auf die Alten zurueckgreifen. Aber nun ist alles wieder wie es sein soll, die Pfunde purzeln auch, was will man mehr.

Am kommenden Wochenende hat Leif Erik Skischule fuer Abfahrtsski, mal sehen wie das so wird.

Morgen ist in Harads Freilichtkino, mit Popcorn und allem drum und dran. Da heisst es wieder, die Rentierfelle einpacken und mit dem Schneemobil ueber den Fluss zum Kino kucken. Hoffentlich wird es nicht zu kalt. Auf jeden Fall aber soll es sternenklar werden, da stehen die Chancen auf Kino unterm Nordlicht ja auch nicht so schlecht.

Meine Vierbeinigen Freunde, die Elche, sieht man nun auch wirklich regelmässig und in immer grösseren Stueckzahlen. Das hat natuerlich auch mit dem Schnee zu tun, je mehr Schnee umso beschwerlicher wird es auch fuer sie und umso praktischer ist es sich in Gruppen zusammenzuschliessen, da muss nur einer durch den tiefen Schnee und der Rest läuft in der Spur des vorderen. Mich freut es und ich hoffe, sie bleiben noch etwas hier bevor sie sich wieder auf den Weg in die Berge machen.

Die Kinder sind heute mit der Schule am Storklinten, der jährliche Kinderwasalauf steht an. Thorben hat sich riessig drauf gefreut, Langlauf ist wirklich sein Ding, Leif Erik sieht es mehr als Pflicht und freute sich mehr auf das Rodeln danach und das Hamburgergrillen.

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Donnerstag, 18. Februar 2016

Nachtrag
Von filainu, 19:56

Habe heute freundlicherweise von unseren Feriengästen die Fotos der Elchsafari zur Verfuegung gestellt bekommen und auch Nordlichtbilder.

Und die wollte ich euch natuerlich nicht vorenthalten.










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