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††††Unser Leben im wunderbaren Norden

Donnerstag, 19. April 2018

Osterurlaub im Kittelfjäll
Von filainu, 10:49

so, nun hier endlich der Bericht und vor allem Bilder, hach ich könnt gleich wieder los.

Am 4.4. war es also endlich soweit und wir machten uns auf in die Berge. Am Vorabend schon den Hänger gemietet und die Schneemobile verladen, am Abreisetag dann noch das Auto fertig gepackt, noch bisschen was in der Firma erledigt und gegen 11 Uhr ging es vollbeladen los.

Unser Ziel war Kittelfjäll wo ich ueber Facebook ein Hotel direkt am Skihang gebucht hatte, die Kinder wollten ja gerne nochmal Ski fahren bevor der Winter vorbei ist und wir Schneemobil. Da das Angebot im Vergleich zu anderen Skiorten doch wirklich sehr preiswert war, waren die Erwartungen nicht zu hoch.

Die Fahrt verlief bis nach Arvidsjaur auch ganz okej, dort fing es dann aber an zu schneien und sollte auch nicht wieder aufhören bis wir endlich am Ziel waren. Das war natuerlich nicht so toll, je mehr und länger es schneite umso schlechter liess es sich logischerweise fahren, dazu noch der Gegenverkehr der den Schnee aufwirbelte und man eine Sicht gleich null hatte. Von der Landschaft sah man auch nix mehr da alles im Schneetreiben versank. Mit anderen Worten das ging ja schonmal nicht so toll los und es wurde auch nicht besser als die Strassen immer enger wurden, der Gegenverkehr aber trotzdem nicht abnahm.

Nunja irgendwann kamen wir dann trotzdem in Kittelfjäll an und wollten erstmal zum Hotel fahren, ausladen usw. Da sahen wir das Schild das man Hänger auf einem Parkplatz parken sollte, an dem wir natuerlich schon vorbei waren. Also hat Sven mit samt dem Hänger auf der Strasse umgelenkt, was fuer ein Manöver, und wir sind zu dem Parkplatz gefahren. Wir wollten den Hänger samt Schneemobilen darauf abstellen, ins Hotel fahren und dann am nächsten Tag in Ruhe die Schneemobile abladen. Dank der Tatsache jedoch das dem Miethänger das Stuetzrad fehlte bekamen wir ihn nicht vom Auto ab, nen Hänger mit zwei Schneemobilen drauf hebt man eben auch zu zweit nicht an. So ein Mist aber auch. Im heftigsten Schneetreiben und der Motiviation im Keller mussten wir nun auch noch die Schneemobile abladen.

Nachdem das erledigt war fuhr Sven mit dem Auto und ich nahm gleich mein Schneemobil mit zum Hotel. Mittlerweile war es gegen 17 Uhr, aber wenigstens das Einchecken ging reibungslos. Kaum hatten wir uns Zimmer in Beschlag genommen (einfaches Zimmer mit zwei Doppelstockbetten, einem Stuhl und einer Bank sowie einem Waschbecken, Dusche und Toilette auf dem Gang) wollten die Kinder auf die Skipiste. Denn von 17 bis 19 Uhr war der Lift kostenlos. Ja, von mir aus sollten sie machen, konnten wir in Ruhe auspacken und noch Svens Schneemobil holen.

Ich bin dann noch raus und habe den Kinder bisschen zugeschaut aber es dauerte nicht mehr lange und es war 19 Uhr und der Lift wurde geschlossen. Aber immerhin, ein paarmal konnten sie doch fahren und waren gluecklich.





Am nächsten Tag hatte es aufgehört zu schneien und nun sah man ersteinmal die tolle Landschaft und die Berge, direkt vom Zimer aus.





Die hingen nämlich am Vortag in den Wolken, man sah gar nicht wo der Lift eigentlich hinfuhr aber nun hatte man klare Sicht. Oh, was fuer ein Skihang. Und ich wollte da auch fahren???


Nach dem Fruehstueck sind die Kinder wieder Skifahren gegangen während ich ersteinmal zum Dorfladen fuhr und eine Schneemobilwegkarte zu kaufen. Da fuer den Nachmittag wieder Schneefall angesagt war, beschlossen wir, am Vormittag eine Runde mit dem Schneemobil zu fahren und meinen Ausflug auf die Skipiste auf den Nachmittag zu verlegen.

Also haben wir uns auf der Karte eine Runde ausgekuckt die nach meiner Einschätzung nach ungefähr 25 km lang sein durfte und haben uns auf den Weg gemacht. Der Vorteil mit einem Hotel direkt an der Skipiste ist ja, das die Kinder jederzeit das Skifahren unterbrechen können, was trinken können usw. ohne das sie uns dazu brauchen.

Wir fuhren erst ein kurzes Stueck durchs Tal und freuten uns ueber die super Schneemobilwege. Kurz darauf bogen wir ab und es ging ab in die Berge, wir kletterten mit den Schneemobilen höher und höher, ueberholten auch einige Skifahrer die ebenfalls den Berg hochkraxelten. Oben angekommen hatte man natuerlich eine herrliche Aussicht auf die umliegenden Berge und wir konnten sogar von weitem auf die Skipisten schauen.Wir folgten dem Weg ueber mehrere Seen und vorbei an Bergen aber nun sah man schon nicht mehr allzuviel von selbigen da es schon wieder zuzog. Irgendwann kamen wir dann an der Blerikstuga raus wo einige andere Schneemobilfahrer standen. Die Sicht war mittlerweile nicht mehr so berauschend und auch der Schneemobilweg war ziemlich zugeschneit. Aber vor uns machte sich einer mit Pulka auf den Weg und wir beschlossen, ihm zu folgen, er schien ziemlich entschlossen und zu wissen was er tat. Man konnte sich gar nicht richtig vorstellen wo die Reise hingehen sollte, vor uns befand sich eigentlich nur eine Bergkette aber die Antwort kam bald als es nämlich plötzlich ziemlich steil bergauf ging. Und ehe man es sich versah, waren wir plötzlich schon oben. Wir hielten kurz an um die Aussicht zu geniessen was natuerlich zur Folge hatte das wir unseren Vordermann und Spurenzieher aus den Augen verloren. Jedoch gelang es uns, seiner Spur weiter zu folgen. Irgendwann kamen wir dann auch an die Stelle wo wir abbiegen mussten zurueck Richtung Kittelfjäll. Auch hier war ein Weg nahezu nicht vorhanden aber was sollte es, es gab ja die Kreuze als Markierung und denen folgten wir. Uns kamen dann auch noch ein paar Schneemobile entgegen, konnte also nicht so schlimm sein.

Irgendwann verliessen wir dann den Kahlfjäll wieder und tauchten in den Wald ein, hier war der Weg dann wieder etwas besser und gut zu fahren. Dann kamen wir auf einen grossen See dem wir mehrere km folgen mussten um dann kurz vor Kittelfjäll wieder auf den Skoterweg zu kommen. Das letzte Stueck war dann eher unterirdisch zu fahren, total wellig aber zum Glueck war es nicht mehr weit. Punkt um 12 kamen wir wieder am Hotel an, der Kilometerzähler zeigte zwar fast 50 gefahrene km an aber was solls, die Karte ist halt nicht so genau. Wir parkten unsere Schneemobile auf dem Parkplatz wo wir dachten das wir parken sollten, komisch war nur das wir jeden Tag die Einzigen waren die dort standen aber niemand hat sich beschwert also kann es so falsch nicht gewesen sein.

Hier ein paar Bilder des Ausfluges:














Unsere Kinder kamen auch gerade den Hang runtergewedelt und wir sind erstmal ins Zimmer Mittagessen gegangen. Wir hatten ja unseren halben Wandervorratsschrank samt Thermoskanne und Wasserkocher mitgenommen so das wir nicht aufs teure Hotelessen zurueckgreifen mussten falls wir es nicht wollten.

Was man mit einem Wasserkocher und einer Thermoskanne doch alles zaubern kann.


Danach war es nun Zeit fuer mich. Ab zum Skiverleih. Natuerlich gab es auch hier keine Skischuhe die ich auch nur ansatzweise um die Waden zubekam, aber sie waren trotzdem bequemer als die in Kanis. Also Ausruestung geliehen, Liftkarte gekauft (puh da kann man arm werden) und los ging es. Es fing dann auch alsbald an zu schneien. Die Kinder haben mir dann erstmal die kleineren Abfahrten gezeigt zum eingewöhnen sozusagen. Naja, was man eben so als leichte Pisten versteht wenn man Profi ist. Die Pisten waren als Blaue Pisten markiert, also leicht, na ich weiss auch nicht, mir hat das vollkommen gereicht. Die Aussicht wenn man mit dem Lift hochkommt ist ja toll,


wenn da nicht das Problem wäre das man ja wieder runter muss, wenn möglich auch heil. Ich bzw. wir sind also ersteinmal ein paarmal dort gefahren damit ich mich wieder dran gewöhnen kann. Und just als wir beschlossen hatten nun den grossen Lift bis nach ganz oben zu nehmen, blieb dieser stehen. Und sollte auch bis 16 Uhr, wo er sowieso schliesst, nicht mehr in Betrieb genommen werden. Naja, war wahrscheinlich ein Zeichen das ich es doch lieber lassen sollte.

Abends waren wir dann in der Hotelpizzaria essen, sozusagen zur Feier des Tages das ich den Skihang ueberlebt habe.

Am nächsten Tag hatte es erneut aufgehört zu schneien und einem weiteren Ski- und Schneemobiltag stand nichts im Weg. Allerdings war es recht windig aber das hielt uns nicht ab.

Nach dem Fruehstueck sind die Kinder wieder auf den Skihang, sie wollten heute mal mit dem grossen Lift ganz hoch fahren


und wir sind wieder mit den Schneemobilen los. Heute war der Weg allerdings nicht mehr so toll, zumindest die ersten km waren doch ziemlich holprig. Als wir dann aber hoch aufs Kahlfjäll kamen wurde der Weg besser wohl aber hauptsächlich dadurch bedingt das es hier ziemlich wehte und somit alle Dellen zugeweht wurden. Dementsprechend war auch mal wieder der Weg nicht wirklich sichtbar aber wir konnten uns gut an den Kreuzen orientieren. Hier mitten im Nichts arbeitete auch eine Pistenmaschine und zog eine Langlaufloipe, frage mich nur wie die Langläufer hier ueberhaupt hinkommen sollten. Nunja nicht unser Problem. Wir folgten dem Weg durch den Sturm bis wir endlich in so etwas wie dem Windschatten der Berge waren. Hier war es deutlich angenehmer und wir konnten das ganze Szenario endlich geniessen. Jetzt verliessen wir auch hin und wieder den Weg und fuhren im Tiefschnee oder so ähnlich. Mit meiner Maschine kann ich ja nicht wirklich in richtigem Tiefschnee fahren aber eben ungespurt dort wo es ging. Wir folgten dem Weg dann bis zum Virisen, einem riessigen See von wo aus dann ein Weg zurueck fuehren sollte. Der Abzweig auf dem See kam nach ca. 2km, ich sah die Stangen schon weitem und kuerzte ab. Da tat sich mein Schneemobil aber ganz schön schwer und es hiess einfach nur Gasgeben um nicht stehenzubleiben. Ich dachte ja der Schnee war so tief aber Sven der hinter mir fuhr sagte mir dann, das ich im Prinzip durch 40cm Wasser gefahren bin. Na ein Glueck das ich das nicht wusste, da konnte ich wenigstens keine Panik bekommen.

Wir fanden dann auch die Einfahrt in den Wald aber hier war ja wirklich von einer Spur weit und breit nix zu sehen. Nun waren wir ja aber einmal da reingefahren und umkehren ist ja in dem tiefen Schnee auch nicht wirklich das einfachste Manöver, schon gleich gar nicht mitten im Wald. Also hiess es Augen zu und durch, immer an den Kreuzen orientieren. Ich vorneweg, weiss gar nicht warum, Sven hat eigentlich die bessere Maschine fuer Tiefschnee fahren aber ich habe wohl den besseren Orientierungssinn. Und den brauchte es wirklich. Einerseits konnte ich nicht anhalten da ich dann wohl festgefahren wäre (und das wäre in dieser Einöde wohl das allerschlimmste gewesen), andererseits musste man teilweise ganz schön suchen bis man das nächste Kreuz hinter irgendeinem Baum entdeckte. Die Fahrt war auch nicht so super lustig da man eben auch die zugewehten Löcher nicht sah und doch hin und wieder in eins reinsackte, ohne Vorwarnung. Auf der anderen Seite, so ein bisschen Abenteuer ist doch auch mal schön. Ewig hätte ich so nicht fahren wollen aber ein paar Kilometer waren letztendlich doch okej. Und es ging ja alles gut, nach einer Weile kamen wir auf einen Querweg wo zumindest schon einer vor uns gefahren war und diesem folgten wir zurueck Richtung Kittelfjäll.

