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††††Unser Leben im wunderbaren Norden

Samstag, 13. Januar 2018

Wieder einiges geschafft
Von filainu, 16:49

Mal wieder ein Update hier von uns, ist ja schon wieder eine Weile her das ich von mir habe hören lassen und bevor wir in 1,5 Wochen schon wieder auf Reisen gehen wolte ich euch noch schnell auf den neuesten Stand bringen.

Weihnachten war einerseits lustig, andererseits komisch. Wir hatten uns allen zusammen ja eine Reise auf die kanarischen Inseln geschenkt. Die Geschenkuebergabe erfolgte als eine Art Schatzsuche, die Kinder mussten erst Hinweise finden die im Ganzen Haus und auf dem Grundstueck verteilt waren und aus fettgedruckten Buchstaben das Lösungswort bilden. Nun ja, Fuerteventura ist ja nun wirklich nicht einfach vor allem wenn man noch nie davon gehört hat, so bedarfte es etwas Hilfe. Aber gefreut haben sie sich auf jeden Fall. Fuer uns war es aber irgendwie auch komisch, wenn man so gar keine Geschenke bekommt. Klar es war ausgemacht aber..... und einen Weihnachtsbaum hatten wir auch wieder nicht so das auch die Geschenke von allen Verwandten "nur" auf dem Tisch platziert wurden. Nächstes Jahr wird das definitiv anders. Wir brauchen wieder einen Weihnachtsbaum.

Silvester war dann auch okej. Tischfeuerwerk hätte ich gerne gehabt, gibts hier aber leider nicht und das meiste Kinderfeuerwerk macht im Schnee keine gute Figur. Aber egal, wir haben uns am Nachmittag erstmal einen Weg zur Raketenabschussbasis gegraben, da merkt man erstmal das wir doch ganz schön Schnee haben.



Ja und nachdem wir Mitternacht mit Kindersekt angestossen hatten sind wir raus und haben die Raketen und die Batteri abgeschossen. Und damit war das Jahr 2017 auch Geschichte.

Das Jahr 2018 begann dann auch gleich wieder mit mehr Schnee, hatten wir die letzten Jahre zu wenig der weissen Pracht ist es dieses Jahr fast schon etwas viel zumal der Winter grade erst angefangen hat. Also hiess es wiedermal Schnee fräsen und dieses Mal mussten wir auch mal aufs Dach, das Rohr unserer Kuechenabzugshaube war mittlerweile gänzlich im Schnee verschwunden, dementsprechend zog da nix mehr ab, Sven musste es also mal freischaufeln.







Auch wenn ich das Wort renovieren momentan eigentlich nicht mehr hören kann und noch viel weniger Lust dazu habe, so habe ich doch endlich mal noch den einen Raum in Angriff genommen der auch als Lager gedacht war. Ja, Spass hat es keinen gemacht aber irgendwie ist man doch auch stolz wenn es fertig ist und man wieder was geschafft hat. Nun muessen nur noch zwei Regale aufgebaut werden, der Rest steht schon, wieder was fertig.

Heute hat Sven dann mal sein Auto vom Schnee befreit und aufgewärmt und dann sind wir mal ein Stueck gefahren. Da zeigte es dann erstmal alle möglichen Warnhinweise, EPS geht nicht, Reifendruckkontrolle geht nicht, Servolenkung geht nicht......... ja das ist eben so mit diesen neumodischen technischen Autos, kaum ist mal bisl Eis oder Schnee dran fällt die Technik aus. Nachdem wir dann aber ein bischen gefahren sind ging es irgendwann wieder. Bloss gut, das Auto soll nächste Woche zum TUEV. Wir werden morgen noch damit nach Älvsbyn fahren (THorben hat wieder Hockeyturier), da wird es mal wieder richtig ausgefahren.

Apropos Hockey, Thorben hat nun schon einige Turniere hinter sich und wird immer besser. Auch hat er die Lust noch nicht verloren. Mal sehen wie das in Zukunft so ausschaut.

Nachdem ich eigentlich letztes Jahr einen Termin zur Mammografie hätte bekommen muessen, weil ich 40 geworden bin, dies aber wie immer nicht geschehen ist habe ich die Sache neulich dann auch selbst in die Hand genommen und mal da angerufen. Ja kein Problem, Personennummer bitte........hm komisch, ich finde niemanden mit der Personennummer.....nochmal probiert, wieder nix gefunden. Kann das sein das du noch nie bei uns im Krankenhaus warst? Natuerlich kann das sein und da bin ich ja auch froh drueber das ich Krankenhausdienste noch nie in Anspruch nehmen musste. Mit anderen Worten, ich war mal wieder nicht im System, zu gesund. Man versprach mir, eine Ueberweisung auszustellen. Dann ging alles ganz schnell, 3 Tage später hatte ich meinen Termin im Briefkasten und 5 Tage später war es schon so weit. Aber man muss sich eben immer erst selber kuemmern.

Letzten Sonntag also am 7.1. sind wir nach Piteå gefahren, ich wollte, Sven ist mir zuliebe mitgefahren und die Kinder durften nicht wählen. Da war nämlich der Skandinavische Cup im Langlauf und dieses Jahr nahm auch Charlotte Kalla teil, so bisschen mein Idol. Habe mir ihr Buch gekauft und wollte mal schauen ob es nicht eine Möglichkeit gibt es signieren zu lassen. Also hiess es kurz vor dem Mittag auf nach Piteå. Das Buch hatte ich natuerlich zu Hause liegen lassen. Super.
Es war gar nicht viel los dort. Wr schauten uns also den 20km Lauf der Frauen an, wirklich spannend, leider reichte es im Zielspurt nur fuer den zweiten Platz fuer Charlotte aber egal.



Danach sind wir noch zu Bastard Burgers gegangen, so als kleine Entschuldigung das ich die Jungs mitgeschleift habe. Und um Mittag zu essen.

Das Ganze hat mich dann aber auch etwas motiviert und zum ersten Mal diesen Winter habe auch ich meine Ski mal angeschnallt und bin auf die Loipe. Naja, wie immer beim ersten Mal der Saison, es lief nicht wirklich super aber egal, 3 Runden drehte ich auf der 2,2km Bahn, brauchte dafuer erschreckenderweise ca. 1h, na das muss besser werden. Aber es war ein Anfang und ich war mal wieder an der frischen Luft.





Zwischen den Feiertagen habe ich ein gebrauchtes Laufband gekauft, seitdem vergeht kaum ein Tag wo ich nicht trainiere. Mache auch schon Fortschritte, heute bin ich 7 minuten am Stueck gejoggt, 1,1km (und den Rest der Stunde zuegig gelaufen und hin und wieder auch mal ein Stueck gerannt). Wenn das mit der Gewichtsabnahme nun endlich mal klappen wuerde. Man trainiert und trainiert und trainiert und die Waage zeigt immer das gleiche an. Naja, trotzdem kann es ja nicht schaden sich zu bewegen aber es wäre eben viel leichter mit sagen wir mal 20kg weniger. Wäre ja auch besser fuer die Gelenke.

Dann haben wir heute auch endlich mal unsere Schneemobile startklar gemacht. Sprich von den Paletten wo sie draufstanden runtergeholt und mal angelassen. Und, oh wunder, sie starteten beide, wenn auch meins nur mit ach und krach. Sven hat dann erstmal eine Umlenkschleife eingefahren auf unserem Grundstueck damit auch ich dann irgendwann mal da umlenken kann. Dann sind wir noch ein kleines Stueck gefahren, war mit minus 17 Grad doch recht frisch. Aber nun stehen die Maschinen zumindest fahrbereit und sobald das Wetter und die Zeit es zulässt können wir Ausfluege unternehmen.





Irgendwann im Herbst, ich glaube es war im September hatte ich ja mal den Umtausch meines Fuehrerscheins beantragt. Dazu muss man natuerlich seinen ausländischen Fuehrerschein im Original einschicken. Und den habe ich natuerlich erstmal nicht gefunden. Durch Zufall tauchte der dann Anfang Novenber wieder auf und ich habe also den Antrag ausgefuellt und eingeschickt und die Gebuehr bezahlt. Kurz vor Weihnachten kam dann der Brief das das Ganze seinen Gang geht ich muesste nun noch Fotos machen gehen und dann wird der Fuehrerschein gegen nochmalige Zahlung einer Gebuehr hergestellt. Also bin ich am 22.12. noch zum Trafikverket zum Fotografieren gangen (was natuerlich auch nochmal kostet) und zwischen den Feiertagen kam dann mein schwedischer Fuehrerschein. Und siehe da plötzlich darf ich Motorrad fahren. Also so richtig, nicht Moped oder Kleinkraftrad, nein, richtiges Motorrad. Nicht das ich das vor habe aber wer weiss wozu man es mal braucht. Der einzige Nachteil ist das der Fuehrerschein zeitlich begrenzt ist eigentlich auf 10 Jahre, wenn man aber wie ich bis 7,5 Tonnen LKW fahren darf dann ist es auf 5 Jahre begrenzt und man muss alle 5 Jahre eine ärztliche Bescheinigung vorlegen wenn man das verlängern will, das kostet dann jedes Mal ca. 50 Euro. Na schauen wir mal, nun habe ich erstmal 5 Jahre Ruhe und dann kann ich ja immernoch entscheiden ob ich wirklich den LKW Fuehrerschein brauche.

Dann habe ich heute auch endlich mal die Kinder zur Skischule angemeldet. Thorben wollte ja dieses Jahr auch mal probieren und Leif Erik will seine Kenntnisse noch vertiefen. Gleich nach unserem Urlaub machen sie da mal ein Wochenende Skischule.

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Samstag, 23. Dezember 2017

Antarktisreise-zurueck an Land und ab nach Hause
Von filainu, 13:42

Am 4.12. legten wir puenktlich 7 Uhr in Punta Arenas an. Wir 6 fruehstueckten ein letztes Mal gemeinsam (eigentlich auch das erste Mal, sonst hat man sich beim Fruehstueck nur selten getroffen) und dann hiess es auch schon Kabine räumen und auf den Bus warten. Bis 8 Uhr musste man aus der Kabine raus sein.

Die Busse waren ueberpuenktlich, zunächst ging es wieder zur Zollstation, das Handgepäck verblieb allerdings diesmal im Buss und wurde nur von einem Lebensmittelspuerhund durchsucht. Er fand nichts und so stand der Fahrt zum Flughafen nichts mehr im Wege. Dort angekommen lagen schon die Flugtickets nach Namen sortiert bereit und ehe man es sich versah war man schon an der Sicherheitskontrolle. Eigentlich wollte ich ja einen Latam Schalter aufsuchen um die morgigen Fluege einzuchecken und mal zu fragen welche Abflusgzeit denn nun stimmt, auf der Buchung stand 16.40 Uhr, beim Onlinecheckin der aber dann nicht geklappt hat stand plötzlich 13.20 Uhr, wäre schonmal interessant zu wissen wann man denn nun abfliegt. Ja aber wie gesagt ich hatte keine Möglichkeit zu einem Schalter zu gehen. Und nach der Sicherheitskontrolle gab es auch keine Möglichkeit. Der Flughafen ist ja generell recht uebersichtlich, ganze 3 Gates gibt es, eins fuer internationelle Fluege und zwei fuer nationelle Fluege. Was aber nicht bedeutet das es nicht trotzdem Chaos geben kann. Hurtigruten hatte ja wieder 3 Charterfluege und bei allen drei stand das falsche Gate drauf. Aber gut, besser als wenn alle Sitzplätze wieder manuell vergeben werden muessen.