Zum Schluss mussten wir dann wieder ueber den grossen See und das letzte Stueck auf dem holprigen Weg aber im Grossen und ganzen war es wirklich ein toller Ausflug. Diesmal war es kurz nach 12 als wir wieder am Hotel ankamen.

Hier ein paar Fotos:











Wir passten die Kinder ab und gingen wieder zusammen aufs Zimmer Mittag essen. Und natuerlich wollten wir hören wie es denn auf der grossen Piste so ging. Ja, alles super aber Leif Erik war der festen Ueberzeugung das ich da im Leben nicht wieder runtergekommen wäre weil es zu steil sei. War wohl doch Schicksal das der Lift am Vortag nicht mehr funktionierte. Unsere zwei Jungs aber liessen sich natuerlich nicht abschrecken und nach dem Mittagessen ging es wieder auf die Piste. Wenn ich dran denke das Thorben ja dieses Jahr erst mit dem Skifahren angefangen hat, einen Skikurs 2x3 Stunden im Februar und seitdem nur einmal gefahren ist als wir neulich in Kanis waren und nun fährt er schon die längsten Pisten ganz alleine. Wie schnell das bei den Kindern geht.

Ich wollte den Nachmittag ueber ungern im Hotel verbringen und machte mich dann nochmal auf zu einer Tour. Sven plagte sich schon seit Tagen mit einer Erkältung herum und der kalte Fahrtwind beim Schneemobilfahren macht das Ganze nicht wirklich besser, daher zog er es vor, sich statt dessen etwas auszuruhen.

Ich fuhr also alleine los, zunächst nach Dikanäs, super Weg, breit, ueber mehrere Seen, Wetter war auch toll und ich genoss die Fahrt.



In Dikanäs dann ueber die Strasse und dem Skoterweg auf der anderen Seite zurueck gefolgt. Das der Wind immer mehr zugenommen hatte, merkte ich zunächst gar nicht, da es stets durch den Wald ging. Bis ich plötzlich hoch aufs Kahlfjäll kam und der Weg quasi weg war und ich nur noch durch Schneewehen pfluegte, selbst das Atmen fiel schwer da ich Gegenwind hatte. Ich ueberlegte erst ob ich umkehren sollte aber den ganzen Weg wieder zurueckfahren wollte ich dann auch nicht, so kurz vor dem Ziel. Je weiter ich kam umso mehr bereute ich zwar diese Entscheidung aber zu ändern war es nun auch nicht mehr. Teilweise waren die Schneewehen so tief das ich das Schneemobil nicht auf dem Weg halten konnte sondern abdriftete und dann hiess es im Tiefschnee irgendwie wieder Kontrolle uebers Gefährt zu bekommen und versuchen zurueck auf den gedachten Weg zu kommen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie heilfroh ich war als ich endlich wieder bewaldetes Gebiet erreichte und der Wind durch die Bäume etwas gebremst wurde. Der Weg war zwar auch im Wald hin und wieder mal zugeweht aber eben nur ein paar Meter, das war also kein Problem. Irgendwann kam ich dann in dem Tal raus wo wir am Vormittag schon waren, hier wehte es wieder ganz schön und plötzlich war der Weg durch einer 2 Meter hohe Schneewehe versperrt. Einfach drumrumfahren ging aber auch nicht da standen viele Bäume und das Gelände war so abschuessig. Das durfte doch nicht war sein. Man sah aber auch nicht wo dann das nächst Kreuz war. Ich nahm also all meinen Mut zusammen und steuerte mein Schneemobil grossräumig um die Stelle herum, ich wusste nicht wo der Weg weitergeht, ich wusste aber ungefähr wo der Weg war den wir am Vormittag gefahren sind und den versuchte ich nun zu erreichen. Es war eben nur wichtig das ich die Maschine in Bewegung halte und nicht festfahre. Nachdem ich dann sogar durch ein kleines Wäldchen mit halbhohen Birken gesteuert bin habe ich tatsächlich den Weg wiedergefunden und nun waren die restlichen km zurueck nach Kittelfjäll kein Problem mehr. Ich war so heilfroh wieder zum Hotel zurueck zu sein aber irgendwie auch etwas stolz das ich die Situationen ohne Hilfe gemeistert habe.

Hier noch ein paar Bilder:





Am nächsten Tag ging es Sven nicht wirklich besser, eher schlechter so das ich mich erneut alleine mit dem Schneemobil auf den Weg machte während die Kinder, was anders, wieder Skifahren waren. Diesmal wollte ich aber kein Risiko eingehen und hielt mich an Altbewährtes. Ich fuhr die Runde die wir am ersten Tag gefahren sind, allerdings andersrum. Und ich machte noch einen kleinen Abstecher Richtung Fatmomakke. Das Wetter war nun endlich mal wirklich toll, sogar mit Sonne und die Ausblicke waren natuerlich einfach nur toll. Ich genoss die Fahrt und die Geschwindigkeit, die Freiheit die Einsamkeit, ausser mir war kaum jemand unterwegs. Ja irgendwie habe ich das vermisst, nächsten Winter muessen wir das wieder häufiger machen.










Am Nachmittag haben wir dann angefangen zu packen, die Kinder waren nach 3,5 Tagen auf der Skipiste einfach nur kaputt und gar nicht böse drum das der Urlaub nun zu Ende war.

Bei strahlendem Sonnenschein haben wir dann am Sonntag das Hotel verlassen, die Schneemobile verladen und sind nach Hause gefahren. Ist ja typisch das das Wetter super wird wenn wir wieder los muessen aber andererseits, es hätte durchaus auch schlimmer sein können, wir wollen uns also nicht beschweren.

Die Heimfahrt verlief dann ohne Probleme, ohne Schneetreiben lässt es sich auch viel besser fahren. Und wir haben schon Pläne fuer nächstes Jahr Ostern geschmiedet. Dann soll es nach Borgafjäll gehen.


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Mittwoch, 18. April 2018

Nun geht es voran
Von filainu, 17:09

Seit Tagen schon haben wir das beste Tauwetter, Sonne satt und es taut in rasantem Tempo vor sich hin. Da ich dem Ganzen Prozess auf unserem Hof etwas nachhelfe indem ich mehrmals täglich immer wieder Eis loshacke haben wir jetzt schon nahezu die Parkplätze eisfrei. Und da der Boden diesen Winter nicht viel gefroren ist da der Schnee schon zeitig kam und isoliert hat, läuft das ganze Schmelzwasser auch erstaunlich gut ab, bisher zumindest.

Der Platz fuer meine zukuenftigen Hochbeete liegt zwar noch unter 1 Meter Schnee versteckt aber mal sehen vielleicht nehme ich mal die Schneefräse und helfe etwas nach. Immerhin habe ich gestern schon die Samen fuers diesjährige Gartenprojekt gekauft.

Und bei dem tollen Wetter hat man selbst auch gleich viel mehr Elan und so haben wir heute gleich mal unsere Schneemobile auf ihren Sommerparkplatz gestellt, solange noch etwas Schnee da ist. Letztes Jahr hatten wir ja viel zu lange gewartet und mussten sie dann mit solchen Rolldingern transportieren, das war vielleicht ein geochse, dieses Jahr also waren wir schlauer.

Dann haben wir am Sonntag auch noch unsere Pulka verkauft. Wir wollen dieses Jahr unseren Fuhrpark neusortieren und besser auf unsere Beduerfnisse anpassen, die Pulka war da der erste Schritt und wir sind froh das wir da gleich einen Käufer gefunden haben und sie nicht noch einen ganzen Sommer in der Sonne und dem Regen hier rumstehen muss. Als nächstes sind die Quads dran, wenn sie dann freigetaut sind, diese haben wir in den letzten Jahren so gut wie gar nicht mehr benutzt und was man nicht benutzt das braucht man auch nicht. Und vom Rumstehen werden sie nicht besser.

Am Wochenende waren wir in Harads, unsere Ferienhausgäste hatten zum Abschiedsgrillen eingeladen. Es wurde ein toller Nachmittag/Abend, ich glaube es war schon 1 Uhr als wir uns zu Bett begaben. Sven und ich haben in der Stuga uebernachtet, die Jungs sind am fruehen Abend schon zu einem Kumpel aus alten Zeiten gegangen und haben dort uebernachtet. Mit anderen Worten, auch sie hatten ein tolles Wochenende.

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Freitag, 13. April 2018

Hier ist vielleicht was los
Von filainu, 14:50

Gestern Vormittag klingelt mein Handy, am anderen Ende der Leitung mein aufgeregtes, ueberglueckliches grosses Kind, sprich Leif Erik und erzählt mir das die Schule evakuiert werden musste weil das Dach drohte einzustuerzen und das sie nun nach Hause gehen duerften, ich muesse nur noch mit der Lehrerin reden und mein Einverständnis geben. Kurz darauf rief auch Thorbens Lehrerin an und fragte ob es okej ist das Thorben nach Hause geht. Warum die Kinder sich so uebermässig freuten war die Tatsache das beide an diesem Tag hätten Pruefungen schreiben sollen.

Heute hatten die Kinder dann auch schulfrei, gestern und heute wurde das Dach der Schule abgeschippt, angeblich geht die Schule am Montag wieder weiter.

Heute frueh sind wir aber erstmal noch zur Schule und haben die Draussenklamotten der Kinder geholt, die konnten sie nämlich gestenr nicht mehr bergen. Und Thorben hat seine Maiblumen geholt und ist dann gleich heute vormittag los um diese zu verkaufen.

Ja, was ist sonst noch so passiert? Wie erwartet lagen die Ostereier dieses Jahr im Schnee statt im Gras aber das tat dem Suchspass natuerlich keinen Abbruch.







Sonntag Nachmittag habe ich dann Sven zu einem Ausflug entfuehrt, was er nicht wusste es war mein Geburtstagsgeschenk an ihn, Montag war ja Feiertag, das passte also ganz gut. Ich hatte ein Entspannungswochenende in einem Hotel in Piteå gebucht und hatte am Vortag schon heimlich den Koffer gepackt und im Auto versteckt. Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten sind wir erstmal in den Spabereich des Hotels und haben das Spaprogramm mit 3 verschiedenen Saunen und Pflegeprodukten und Eisfontäne usw absolviert.

Am Abend hatte ich dann einen Tisch im Restaurant reserviert welches eine tolle Aussicht ueber die Ostsee hat......... aber natuerlich nur wenn nicht wie heute die ganze Stadt plötzlich in dichten Nebel gehuellt ist. Wir haben wirklich lecker gegessen, angesichts des Preises ist das aber nichts fuer jeden Tag. Was mir wirklich sehr gefallen hat, hier hat man die Teller nicht so ueberfuellt wo man dann die Hälfte wegschmeissen muss weil man gar nicht so viel essen kann oder man viel zu viel isst weil es eben auf dem Teller ist. Nein, hier waren die Portionen eher sparsam bemessen aber man konnte jederzeit noch nachbekommen.

Der nächste Tag begann dann erstmal mit einem super Fruehstueck und während wir uns danach noch eine Wohlfuehlmassage gönnten wurde zu Hause die Geburtstagstorte angeliefert und die Kinder haben den Tisch dekoriert. Als wir dann wieder zu Hause ankamen haben wir noch gemuetlich zusammen Kaffee getrunken und damit ein wirklich super Osterwochenende ausklingen lassen.

Nur um uns zwei Tage später schon wieder auf die Socken zu machen aber davon berichte ich demnächst, muss noch die Fotos sichten.

Am 25. März war es dann auch soweit, mein erster Tag auf Abfahrtsskiern. Sollte so eine Art Vorbereitung fuer den Fjällurlaub sein, Thorben war ja seit seinem Skikurs noch nicht wieder Ski gefahren und ich........ja.

Also auf nach Älvsbyn zum Kanisbacken. Dieser soll von den hier umliegenden der Anfängerfreundlichste sein. Dort angekommen musste ich mir natuerlich erstmal Skier ausleihen. Und mal wieder das Problem, das ich die Schuhe einfach nicht um die Waden zubekomme. Hatte zum Schluss sogar ne Grösse 45 aber auch die gingen nicht zu. Na dann eben mit offenen Schuhen, ich war wild entschlossen.