Im Wartebereich vertrieb man sich die Zeit bis zum Abflug was aber nicht schwer war, immerhin sasseen dort 400 andere Leute die dieselbe Reise gemacht haben und so hatte man immer jemanden zum erzählen und in Erinnerungen schwelgen. Als dann die ersten Flieger aus Santiago ankamen und die neuen Touristen ankamen fuehlte man sich 15 Tage zurueckversetzt. Da waren wir es die durch die wartende Menge gingen und die ganzen Leute mit ihren roten Jacken sahen. Nun waren wir es die die roten Jacken hatten. Es kam etwas Sentimentalität auf.

Während wir warteten gelang es mir dann schliesslich auch unsere Heimfluege einzuchecken und es war so wir wuerden schon 13.20 fliegen. Damit konnte ich meine Pläne, noch den Aussichtsberg in Santiago zu besuchen an den Nagel hängen und wir wuerden wieder 4h Aufenthalt in Sao Paulo haben. Naja, kann man nichts machen, ich wunder mich nur nach wie vor warum man ueber solche Verscheidnungen nicht informiert wird sondern das immer nur zufällig entdeckt. Hätte ich nicht online einchecken wollen hätte ich es gar nicht gemerkt und wir hätten unseren Flug verpasst.

Der Flug verlief dann reibungslos und wir kamen puenktlich in Santiago an. Und diesmal hat es auch mit dem Taxi geklappt, der Fahrer wartete schon auf uns und er sprach sogar englisch, zumindestens etwas. Er fuhr uns zum Hotel, dem Sheraton und wir waren von unserem Zimmer und dem Abiente sehr begeistert. Das Hotel liegt in einem Botschaftsviertel, also recht ruhig, trotzdem mitten in der Stadt. Wir hatten eine Suite gebucht, super, gross, hell, riessen Bett und zwei Badezimmer, eins mit Dusche das andere mit Toalette und Waschbecken. Praktisch. Auf dem Dach gab es sogar ein Schwimmbecken



und einen Fitnessraum, dafuer hatten wir aber keine Zeit, nur die Aussicht, die konnten wir kurz geniessen.



Ueberhaupt, was fuer ein Unterschied, man kommt aus der weissen, eisigen, kargen, kalten Antarktis und hier war alles gruen




und es waren 31 Grad.

Nachdem wir uns etwas aklimatisiert hatten haben wir einen Bummel durch die Einkaufsstrassen gemacht. Das war mir ja gleich wieder zuviel, ein kleiner Laden am anderen, Massen mit Leuten, ein Gewimmel. Schwer sich zu orientieren. Unser Ziel war ein Hochhaus, wohl das höchste Suedamerikas, wo sich auch Einkaufsmöglichkeiten befinden sollten, laut Hotelrezeption. Zum Schluss fanden wir es auch und dort gab es tatsächlich einen riessigen Supermarkt. Wir kauften ein paar Kleinigkeiten fuer die Kinder und meine Eltern, schier erschlagen vom Angebot was es hier gab. Es gab sogar eine Ecke wo es nur deutsche Weihnachtsartikel gab. Das war schon ein komisches Gefuehl, 31 Grad draussen und trotzdem Weihnachten, ueberall liefen Weihnachtswichtel rum und es gab auch einen Weihnachtsbaum.


Als Rueckweg wählten wir dann eine Parallelstrasse zum Hinweg welche viel ruhiger war, hier gab es keine Geschäfte und demzufolge auch kaum Menschen. Ja da hatten wir also unsere Bewegung fuer den heutigen Tag weg und ruhten uns noch etwas aus bevor wir dann am Abend nochmal los sind. Unsere kleine Reisegruppe hatte sich fuer ein letztes Abendessen in einem chilenischen Restaurant verabredet was nur drei Strassen von unserem Hotel entfernt war.

Wir hatten dort noch einen wirklich schönen Abend mit lecker Essen und viel Spass. Wir liefen dann noch ein Stueck zusammen bevor sich unsere Wege dann entgueltig trennten da die anderen 4 in einem anderen Hotel wohnten.

Wir gingen dann zum Hotel und sogen förmlich die laue Sommernacht ein, das Gruen, das Duften der Bäume, ja, wir hätten hier durchaus auch noch ein paar Tage bleiben können. Ging aber natuerlich nicht.


Nach einer angenehmen Nacht gingen wir dann noch im Hotel fruehstuecken, fuehlten uns aber wirklich underdressed. Alle mit Anzug und wir mit unserem Touristenoutfit, T-shirt, Kurze Hosen.

Dann packten wir unsere 7 Sachen und liessen uns vom Taxi zum Flughafen fahren. Unterwegs stellte Sven dann fest das er seine Jacke im Hotelzimmer vergessen hatte. Als er den Fahrer bat nochmal umzudrehen merkte man schon das es diesem nicht wirklich recht war, er hatte zeitdruck und war froh schon so weit gekommen zu sein. Ich fragte ihn dann ob er später noch eine Tour zum Flughafen hätte, ja, ne Stunde später. Wir machten also aus das er die Jacke dann mitbringen sollte da brauchte er jetzt nicht nochmal umzukehren. Froh darueber rief er gleich im Hotel an da sie ihm die Jacke schonmal bereitlegen sollten.

Am Flughafen angekommen gingen wir ersteinmal das Gepäck einchecken, hier macht man das ja noch richtig am Schalter. Und dann warteten wir auf Svens Jacke. Puenktlich zur verabredeten Zeit kam der Fahrer auch und brachte die Jacke.

Dann ging es fuer uns zur Sicherheitskontrolle, vorher noch Immigration, den Pass wieder ausstempeln. Heute waren zwar mehr Schalter geöffnet aber irgendwie auch mehr Leute am Start. Wir mussten wieder ne ganze Weile in der Schlange stehen, entdeckten auch hin und wieder Leute die auch mit auf dem Schiff waren. Nachdem alle Formalitäten erledigt waren und wir die Sicherheitskontrolle passiert hatten hiess es wiedermal auf den Flieger warten. Dieser war puenktlich, als wir aber zum Flieger wollten funktionierte Svens Boardingpass nicht. Peinlich alle warteten nix ging weiter. Man musste dann erstmal mit dem Flieger kommunizieren um uns dann schliesslich mitzuteilen das man Sven umplatziert hatte. Aha, interessant, wozu checkt man denn da vorher ein? Und man hatte Sven in so eine Viererreihe in die Mitte platziert. Und der Witz war, der Platz neben mir, wo Sven urspruenglich sitzen sollte, war frei. Noch vor dem Start ist Sven also dann doch noch zu mir gekommen und alles hatte seine Ordnung, viel Aufregung um nichts. Gut erzogen wie wir nunmal sind wiollten wir ja erst fragen ob es okej ist das er sich neben mich stetzt aber, muss man sich mal vorstellen, die Flugbegleiterinnen sprachen kein Englisch. Und ich dachte immer das sei Voraussetzung wenn man irgendwie im Flugbereich arbeiten will. Na scheinbar nicht.


Der Flug nach Sao Paulo verlief planmässig und dort mussten wir dann wieder ueber 4 h auf den Anschlussflug nach Frankfurt warten. Wir trafen nochmals ein paar Leute vom Schiff aber irgendwann waren wir dann alleine da alle anderen eher geflogen sind.

Als wir dann in Sao Paulo auf dem Weg zum Anschlussflug waren konnten wir einen Blick auf wirklich grosse Flieger werfen, den A380, was fuer ein Monster


und auch die Boing 747 ist eher nichts fuer Kurzstrecke.


Der Flug nach Sao Paulo verlief planmässig und dort mussten wir dann wieder ueber 4 h auf den Anschlussflug nach Frankfurt warten. Wir trafen nochmals ein paar Leute vom Schiff aber irgendwann waren wir dann alleine da alle anderen eher geflogen sind.

Als wir dann den grossen Flieger bestiegen sassen 4 Reihen hinter uns ein Paar aus Sachsen welche auch auf dem Schiff waren. Ich hatte sie noch nie gesehen aber Sven erkannte sie wieder. So hatte man hier auch noch ein nettes Gespräch bis es los ging. Da der Flieger im hinteren Bereich ziemlich leer war hat Sven sich noch umgesetzt so das wir beide etwas mehr Platz hatten. Wirklich gut schlafen konnten wir zwar trotzdem nicht aber irgendwie doch besser als auf dem Hinflug. Neben den Turbolenzen die es hin und wieder mal auf so einem Flug gibt gab es dann auch noch einen medizinischen Notfall an Bord wo der Kapitän durchfragte ob ein Arzt an Bord sei. Was genau passiert war wussten wir aber nicht.

Das Fruehstueck wurde dann erst serviert wo wir quasi schon im Landeanflug waren, das war uns aber ganz Recht, zog es sich doch dann nicht mehr so in die Länge. Es ist schlimmer wenn man nach dem Fruehstueck immernoch 2 Stunden Flug vor sich hat.

Wir landeten ueberpuenktlich in Frankfurt und traten unseren laaangen Weg zum nächsten Flieger an. Da musste man nochmals durch eine Sicherheitskontrolle, da waren gerade aber nur 2 Schalter offen und die waren mit den Businessfliegern beschäftigt. Es hiess mal wieder Schlange stehen. Es war gerade Schichtwechsel. Als die neue Schicht dann endlich auftauchte ging es wieder vorwärts, wir hatten aber natuerlich noch das Glueck das vor uns einer durch die Sicherheitskontrolle ist der zwei Rucksäcke voller Geld dabei hatte. Da war natuerlich auch erstmal kurz Totalstopp bis die Bundespolizei oder der Zoll oder was das nun war kam, bewaffnet mit Maschinenpistole. Ja da wuenscht man sich auch man wäre gerade woanders.

Eigentlich wollten wir auf dem Flughafen was essen gehen, ich dachte so an eine Bratwurst oder sowas aber da sucht man natuerlich auf einem Flughafen vergebens. Stattdessen gab es ueberall nur so belegte Brötchen fuer Unsummen Geld, daher zog ich es vor nur eine Apfelschorle zu kaufen.

Der Flug nach Stockholm war auch puenktlich und irgendwie war man dann auch froh, wieder schwedischen Boden unter den Fuessen zu haben. Wir holten das Gepäck, checkten es fuer die letzte Strecke neu ein und gingen dann erstmal Abendbrot essen. So verging auch die Zeit bis zum letzten Flug nach Skellefteå. Da wir der letzte Flug des Tages waren bedeutete dies das man 45 Minuten Zeit hat von der Landung bis das man das Flughafen Gelände verlassen hat denn dann werden die Tore geschlossen und man kommt mit dem Auto nicht mehr raus. In 45 Minuten also Flieger verlassen, Gepäck holen, Auto ausgraben und los. Ich fuehlte mich gestresst, zu Unrecht, aufs Gepäck mussten wir keine 5 Minuten warten. Das Auto haben wir auch recht schnell gefunden, hofften nur es wuerde anspringen immerhin waren es minus 20 Grad. Mit etwas Geduld startete das Auto dann auch,ich war erleichtert, wir versuchten zumindest ersteinmal ein Guckloch in die verschneiten und vereisten Scheiben zu bekommen damit wir erstmal das Flughafengelände verlassen können bevor man uns einschliesst. Draussen haben wir dann noch das restliche Eis und den Schnee weggemacht bevor wir die Heimreise angetreten sind. Gegen 1 Uhr waren wir dann schliesslich zu Hause wo uns ein lieber Willkommensgruss unserer Kinder erwartete.

Zusammenfassend kann man sagen es war eine grossartige Reise, wir haben viel erlebt, nette Leute kennengelernt, unsere Erwartungen wurden im Grossen und Ganzen erfuellt, wir haben Pinguine, Wale, Delfine und allerlei Vögel gesehen, Eisberge, Schnee und Eis. Nur Kap Horn blieb uns verwehrt und wir hatten viel zu warme Klamotten mit, der Teil der Antarktis wo man als Tourist hinkommt ist weitaus wärmer als man denkt. Mit dem heutigen Kenntnisstand hätten wir vielleicht ein paar Dinge anders gemacht aber das Upgrade auf die Suite war natuerlich ein absolutes Geschenk was wir wirklich sehr genossen haben.

Nun werden wir erstmal wieder mehr Urlaub in den heímischen Gefilden machen bzw. an Urlaubsorten wo man keine Anreise von 36h hat, der Kinder wegen aber später im Leben werden wir sicher noch die ein oder andere Kreuzfahrt unternehmen, man hat wirklich Lust aufs Reisen bekommen.

ENDE!!!


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Antarktisreise-Puerto Williams-Tucker Island
Von filainu, 13:32

Mittlerweile haben wir Samstag den 2.12. Nach einer weiteren unruhigen Nacht sind wir dann in den Morgenstunden endlich in ruhigere Fahrwasser eingefahren und bekamen noch eine Muetze Schlaf.

Wir kamen wieder an dem Schiffswrak vorbei welches ich auf der Hinfahrt schon gesehen hatte, da sind wir jedoch auf der falschen Seite vorbeigefahren so das ich es nicht fotografieren konnte (wollte frueh um 4 nicht schon aufs Deck hoch). Diesmal passierten wir es aber auf der richtigen Seite.



Ich machte dann noch ein paar Fotos von einer kleinen Insel, als ich die Bilder dann vergrösserte sah ich das da Tiere drauf rumlagen, welche sich als Seelöwen herausstellten. Mit blossem Auge waren sie nicht zu sehen, mit dem Fernglas auch nur zu erahnen.



Das Fruehstueck nahmen wir wieder im Alacart-Restaurant ein, wir mögen einfach die Ruhe. Die Fahrt durch den Beaglekanal war toll, welch ein Kontrast zur Antarktis, hier gab es reichlich gruen.



Gegen 10 Uhr gingen wir vor Puerto Williams vor Anker, das Wetter war wechselhaft, in einer Minute sah man die tollen Berge im Hintergrund, in der anderen Minute waren diese gänzlich in den Wolken verschwunden. Bis dann alle Formalitäten erledigt waren und wir endlich an Land konnten war es schon nach 12 Uhr (eigentlich sollten die Anlandungen um 11 Uhr beginnen und dementsprechend wurde die Rueckfahrzeit festgelegt, wir buessten also eine Stunde Zeit fuer den Landgang ein.)

Aber schliesslich war es doch Zeit und wir setzten mit den Schlauchbooten ueber.




4/6 unserer kleinen Reisegruppe (also wir und noch zwei) taten uns zusammen. Heute hatte man endlich mal die Möglichkeit sich richtig zu bewegen, es gab eine Wanderrunde von ja, allem zwischen 4 und 8km, so genau wusste es niemand. Wir beschlossen, zunächst die Runde zu laufen und danach noch ein bischen im Ort zu bleiben. Gleich am Strand entdeckten wir Magellangänse.


Wir waren noch gar nicht weit gekommen als es ersteinmal heftig Anfing zu hageln. Wir suchten dann ersteinmal Schutz in einer Kirche. Den Männern war die Lust aufs wandern natuerlich gleich vergangen bei dem Wetter, wir Frauen allerdings wollten dies nicht so ganz freiwillig aufgeben und als der Hagel dann doch schönerem Wetter wich teilten wir uns letztendlich auf, die Männer wollten die Stadt unsicher machen und wir Frauen wollten die Runde gehen.

Gesagt getan. Unsere Wanderung ging durch tolle Landschaft.




Nach einer Weile kamen wir an die Stelle wo quasi die Runde losgeht, komischerweise gingen alle rechts statt links wo die Runde eigentlich losgehen sollte. Warum fanden wir alsbald heraus, die Mitglieder des Expeditionsteames welche dort standen rieten davon ab die ganze Runde zu gehen man wuerde es zeitlich nicht mehr schaffen. Also beschlossen auch wir, nicht die ganze Runde zu laufen sondern nur bis zu einem See der auf der Karte verzeichnet war und dort wollten wir umkehren. Auch hier gab es sehenswerte Fotomotive:







Der See war auch alsbald erreicht



hier hätte normalerweise auch ein Mitglied des Expeditionsteames stehen sollen, diesen hörte man aber nur im Unterholz rumkriechen auf der Suche nach vermutlich Vögeln, er war schliesslich Ornitologe.Und als wir gerade umkehren wollten, kamen welche aus der anderen Richtung und meinten wir wuerden die Runde auf jeden Fall schaffen und wenn wir das nicht wollten sollten wir doch zumindest noch bis zur Bucht gehen, diese wäre nicht weit aber sehenswert. Okej, also auf zur Bucht, diese war wirklich bald erreicht.




Man muss aber dazu sagen das sie eigentlich genau in der Hälfte der Runde lag also beschlossen wir diese nun doch zu Ende zu laufen. Wir legten ein ganz schönes Tempo an den Tag, hin und wieder mal kurz stehenbleiben um paar Fotos zu machen und dann gleich weiter.





Es war schon schön sich mal die Beine vertreten zu können aber wir hätten gerne mehr Zeit haben können. Und 4 km waren es auf jeden Fall nicht nur, die Wahrheit wird wohl irgendwo zwischen 6 und 8km liegen. Leider hatten wir dann keine Zeit mehr fuer einen Stadtbummel sondern begaben uns direkt zu den Booten.

Am Nachmittag genossen wir dann die Fahrt durch den Beaglekanal.





Zum Abendessen sollte es Stockfisch in allen Variationen geben. Danach stand uns nun nicht der Sinn. Gluecklicherweise konnte man eine Alternative bestellen.Ich bin also gegen 16 Uhr zur Rezeption gegangen um mitzuteilen das wir die Alternative haben möchten. Das wurde nur so lapidar auf einen Zettel geschrieben so das ich starke Zweifel hegte ob dies wirklich klappen wuerde. Naja, ich hatte es zumindest versucht.

Eine halbe Stunde vor dem Abendessen traf sich unsere kleine Reisegruppe um auf die schöne Reise und die nette Reisegesellschaft anzustossen um danach zum Abendessen zu gehen. Wir hatten uns kaum hingesetzt als auch schon der Kellner kam und fragte wer Kabine 821 hat und uns mit Schildchen mit der Aufschrift „Alternative“ bestueckte. Es hatte also einwandfrei funktioniert. Was wir allerdings nicht wussten war das die Alternative nur fuer den Hauptgang galt, so das wir sowohl Vorspeise als auch Suppe mit Stockfisch bekamen. Der war aber da so dezent das dies absolut okej war, vor allem der Suppe verlieh der Fisch sogar das gewisse Extra.

Nach dem Abendbrot ging es dann gleich weiter zur Crew-Show. Unterwegs sahen wir noch eine tolle Szenerie der umliegenden Berge.


Besatzungsmitglieder haben in ihrer (sicherlich wenigen) Freizeit verschiedene Programmpunkte einstudiert, vom Tanz ueber Gesagt bis hin zu einer Puppenshow (der absolute Höhepunkt des Abends, was haben wir gelacht). Es war wirklich unterhaltsam und der Abend verging wie im Flug. So war es nicht verwunderlich das es schon nach Mitternacht war als wir endlich ins Bett kamen.

Gedanklich war die Reise nun irgendwie vorrueber, man hatte die Antarktis hinter sich gelassen. Trotz allem gab es am nächsten Tag doch noch einmal Pinguine zu sehen, die 5. unterschiedliche Art dieser Reise. Wir sind während der Nacht vom Beaglekanal in die Maggellanstrasse gewechselt.

Unser Ziel heute war Tucker Island, wo Magellanpinguine brueten. Das Wetter war uns heute nochmal gnädig. Etwas ausgeruhter als die letzten Tage starteten wir den Tag. Meine Beine schmerzten ziemlich von der gestrigen Wanderung, man ist halt nichts mehr gewöhnt. Ein letztes Fruehstueck im AlaCart Restaurant, ein letztes Mal Pancakes, Obstteller, Plunderteilchen.

Gleich nach dem Fruehstueck bin ich zur Rezeption gegangen um den Trinkgeldzettel abzugeben und die Kofferanhänger zu holen. Dabei entdeckte ich das man mit der Ausgabe der Reisepässe begonnen hatte (diese hatte man nämlich beim Einchecken eingezogen). Da nicht viel los war stellte ich mich an und erledigte das gleich mit.

Man merkt das sich die Reise dem Ende nähert, ueberall wird schon geputzt und es herrscht geschäftiges Treiben an Bord. Immerhin, schon morgen Nachmittag entern die nächsten Gäste das Schiff.

Aber wir sollten ersteinmal noch einen letzten schönen Tag haben. Die Gegend war fantastisch.





Am Vormittag sind wir zu einem Vortrag des Kapitäns gegangen wo er ueber die Bruecke berichtete und die Arbeit dort. Nach dem Mittagessen konnten wir uns das Ganze dann in der Praxis anschauen als wir der Bruecke einen Besuch abstatten durften. Das ist schon ein toller Arbeitsplatz.






Zwischendurch gab es dann auch noch Delfinalarm, an der Seite des Schiffes schwammen mehrere Schwarzdelfine und liessen sich auch nicht von den mittlerweile gestarteten Tenderbootausfluegen beeindrucken.





Dann war es auch schon Zeit fuer uns ebenfalls das Schlauchboot zu besteigen und zur Insel Tucker Island zu fahren.