Zunächst ging es erstmal mit dem Transportband auf den Kinderhuegel. Also da wo die ganz kleinen fahren, der kaum Gefälle hat. Aber glaubt mir wenn man dann einmal da oben steht sieht das alles viel gefährlicher aus als von unten. Mit anderen Worten ich habe mich nicht getraut und statt dessen bin ich den noch flacheren Rodelhang runtergefahren. Und ueberlebt. Also gleich nochmal. Es dauert uebrigens ewig bis man mit dem Transportband oben ist zumal es ständig stecken blieb (ich war wohl zu schwer oder so keine Ahnung). Nachdem ich den Rodelhang ein zweites Mal runtergerutscht war ging ich zum Angriff ueber, auf zum richtigen Berg. Und mit dem Lift nach oben. Oben angekommen hatte mich der Mut natuerlich schon wieder verlassen und ich sah mich schon beim Sonnenuntergang immernoch auf dem Berg sitzen. Grad das erste Stueck ist das steilste. Ich fragte Thorben dann ob er sich auch traut ohne mich den Hang runterzufahren, wollte ihn ja nicht aufhalten. Kein Problem und schon dueste er den Hang runter. Vom Bremsen oder lenken hält er nicht viel, einfach geradeaus den Hang runterbrettern, das ist sein Leben.

Ja und ich? Ich hangelte mich meterweise den Hang runter, ich glaub ich bin 5 Meter weit gekommen als Thorben schon wieder mit dem Lift hochkam. Aber als ich das steile Stueck dann endlich hinter mir hatte, ging es auch etwas schneller.

Lange Rede kurzer Sinn, nachdem ich heil unten angekommen bin und dann noch ein paarmal den Hang gefahren bin, hatte ich sogar die Parallelschwuenge drauf. Was natuerlich nichts daran ändert das ich seehr langsam fahre, man will ja schliesslich nicht die Kontrolle ueber die Ski verlieren.

Nach 3 Stunden waren wir dann alle ziemlich kaputt, ich gab die Ski wieder ab und wir fuhren wieder heim.


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Sonntag, 01. April 2018

Frohe Ostern
Von filainu, 08:37

Hiermit wuenschen wir euch allen ein frohes Osterfest und einen fleissigen Osterhasen. Dieser hat es bei uns dieses Jahr extra schwer, bei 1m Schnee kommt er kaum vorwärts und die Ostereier werden wohl erfrieren.

Trotz allem kann man sagen der Fruehling ist im Anmarsch, wir haben jetzt tagsueber ein paar Plusgrade, so 2-3, da taut wenigstens ein bisschen weg, vor allem in der Sonne. Es hat nun auch schon eine Weile nicht mehr geschneit, auch schön. Aber es wird wohl noch eine ganze Weile dauern bis wir uns der Gartenarbeit widmen können.

Thorbens letztes Hockeyturnier war ein voller Erfolg und ein toller Abschluss fuer ihn, er hat ganze 3 Tore geschossen, nicht schlecht fuer einen Verteidiger. Super stolz, sowohl er als auch wir. Nun sind alle Hockeysachen gewaschen und hängen an ihrem Platz bis wir sie in 5 Monaten wieder in Gebrauch nehmen werden.

Ja, nun ist Ostern und bisher können wir uns nicht beklagen, jeden Tag Sonne. Am Donnerstag abend waren wir in Luleå im Kino, hatten noch einen Guschein den wir einlösen wollten. Da Ostern hier DIE Feierzeit schlechthin ist und nahezu alle mit ihren Schneemobilen in ihren Ferienhäusern in den Bergen sind, waren wir ganze 6 Leute im Kino, wir 4 und noch zwei andere. Wir konnten uns also nicht ueber Platzmangel beklagen.

Am Freitag sind wir dann eine Runde mit den Schneemobilen gefahren. Statt Pulka wollten die Kinder diesmal lieber mit dem Schlitten gezogen werden. Gesagt getan, nach dem Mittag fuhren wir los, bewaffnet mit Tee und warmem Saft und ein paar Keksen machten wir uns auf Richtung Ersnäs. Das mit dem Schlitten funktionierte Super und Thorben hatte einen Riessen Spass. Leif Erik ist zwar auch mal gefahren fand es aber nicht ganz so lustig, vermutlich ist er einfach schon zu gross fuer den Schlitten.

Nachdem wir dann die Kommungrenze passiert hatten wurde der Schneemobilweg allerdings immer schlechter, sehr wellig so das es irgendwann auch fuer Thorben keinen Spass mehr machte. Wir stellten den Schlitten dann einfach irgendwo ins Gebuesch und fuhren das letzte Stueck zur Ersnäs Klubbstuga ohne weiter.

Dort angekommen genossen wir die Aussicht, setzten uns eine Weile in die Sonne und die Kinder tobten im Schnee. Wir hätten sogar grillen können, die Vorgänger hatten das Feuer angelassen, aber wir hatten natuerlich nix mit zum Grillen.











Nach einer Weile machten wir uns dann wieder auf den Heimweg, sammelten den Schlitten wieder ein und als der Weg wieder besser wurde, fuhr dann Thorben auf selbigem bis nach Hause. Abends haben wir dann noch den grill angeworfen, ich hatte kurzentschlossen einen Nudelsalat zusammengeruehrt und so nahm der Tag noch ein gemuetliches Ende.

Gestern dann waren wir in Luleå zum Eishockey. Diesmal bei den Damen denn unsere Herren sind ja schon vor einer Weile ausgeschieden. Die Damen allerdings spielten um SM Gold, das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Die beiden ersten Spiele waren sehr ausgeglichen, beide wurden jeweils durch ein Tor auf den letzten Drueck entschieden, eins zuguntsen von Luleå eins zugunsten des Gegners. Nun ging es also um alles, wer dieses letzte Spiel gewinnen wuerde ist schwedischer Meister.

Und was fuer ein Spiel das werden sollte. Luleå spielte wie ausgewechselt und schoss schon sehr zeitig das erste Tor. es folgten noch sage und schreibe 4 weitere, und was fuer welche, wirklich absolute Top Tore spilerisch gesehen, der Gegner brachte es auf 1 Tor. 5:1 war das Schlussergebnis und dann brach der Jubel los.









Unser Kinder waren zu Hause geblieben, Thorben schaute sich das Spiel aber im Fernsehen an und staunte nicht schlecht als er uns plötzlich auf dem Bildschirm sah.

Wir blieben dann noch eine Weile dort, schauten uns die Preisverleihung an. Dann durfte das Publikum noch aufs Eis um die Stars hautnah zu erleben, wir verzichteten und fuhren nach Hause.

Etwas später kamen dann noch Bekannte vorbei die auch mit zum Hockey waren und wir haben gegrillt und einen wirklich tollen Abend gehabt, ich glaube es war kurz vor 24 Uhr als sie nach Hause gingen.

Ja und was wir sonst noch so mit dem restlichen Ostern anstellen das erzähle ich euch später. Am Mittwoch fahren wir auf jeden Fall erstmal mit den Schneemobilen und den Skiern in die Berge, hoffentlich spielt das Wetter mit.

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Mittwoch, 14. März 2018

Armer Thorben
Von filainu, 17:14

Thorben hat ja diesen Winter mit zwei Eishockeymanschaften trainiert, einen Tag pro Woche mit "seiner" Mannschaft und einen Tag pro Woche mit der Mannschaft die ein Jahr juenger ist. Mit ihnen hat er auch Turniere gespielt da er ja Neuanfänger war und damit noch nicht bereit fuer Ligaspiel. Nun liegt die Saison in den letzten Zuegen und damit soll Thorgen noch die Chance bekommen auch mal mit seiner Mannschaft nochmal ein paar Spiele zu spielen. Und dadurch kommt jetzt alles gehäuft. Am Montag war Elternmatch mit der juengeeren Mannschaft. Ich stand fuer die Eltern auf dem Eis. Hat super Spass gemacht auch wenn ich noch nie vorher ueberhaupt Hockey gespielt habe. Und ich kann nun sogar etwas bremsen mit Schlittschuhen.

Danach wollten alle zusammen noch Kaffee trinken (ich hatte einen Kuchen beigesteuert) und deshalb sollte Thorben diesmal nicht mit seiner Mannschaft trainieren welche direkt danach Training hatte. Dachten wir. Die Trainer waren damit nicht einverstanden, Thorben solle doch am Mittwoch das Spiel mitspielen (was uns bis dahin ja noch gar niemand gesagt hatte) und daher sollte er mit trainieren. Er ist dann nur schnell ins Cafe, hat Saft getrunken und ein kleines Stueck Kuchen gegessen und ist dann gleich zum nächsten Training. Hinterher war er fix und fertig.

Heute ist also das Spiel, morgen dann schon gleich das nächste in Sunderbyn. Damit ist die Woche aber noch nicht vorbei denn am Samstag ist ein Turnier wo Thorbens Mannschaft und somit auch Thorben 4 Spiele hat. Ja, das ist eine Woche mit reichlich Hockey fuer uns.

Aber Thorben ist so froh endlich auch mit seiner Mannschaft Turniere und Ligaspiele spielen zu können das ihm der Rest egal ist.

Nächsten Samstag hat er dann nochmal ein Tuernier mit der juengeren Mannschaft und dann ist die Hockeysaison vorbei.

Im April fängt dann aber auch schon Fussball an.

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Sonntag, 11. März 2018

Wochenende
Von filainu, 19:52

Nachdem es gestern mal wieder den dritten Tag hintereinander nur geschneit hat haben wir uns kurz entschlossen ins Auto gesetzt und sind nach Finnland gefahren, einkaufen. Die Anfahrt zog sich aufgrund des Wetters ziemlich aber irgendwann waren wir dann trotzdem dort. Zuerst sind wir in den Prisma gefahren. Irgendwie sind auch hier die Preise gestiegen (so wie in Schweden auch, stellen wir in letzter Zeit immer häufiger fest) scheint also kein rein schwedisches Problem zu sein. Aber wir fahren ja auch nicht wirklich wegen den Preisen da hin, das meiste ist eh teurer als hier, sondern um mal was anderes zu haben was man eben hier gar nicht bekommt.

Nachdem wir den Prisma mit vollem Einkaufswagen verlassen hatten ging es weiter zum Lidl. Leider ist da irgendwie das Angebot geschrumpft, trotzdem fand noch das ein oder andere den Weg in den Einkaufswagen. Nachdem wir dann noch den Tank des Autos mit Diesel befuellt hatten ging es auch schon auf den Heimweg. Zunächst in Kolonne hinterm Schneepflug, ist ja toll das sie so fleissig räumen aber man kommt eben nicht vorbei, wird es zweispurig klappt er ein extra Räumschild aus und räumt beide Spuren gleichzeitig.

Aber wir sind trotz dem Wetter gut wieder zu Hause angekommen.

Es hat dann noch die ganze Nacht geschneit bis es heute vormittag endlich mal aufhörte und sogar die Sonne rauskam. Wir mussten dann gleich erstmal die Schneefräse anwerfen, der Räumdienst hatte uns mal wieder die Einfahrten zugeschoben. Ausserdem hat sich die letzten Tage ganz schön was angesammelt plus das wir die Pulka mal ausgraben wollten. Heute war nämlich Familientag mit Eisangeln im Hafen und da wollten wir hin.

Also erstmal Schnee gefräst und uns einen Weg zur Pulka gebahnt, diese dann mit den Schneeschippen und Schaufeln ausgegraben.



Nach getaner Arbeit sind wir dann zum Hafen gefahren, dort war im Prinzip so gut wie nix los. Wir sind dann noch raus auf die Ostsee wie die Leute angelten aber man schaute uns irgendwie nur komisch an also sind wir umgekehrt und zurueck zum Hafen. Gar nicht so einfach bei dem ganzen Schnee und ich mit der Pulka. Noch dazu nahmen wir rueckzu einen anderne Weg und gerieten ins Wasser. Habe ganz schön gekämpft das ich mit der Pulka hinten dran nicht im Wasser-Schneematsch stecken bleibe. Dann sind wir noch ein Stueck den Schneemobilweg gefahren, irgendwann aber umgekehrt und zurueck nach Hause.

Dort haben wir uns dann mit nem heissen Kakao raus in die Sonne gesetzt, zumindest solange bis diese von Wolken bedekct wurde, da war es gleich viel kälter und wir sind wieder reingegangen.

Ja und nun habe ich noch den Apfelkuchen im Ofen, morgen ist bei Thorbens Hockeymannschaft Spiel gegen die Eltern mit hinterher Kaffeetrinken und da backe ich nen Kuchen. Und morgen spiele ich dann also Eishockey. Mal sehen wieviele blaue Flecken ich davontragen werde. Aber wird sicher lustig.

Ja, ueber Schneemangel können wir uns wirklich nicht beklagen, die Frage ist nur ob wir dieses Jahr ueberhaupt noch was anderes bekommen, das was man so Sommer nennt.

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Freitag, 02. März 2018

Mal wieder melden
Von filainu, 17:06

Die Zeit rinnt einfach nur so dahin, wenn ich bedenke das wir nun schon wieder März haben, dabei war doch grad erst Weihnachten.

Nach fast 4 Wochen und einer zwischenzeitlichen Kortisonkur ist meine hartnäckige Erkältung nun fast ueberwunden, zum Glueck. Leif Erik hatte es dann auch noch erwischt aber nicht so heftig, auch er ist auf dem Weg der Besserung.

Am 24. Februar hatte Thorben wieder Hockeyturnier, diesmal war er Torwart. Mal was anderes. Leider gefällt ihm das, mir weniger, das ist ja immer ein Aufwand die Ausruestung am Kind anzubringen. Aber was tut man nicht alles. Das war dann aber auch sein letzter Auftritt als Torwart fuer diese Saison, am 15 März wird die Kuehlung fuers Eis abgestellt und damit ist das Training fuer diese Saison vorbei. Am 17. und 24. März haben sie zwar nochmal Turniere aber eben ohne Training.





Am 25. Februar waren wir dann in Luleå. Auf der Ostsee fand ein Schlittschuhlanglaufwettbewerb (150km) statt. Das ist ein Arrangör aus Holland, scheinbar gibt es dort kein richtiges Natureis mehr so das sie hier hoch kommen. 11 Uhr war Start. Trotz Sonnenschein war es doch ziemlich frisch, vor allem der Wind setzte einem zu. Nachdem die Läufer die erste Runde fertig hatten rechneten wir aus das es ca. 5 Stunden dauern wuerde bis sie ins Ziel kommen wuerden, das war uns dann doch zu lang und wir traten den Rueckzug an.





Morgen gehts nach Luleå zum Eishockey, Thorben ist mit seiner Hockeymannschaft dort, sie nennen das Weiterbildung, und wir fahren privat dorthin. Ist ja nun schon eine Zeit her das wir dort waren.

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Sonntag, 11. Februar 2018

Erfolgreicher Samstag
Von filainu, 16:43

Gestern war ein erfolgreicher Tag. Wir hatten am Freitag einen Hänger ausgeliehen, Svens Schneemobil verladen und unsere 7 Sachen gepackt. Am Samstag hiess es dann 5.15 Uhr aufstehen, um 6 war Abfahrt. Thorben hatte nämlich ein Hockeyturnier in Jokkmokk. Diesmal mit seiner richtigen Mannschaft, wo er ja bisher noch nicht mitspielen durfte weil er ersteinmal besser werden muss.

Zunächst fuhren wir nach Harads wo ich Hänger, Schneemobil, Sven und Leif Erik zurueckliess und weiter nach Jokkmokk fuhr. Sven wollte hauptsächlich mal den Schnee vom Dach der Stuga entfernen da lag ja nun mittlerweile doch ne ganze Menge drauf und ausserdem ein bischen Schneemobil fahren und Leif Erik wollte einen Kumpel besuchen.

Und Thorben und ich machten uns auf nach Jokkmokk. Unterwegs fieberten wir mit Charlotte Kalla mit bei ihrem Skiatlon, Thorben hielt es nur knapp auf seinem Sitz so eine Spannung, wir verfolgten das Ganze nur per Livekommentar im Internet. Nebenbei passierten wir unzählige Elche und Rentiere und kurz nachdem Charlotte Gold gewonnen hatte kamen wir in Jokkmokk an. Die Eishalle war schnell gefunden. Umziehen und schon ging das Aufwärmen los. Thorben hatte ja im Vorfeld etwas Bedenken ob er auch gut genug sei nun aber diese Bedenken waren völlig zu Unrecht.

Das erste Spiel endete 3:3 und alle waren super gluecklich. Die Trainer meinten das wäre das beste Spiel der Saison gewesen, bisher haben sie wohl jedes Spiel verloren. Dann gab es fuer die Kinder ersteinmal Mittag, 11 Uhr, und dann folgte Spiel Nummer zxwei und Thorbens grosser Auftritt, er hat doch tatsächlich ein Tor geschossen. Was fuer ein Einstand bei seiner Mannschaft. Spätestens damit hat er alle Zweifel zerstreut und gezeigt das er der Mannschaft wuerdig ist. Und natuerlich war er super stolz. Selbst seine Mannschaftskollegen kamen zu ihm und meinten sie seien froh das er mit dabei sei. Das Spiel endete 5:4, gewonnen also.

Dann folgte eine etwas längere Pause bevor Spiel nummer 3 und 4 gleich hintereinander anstanden. Spiel nummer drei endete wieder unentschieden und Spiel 4 wurde mit 7:4 gewonnen. Ein super erfolgreicher Tag fuer Thorben und seine Mannschaft.

Noch während Thorbens Mannschaft ihr letztes Spiel hatte, begann auch das Hockeyspiel in Luleå und man fuehrte nach ca. 8 Minuten schon 3:0. Luleå gewann das Spiel letztendlich mit 5:0.

Und wir fuhren zurueck nach Harads, sammelten Leif Erik, Sven, das Schneemobil und den Hänger wieder ein, assen noch lecker frisch gebackenen Kuchen bei unseren Gästen und machten uns dann auf den Heimweg.

Ja, das war wirklich mal ein von vorne bis hinten erfolgreicher Samstag. Heute ist dafuer mal wieder chillen angesagt, draussen schneit es mal wieder, was sonst, daher verbringen wir den Tag drin mit spielen, Kuchen backen, Wäsche waschen.

Meine Erkältung hat mich immernoch im Griff, nun meist mit Husten welcher mich abends lange vom Einschlafen abhält aber es wird jeden Tag besser wenn auch nur wenig und ich hoffe das ich es bald ueberstanden habe.

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Dienstag, 06. Februar 2018

Das Leben macht es einem nicht immer leicht
Von filainu, 11:55

Da waren wir also wieder zurueck aus Fuerteventura, auf den Bericht muesst ihr noch etwas warten, bin noch nicht dazu gekommen.

Am Wochenende hatten die Jungs Skischule, ich nutzte die Zeit am Samstag um mal wieder ne Runde auf den Langlaufskiern zu drehen. Und dabei ist mir eins klar geworden: Langlauf ist nichts fuer mich. Diese Sache mit dem Ski wachsen macht einfach nur Probleme, dann macht einem ständig das Wetter einen Strich durch die Rechnung, entweder hat man keinen Schnee oder es ist zu kalt oder zu windig oder es ist gerade mal wieder viel Schnee gefallen und die Loipe nicht gespurt usw. Ausserdem habe ich nicht mehr so die beweglichen Hueften die man wohl bräuchte um mal etwas schneller zu werden. Ja und wie gesagt wenn man es pro Winter nur auf vereinzelte Trainingseinheiten bringt macht es einfach keinen Sinn und es gibt keine andere Trainingsform wo man die gleichen Muskeln tranieren kann, ich kann auf dem Laufband rennen bis ich schwarz werde, stelle ich mich dann auf Ski, brauche ich andere Muskeln.

Ja, ich habe mir wohl die ganze Zeit etwas vorgemacht, Langlauf hat keine Zukunft fuer mich und besonders in letzter Zeit hat es mir noch dazu auch keinen Spass mehr gemacht, es war mehr ein Zwang.

Während ich also in Luleå meine Runden drehte habe ich mich entschlossen mit Langlauf aufzuhören. Auch wenn es mir sehr fällt, eigentlich mag ich es, auf Skiern zu stehen, wenn der Rest drumherum nicht so furchtbar kompliziert wäre. Was mich auf eine Idee brachte, Abfahrt könnte ich doch machen, da steht man auch auf Skiern, braucht sich aber keine Gedanken ums wachsen zu machen, die Abfahrtspisten werden oft besser präpariert als die Loipen, ich wäre da auch nicht alleine jetzt wo sogar beide Kinder Abfahrt machen...... und ich habe beim Langlauf auch gemerkt das ich gerade beim Bergabfahren Fortschritte gemacht habe, mir ist es am Samstag sogar gelungen bergab aus der Spur herauszutreten ohne zu stuerzen. Ja, es ist auf jeden Fall eine Ueberlegung wert und sobald ich mal wieder ein Wochenende frei habe werde ich das wohl mal probieren.

Jedenfalls habe ich dann gleich das Hotel in Gällivare storniert welches ich fuer den diesjährigen Dundret Runt gebucht hatte und auch den Lauf am 18.2. den ich machen wollte habe ich gestrichen.

Einen weiteren Nachteil des Langlauflaufens habe ich nun auch zu spueren bekommen, man ist ja relativ leicht bekleidet, schwitzt trotzdem berghoch, friert bergab und dann steigt man durchgeschwitzt ins kalte Auto und holt sich noch den Rest. So wie auch ich, vorletzte Nacht habe ich vor lauter Halsschmerzen ueberhaupt nicht schlafen können und der gestrige Tag war einfach nur die Hölle, letzte Nacht war auch sehr unruhig mittlerweile aber eher wegen des Schnupfens.

Aber damit nicht genug, gestern Abend habe ich Thorben zum Hockeytraining gefahren, draussen minus 30 Grad. War dann gleich noch schnell einkaufen und als ich wieder raus kam sprang das Auto nicht mehr an. Merkwuerdig, der Anlasser hat sich gedreht aber es startete nicht. Ich also heim gelaufen, ist Sven nochmal los (ihr wisst ja, Frauen wissen ja oft nur nicht wie man es richtig macht) aber auch er hat es nicht zum laufen bekommen mit dem Unterschied das diesmal nichtmal mehr der Anlasser drehte, die Batterie war offensichtlich tot.

Also beschlossen wir, das Auto abzuschleppen. Aber, sie haben das grosse Los gezogen, auch Svens Auto sprang nicht an, hier definitiv Batteri.

Nun war guter Rat teuer, zum Glueck liegt hier alles nah beieinander, ich habe Thorben dann zu Fuss vom Hockey abgeholt und wir beschlossen das ich heute frueh gleich in der Werkstatt anrufen sollte ob sie das Auto holen können.

Die Werkstatt machte erst um 8 Uhr auf also beschloss ich, wider aller Vernunft, dem Auto noch eine Chance zu geben und ging nochmal zum Coopparkplatz. Und was soll ich sagen, es sprang plötzlich wieder an. Nicht ganz stotterfrei nach der eisigen Nacht aber ich brachte es zum Laufen. Möchte echt mal wissen was das gestern war. Naja, nun ist jedenfalls alles erstmal wieder gut, morgen muss ich dann in die Stadt mal sehen ob es dann immernoch funktioniert, Sven lädt heute zur Sicherheit seine Batteri auch auf.

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Montag, 22. Januar 2018

Pause vom Schnee
Von filainu, 16:56

So, uebermorgen ist es dann soweit, wir machen mal ne Pause vom Schneeschippen und Schneefräsen und begeben uns eine Woche in suedlichere Gefilde, ein bischen Sonne tanken. Falls sich jemand in Deutschland fragt wo denn immer den Schnee bleibt, der ist bei uns. Dieser Winter ist wirklich schneereich wie lange nicht mehr und ein Ende ist nicht in Sicht. Selbst während unserer einwöchigen Abwesenheit soll es wieder soviel schneien das wir bei der Rueckkehr wohl nicht mehr aufs Grundstueck kommen (hauptsächlich weil der Schneepflug immer schön einen Schneehaufen in unserer Einfahrt hinterlässt).

Am Sonntag war Sven wieder zum Schiesstraining in Boden, das habe ich natuerlich wieder genutzt um im Pagla Skicentrum meine Runden zu drehen. So wunderschön, frueh kurz vor 8, alle Loipen neu gespurt, so herrlich. Ja und mal wieder die Erkenntnis das man die Muskeln die man durchs Skifahren braucht wirklich nur durch Skifahren trainieren kann. Werde wohl doch mal ueber Rollski nachdenken muessen.

Heute werde ich, allem Muskelkater zum Trotz, die Ski gleich wieder anschnallen und während Thorben Eishockeytraining hat die örtliche beleuchtete Loipe aufsuchen. Mit minus 20 Grad ist es zwar etwas frisch aber naja, warm anziehen und dann geht das schon.

Heute haben wir mit dem Briefträger gesprochen wie wir das lösen können in unserer Abwesenheit, schon in der Nacht zum Donnerstag soll es so viel schneien das er wohl am Donnerstag schon mit dem Auto nicht mehr auf unser Grundstueck kommt. Aber er meinte er könne doch ueber den Schneehaufen klettern und die Pakete ins Lager legen. Nett von ihm. Da werden wir sicher an ihn denken wenn wir dort einkaufen gehen.

Ansonsten gibt es hier gar nix neues. Hier kommen mal noch ein paar Schneebilder:

 








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Samstag, 13. Januar 2018

Wieder einiges geschafft
Von filainu, 16:49

Mal wieder ein Update hier von uns, ist ja schon wieder eine Weile her das ich von mir habe hören lassen und bevor wir in 1,5 Wochen schon wieder auf Reisen gehen wolte ich euch noch schnell auf den neuesten Stand bringen.