Die Insel selber darf man nicht betreten. Etwas verständlich, sie ist total durchlöchert und ueberall sitzt ein Pinguin in so einem Loch.







Im Gegensatz zu den bisher erlebten Pinguinarten, welche ja ihre Nester aus Steinchen bauen, wohnt der Magellanpinguin nämlich in Erdlöchern. Ausser den Pinguinen








gab es noch jede Menge Vögel zu bestaunen, neben den mittlerweile ueblichen Skua gab es noch zwei Kormoranarten, der Blauaugenkormoran


und die Felsenscharpe


welche dort zu Hauf vorkommen. Ausserdem entdeckten wir noch eine Tanggans


und zwei Schwarzzuegelibise.



Aber auch die Insel selbst hatte schöne Natur zu bieten.



Als wir gerade dabei waren den Pinguinen zuzuschauen die am Strand badeten kamen plötzlich andere Tenderboote angerast, ohne Ruecksicht und direkt rauf auf den Strand. Ein anderes Boot hatte in der Nähe geankert und wollte offensichtlich auch Pinguine sehen. Aber eben auf eine sehr ruecksichtslose Art und Weise. Es gibt also solche und solche Reederein. Nachdem wir die Insel umrundet hatten ging es zurueck zum Schiff, unterwegs hatten wir nochmal zwei Delfine die ums Boot rumschwammen.


Kaum zurueck auf dem Schiff, wir hatten es uns gerade mit einem Cappuchino und nem Kakao gemuetlich gemacht hiess es auch schon antreten zum Gruppenfoto. Nachdem dies erledigt waren nutzten wir gleich noch die Gelegenheit ein Gruppenfoto unsere Kleinstreisegruppe zu machen, als Andenken.

Naja und da wir nun eh mal wieder in Fahrt waren habe ich gleich noch unsere Gummistiefel weggeschafft die brauchten wir ja nun auch nicht mehr und ich habe einen Vortrag der Bordfotografen angeschaut. Naja, Vortrag, sie haben ein paar Bilder gezeigt.

Danach sind Sven und ich noch ein letztes Mal in den Whirlpool gestiegen, irgendwie war der aber noch auf antartische Temperaturen eingestellt oder man wollte uns mit Absicht kochen. Lange hielten wir es jedenfalls nicht aus, und wenn es selbst mir zu heiß war, das will schon was heissen.

Ja und dann hiess es auch schon Koffer packen, diese sollten bis 23 Uhr am Fahrtstuhl stehen, was fuer uns bedeutete das wir das noch vor dem Abendbrot erledigen mussten.

Dann ein letztes Abendessen an Bord, ich muss zu meiner Schande gestehen das ich ueberhaupt nicht mehr weiss was es gab. Danach ein letztes Mal einen letzten Cocktail an der Bar. Meine Schneeschuhwanderung war gänzlich ausgefallen, okej, sollte halt nicht sein, an und fuer sich habe ich ja selber Schneeschuhe zu Hause, brauche sie nur anzuschnallen und loszulaufen.

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Freitag, 22. Dezember 2017

Antarktisreise-Damoy Bay, Deception Island, Drakepassage
Von filainu, 10:01

Fuer heute waren die Wettervorhersagen noch schlechter als fuer gestern, Starkregen war vorhergesagt und ausgerechnet heute sollte ich mit dem Schneeschuhwandern dran sein. In der Nacht muss der Kapitän auch Probleme gehabt haben ueberhaupt dort hin zu gelangen, er ist den Neumeyer Kanal von Norden hereingefahren musste aber wieder umkehren weil Eisberge den Weg versperrten. Als dann gegen Morgen der Wind gedreht hatte und die Eisberge aus dem Kanal gedrueckt hatte, konnten wir passieren.

Am Morgen sah es eigentlich gar nicht so schlecht aus, glatte See, die Sonne lugte sogar hin und wieder hinter den Wolken hervor.


Wir wurden jedoch gleich am Morgen darueber informiert das es nicht so bleiben sollte und als erstes wurde gleich mal meine Schneeschuhtour gestrichen. Die erste Gruppe wollte man noch losschicken, die zweite (mit mir) nicht mehr. Es dauerte auch gar nicht lange bis es anfing heftig zu schneien. Trotzdem machten sich die ersten Gruppen fuer die heuteige Anlandung auf den Weg.

Wir gingen ersteinmal fruehstueck und zwar dieses Mal ins alacarte Restaurant wo es nur Fruehstueck fuer Suitenbewohner gab. Eigentlich war uns das Ganze zu fein, aber heute wollten wir uns das Ganze mal gönnen. Und es war wirklich nett. Vor allem Ruhig, man war fast alleine. Und man konnte auch Sachen bestellen die es am normalen Buffet nicht gab. So wählte ich Omelett, fuer Sven gab es Pancakes.

Wir hörten inzwischen einer Präsentation von Port Lockroy, dem suedlichsten Postamt der Welt zu. Normalerweise kann man dort auch hinfahren aber nur mit einem Schiff mit max 350 Touristen, mehr duerfen nämlich pro Tag dort nicht hin und bei besseren Wetterverhältnissen. Und deshalb hat man kurzerhand die Mädels welche dort ehrenamtlich das Postamt betreiben und die Forschungsstation instandhalten samt ein paar Forschungen durchfuhren wie z.B. Pinguineier zählen, an Bord der MS Midnatsol geholt wo sie eben besagten Vortrag ueber just ihre Arbeit hielten. Danach haben sie einen Verkaufsstand aufgebaut wo man diverse Souvenire kaufen konnte und natuerlich die Post abgeben konnte. Wir hatten ja gleich in Punta Arenas Postkarten gekauft welche wir dann im ersten Hafen den wir anlaufen wuerden abgeben wollten aber durch den uebereilten Aufbruch Richtung Antarktis gab es da keine Möglichkeit. Also nutzten wir sie jetzt uns wurde aber gleich gesagt das die Post 8-10 Wochen mindestens unterwegs sei, es muesse erstmal ein Schiff vorbeikommen welches die Post mitnehmen kann. Okej, Weihnachtspost wuerde es also nicht werden. Ich hätte auch gerne noch was fuer die Jungs gekauft, leider wurde nur Bargeld genommen womit wir nicht ausgestattet waren. Es stand ja in der Reisebeschreibung das alles was man an Bord kauft auf die Karte gebucht wird, selbst das Trinkgeld. Dementsprechend hatten wir kaum bares dabei, nur noch ein paar Dollar, diese reichten gerade noch fuer die Briefmarken und ein persönliches Trinkgeld fuer unsere Putzteufel, wie wir unseren Kabinenservice liebevoll nannten, immerhin kamen sie zweimal am Tag wenn man nicht die Rote Karte in die Tuer steckte. Aber immerhin, endlich waren die Postkarten geschickt.

Das Wetter verschlechterte sich immer mehr, mittlerweile blies der Wind mit ca. 20m/s, die Vorhersage stimmte diesmal leider. Daher wurden die restlichen Anlandungen fuer diesen Tag abgesagt und man musste zusehen, die die bereits angelandet waren, heil zurueckzuholen, im Nachhinein haben wir Bilder gesehen wo man schulterhoch im Wasser stand, so sehr drueckte der Wind das Wasser an den Strand. Auch die Mädels vom Postamt mussten ihren Stand eher abbauen und zusehen das sie rechtzeitig wieder zurueckkommen bevor es noch schlimmer wurde.

Fuer uns war es natuerlich schade das wir heute keine Anlandung haben wuerden aber was will man machen gegen das Wetter ist man nunmal machtlos. Und es hatte ganz schön geschneit:



Nachdem alle wieder heil zurueck an Bord waren machten wir uns auf den Weg zurueck zu den Shetlandinseln. Nun wurde einem so langsam bewusst das sich die Reise ihrem Ende näherte. Wir fuhren durch den Neumeyerkanal wo wir wirklich nochmal tolle Gletscher, Berge und Eisberge sehen konnten, dank auch der Tatsache das sich das Wetter langsam besserte, nur der Wind blieb.










Wir nutzen den Tag mal fuer eine ausgiebige Körperpflege, wir hatten ja sogar eine Badewanne auf der Kabine. Wir hatten sozusagen einen Spatag. Auch schön.

Gegen Abend war das Wetter eigentlich sogar wieder super, ein paar Wolken und sonst Sonne so das man die Fahrt wieder geniessen konnte.








Bei der Präsentation des Zieles fuer den nächsten Tag schwante mir schon nichts Gutes. Es sollte nach Deception Island gehen und wenn es die Windverhältnisse erlauben wuerden wollte man in diese Vulkaninsel hineinfahren. Nach der Präsentation der Windkarte war aber eigentlich auch jedem Laien klar das das wohl nichts werden wuerde. Aber naja die Hoffnung stirbt zuletzt.


Die Nacht war ziemlich unruhig, es gab schon ziemlichen Wellengang und es schaukelte ganz schön, es gibt zwar Stabilisatoren die wohl einiges ausgleichen können aber diese konnten wir aufgrund der Eisberge nicht benutzen.

Am nächsten Morgen kamen wir also bei Deception Island an. Die letzte Hoffnung starb in Anbetracht des Windes und des schlechten Wetters, es war diesig, man sah kam was. Wir fuhren vor die Einfahrt, durften uns die Insel also von Aussen mal Anschauen, so nach dem Motto: das wäre ihr Preis gewesen.



Man verkuendete uns dann folgerichtig das wir nicht hineinfahren könnten und das wir uns nun auf direkten Weg zur Drakepassage machen wuerde. Man sprach mal wieder ueber einen Korridor zwischen zwei Hurrikans den wir ausnutzen wollten und auch wenn man kein Wort mehr ueber Kap Horn verlor (welches wir rueckzu eigentlich versuchen wollten anzulanden wo es doch hinzu schon nicht geklappt hat) so dämmerte es uns das wohl auch dies nix werden wuerde. Hm, irgendwie war die Stimmung komisch. Die Reise war nun irgendwie vorbei, wir verliessen die Antarktis ohne das man nochmal nen letzten Ausflug machte, letzte Nacht schon schlecht geschlafen und nun zwei Tage Drakepassage vor uns. Alsbald begannen auch die Wellen der Drakepassage mit dem Schiff zu spielen und vor uns lagen zwei Tage massives Schaukeln. Der Seegang war so stark das nahezu alle Vorträge und Aktivitäten an Bord abgesagt wurden weil es einfach zu gefährlich war sich an Bord zu bewegen. Der Wind war zwar gar nicht so schlimm aber die Wellen die der vorher vorbeigezogene Hurrikan hinterlassen hatte waren bis zu 15 Meter hoch. Und dank dieser Tatsache wuerde die Ueberfahrt auch länger dauern als runterzu da man nicht einfach geradeaus fahren konnte.

Sven holte sich zum Mittagessen noch eine Bratwurst mit Sauerkraut im Bistro, mir war dazu schon nichtmehr zu Mute. Auch wenn die Wurst gut aussah aber ich scheute einfach den Gang zum Bistro.