Weihnachten war einerseits lustig, andererseits komisch. Wir hatten uns allen zusammen ja eine Reise auf die kanarischen Inseln geschenkt. Die Geschenkuebergabe erfolgte als eine Art Schatzsuche, die Kinder mussten erst Hinweise finden die im Ganzen Haus und auf dem Grundstueck verteilt waren und aus fettgedruckten Buchstaben das Lösungswort bilden. Nun ja, Fuerteventura ist ja nun wirklich nicht einfach vor allem wenn man noch nie davon gehört hat, so bedarfte es etwas Hilfe. Aber gefreut haben sie sich auf jeden Fall. Fuer uns war es aber irgendwie auch komisch, wenn man so gar keine Geschenke bekommt. Klar es war ausgemacht aber..... und einen Weihnachtsbaum hatten wir auch wieder nicht so das auch die Geschenke von allen Verwandten "nur" auf dem Tisch platziert wurden. Nächstes Jahr wird das definitiv anders. Wir brauchen wieder einen Weihnachtsbaum.

Silvester war dann auch okej. Tischfeuerwerk hätte ich gerne gehabt, gibts hier aber leider nicht und das meiste Kinderfeuerwerk macht im Schnee keine gute Figur. Aber egal, wir haben uns am Nachmittag erstmal einen Weg zur Raketenabschussbasis gegraben, da merkt man erstmal das wir doch ganz schön Schnee haben.



Ja und nachdem wir Mitternacht mit Kindersekt angestossen hatten sind wir raus und haben die Raketen und die Batteri abgeschossen. Und damit war das Jahr 2017 auch Geschichte.

Das Jahr 2018 begann dann auch gleich wieder mit mehr Schnee, hatten wir die letzten Jahre zu wenig der weissen Pracht ist es dieses Jahr fast schon etwas viel zumal der Winter grade erst angefangen hat. Also hiess es wiedermal Schnee fräsen und dieses Mal mussten wir auch mal aufs Dach, das Rohr unserer Kuechenabzugshaube war mittlerweile gänzlich im Schnee verschwunden, dementsprechend zog da nix mehr ab, Sven musste es also mal freischaufeln.







Auch wenn ich das Wort renovieren momentan eigentlich nicht mehr hören kann und noch viel weniger Lust dazu habe, so habe ich doch endlich mal noch den einen Raum in Angriff genommen der auch als Lager gedacht war. Ja, Spass hat es keinen gemacht aber irgendwie ist man doch auch stolz wenn es fertig ist und man wieder was geschafft hat. Nun muessen nur noch zwei Regale aufgebaut werden, der Rest steht schon, wieder was fertig.

Heute hat Sven dann mal sein Auto vom Schnee befreit und aufgewärmt und dann sind wir mal ein Stueck gefahren. Da zeigte es dann erstmal alle möglichen Warnhinweise, EPS geht nicht, Reifendruckkontrolle geht nicht, Servolenkung geht nicht......... ja das ist eben so mit diesen neumodischen technischen Autos, kaum ist mal bisl Eis oder Schnee dran fällt die Technik aus. Nachdem wir dann aber ein bischen gefahren sind ging es irgendwann wieder. Bloss gut, das Auto soll nächste Woche zum TUEV. Wir werden morgen noch damit nach Älvsbyn fahren (THorben hat wieder Hockeyturier), da wird es mal wieder richtig ausgefahren.

Apropos Hockey, Thorben hat nun schon einige Turniere hinter sich und wird immer besser. Auch hat er die Lust noch nicht verloren. Mal sehen wie das in Zukunft so ausschaut.

Nachdem ich eigentlich letztes Jahr einen Termin zur Mammografie hätte bekommen muessen, weil ich 40 geworden bin, dies aber wie immer nicht geschehen ist habe ich die Sache neulich dann auch selbst in die Hand genommen und mal da angerufen. Ja kein Problem, Personennummer bitte........hm komisch, ich finde niemanden mit der Personennummer.....nochmal probiert, wieder nix gefunden. Kann das sein das du noch nie bei uns im Krankenhaus warst? Natuerlich kann das sein und da bin ich ja auch froh drueber das ich Krankenhausdienste noch nie in Anspruch nehmen musste. Mit anderen Worten, ich war mal wieder nicht im System, zu gesund. Man versprach mir, eine Ueberweisung auszustellen. Dann ging alles ganz schnell, 3 Tage später hatte ich meinen Termin im Briefkasten und 5 Tage später war es schon so weit. Aber man muss sich eben immer erst selber kuemmern.

Letzten Sonntag also am 7.1. sind wir nach Piteå gefahren, ich wollte, Sven ist mir zuliebe mitgefahren und die Kinder durften nicht wählen. Da war nämlich der Skandinavische Cup im Langlauf und dieses Jahr nahm auch Charlotte Kalla teil, so bisschen mein Idol. Habe mir ihr Buch gekauft und wollte mal schauen ob es nicht eine Möglichkeit gibt es signieren zu lassen. Also hiess es kurz vor dem Mittag auf nach Piteå. Das Buch hatte ich natuerlich zu Hause liegen lassen. Super.
Es war gar nicht viel los dort. Wr schauten uns also den 20km Lauf der Frauen an, wirklich spannend, leider reichte es im Zielspurt nur fuer den zweiten Platz fuer Charlotte aber egal.



Danach sind wir noch zu Bastard Burgers gegangen, so als kleine Entschuldigung das ich die Jungs mitgeschleift habe. Und um Mittag zu essen.

Das Ganze hat mich dann aber auch etwas motiviert und zum ersten Mal diesen Winter habe auch ich meine Ski mal angeschnallt und bin auf die Loipe. Naja, wie immer beim ersten Mal der Saison, es lief nicht wirklich super aber egal, 3 Runden drehte ich auf der 2,2km Bahn, brauchte dafuer erschreckenderweise ca. 1h, na das muss besser werden. Aber es war ein Anfang und ich war mal wieder an der frischen Luft.





Zwischen den Feiertagen habe ich ein gebrauchtes Laufband gekauft, seitdem vergeht kaum ein Tag wo ich nicht trainiere. Mache auch schon Fortschritte, heute bin ich 7 minuten am Stueck gejoggt, 1,1km (und den Rest der Stunde zuegig gelaufen und hin und wieder auch mal ein Stueck gerannt). Wenn das mit der Gewichtsabnahme nun endlich mal klappen wuerde. Man trainiert und trainiert und trainiert und die Waage zeigt immer das gleiche an. Naja, trotzdem kann es ja nicht schaden sich zu bewegen aber es wäre eben viel leichter mit sagen wir mal 20kg weniger. Wäre ja auch besser fuer die Gelenke.

Dann haben wir heute auch endlich mal unsere Schneemobile startklar gemacht. Sprich von den Paletten wo sie draufstanden runtergeholt und mal angelassen. Und, oh wunder, sie starteten beide, wenn auch meins nur mit ach und krach. Sven hat dann erstmal eine Umlenkschleife eingefahren auf unserem Grundstueck damit auch ich dann irgendwann mal da umlenken kann. Dann sind wir noch ein kleines Stueck gefahren, war mit minus 17 Grad doch recht frisch. Aber nun stehen die Maschinen zumindest fahrbereit und sobald das Wetter und die Zeit es zulässt können wir Ausfluege unternehmen.





Irgendwann im Herbst, ich glaube es war im September hatte ich ja mal den Umtausch meines Fuehrerscheins beantragt. Dazu muss man natuerlich seinen ausländischen Fuehrerschein im Original einschicken. Und den habe ich natuerlich erstmal nicht gefunden. Durch Zufall tauchte der dann Anfang Novenber wieder auf und ich habe also den Antrag ausgefuellt und eingeschickt und die Gebuehr bezahlt. Kurz vor Weihnachten kam dann der Brief das das Ganze seinen Gang geht ich muesste nun noch Fotos machen gehen und dann wird der Fuehrerschein gegen nochmalige Zahlung einer Gebuehr hergestellt. Also bin ich am 22.12. noch zum Trafikverket zum Fotografieren gangen (was natuerlich auch nochmal kostet) und zwischen den Feiertagen kam dann mein schwedischer Fuehrerschein. Und siehe da plötzlich darf ich Motorrad fahren. Also so richtig, nicht Moped oder Kleinkraftrad, nein, richtiges Motorrad. Nicht das ich das vor habe aber wer weiss wozu man es mal braucht. Der einzige Nachteil ist das der Fuehrerschein zeitlich begrenzt ist eigentlich auf 10 Jahre, wenn man aber wie ich bis 7,5 Tonnen LKW fahren darf dann ist es auf 5 Jahre begrenzt und man muss alle 5 Jahre eine ärztliche Bescheinigung vorlegen wenn man das verlängern will, das kostet dann jedes Mal ca. 50 Euro. Na schauen wir mal, nun habe ich erstmal 5 Jahre Ruhe und dann kann ich ja immernoch entscheiden ob ich wirklich den LKW Fuehrerschein brauche.

Dann habe ich heute auch endlich mal die Kinder zur Skischule angemeldet. Thorben wollte ja dieses Jahr auch mal probieren und Leif Erik will seine Kenntnisse noch vertiefen. Gleich nach unserem Urlaub machen sie da mal ein Wochenende Skischule.

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Samstag, 23. Dezember 2017

Antarktisreise-zurueck an Land und ab nach Hause
Von filainu, 13:42

Am 4.12. legten wir puenktlich 7 Uhr in Punta Arenas an. Wir 6 fruehstueckten ein letztes Mal gemeinsam (eigentlich auch das erste Mal, sonst hat man sich beim Fruehstueck nur selten getroffen) und dann hiess es auch schon Kabine räumen und auf den Bus warten. Bis 8 Uhr musste man aus der Kabine raus sein.

Die Busse waren ueberpuenktlich, zunächst ging es wieder zur Zollstation, das Handgepäck verblieb allerdings diesmal im Buss und wurde nur von einem Lebensmittelspuerhund durchsucht. Er fand nichts und so stand der Fahrt zum Flughafen nichts mehr im Wege. Dort angekommen lagen schon die Flugtickets nach Namen sortiert bereit und ehe man es sich versah war man schon an der Sicherheitskontrolle. Eigentlich wollte ich ja einen Latam Schalter aufsuchen um die morgigen Fluege einzuchecken und mal zu fragen welche Abflusgzeit denn nun stimmt, auf der Buchung stand 16.40 Uhr, beim Onlinecheckin der aber dann nicht geklappt hat stand plötzlich 13.20 Uhr, wäre schonmal interessant zu wissen wann man denn nun abfliegt. Ja aber wie gesagt ich hatte keine Möglichkeit zu einem Schalter zu gehen. Und nach der Sicherheitskontrolle gab es auch keine Möglichkeit. Der Flughafen ist ja generell recht uebersichtlich, ganze 3 Gates gibt es, eins fuer internationelle Fluege und zwei fuer nationelle Fluege. Was aber nicht bedeutet das es nicht trotzdem Chaos geben kann. Hurtigruten hatte ja wieder 3 Charterfluege und bei allen drei stand das falsche Gate drauf. Aber gut, besser als wenn alle Sitzplätze wieder manuell vergeben werden muessen.

Im Wartebereich vertrieb man sich die Zeit bis zum Abflug was aber nicht schwer war, immerhin sasseen dort 400 andere Leute die dieselbe Reise gemacht haben und so hatte man immer jemanden zum erzählen und in Erinnerungen schwelgen. Als dann die ersten Flieger aus Santiago ankamen und die neuen Touristen ankamen fuehlte man sich 15 Tage zurueckversetzt. Da waren wir es die durch die wartende Menge gingen und die ganzen Leute mit ihren roten Jacken sahen. Nun waren wir es die die roten Jacken hatten. Es kam etwas Sentimentalität auf.

Während wir warteten gelang es mir dann schliesslich auch unsere Heimfluege einzuchecken und es war so wir wuerden schon 13.20 fliegen. Damit konnte ich meine Pläne, noch den Aussichtsberg in Santiago zu besuchen an den Nagel hängen und wir wuerden wieder 4h Aufenthalt in Sao Paulo haben. Naja, kann man nichts machen, ich wunder mich nur nach wie vor warum man ueber solche Verscheidnungen nicht informiert wird sondern das immer nur zufällig entdeckt. Hätte ich nicht online einchecken wollen hätte ich es gar nicht gemerkt und wir hätten unseren Flug verpasst.

Der Flug verlief dann reibungslos und wir kamen puenktlich in Santiago an. Und diesmal hat es auch mit dem Taxi geklappt, der Fahrer wartete schon auf uns und er sprach sogar englisch, zumindestens etwas. Er fuhr uns zum Hotel, dem Sheraton und wir waren von unserem Zimmer und dem Abiente sehr begeistert. Das Hotel liegt in einem Botschaftsviertel, also recht ruhig, trotzdem mitten in der Stadt. Wir hatten eine Suite gebucht, super, gross, hell, riessen Bett und zwei Badezimmer, eins mit Dusche das andere mit Toalette und Waschbecken. Praktisch. Auf dem Dach gab es sogar ein Schwimmbecken



und einen Fitnessraum, dafuer hatten wir aber keine Zeit, nur die Aussicht, die konnten wir kurz geniessen.



Ueberhaupt, was fuer ein Unterschied, man kommt aus der weissen, eisigen, kargen, kalten Antarktis und hier war alles gruen




und es waren 31 Grad.

Nachdem wir uns etwas aklimatisiert hatten haben wir einen Bummel durch die Einkaufsstrassen gemacht. Das war mir ja gleich wieder zuviel, ein kleiner Laden am anderen, Massen mit Leuten, ein Gewimmel. Schwer sich zu orientieren. Unser Ziel war ein Hochhaus, wohl das höchste Suedamerikas, wo sich auch Einkaufsmöglichkeiten befinden sollten, laut Hotelrezeption. Zum Schluss fanden wir es auch und dort gab es tatsächlich einen riessigen Supermarkt. Wir kauften ein paar Kleinigkeiten fuer die Kinder und meine Eltern, schier erschlagen vom Angebot was es hier gab. Es gab sogar eine Ecke wo es nur deutsche Weihnachtsartikel gab. Das war schon ein komisches Gefuehl, 31 Grad draussen und trotzdem Weihnachten, ueberall liefen Weihnachtswichtel rum und es gab auch einen Weihnachtsbaum.


Als Rueckweg wählten wir dann eine Parallelstrasse zum Hinweg welche viel ruhiger war, hier gab es keine Geschäfte und demzufolge auch kaum Menschen. Ja da hatten wir also unsere Bewegung fuer den heutigen Tag weg und ruhten uns noch etwas aus bevor wir dann am Abend nochmal los sind. Unsere kleine Reisegruppe hatte sich fuer ein letztes Abendessen in einem chilenischen Restaurant verabredet was nur drei Strassen von unserem Hotel entfernt war.

Wir hatten dort noch einen wirklich schönen Abend mit lecker Essen und viel Spass. Wir liefen dann noch ein Stueck zusammen bevor sich unsere Wege dann entgueltig trennten da die anderen 4 in einem anderen Hotel wohnten.

Wir gingen dann zum Hotel und sogen förmlich die laue Sommernacht ein, das Gruen, das Duften der Bäume, ja, wir hätten hier durchaus auch noch ein paar Tage bleiben können. Ging aber natuerlich nicht.


Nach einer angenehmen Nacht gingen wir dann noch im Hotel fruehstuecken, fuehlten uns aber wirklich underdressed. Alle mit Anzug und wir mit unserem Touristenoutfit, T-shirt, Kurze Hosen.

Dann packten wir unsere 7 Sachen und liessen uns vom Taxi zum Flughafen fahren. Unterwegs stellte Sven dann fest das er seine Jacke im Hotelzimmer vergessen hatte. Als er den Fahrer bat nochmal umzudrehen merkte man schon das es diesem nicht wirklich recht war, er hatte zeitdruck und war froh schon so weit gekommen zu sein. Ich fragte ihn dann ob er später noch eine Tour zum Flughafen hätte, ja, ne Stunde später. Wir machten also aus das er die Jacke dann mitbringen sollte da brauchte er jetzt nicht nochmal umzukehren. Froh darueber rief er gleich im Hotel an da sie ihm die Jacke schonmal bereitlegen sollten.

Am Flughafen angekommen gingen wir ersteinmal das Gepäck einchecken, hier macht man das ja noch richtig am Schalter. Und dann warteten wir auf Svens Jacke. Puenktlich zur verabredeten Zeit kam der Fahrer auch und brachte die Jacke.

Dann ging es fuer uns zur Sicherheitskontrolle, vorher noch Immigration, den Pass wieder ausstempeln. Heute waren zwar mehr Schalter geöffnet aber irgendwie auch mehr Leute am Start. Wir mussten wieder ne ganze Weile in der Schlange stehen, entdeckten auch hin und wieder Leute die auch mit auf dem Schiff waren. Nachdem alle Formalitäten erledigt waren und wir die Sicherheitskontrolle passiert hatten hiess es wiedermal auf den Flieger warten. Dieser war puenktlich, als wir aber zum Flieger wollten funktionierte Svens Boardingpass nicht. Peinlich alle warteten nix ging weiter. Man musste dann erstmal mit dem Flieger kommunizieren um uns dann schliesslich mitzuteilen das man Sven umplatziert hatte. Aha, interessant, wozu checkt man denn da vorher ein? Und man hatte Sven in so eine Viererreihe in die Mitte platziert. Und der Witz war, der Platz neben mir, wo Sven urspruenglich sitzen sollte, war frei. Noch vor dem Start ist Sven also dann doch noch zu mir gekommen und alles hatte seine Ordnung, viel Aufregung um nichts. Gut erzogen wie wir nunmal sind wiollten wir ja erst fragen ob es okej ist das er sich neben mich stetzt aber, muss man sich mal vorstellen, die Flugbegleiterinnen sprachen kein Englisch. Und ich dachte immer das sei Voraussetzung wenn man irgendwie im Flugbereich arbeiten will. Na scheinbar nicht.


Der Flug nach Sao Paulo verlief planmässig und dort mussten wir dann wieder ueber 4 h auf den Anschlussflug nach Frankfurt warten. Wir trafen nochmals ein paar Leute vom Schiff aber irgendwann waren wir dann alleine da alle anderen eher geflogen sind.

Als wir dann in Sao Paulo auf dem Weg zum Anschlussflug waren konnten wir einen Blick auf wirklich grosse Flieger werfen, den A380, was fuer ein Monster


und auch die Boing 747 ist eher nichts fuer Kurzstrecke.


Der Flug nach Sao Paulo verlief planmässig und dort mussten wir dann wieder ueber 4 h auf den Anschlussflug nach Frankfurt warten. Wir trafen nochmals ein paar Leute vom Schiff aber irgendwann waren wir dann alleine da alle anderen eher geflogen sind.

Als wir dann den grossen Flieger bestiegen sassen 4 Reihen hinter uns ein Paar aus Sachsen welche auch auf dem Schiff waren. Ich hatte sie noch nie gesehen aber Sven erkannte sie wieder. So hatte man hier auch noch ein nettes Gespräch bis es los ging. Da der Flieger im hinteren Bereich ziemlich leer war hat Sven sich noch umgesetzt so das wir beide etwas mehr Platz hatten. Wirklich gut schlafen konnten wir zwar trotzdem nicht aber irgendwie doch besser als auf dem Hinflug. Neben den Turbolenzen die es hin und wieder mal auf so einem Flug gibt gab es dann auch noch einen medizinischen Notfall an Bord wo der Kapitän durchfragte ob ein Arzt an Bord sei. Was genau passiert war wussten wir aber nicht.

Das Fruehstueck wurde dann erst serviert wo wir quasi schon im Landeanflug waren, das war uns aber ganz Recht, zog es sich doch dann nicht mehr so in die Länge. Es ist schlimmer wenn man nach dem Fruehstueck immernoch 2 Stunden Flug vor sich hat.

Wir landeten ueberpuenktlich in Frankfurt und traten unseren laaangen Weg zum nächsten Flieger an. Da musste man nochmals durch eine Sicherheitskontrolle, da waren gerade aber nur 2 Schalter offen und die waren mit den Businessfliegern beschäftigt. Es hiess mal wieder Schlange stehen. Es war gerade Schichtwechsel. Als die neue Schicht dann endlich auftauchte ging es wieder vorwärts, wir hatten aber natuerlich noch das Glueck das vor uns einer durch die Sicherheitskontrolle ist der zwei Rucksäcke voller Geld dabei hatte. Da war natuerlich auch erstmal kurz Totalstopp bis die Bundespolizei oder der Zoll oder was das nun war kam, bewaffnet mit Maschinenpistole. Ja da wuenscht man sich auch man wäre gerade woanders.

Eigentlich wollten wir auf dem Flughafen was essen gehen, ich dachte so an eine Bratwurst oder sowas aber da sucht man natuerlich auf einem Flughafen vergebens. Stattdessen gab es ueberall nur so belegte Brötchen fuer Unsummen Geld, daher zog ich es vor nur eine Apfelschorle zu kaufen.

Der Flug nach Stockholm war auch puenktlich und irgendwie war man dann auch froh, wieder schwedischen Boden unter den Fuessen zu haben. Wir holten das Gepäck, checkten es fuer die letzte Strecke neu ein und gingen dann erstmal Abendbrot essen. So verging auch die Zeit bis zum letzten Flug nach Skellefteå. Da wir der letzte Flug des Tages waren bedeutete dies das man 45 Minuten Zeit hat von der Landung bis das man das Flughafen Gelände verlassen hat denn dann werden die Tore geschlossen und man kommt mit dem Auto nicht mehr raus. In 45 Minuten also Flieger verlassen, Gepäck holen, Auto ausgraben und los. Ich fuehlte mich gestresst, zu Unrecht, aufs Gepäck mussten wir keine 5 Minuten warten. Das Auto haben wir auch recht schnell gefunden, hofften nur es wuerde anspringen immerhin waren es minus 20 Grad. Mit etwas Geduld startete das Auto dann auch,ich war erleichtert, wir versuchten zumindest ersteinmal ein Guckloch in die verschneiten und vereisten Scheiben zu bekommen damit wir erstmal das Flughafengelände verlassen können bevor man uns einschliesst. Draussen haben wir dann noch das restliche Eis und den Schnee weggemacht bevor wir die Heimreise angetreten sind. Gegen 1 Uhr waren wir dann schliesslich zu Hause wo uns ein lieber Willkommensgruss unserer Kinder erwartete.

Zusammenfassend kann man sagen es war eine grossartige Reise, wir haben viel erlebt, nette Leute kennengelernt, unsere Erwartungen wurden im Grossen und Ganzen erfuellt, wir haben Pinguine, Wale, Delfine und allerlei Vögel gesehen, Eisberge, Schnee und Eis. Nur Kap Horn blieb uns verwehrt und wir hatten viel zu warme Klamotten mit, der Teil der Antarktis wo man als Tourist hinkommt ist weitaus wärmer als man denkt. Mit dem heutigen Kenntnisstand hätten wir vielleicht ein paar Dinge anders gemacht aber das Upgrade auf die Suite war natuerlich ein absolutes Geschenk was wir wirklich sehr genossen haben.

Nun werden wir erstmal wieder mehr Urlaub in den heímischen Gefilden machen bzw. an Urlaubsorten wo man keine Anreise von 36h hat, der Kinder wegen aber später im Leben werden wir sicher noch die ein oder andere Kreuzfahrt unternehmen, man hat wirklich Lust aufs Reisen bekommen.

ENDE!!!


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Antarktisreise-Puerto Williams-Tucker Island
Von filainu, 13:32

Mittlerweile haben wir Samstag den 2.12. Nach einer weiteren unruhigen Nacht sind wir dann in den Morgenstunden endlich in ruhigere Fahrwasser eingefahren und bekamen noch eine Muetze Schlaf.

Wir kamen wieder an dem Schiffswrak vorbei welches ich auf der Hinfahrt schon gesehen hatte, da sind wir jedoch auf der falschen Seite vorbeigefahren so das ich es nicht fotografieren konnte (wollte frueh um 4 nicht schon aufs Deck hoch). Diesmal passierten wir es aber auf der richtigen Seite.



Ich machte dann noch ein paar Fotos von einer kleinen Insel, als ich die Bilder dann vergrösserte sah ich das da Tiere drauf rumlagen, welche sich als Seelöwen herausstellten. Mit blossem Auge waren sie nicht zu sehen, mit dem Fernglas auch nur zu erahnen.



Das Fruehstueck nahmen wir wieder im Alacart-Restaurant ein, wir mögen einfach die Ruhe. Die Fahrt durch den Beaglekanal war toll, welch ein Kontrast zur Antarktis, hier gab es reichlich gruen.



Gegen 10 Uhr gingen wir vor Puerto Williams vor Anker, das Wetter war wechselhaft, in einer Minute sah man die tollen Berge im Hintergrund, in der anderen Minute waren diese gänzlich in den Wolken verschwunden. Bis dann alle Formalitäten erledigt waren und wir endlich an Land konnten war es schon nach 12 Uhr (eigentlich sollten die Anlandungen um 11 Uhr beginnen und dementsprechend wurde die Rueckfahrzeit festgelegt, wir buessten also eine Stunde Zeit fuer den Landgang ein.)

Aber schliesslich war es doch Zeit und wir setzten mit den Schlauchbooten ueber.