Die Einzige Abwechslung die es jetzt noch gab waren die Albatrosse


und Sturmvögel die nun unser Schiff wieder ueber die gesamte Passage begleiten sollten, ansonsten war es eh nur grau in grau draussen.

Am Abend gab es dann wieder Buffet, das kam uns ganz gelegen denn dann dauert das Ganze nicht so lange. Beim 5-Gänge-Menue dauerte es ja immer mindestens 1,5 h bis man mit allem durch war.

Am nächsten Morgen war Sven nicht mehr nach Essen, also torkelte ich alleine ins Fruehstuecksrestaurant. Es war schon eine wirkliche Herausforderung die Dinge vom Buffet zum Tisch zu transportieren ohne etwas zu verlieren oder zu verschuetten. Ich machte Sven noch belegte Brote die ich mit auf die Kabine nahm. Auch fuer heute wurden wieder alles Vorträge abgesagt, ebenso der Besuch der Bruecke.

Das Mittagessen sparten wir uns, verbrachten die meiste Zeit im Bett und schauten zig Episoden Solsidan. Zum gefuhlt 100ersten Male. Aber liegend erträgt man das Geschaukel noch irgendwie am Besten, auch wenn man nachts nicht wirklich schlafen kann.

Wir schafften es dann sogar irgendwie zu duschen, wirklich eine logistische Herausforderung, mit einer Hand festhalten, mit der anderen Hand den Duschkopf festhalten der sich bei jeder Welle wegdrehte ja und dazu noch Haare waschen und einseifen. Aber wer kann schon von sich behaupten auf der Drakepassage bei 15 Meter hohen Wellen geduscht zu haben. Wohl nicht so viele.

Zum Abendessen verliessen wir dann die Kabine und begaben uns schwankend und taumelnd zum Speisesaal, irgendwann muss man ja auch mal was zu sich nehmen. Heute stand ein vegetarisches Dinner auf dem Programm das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Und im Grossen und Ganzen mal vom Suesskartoffelsorbet abgesehen, war das Ganze gar nicht mal schlecht und wir waren positiv ueberrascht. Nach dem Abendbrot folgte wieder der Gang zur Bar wo wir uns wie immer wirklich nett unterhielten und viel Spass hatten. Ueberhaupt war das fuer uns eine tolle Zeit und obwohl wir 6 nun jeden Abend zusammensassen wurde es nie langweilig und man hatte sich immer wieder Neues zu erzählen.

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Donnerstag, 21. Dezember 2017

Antarkisreise-Neko Harbour-schweisstreibender Ausflug
Von filainu, 14:51

Die Wettervorhersage fuer heute war nicht gerade berauschend, minus 1 Grad, Schnee und Regen.

Wir sind die ganze Nacht hin und hergeschippert, es war ja nicht weit bis nach Neko Harbour. Es muss auch geschneit haben, zumindest lag frueh auf dem Aussendeck Schnee.

Die Landschaft war in ein tolles Licht getaucht als ich das erste Mal munter war.




Als wir dann gegen halb 7 aufstanden war das Wetter gar nicht so schlecht wie angesagt, die Sonne schien, es war fast windstill. Die Wolken hingen zwar tief aber das wiederum verstärkte nur die tolle Kulisse.









Fuer heute waren auch wieder Kajaktouren geplant:


Nach dem Fruehstueck wo wir mal wieder von den Kellnern ignoriert wurden war es dann auch schon Zeit sich fertig zu machen. Unsere Gruppe war heute als erstes dran. Puenktlich um 9 wurden wir aufgerufen und begaben uns zu den Tenderbooten. Wir fuhren dann zwischen Eisschollen hindurch vor atemberaubender Kulisse zur Anlandungsstelle wo uns hunderte Eselspinguine erwarteten sowie ein laaanger Anstieg, fuer den der wollte. Das Wetter war mittlerweile wirklich einfach nur super, warm, sonnig, perfekt.




Zunächst ging es ersteinmal einen kleinen Anstieg hoch zur Pinguinkolonie.






Nachdem ich ein paar Fotos geschossen hatte zog es mich weiter, den Berg hoch. Endlich durften wir mal mehr als nur ein paar hundert Meter laufen, das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Ich liess also Sven bei den Pinguinen zurueck und begann mit dem Aufstieg.


Und aller paar Meter drehte ich mich um und genoss die Aussicht welche natuerlich immer beeindrueckender wurde je höher man kam.











Ich schwitzte mich in den dicken Wintersachen zwar kaputt, ein T-shirt und ne Wanderhose hätten es auf jeden Fall auch getan aber naja, ging nun nicht mehr zu ändern. Oben angekommen konnte man dann noch vor auf einen Felsen gehen, ja, das war schon ein tolles Erlebnis. Leider hatten wir mal wieder nur ein sehr begrenztes Zeitfenster fuer die Anlandung so das ich nicht lange verweilen konnte. Schnell noch die Arktischen Skua (Raubmöwe) fotografiert



(welche dunkler ist als der braune Skua und eigentlich noch weiter suedlich lebt), nochmal die Aussicht genossen


und schon ging es zurueck. Der Abstieg war fast schwieriger als der Anstieg da der Pfad nun glattgetreten war und man schnell ins Rutschen kam. Man musste also in den Tiefschnee ausweichen, da wusste man aber auch nicht wie tief man einsinkt. Lange Rede kurzer Sinn, niemand ist oben geblieben. Bei Sven angekommen verweilten wir noch ein bisschen bei den Pinguinen. Erst jetzt fiel mir auf das manche von ihnen schon Eier hatten.





Es war interessant ihnen zuzusehen. Einer von beiden sass auf dem Ei, der andere stand daneben und passte auf.


Ja, wie gesagt, hier wäre ich gerne noch länger geblieben aber wir mussten zurueck, es stand nämlich auch noch ein zweiter Programmpunkt auf der Tagesordnung, das Cruisen. Während wir auf das nächste Tenderboot warteten schauten wir noch den Pingiunen zu und konnten auch deutlich die Pinguinstrassen sehen:


Und eine Robbe lauf auch faul am Strand:


Dann kam endlich das Boot und wir fuhren zurueck



Wieder auf dem Schiff sind wir erstmal Mittagessen gegangen, das war aber heute irgendwie ueberhaupt nichts gescheites, weder am Grill noch im Restaurant. Aber naja egal, satt wurde man auf jeden Fall.


Danach war es schon wieder Zeit sich anzuziehen und sich wieder zu den Tenderbooten zu begeben. 1H lang fuhren wir daraufhin durch die tolle antarktische Landschaft, vorbei an Eisbergen, Eisschollen, Gletschern. Dazu die Stille und das tolle Wetter.....es war einfach magisch. Unterwegs wurden wir noch Umwelthelden. Unsere Schlauchbootfuehrerin entdeckte etwas was im Wasser trieb. Das konnte man ja so nicht lassen und wir fuhren näher ran. Es entpuppte sich als Handschuh welchen wir aus dem Wasser fischten und mitnahmen. Schliesslich soll man möglichst wenige Spuren in der Antarktis hinterlassen. Und hier die Bilder vom Cruisen:






























Zurueck an Bord machte ich erstmal ein Nickerchen (zuviel firsche Luft macht muede) während Sven in die Sauna ging. Danach das obligatorische Briefing fuer den nächsten Tag


und zum Abendbrot gab es dann italienisches Buffet. War ganz okej, besonders der Nachtisch war voll nach meinem Geschmack. Nach dem Abendbrot ist unsere 6ergruppe dann noch an die Bar, um einen Cocktail zu uns zu nehmen, mittlerweile schon ein kleines, angenehmes, fast tägliches, Ritual.


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Sonntag, 17. Dezember 2017

Antarktisreise-Wilhelmina Bay, Wale, Kaiserpinguin
Von filainu, 11:23

Mittlerweile haben wir Montag den 27.11.2017.

Bevor ich nun zum nächsten Tag komme wollte ich noch von den weiteren Vorteilen der Suite berichten. Normalerweise ist ja an Getränken nur Wasser im Reisepreis enthalten, nicht aber wenn man eine Suite bewohnt. Da bekommt man sowohl zum Mittag als auch zum Abendbrot kostenlose Softgetränke sowie Bier und am Abend eine Flasche vom Wein des Tages. Nun sind wir ja weder die grossen Wein- noch Biertrinker aber einen guten Saft oder auch ne Cola liessen wir uns dann doch schmecken. Am Anreisetag fanden wir ausserdem einen Obstkorb sowie eine Flasche Sekt vor und der Inhalt der Minibar war auch gratis (nur Auffuellen hätte dann gekostet, brauchten wir aber nicht, im Gegenteil wir haben sie gar nicht leer bekommen)

Ausserdem kann man als Suitenbesitzer auch kostenlos den Wäscheservice in Anspruch nehmen. Wenn ich so sehe was es gekostet hätte wenn wir es hätten bezahlen muessen ist das auch ein plus. Unser Roomservicemann empfohl uns sogar am vorletzten Tag, das wir doch alles waschen lassen könnten, es wäre ja gratis und wir hätten zu Hause die Arbeit nicht. Naja, das ist dann doch nicht ganz so mein Stil irgendwas sooooo auszunutzen aber zweimal haben wir während des Urlaubs trotzdem Sachen in die Wäsche gegeben.

Noch eine Sache, die nur fuer Suitenbewohner gratis ist ist das Internet, das ist schon eine feine Sache. Ich hatte ja nicht damit gerechnet in der Antarktis Empfang zu haben aber Satelitentechnik macht es möglich. Und so konnte man doch während des ganzen Urlaubs Kontakt mit der Familie halten und Bilder schicken, das war schon super. Die 2000 NOK die es eigentlich gekostet hätte, hätten wir nicht bezahlt, da hätten wir lieber aufs Internet verzichtet.

Apropos Rumservicemann, diese waren ja auch ganz kreativ und bastelten Handtuchtiere. Als erstes entdeckte ich den Pinguin.


Als ich fragte ob ich ihn fotografieren duerfe, bekam ich ihn gleich kurzerhand geschenkt. Am Abend hatte dann ein Elefant seinen Platz eingenommen.



Der Tag also begann mit strahlendem Sonnenschein vom blauen Himmel, windstill und einer super Landschaft. Wir sind wieder die ganze Nacht mehr oder weniger vor und zurueckgefahren undn frueh zeitig wo wir noch alle schliefen in die Wilhelmina Bucht eingefahren. Die Landschaft um uns herum war einfach nur grossartig, ich bin aufs Deck um zu fotografieren , habe einmal rundherum geschaut und nichteinmal mehr die Einfahrt in die Bucht gesehen, es wirkte als wären wir auf einem antarktischen See.