4/6 unserer kleinen Reisegruppe (also wir und noch zwei) taten uns zusammen. Heute hatte man endlich mal die Möglichkeit sich richtig zu bewegen, es gab eine Wanderrunde von ja, allem zwischen 4 und 8km, so genau wusste es niemand. Wir beschlossen, zunächst die Runde zu laufen und danach noch ein bischen im Ort zu bleiben. Gleich am Strand entdeckten wir Magellangänse.


Wir waren noch gar nicht weit gekommen als es ersteinmal heftig Anfing zu hageln. Wir suchten dann ersteinmal Schutz in einer Kirche. Den Männern war die Lust aufs wandern natuerlich gleich vergangen bei dem Wetter, wir Frauen allerdings wollten dies nicht so ganz freiwillig aufgeben und als der Hagel dann doch schönerem Wetter wich teilten wir uns letztendlich auf, die Männer wollten die Stadt unsicher machen und wir Frauen wollten die Runde gehen.

Gesagt getan. Unsere Wanderung ging durch tolle Landschaft.




Nach einer Weile kamen wir an die Stelle wo quasi die Runde losgeht, komischerweise gingen alle rechts statt links wo die Runde eigentlich losgehen sollte. Warum fanden wir alsbald heraus, die Mitglieder des Expeditionsteames welche dort standen rieten davon ab die ganze Runde zu gehen man wuerde es zeitlich nicht mehr schaffen. Also beschlossen auch wir, nicht die ganze Runde zu laufen sondern nur bis zu einem See der auf der Karte verzeichnet war und dort wollten wir umkehren. Auch hier gab es sehenswerte Fotomotive:







Der See war auch alsbald erreicht



hier hätte normalerweise auch ein Mitglied des Expeditionsteames stehen sollen, diesen hörte man aber nur im Unterholz rumkriechen auf der Suche nach vermutlich Vögeln, er war schliesslich Ornitologe.Und als wir gerade umkehren wollten, kamen welche aus der anderen Richtung und meinten wir wuerden die Runde auf jeden Fall schaffen und wenn wir das nicht wollten sollten wir doch zumindest noch bis zur Bucht gehen, diese wäre nicht weit aber sehenswert. Okej, also auf zur Bucht, diese war wirklich bald erreicht.




Man muss aber dazu sagen das sie eigentlich genau in der Hälfte der Runde lag also beschlossen wir diese nun doch zu Ende zu laufen. Wir legten ein ganz schönes Tempo an den Tag, hin und wieder mal kurz stehenbleiben um paar Fotos zu machen und dann gleich weiter.





Es war schon schön sich mal die Beine vertreten zu können aber wir hätten gerne mehr Zeit haben können. Und 4 km waren es auf jeden Fall nicht nur, die Wahrheit wird wohl irgendwo zwischen 6 und 8km liegen. Leider hatten wir dann keine Zeit mehr fuer einen Stadtbummel sondern begaben uns direkt zu den Booten.

Am Nachmittag genossen wir dann die Fahrt durch den Beaglekanal.





Zum Abendessen sollte es Stockfisch in allen Variationen geben. Danach stand uns nun nicht der Sinn. Gluecklicherweise konnte man eine Alternative bestellen.Ich bin also gegen 16 Uhr zur Rezeption gegangen um mitzuteilen das wir die Alternative haben möchten. Das wurde nur so lapidar auf einen Zettel geschrieben so das ich starke Zweifel hegte ob dies wirklich klappen wuerde. Naja, ich hatte es zumindest versucht.

Eine halbe Stunde vor dem Abendessen traf sich unsere kleine Reisegruppe um auf die schöne Reise und die nette Reisegesellschaft anzustossen um danach zum Abendessen zu gehen. Wir hatten uns kaum hingesetzt als auch schon der Kellner kam und fragte wer Kabine 821 hat und uns mit Schildchen mit der Aufschrift „Alternative“ bestueckte. Es hatte also einwandfrei funktioniert. Was wir allerdings nicht wussten war das die Alternative nur fuer den Hauptgang galt, so das wir sowohl Vorspeise als auch Suppe mit Stockfisch bekamen. Der war aber da so dezent das dies absolut okej war, vor allem der Suppe verlieh der Fisch sogar das gewisse Extra.

Nach dem Abendbrot ging es dann gleich weiter zur Crew-Show. Unterwegs sahen wir noch eine tolle Szenerie der umliegenden Berge.


Besatzungsmitglieder haben in ihrer (sicherlich wenigen) Freizeit verschiedene Programmpunkte einstudiert, vom Tanz ueber Gesagt bis hin zu einer Puppenshow (der absolute Höhepunkt des Abends, was haben wir gelacht). Es war wirklich unterhaltsam und der Abend verging wie im Flug. So war es nicht verwunderlich das es schon nach Mitternacht war als wir endlich ins Bett kamen.

Gedanklich war die Reise nun irgendwie vorrueber, man hatte die Antarktis hinter sich gelassen. Trotz allem gab es am nächsten Tag doch noch einmal Pinguine zu sehen, die 5. unterschiedliche Art dieser Reise. Wir sind während der Nacht vom Beaglekanal in die Maggellanstrasse gewechselt.

Unser Ziel heute war Tucker Island, wo Magellanpinguine brueten. Das Wetter war uns heute nochmal gnädig. Etwas ausgeruhter als die letzten Tage starteten wir den Tag. Meine Beine schmerzten ziemlich von der gestrigen Wanderung, man ist halt nichts mehr gewöhnt. Ein letztes Fruehstueck im AlaCart Restaurant, ein letztes Mal Pancakes, Obstteller, Plunderteilchen.

Gleich nach dem Fruehstueck bin ich zur Rezeption gegangen um den Trinkgeldzettel abzugeben und die Kofferanhänger zu holen. Dabei entdeckte ich das man mit der Ausgabe der Reisepässe begonnen hatte (diese hatte man nämlich beim Einchecken eingezogen). Da nicht viel los war stellte ich mich an und erledigte das gleich mit.

Man merkt das sich die Reise dem Ende nähert, ueberall wird schon geputzt und es herrscht geschäftiges Treiben an Bord. Immerhin, schon morgen Nachmittag entern die nächsten Gäste das Schiff.

Aber wir sollten ersteinmal noch einen letzten schönen Tag haben. Die Gegend war fantastisch.





Am Vormittag sind wir zu einem Vortrag des Kapitäns gegangen wo er ueber die Bruecke berichtete und die Arbeit dort. Nach dem Mittagessen konnten wir uns das Ganze dann in der Praxis anschauen als wir der Bruecke einen Besuch abstatten durften. Das ist schon ein toller Arbeitsplatz.






Zwischendurch gab es dann auch noch Delfinalarm, an der Seite des Schiffes schwammen mehrere Schwarzdelfine und liessen sich auch nicht von den mittlerweile gestarteten Tenderbootausfluegen beeindrucken.





Dann war es auch schon Zeit fuer uns ebenfalls das Schlauchboot zu besteigen und zur Insel Tucker Island zu fahren.


Die Insel selber darf man nicht betreten. Etwas verständlich, sie ist total durchlöchert und ueberall sitzt ein Pinguin in so einem Loch.







Im Gegensatz zu den bisher erlebten Pinguinarten, welche ja ihre Nester aus Steinchen bauen, wohnt der Magellanpinguin nämlich in Erdlöchern. Ausser den Pinguinen








gab es noch jede Menge Vögel zu bestaunen, neben den mittlerweile ueblichen Skua gab es noch zwei Kormoranarten, der Blauaugenkormoran


und die Felsenscharpe


welche dort zu Hauf vorkommen. Ausserdem entdeckten wir noch eine Tanggans


und zwei Schwarzzuegelibise.



Aber auch die Insel selbst hatte schöne Natur zu bieten.



Als wir gerade dabei waren den Pinguinen zuzuschauen die am Strand badeten kamen plötzlich andere Tenderboote angerast, ohne Ruecksicht und direkt rauf auf den Strand. Ein anderes Boot hatte in der Nähe geankert und wollte offensichtlich auch Pinguine sehen. Aber eben auf eine sehr ruecksichtslose Art und Weise. Es gibt also solche und solche Reederein. Nachdem wir die Insel umrundet hatten ging es zurueck zum Schiff, unterwegs hatten wir nochmal zwei Delfine die ums Boot rumschwammen.


Kaum zurueck auf dem Schiff, wir hatten es uns gerade mit einem Cappuchino und nem Kakao gemuetlich gemacht hiess es auch schon antreten zum Gruppenfoto. Nachdem dies erledigt waren nutzten wir gleich noch die Gelegenheit ein Gruppenfoto unsere Kleinstreisegruppe zu machen, als Andenken.

Naja und da wir nun eh mal wieder in Fahrt waren habe ich gleich noch unsere Gummistiefel weggeschafft die brauchten wir ja nun auch nicht mehr und ich habe einen Vortrag der Bordfotografen angeschaut. Naja, Vortrag, sie haben ein paar Bilder gezeigt.

Danach sind Sven und ich noch ein letztes Mal in den Whirlpool gestiegen, irgendwie war der aber noch auf antartische Temperaturen eingestellt oder man wollte uns mit Absicht kochen. Lange hielten wir es jedenfalls nicht aus, und wenn es selbst mir zu heiß war, das will schon was heissen.

Ja und dann hiess es auch schon Koffer packen, diese sollten bis 23 Uhr am Fahrtstuhl stehen, was fuer uns bedeutete das wir das noch vor dem Abendbrot erledigen mussten.

Dann ein letztes Abendessen an Bord, ich muss zu meiner Schande gestehen das ich ueberhaupt nicht mehr weiss was es gab. Danach ein letztes Mal einen letzten Cocktail an der Bar. Meine Schneeschuhwanderung war gänzlich ausgefallen, okej, sollte halt nicht sein, an und fuer sich habe ich ja selber Schneeschuhe zu Hause, brauche sie nur anzuschnallen und loszulaufen.

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Freitag, 22. Dezember 2017

Antarktisreise-Damoy Bay, Deception Island, Drakepassage
Von filainu, 10:01

Fuer heute waren die Wettervorhersagen noch schlechter als fuer gestern, Starkregen war vorhergesagt und ausgerechnet heute sollte ich mit dem Schneeschuhwandern dran sein. In der Nacht muss der Kapitän auch Probleme gehabt haben ueberhaupt dort hin zu gelangen, er ist den Neumeyer Kanal von Norden hereingefahren musste aber wieder umkehren weil Eisberge den Weg versperrten. Als dann gegen Morgen der Wind gedreht hatte und die Eisberge aus dem Kanal gedrueckt hatte, konnten wir passieren.

Am Morgen sah es eigentlich gar nicht so schlecht aus, glatte See, die Sonne lugte sogar hin und wieder hinter den Wolken hervor.


Wir wurden jedoch gleich am Morgen darueber informiert das es nicht so bleiben sollte und als erstes wurde gleich mal meine Schneeschuhtour gestrichen. Die erste Gruppe wollte man noch losschicken, die zweite (mit mir) nicht mehr. Es dauerte auch gar nicht lange bis es anfing heftig zu schneien. Trotzdem machten sich die ersten Gruppen fuer die heuteige Anlandung auf den Weg.

Wir gingen ersteinmal fruehstueck und zwar dieses Mal ins alacarte Restaurant wo es nur Fruehstueck fuer Suitenbewohner gab. Eigentlich war uns das Ganze zu fein, aber heute wollten wir uns das Ganze mal gönnen. Und es war wirklich nett. Vor allem Ruhig, man war fast alleine. Und man konnte auch Sachen bestellen die es am normalen Buffet nicht gab. So wählte ich Omelett, fuer Sven gab es Pancakes.

Wir hörten inzwischen einer Präsentation von Port Lockroy, dem suedlichsten Postamt der Welt zu. Normalerweise kann man dort auch hinfahren aber nur mit einem Schiff mit max 350 Touristen, mehr duerfen nämlich pro Tag dort nicht hin und bei besseren Wetterverhältnissen. Und deshalb hat man kurzerhand die Mädels welche dort ehrenamtlich das Postamt betreiben und die Forschungsstation instandhalten samt ein paar Forschungen durchfuhren wie z.B. Pinguineier zählen, an Bord der MS Midnatsol geholt wo sie eben besagten Vortrag ueber just ihre Arbeit hielten. Danach haben sie einen Verkaufsstand aufgebaut wo man diverse Souvenire kaufen konnte und natuerlich die Post abgeben konnte. Wir hatten ja gleich in Punta Arenas Postkarten gekauft welche wir dann im ersten Hafen den wir anlaufen wuerden abgeben wollten aber durch den uebereilten Aufbruch Richtung Antarktis gab es da keine Möglichkeit. Also nutzten wir sie jetzt uns wurde aber gleich gesagt das die Post 8-10 Wochen mindestens unterwegs sei, es muesse erstmal ein Schiff vorbeikommen welches die Post mitnehmen kann. Okej, Weihnachtspost wuerde es also nicht werden. Ich hätte auch gerne noch was fuer die Jungs gekauft, leider wurde nur Bargeld genommen womit wir nicht ausgestattet waren. Es stand ja in der Reisebeschreibung das alles was man an Bord kauft auf die Karte gebucht wird, selbst das Trinkgeld. Dementsprechend hatten wir kaum bares dabei, nur noch ein paar Dollar, diese reichten gerade noch fuer die Briefmarken und ein persönliches Trinkgeld fuer unsere Putzteufel, wie wir unseren Kabinenservice liebevoll nannten, immerhin kamen sie zweimal am Tag wenn man nicht die Rote Karte in die Tuer steckte. Aber immerhin, endlich waren die Postkarten geschickt.

Das Wetter verschlechterte sich immer mehr, mittlerweile blies der Wind mit ca. 20m/s, die Vorhersage stimmte diesmal leider. Daher wurden die restlichen Anlandungen fuer diesen Tag abgesagt und man musste zusehen, die die bereits angelandet waren, heil zurueckzuholen, im Nachhinein haben wir Bilder gesehen wo man schulterhoch im Wasser stand, so sehr drueckte der Wind das Wasser an den Strand. Auch die Mädels vom Postamt mussten ihren Stand eher abbauen und zusehen das sie rechtzeitig wieder zurueckkommen bevor es noch schlimmer wurde.

Fuer uns war es natuerlich schade das wir heute keine Anlandung haben wuerden aber was will man machen gegen das Wetter ist man nunmal machtlos. Und es hatte ganz schön geschneit:



Nachdem alle wieder heil zurueck an Bord waren machten wir uns auf den Weg zurueck zu den Shetlandinseln. Nun wurde einem so langsam bewusst das sich die Reise ihrem Ende näherte. Wir fuhren durch den Neumeyerkanal wo wir wirklich nochmal tolle Gletscher, Berge und Eisberge sehen konnten, dank auch der Tatsache das sich das Wetter langsam besserte, nur der Wind blieb.










Wir nutzen den Tag mal fuer eine ausgiebige Körperpflege, wir hatten ja sogar eine Badewanne auf der Kabine. Wir hatten sozusagen einen Spatag. Auch schön.

Gegen Abend war das Wetter eigentlich sogar wieder super, ein paar Wolken und sonst Sonne so das man die Fahrt wieder geniessen konnte.








Bei der Präsentation des Zieles fuer den nächsten Tag schwante mir schon nichts Gutes. Es sollte nach Deception Island gehen und wenn es die Windverhältnisse erlauben wuerden wollte man in diese Vulkaninsel hineinfahren. Nach der Präsentation der Windkarte war aber eigentlich auch jedem Laien klar das das wohl nichts werden wuerde. Aber naja die Hoffnung stirbt zuletzt.


Die Nacht war ziemlich unruhig, es gab schon ziemlichen Wellengang und es schaukelte ganz schön, es gibt zwar Stabilisatoren die wohl einiges ausgleichen können aber diese konnten wir aufgrund der Eisberge nicht benutzen.

Am nächsten Morgen kamen wir also bei Deception Island an. Die letzte Hoffnung starb in Anbetracht des Windes und des schlechten Wetters, es war diesig, man sah kam was. Wir fuhren vor die Einfahrt, durften uns die Insel also von Aussen mal Anschauen, so nach dem Motto: das wäre ihr Preis gewesen.



Man verkuendete uns dann folgerichtig das wir nicht hineinfahren könnten und das wir uns nun auf direkten Weg zur Drakepassage machen wuerde. Man sprach mal wieder ueber einen Korridor zwischen zwei Hurrikans den wir ausnutzen wollten und auch wenn man kein Wort mehr ueber Kap Horn verlor (welches wir rueckzu eigentlich versuchen wollten anzulanden wo es doch hinzu schon nicht geklappt hat) so dämmerte es uns das wohl auch dies nix werden wuerde. Hm, irgendwie war die Stimmung komisch. Die Reise war nun irgendwie vorbei, wir verliessen die Antarktis ohne das man nochmal nen letzten Ausflug machte, letzte Nacht schon schlecht geschlafen und nun zwei Tage Drakepassage vor uns. Alsbald begannen auch die Wellen der Drakepassage mit dem Schiff zu spielen und vor uns lagen zwei Tage massives Schaukeln. Der Seegang war so stark das nahezu alle Vorträge und Aktivitäten an Bord abgesagt wurden weil es einfach zu gefährlich war sich an Bord zu bewegen. Der Wind war zwar gar nicht so schlimm aber die Wellen die der vorher vorbeigezogene Hurrikan hinterlassen hatte waren bis zu 15 Meter hoch. Und dank dieser Tatsache wuerde die Ueberfahrt auch länger dauern als runterzu da man nicht einfach geradeaus fahren konnte.

Sven holte sich zum Mittagessen noch eine Bratwurst mit Sauerkraut im Bistro, mir war dazu schon nichtmehr zu Mute. Auch wenn die Wurst gut aussah aber ich scheute einfach den Gang zum Bistro.

Die Einzige Abwechslung die es jetzt noch gab waren die Albatrosse


und Sturmvögel die nun unser Schiff wieder ueber die gesamte Passage begleiten sollten, ansonsten war es eh nur grau in grau draussen.

Am Abend gab es dann wieder Buffet, das kam uns ganz gelegen denn dann dauert das Ganze nicht so lange. Beim 5-Gänge-Menue dauerte es ja immer mindestens 1,5 h bis man mit allem durch war.

Am nächsten Morgen war Sven nicht mehr nach Essen, also torkelte ich alleine ins Fruehstuecksrestaurant. Es war schon eine wirkliche Herausforderung die Dinge vom Buffet zum Tisch zu transportieren ohne etwas zu verlieren oder zu verschuetten. Ich machte Sven noch belegte Brote die ich mit auf die Kabine nahm. Auch fuer heute wurden wieder alles Vorträge abgesagt, ebenso der Besuch der Bruecke.

Das Mittagessen sparten wir uns, verbrachten die meiste Zeit im Bett und schauten zig Episoden Solsidan. Zum gefuhlt 100ersten Male. Aber liegend erträgt man das Geschaukel noch irgendwie am Besten, auch wenn man nachts nicht wirklich schlafen kann.

Wir schafften es dann sogar irgendwie zu duschen, wirklich eine logistische Herausforderung, mit einer Hand festhalten, mit der anderen Hand den Duschkopf festhalten der sich bei jeder Welle wegdrehte ja und dazu noch Haare waschen und einseifen. Aber wer kann schon von sich behaupten auf der Drakepassage bei 15 Meter hohen Wellen geduscht zu haben. Wohl nicht so viele.

Zum Abendessen verliessen wir dann die Kabine und begaben uns schwankend und taumelnd zum Speisesaal, irgendwann muss man ja auch mal was zu sich nehmen. Heute stand ein vegetarisches Dinner auf dem Programm das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Und im Grossen und Ganzen mal vom Suesskartoffelsorbet abgesehen, war das Ganze gar nicht mal schlecht und wir waren positiv ueberrascht. Nach dem Abendbrot folgte wieder der Gang zur Bar wo wir uns wie immer wirklich nett unterhielten und viel Spass hatten. Ueberhaupt war das fuer uns eine tolle Zeit und obwohl wir 6 nun jeden Abend zusammensassen wurde es nie langweilig und man hatte sich immer wieder Neues zu erzählen.

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Donnerstag, 21. Dezember 2017

Antarkisreise-Neko Harbour-schweisstreibender Ausflug
Von filainu, 14:51

Die Wettervorhersage fuer heute war nicht gerade berauschend, minus 1 Grad, Schnee und Regen.

Wir sind die ganze Nacht hin und hergeschippert, es war ja nicht weit bis nach Neko Harbour. Es muss auch geschneit haben, zumindest lag frueh auf dem Aussendeck Schnee.

Die Landschaft war in ein tolles Licht getaucht als ich das erste Mal munter war.




Als wir dann gegen halb 7 aufstanden war das Wetter gar nicht so schlecht wie angesagt, die Sonne schien, es war fast windstill. Die Wolken hingen zwar tief aber das wiederum verstärkte nur die tolle Kulisse.









Fuer heute waren auch wieder Kajaktouren geplant:


Nach dem Fruehstueck wo wir mal wieder von den Kellnern ignoriert wurden war es dann auch schon Zeit sich fertig zu machen. Unsere Gruppe war heute als erstes dran. Puenktlich um 9 wurden wir aufgerufen und begaben uns zu den Tenderbooten. Wir fuhren dann zwischen Eisschollen hindurch vor atemberaubender Kulisse zur Anlandungsstelle wo uns hunderte Eselspinguine erwarteten sowie ein laaanger Anstieg, fuer den der wollte. Das Wetter war mittlerweile wirklich einfach nur super, warm, sonnig, perfekt.




Zunächst ging es ersteinmal einen kleinen Anstieg hoch zur Pinguinkolonie.






Nachdem ich ein paar Fotos geschossen hatte zog es mich weiter, den Berg hoch. Endlich durften wir mal mehr als nur ein paar hundert Meter laufen, das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Ich liess also Sven bei den Pinguinen zurueck und begann mit dem Aufstieg.


Und aller paar Meter drehte ich mich um und genoss die Aussicht welche natuerlich immer beeindrueckender wurde je höher man kam.











Ich schwitzte mich in den dicken Wintersachen zwar kaputt, ein T-shirt und ne Wanderhose hätten es auf jeden Fall auch getan aber naja, ging nun nicht mehr zu ändern. Oben angekommen konnte man dann noch vor auf einen Felsen gehen, ja, das war schon ein tolles Erlebnis. Leider hatten wir mal wieder nur ein sehr begrenztes Zeitfenster fuer die Anlandung so das ich nicht lange verweilen konnte. Schnell noch die Arktischen Skua (Raubmöwe) fotografiert



(welche dunkler ist als der braune Skua und eigentlich noch weiter suedlich lebt), nochmal die Aussicht genossen


und schon ging es zurueck. Der Abstieg war fast schwieriger als der Anstieg da der Pfad nun glattgetreten war und man schnell ins Rutschen kam. Man musste also in den Tiefschnee ausweichen, da wusste man aber auch nicht wie tief man einsinkt. Lange Rede kurzer Sinn, niemand ist oben geblieben. Bei Sven angekommen verweilten wir noch ein bisschen bei den Pinguinen. Erst jetzt fiel mir auf das manche von ihnen schon Eier hatten.





Es war interessant ihnen zuzusehen. Einer von beiden sass auf dem Ei, der andere stand daneben und passte auf.


Ja, wie gesagt, hier wäre ich gerne noch länger geblieben aber wir mussten zurueck, es stand nämlich auch noch ein zweiter Programmpunkt auf der Tagesordnung, das Cruisen. Während wir auf das nächste Tenderboot warteten schauten wir noch den Pingiunen zu und konnten auch deutlich die Pinguinstrassen sehen:


Und eine Robbe lauf auch faul am Strand:


Dann kam endlich das Boot und wir fuhren zurueck



Wieder auf dem Schiff sind wir erstmal Mittagessen gegangen, das war aber heute irgendwie ueberhaupt nichts gescheites, weder am Grill noch im Restaurant. Aber naja egal, satt wurde man auf jeden Fall.


Danach war es schon wieder Zeit sich anzuziehen und sich wieder zu den Tenderbooten zu begeben. 1H lang fuhren wir daraufhin durch die tolle antarktische Landschaft, vorbei an Eisbergen, Eisschollen, Gletschern. Dazu die Stille und das tolle Wetter.....es war einfach magisch. Unterwegs wurden wir noch Umwelthelden. Unsere Schlauchbootfuehrerin entdeckte etwas was im Wasser trieb. Das konnte man ja so nicht lassen und wir fuhren näher ran. Es entpuppte sich als Handschuh welchen wir aus dem Wasser fischten und mitnahmen. Schliesslich soll man möglichst wenige Spuren in der Antarktis hinterlassen. Und hier die Bilder vom Cruisen:






























Zurueck an Bord machte ich erstmal ein Nickerchen (zuviel firsche Luft macht muede) während Sven in die Sauna ging. Danach das obligatorische Briefing fuer den nächsten Tag


und zum Abendbrot gab es dann italienisches Buffet. War ganz okej, besonders der Nachtisch war voll nach meinem Geschmack. Nach dem Abendbrot ist unsere 6ergruppe dann noch an die Bar, um einen Cocktail zu uns zu nehmen, mittlerweile schon ein kleines, angenehmes, fast tägliches, Ritual.


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