Da wir mit unserem Ausflug erst am Nachmittag dran waren nutzten wir das schöne Wetter ersteinmal fuer ein Bad im Whirlpool. Danach wollte ich mich noch etwas an Deck sonnen, es war wirklich T-shirt-Wetter als ich mit einem Pärchen aus Deutschland ins Gespräch kam. Sie waren in der gleichen Bootsgruppe wie wir. Wir haben uns nett unterhalten, später kam dann auch noch Sven dazu. Wir assen dann zusammen die schnelle Variante des Mittagessen, auf Deck 9 am Grill. Heute gab es Rentierwrap, ich tauschte das Fleisch gegen Ananas, musste jedoch einiges an Ueberzeugungsarbeit leisten das ich das ernst meine bevor mir der Koch widerwillig meinen Wrap fertig machte.


Danach war es Zeit fuer den Ausflug.


Zunächst ging es auf eine grosse Eisfläche, sah aus wie eine riessige Eisscholle, war aber mit dem Festland verbunden, aber immerhin, wir befanden uns auf dem Meer.


Wir landeten am Eis an, mussten dann aber zuegig weiter aufs Eis, da die Kanten nicht sicher sind. Wir wurden vorher auch noch belehrt das eben die Kanten besonders empfindlich sind und zum Abbrechen neigen,


da versteht es sich doch von selber das gleich der erste der aus unserem Boot aussteigen sollte, gleich mal vom Boot springt.

Das Wetter war einfach nur super, warm, sonnig, herrlich. Selbst die Pinguine lagen (meistens) nur faul im Schnee.



Wir konnten uns ja zumindestens von ein paar Schichten unserer Klamotten entledigen, das konnten die Pinguine nicht. Wir hatten 30 Minuten Zeit um auf dem Eis herumzulaufen, die Landschaft war einfach nur atemberaubend schön.




Fachgespräch:


Wir wären gerne noch etwas geblieben und hätten uns gesonnt aber wir mussten weiter, der Zeitplan ist schon ziemlich straff bei so einer Reise. Und schliesslich wollten wir auch noch den zweiten Teil des heutigen Ausfluges erleben, das Cruisen. Wir fuhren zunächst an der Eiskante entlang



als wir von weitem eine Robbe erspähten. Unsere Bootsfuehrerin meinte zwar wir wuerden nicht nah genug herankommen fuer ein gutes Foto da die Robbe weit innen auf dem Eis lag, wir baten sie dennoch so weit wie möglich ranzufahren. Und es hat sich gelohnt denn plötzlich entdecken wir eine weitere Robbe die gerade vom Eis ins Wasser gleitet, gar nicht weit vom Tenderboot entfernt.





Aufregung, gleichzeitig Stille. Motor aus, warten. Und die Robbe, neugierig wie sie ist kommt tatsächlich zum Boot. Sie untersucht in aller Ruhe erstmal den Motor, alle halten förmlich den Atem an. Dann taucht sie ab um nur kurz drauf direkt vor meiner Nase und Kameralinse nochmal am Boot aufzutauchen. Perfekt. Welch ein Erlebnis.



Nachdem die Robbe ihre Neugier gestillt hatte und davongeschwommen war sind auch wir weitergefahren, vorbei an Eisbergen, Gletschern und schneebedeckten Bergen. Mittlerweile waren ein paar Wolken am Himmel aufgetaucht welche zusammen mit dem nachmittäglichen Licht eine ganz tolle Stimmung zauberten. Wir waren ausserdem die letzten zwei Boote die unterwegs waren, man konnte die Einsamkeit, die Stille, die Magie förmlich fuehlen.











Als wir dann schliesslich zurueck auf der Midnatsol waren gab es noch einmal einen Höhepunkt. Ein Kaiserpinguin hatte sich hierher verirrt, eigentlich leben diese auf der anderen Seit der antarktischen Halbinsel. Er stand auf einer grossen Eisscholle, ich konnte gerade noch ein Bild machen bevor er sich hinlegte.


Unser Kapitän hat dann das riessige Schiff langsam und sachte immer näher an den Pinguin herangleiten lassen so das man ihn besser fotografieren kann. Ihr könnt euch sicher vorstellen was da fuer ein Menschenauflauf an Deck war. Das ist schliesslich eine Seltenheit.

Nachdem wir dann nahe genug waren und alle ihr Foto vom Pinguin geschossen hatten,


drehten wir langsam ab und begaben uns auf den Weg. Die Stimmung der Landschaft war immernoch einmalig schön





und man konnte die Pinguine im Wasser schwimmen sehen


Wir waren noch nicht weit gekommen, als es mal wieder Walalarm gab. Dieses Mal wollte ich mir das natuerlich nicht entgehen lassen, wer weiss wie oft man noch die Möglichkeit hatte. Auch hier standen die Leute natuerlich dicht gedrängt mit ihren Kameras, das Problem ist, der Kapitän dreht das Schiff immer so das die Wale vor dem Schiff sind, man hat also kaum eine Chance diese zu sehen wenn man an der Seite steht. Und wenn sich mehrere hundert Menschen am Bug des Schiffes drängeln kann das schonmal eng werden. Egal, ich liess mich nicht abhalten und konnte doch zumindest ein paar heilwegs brauchbare Fotos schiessen bevor mir das Ganze zu viel wurde.









Nachdem die Walzeit abgelaufen war sind wir weiter gefahren.



Der Kapitän wollte noch versuchen durch einen spektakulären Kanal zu fahren, wenn es die Eisverhältnisse erlaubten. Sie erlaubten es nicht aber, wir sassen gerade beim Abendessen, es gab nochmal grosse Aufregung auf dem Schiff, man hatte Orcas gesichtet. Naja, ehe ich vom Restaurant auf dem Aussichtsdeck war, sah man schon nicht mehr viel vor lauter Menschen, ausserdem war es schon zu duester um zu fotografieren aber einen kurzen Blick konnte ich trotzdem erhaschen.

Nachdem alle die Orcas gesehen hatten drehten wir um, wie gesagt, Eisberge versperrten den Kanal und machten uns auf den Weg zum nächsten Tagesziel, Neko Harbour.



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Dienstag, 12. Dezember 2017

Antarktisreise-Halv Moon Island- mehr Pinguine und auch ein Walross und Robben
Von filainu, 14:57

Die Nacht war einfach nur grauenhaft. Nicht das es schon schwer genug war bei den Magenkrämpfen ueberhaupt in den Schlaf zu finden, nein, irgendwann wachte ich auf und konnte nur noch auf die Toilette rennen ehe es mich komplett ausräumte. Vermutlich war es doch nicht (nur) der Gruenkohl, es fuehlte sich eher wie ein Virus oder irgendwas an.

Aber zumindest ging es mir nun etwas besser, der Druck war quasi weg. Mir ging es nicht mehr schlecht, lediglich die Magenkrämpfe waren noch da. Auch Sven hatte damit die ganze Nacht zu kämpfen aber zumindest blieb er vom Rest verschont.

Die Anlandung des heutigen Tages sollte uns auf die Halbmondinsel fuehren (benannt nach ihrer Form)




wo eine andere Pinguinart ihre Kolonie hatte, nämlich die Zuegelpinguine, ganze 2000 Paare sollten hier in nächster Zeit brueten.

Man muss sich mal den Wahnsinn vorstellen, die Pinguine bauen ja ihre Nester aus kleinen Steinchen, die sie muehsam vom Strand holen und auf die Berge schleppen. Die Nester bauen sie nämlich da wo kein Schnee liegt und das ist meist oben drauf.


Ca. 1000 Steinchen braucht man fuer ein Nest da könnt ihr euch vorstellen was diese Tiere fuer eine sportliche Leistung vollbringen, noch dazu mit den kurzen Beinen. Dabei entstehen sogenannte Pinguinstrassen, also so Trampelpfade vom Wasser hoch auf den Huegel. Und dort haben natuerlich die Pinguine Vorfahrt.


Fruestueck liessen wir aus, wir wollten nichts riskieren. Sven war auch noch nicht in der Verfassung den Ausflug mitzumachen. So 100 prozentig ich auch nicht aber einer muss ja die Fotos machen :-). Die Anlandungen begannen heute bereits 8.30, ich war ganz froh das wir erst 12 Uhr dran waren, so konnte ich mich noch etwas ausruhen. Und vor allem empfand ich es als Glueck das ich heute noch nicht mit dem Schneeschuhlaufen dran war. Auch wenn es sicher eine tolle Erfahrung gewesen wäre, schliesslich liefen sie auf einen Berg ganz oben rauf, aber das hätte ich sicher nicht geschafft.

Am Vormittag war ich dann auch etwas an Deck frische Luft schnappen und bekam dabei diesesn Gesellen hier vor die Linse, ein Weissgesicht Scheidenschnabel



Um 12 ging ich also, wieder eingepackt in die Entdeckerklamotten, zum Tenderbootdeck um dann auf die Insel ueberzusetzen. Und dort gab es nicht nur Pinguine zu sehen.


Gleich an der Anlandungsstelle lag eine grosse Braune Masse die sich als Walross herausstellen sollte.



Ich dachte eigentlich es sei tod, so unbeweglich wie es war. Irgendwann begann es aber, Dreck ueber sich zu schaufeln


und so liess ich mich ueberzeugen das doch Leben in diesem unförmigen etwas steckt.

Nicht weit entfernt lag eine Weddelrobbe, ebenso unbeweglich und totenstarr wie das Walross aber wenn man sie eine Weile beobachtet sah man das sie doch hin und wieder mal ne Flosse bewegte oder zumindest mal aus den Augen blinzelte.




Und weiter hinten, dort wo die Pinguine die Steine holen lag auch noch eine, vielleicht war es aber auch ein zweites Walross, auf die Entfernung schlecht zu erkennen:


Das ist schon Wahnsinn irgendwie, diese Tiere lagen also seit frueh schon da rum und machten ueberhaupt keine Anstalten mal irgendwas aus ihrem Tag zu machen. Und zwischendrin und drumherum Pinguine, in einer Seelenruhe, sie wussten wohl das diese klumpen Tiere keine Gefahr fuer sie darstellten. Hauptsächlich Zuegelpinguine und aber auch Eselspinguine gab es hier zu sehen.

Der abgesteckte Pfad fuehrte zunächst einen kleinen Huegel hoch wo man links gehen konnte bis zu einer Pinguinstrasse wo ziemlicher Verkehr war. Da wir heute 1,5h Zeit hatten konnte man eine Weile bei den Pinguinen verweilen. Die Zuegelpinguine sind ja wirklich putzig, sie sehen aus als wuerden sie einen angrinsen.





















Auch hier kennen die Pinguine keine Angst:


Dann ging noch ein Weg geradeaus wo man ziemlich nah an die Pinguine und ihre Nester herankam, Arved Fuchs meinte aber sie hätten noch keine Eier.




Chor:


Dann hatte man noch die Möglichkeit zu einer Replika von Amundsens Zelt zu laufen, das ersparte ich mir allerdings und brachte lieber mehr Zeit bei den Pinguinen zu.

Und spätestens heute wurde auch jedem klar das Pinguine absolut nicht als Haustiere geeignet sind. Mal von den klimatischen und lebensraumbedingten Umständen abgesehen so stinken diese Tiere doch ziemlich.

Achja, schöne Landschaft gab es auch. Aber wie schon gestern gerät dieser Umstand mehr in den Hintergrund.


Als ich dann meinen Blick so ueber den Strand schweifen liess sah ich wie ein Mann unseres roten Haufens plötzlich geradewegs und wild entschlossen auf das Walross zulief, vorbei an der Absperrungsmarkierung. Suizidgefährdet? Ein Mitglied des Expeditionsteames konnte ihn gerade noch so abfangen. Später erzählte mir der Mann dann, er hätte das Walross nicht bemerkt, es fuer einen Stein gehalten und die Absperrung.........naja das waren ja nur Kegel, das kann man schonmal falsch deuten. Ich unterhielt mich eine Weile mit ihm, naja es war mehr so das er von seinen vielen Reisen berichtete und ich zuhörte bis das Boot kam und nebenbei noch ein paar Fotos von den Eselspinguinen knipste.








Er gab mir dann noch mit auf den Weg ich sollte unbedingt mal auf die Galappagosinseln. Ja.....ich habe ja noch bisl Zeit, sie stehen aber auf jeden Fall auf meiner Bucketlist.

Noch bevor die 1,5h um waren ging ich zur Anlandungsstelle, ich hatte nun hunderte Pinguin- Robben- und Walrossbilder und vor allem hatte ich noch eins: Hunger. Zurueck auf dem Boot ging ich dann erstmal kurz nach Sven schauen und dann holte ich uns im Restaurant zumindest ein paar Scheiben trocken Brot, man will es ja nicht gleich uebertreiben. Die Hamburger die es im Bistro gab sahen zwar auch sehr verlockend aus und ich habe wirklich einen Moment drueber nachgedacht aber die letzte Nacht war doch noch zu frisch in meinem Kopf und ich verzichtete.

Die Vorträge dieses Tages mussten wieder ohne uns auskommen ausser wie immer die Präsentation fuer den nächsten Tag.

Zum Abendbrot gab es dann Buffet, das kam uns ganz gelegen, da konnte man nochmal etwasd vorsichtig an die Sache rangehen und hoffentlich dann am nächsten Tag ganz auf dem Posten zu sein.

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Montag, 11. Dezember 2017

Antarktisreise-Arctowski-Endlich Pinguine
Von filainu, 18:09

Heute, wir schrieben mittlerweile Samstag den 25.11. war es nun endlich soweit, unsere erste Pinguinbegegnung stand auf dem Program. Wir gingen vor der polnischen Antarktisforschungsstation Arctowski


vor Anker


und machten die Tenderboote startklar. Schon um 9 Uhr begannen die Anlandungen, wir waren 10.30 Uhr dran. Bis dahin schauten wir uns noch die Gegend vom Schiff aus an:


und konnten schon von weitem die Pinguinkolonie ausmachen


Die Anlandungsstelle lag windgeschuetzt hinter einem Felsen, perfekt.




An Land angekommen gab es nochmal eine kurze Einweisung was uns erwartet und wie wir uns zu verhalten haben und dann durften wir los. Besonders viel Bewegungsraum gab es fuer uns nicht, wir konnten entweder ein paar hundert Meter am Strand lang oder zur Forschungsstation gehen. Direkt zur Kolonie durften wir, verständlicherweise nicht, diese konnten wir nur von weitem anschauen.


Da wir nur eine Stunde Zeit hatten gingen wir erstmal am Strand lang. Die Natur war natuerlich auch schön:


aber wir wollten endlich Pinguine sehen. Und die liessen nicht lange auf sich warten. Auch wenn deren Brutkolonie hoch oben auf schneefreien Felsen lag wo wir natuerlich nicht hin durften, so gab es doch den einen oder anderen der sich an den Strand begeben hatte. Hier gab es zwei Arten, den Adeliepinguin und den Eselspinguin. Hach, hier hätte ich den ganzen Tag zubringen können und diese putzigen Tiere beobachten aber leider leider.......die Zeit. Trotzdem konnten wir die Pinguine eine Weile beobachten und Fotos machen. Wir Menschen sollten zwar 5 Meter Abstand halten, die Pinguine machten aber was sie wollten und so kamen sie den Touristen manchmal ziemlich nahe.


Hier kommt mal eine Auswahl, ich habe natuerlich hunderte Fotos gemacht:

Adeliepinguine:









Eselspinguine:









Dann liefen wir am Strand zurueck und gingen noch Richtung Forschungsstation.



Normalerweise darf man dort nicht hin da wir aber ein polnisches Mitglied im Expeditionsteam hatten welches mal zwei Jahre auf dieser Station gearbeitet hatten durften wir sogar die Station von innen besichtigen. Sven und ich verzichteten allerdings darauf und verbrachten lieber mehr Zeit bei den Pinguinen


Ausserdem gab es auch noch braune Skuas zu beobachten, diese ernähren sich gerne von Pinguineiern und sind deshalb fast ueberall dort zu finden wo es Pinguine gibt. Diese Vögel sind wirklich ziemlich gross, mit denen möchte man keinen Streit bekommen.


Unter die Pinguine hatten sich auch ein paar Blauaugenkormorane gemischt, farblich haben sie sich den Pinguinen ja gut angepasst.


Ausserdem lagen am Strand auch noch jede Menge Walknochen herum, dies geriet aber fast zur Nebensache.



Nachdem unsere Stunde rum war hiess es wieder ins Tenderboot steigen und zurueck aufs Schiff fahren, die anderen wollten ja schliesslich auch noch an Land gehen.

Am Nachmittag gab es dann wieder den ein oder andren Vortrag, das ist nicht so unseres, wir zogen es also vor auf der Kabine zu bleiben und die Aussicht zu geniessen während sich das Schill auf den Weg zum Ziel des nächsten Tages machte..




18.30 Uhr gab es dann wieder die Präsentation des Ausfluges der am nächsten Tag geplant war. Die ersten Schneeschuhgruppen durften dort auch gehen, ich war aber da noch nicht dabei.

Als es aufs Abendbrot hin ging ging es mir immer schlechter, zum Schluss war mir gar nicht mehr nach Essen zumute, so das Sven alleine ging. Mittlerweile hatte unsere 6ergruppe einen Tisch zusammen bekommen da der Kellner bemerkt hatte das wir uns immer ueber zwei Tische unterhalten hatten. Das nenn ich mal aufmerksam.

Ich dagegen kämpfte mit Uebelkeit und Magenkrämpfen, irgendwas war da nicht in Ordnung. Auch Sven kam relativ schnell vom Abendessen zurueck, auch ihm ging es nicht gut. Wir verdächtigten alsbald den fritierten Gruenkohl. Eigentlich der einzige Nenner bei uns beiden da wir doch sehr unterschiedliche Geschmäcker haben.

So versuchten wir alsbald, in den Schlaf zu finden in der Hoffnung das es sich am nächsten Tag gebessert hatte.

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Sonntag, 10. Dezember 2017

Antarktisreise-Garibaldigletscher und die beruechtigte Drake Passage
Von filainu, 14:38

Am nächsten Morgen (wir wachten 4.30 auf) hatten wir schon ein ganzes Stueck in den Chilenischen Fjorden zurueckgelegt. Wir hatten die Maggelanstrasse hinter uns gelassen und befanden uns nun im Beagle-Kanal oder zumindest auf dem Weg dahin, ich weiss nicht 100 Prozentig wo er anfängt.



Nach dem Fruehstueck testeten Sven und ich ersteinmal den Whirlpool. Dort kamen wir mit einem Paar aus den USA ins Gespräch und underhielten uns eine Weile. Danach war es Zeit, unsere Gummistiefel zu holen. Bei Anlandungen in der Antarktis muss man diese nämlich obligatorisch anziehen und diese muessen auch nach jeder Anlandung geschrubbt und desinfiziert werden. Also erstmal auf Deck 7 zur Anprobe und dann auf Deck 3 zum Abholen.


Ausserdem gab es 11 Uhr eine obligatorische Sicherheitsveranstaltung bezueglich der Benutzung der Tenderboote.

Nebenbei genoss man natuerlich die tolle Natur der umliegenden Berge, allerdings war das Wetter nicht das allerbeste so das es oft diesig und regnerisch war.









Sogar das erste Stueckchen Eis bekamen wir heute schon zu Gesicht:


Gegen 12 Uhr erreichten wir dann den Ankerplatz im Garibaldifjord wo wir unseren allerersten Tenderbootausflug haben sollten.


Cruising zum Gletscher war angesagt.


Das Ganze begann 13 Uhr und zuerst waren die chinesischen Gruppen dran. Zwischen jeder Gruppe lag ca. eine Viertel Stunde also beschlossen wir uns anzuziehen wenn Gruppe 5 aufgerufen wird (wir waren Gruppe 6). Ja denkste, nur 5 Minuten nach dem Aufruf der Gruppe 5 wurden wir schon aufgerufen, natuerlich noch lange nicht fertig angezogen. Wie sich später herausstellen sollte, brauchen die chinesischen Touristen leider fuer alles deutlich länger als alle anderen. So wurde schon Gruppe 7 aufgerufen als wir zum Tenderpit eilten aber es war kein Problem, wir waren auch nicht die Einzigen die zu spät waren.

Mittlerweile regnete es aber das schreckt natuerlich einen Entdecker nicht ab. Ausgeruestet mit wasserdichter Kleidung machten wir uns auf den Weg.


Der Gletscher taucht dann mal irgendwann hinter einer Kurve auf, einfach nur ein gewaltiger Anblick. Wir kreutzen dann eine Weile zwischen den Eisschollen umher und konnten den Gletscher aus den unterschiedlichsten Winkeln fotografieren bevor es wieder zurueck an Bord ging.




Das war also schonmal ein erster Vorgeschmack auf das was uns erwarten wuerde.




Fuer den nächsten Tag war eigentlich noch eine Anlandung in irgendeinem Hafen geplant, diese wurde aber gestrichen. Warum? Der Kapitän hatte auf die Wetterkarte geschaut. Auf der fuer ihre rauhe See beruechtigte Drake-Passage tobten gerade 2 Hurrikans und wenn wir die Anlandung am nächsten Tag machen wuerden wuerden wir geradewegs in den zweiten hineinfahren. Wenn wir uns aber ohne Verzoegerung gleich auf den Weg machen wuerden könnten wir mit etwas Glueck den Korridor zwischen den beiden Stuermen erwischen und damit eine „ruhigere“ Ueberfahrt bekommen. Wenn man Windstärke 10 als ruhiger bezeichnen will. Deshalb mussten wir den Garibaldigletscher auch schon 17 Uhr statt wie geplant 19 Uhr verlassen und uns auf direktem Weg zur Drakepassage machen. Am Nachmittag gab es dann diesbezueglich auch noch eine Informationsveranstaltung wo man uns das Dilemma noch einmal erklärte und die Windkarten zeigte und uns schonmal empfohl, gegen Seekrankheit vorzubeugen.


Na das ging ja gut los. Naja zumindest die Nacht sollte noch ruhig sein, erst am nächsten Tag gegen 8 Uhr sollten wir in die Drake Passage einfahren.

Am Abend gab es dann noch eine Informationsveranstaltung bezueglich Kajakfahren und Schneeschuhlaufen (gegen Bezahlung). Ich meldete mich fuers Schneeschuhlaufen an, wollte das einfach mal probieren und was eignet sich da besser als die Antarktis.

Zum Abendbrot gab es ein 5-Gänge-Menue, (mittags gab es immer Buffet) mit fester Sitzordnung. Wir sassen mit unseren Bonuseltern am Tisch es hatte geklappt. Und wir hatten die zweite Sitzung zugeteilt bekommen, das heisst spätes Abendbrot, erst 20.30 Uhr. Während des Essens fuhren wir an mehreren tollen Gletschern vorbei, einfach nur fantastisch.



Am nächsten Morgen, wieder 4.30 Uhr, gab es nochmal einen tollen Ausblick auf die Tierra del Fuego mit den Schneebdeckten Bergen und Gletschern



bevor wir gegen 8 Uhr (nachdem wir unseren Lotsen abgegeben hatten)


und nochmal einen Blick zurueck geworfen hatten


nach Umrundung dieser letzten Insel


wie geplant unsere Ueberfahrt ueber die Drakepassage begannen.


Sven und ich hatten extra vorher noch gefruehstueckt.

Das Ganze begann noch ziemlich harmlos, nahezu blauer Himmel, Sturmvögel und Albatrosse flogen zu Hauf ums Schiff. Natuerlich wurde die See schon etwas rauher aber es ging noch. Ich hielt mich draussen an Deck auf und fotografierte die Vögel z.B. den Riessensturmvogel,





den Kapsturmvogel


und Albatrosse (weiss aber nicht welche Art, da waren 4 verschiedene vor Ort).





Doch je weiter wir uns vom Festland entfernten umso schlechter wurde das Wetter, es zog zu und wurde immer windiger, die Wellen immer höher und sie kamen aus allen Richtungen. Die Sicht war so ziemlich null. Ein Aufenthalt an Deck war nun nicht mehr möglich (ja vielleicht fuer den besonders Waghalsigen).

Irgendwie machte uns der Seegang doch tuechtig zu schaffen ( wie wir hinterher erfuhren brachten wir es „nur“ auf Windstärke 9 und die Wellenhöhe betrug ca. 10 Meter), nicht das uns besonders schlecht gewesen wäre aber man war irgendwie so muede und kaputt. Daher verbrachten wir den Tag so gut wie im Bett, nur zum Essen verliessen wir die Kabine.

Die Ueberfahrt ueber die Drakepassage dauert ca. 1,5 Tage (im Optimalfall wie wir Rueckzu feststellen durften) so das wir auch am nächsten Tag nur vor uns hin schaukelten, aber nicht mehr ganz so sehr, es war etwas ruhiger aber trotzdem noch ordentlicher Seegang.

Es gab dann ersteinmal wieder eine obligatorische Veranstaltung wo wir ueber die Regeln in der Antarktis informiert wurden, Gummistiefelpflicht, max 100 Personen gleichzeitig an Land, saubere Klamotten tragen, nix anfassen oder gar mitnehmen, Sicherheitsabstand zu den Tieren halten, Pinguine haben Vorfahrt usw.

Ausserdem sollte man seine Aussenbekleidung an den Biosecurity Reinigungsstationen reinigen, diese stellten sich als Staubsauger heraus mit denen man die Nähte und Taschen seiner Kleidung sowie Rucksack und Kameratasche absaugen sollte.

Am Nachmittag kamen wir dann am ersten richtigen Eisberg vorbei


nur um kurz darauf auch Land zu entdecken. Wir passierten Livingston Island



und setzten unsere Fahrt nach King George Island fort.


Endlich wurde das Meer etwas ruhiger.

Ich ging heute mal zu einem Vortrag von Arved Fuchs. Ich persönlich hatte ja von diesem Mann noch nie was gehört, umso erstaunter war ich als nach dem Vortrag einige Zuhörer zu ihm hingegangen sind und ihm mal die Hand geben wollten, er wäre ja so ein grosses Idol. Okej, wir hatten offensichtlich einen Promi an Board von dem ich nichts wusste.

18.30 gab es, wie nun jeden Tag, das Briefing fuer den nächsten Tag. Unsere erste Anlandung stand bevor und unser erster Kontakt mit Pinguinen. Abends bekamen wir dann immer noch das Tagesprogramm an die Kabinentuer gesteckt wo man dann auch sehen konnte wann welche Bootsgruppe dran war und wann es Vorträge gab.

Zum Abendbrot sollte es wieder Buffet geben, ich zog es vor aufs Laufband zu gehen. Ich hatte die letzten Tage einfach zuviele Köstlichkeiten des Buffets in mich reingestopft, dazu die nahezu Bewegungslosigkeit den ganzen Tag, ich war so aufgebläht, ich brauchte einfach Bewegung. Und bei diesem Ausblick trainierte es sich doch gleich noch viel besser.


Hinterher war ich wie ein neuer Mensch.

Die letzten Stunden des Tages kreuzten wir in den Fingern eines Fjordes herum. Wir hatten das Ausflugsziel fuer den nächsten Tag schon erreicht


und mussten nun die Nacht rumbekommen. Ankern war aufgrund der Eisberge nicht möglich. Es war schon eine fantastische Landschaft, auch die ersten Wale bekamen wir zu Gesicht. Und wir konnten von weitem die ersten Pinguine erspähen (die schwarzen Punkte auf dem Schnee).


Die ganze Szenerie war so ruhig und friedlich, ein tolles Fleckchen Erde.










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Samstag, 09. Dezember 2017

Antarktisreise-Die lange Anreise bis fast ans Ende der Welt
Von filainu, 17:51

Nachdem wir am 19.11.noch Thorbens ersten beiden Eishockeyspiele angeschaut hatten war es Zeit aufzubrechen. Wir sind von der Eishalle nach Hause gefahren, haben die Koffer eingeladen, uns umgezogen und gegen halb 10 ging die Reise los.

Wir wollten von Skellefteå aus nach Stockholm fliegen, zum Einen sind die Fluege billiger und zum Anderen, mehr entscheidend, kann man dort kostenlos parken.

Der Flughafen lag schon irgendwie abenteuerlich, die Fahrt ging durch die totale Pampa auf schmalen Strassen, dazu noch Schneeregen und schlechte Sicht. Auch die Ausschilderung ist etwas duerftig, aber dank Navi haben wir es doch ohne Probleme gefunden.

Wir suchten uns auf dem doch recht gut gefuellten Parkplatz eine freie Luecke und gingen dann im Schneesturm zum Flughafengebäude. Es waren nur noch 1,5h bis zum Abflug, trotzdem waren wir so ziemlich die ersten. Man konnte noch nichtmal das Gepäck einchecken, die ist zeitigstens 1h vor Abflug möglich. Wenn ich bedenke, anderswo schliesst die Gepäckannahme 2h vor Abflug schon.

Nachdem die Gepäckannahme dann geöffnet hatte und wir unser Gepäck abgegeben hatten öffnete auch die Sicherheitskontrolle aber niemand hatte es eilig. Erst als draussen die Flugbusse vorfuhren kam plötzlich Leben in die Wartenden, da wollte man doch lieber vorher noch durch die Sicherheitskontrolle.

Ich allerdings hatte die ganze Zeit ueber nur eins im Kopf: Wuerden wir in Frankfurt den Anschlussflug schaffen? Wir hatten nur eine Stunde Umsteigezeit und nahezu jeden Tag hatte der Flieger von Stockholm auch noch Verspätung. Dazu kam das das Boarding fuer den Flug nach Sao Paulo schon losging da wuerden wir noch nichteinmal gelandet sein. Ich sass wie auf Kohlen.

Nachdem wir in Stockholm gelandet waren fuehrte uns unser erster Weg gleich zur Gepäckaufgabe. Ich konnte den Flug von Sao Paulo nach Santiago nämlich nicht online einchecken und wir hofften das wenigstens das Gepäck direkt bis Santiago eingecheckt werden konnte. Zu unserer Erleichterung war das kein Problem.

Danach gingen wir erstmal zu Mc Donalds Mittag essen, die einzige heilwegs bezahlbare Futterstelle auf dem ganzen Flughafen. Und dann war es auch schon Zeit uns zum Gate fuer den Flug nach Frankfurt zu begeben. Zu meiner Erleichterung war dieser dieses Mal sogar puenktlich und als der Pilot dann noch sagte die Flugzeit betruege ca. 1:35h statt 2:10 war die Welt fuer uns in Ordnung.

Der Flug verlief reibungslos und ueberpuenktlich landeten wir in Frankfurt. Wir machten uns unverzueglich auf den Weg zum nächsten Flug. Zum Glueck. Der Flughafen war wirklich riessig, wir waren eine halbe Stunde zu Fuss unterwegs, plus die Zeit die es dauerte aus dem Flugzeug erstmal rauszukommen, trotz das es weder an der Passkontrolle noch an der Sicherheitskontrolle Wartezeiten gab. Als wir dann am Gate ankamen war das Boarding schon voll im Gange, ich fragte mich wirklich wie wir das hätten schaffen sollen mit nur einer Stunde Umsteigezeit.

Aber egal, es war alles gut gegangen. Die Boing 777 ist ja wirklich ein riessen Vogel, vor allem verglichen mit den Fliegern die wir sonst immer so benutzen. Unsere Plätze lagen ja zum Glueck ziemlich weit hinten, wo man am Rand nur Zweierreihen hat. Ich glaube der Flieger war ausgebucht.

Puenktlich hob der Flieger ab. Nach einiger Zeit gab es erstmal Abendbrot,


auch eine neue Erfahrung, bei SAS gibt es gar nix zu essen, es sei denn man kauft sich was. Nach dem Abendbrot war dann eigentlich Nachtruhe angesagt. Nun sind wir ja beide nicht der Typ Mensch der so einfach im Auto oder eben im Flieger schlafen kann. So verbrachten wir die Nacht mehr mit Filme anschauen (Sven) oder Majong spielen (ich). Hin und wieder konnte man aber doch ein Nickerchen machen. Oder zum Fenster rauskucken wo wir zum Beispiel die Kanarischen Inseln und Kap Verde bei Nacht sahen.

Nachdem wir dann auch noch Fruehstueck bekommen hatten


war der Flug schon fast vorbei. Nach 11 Stunden (statt 12) landeten wir schliesslich in Sao Paulo.

Fuer den nächsten Flug hatten wir ja noch keine Boardingkarten, also wollten wir als erstes den Schalter der Airline ansteuern. Das Problem war nur es gab keinen, man ging nur durch einen langen Gang und ehe wir es uns versahen standen wir schon an der Sicherheitskontrolle, wo man die Boardingkarte zeigen muss. Wir erklärten auf englisch warum wir eine solche nicht besassen aber scheinbar ist englisch auf Flughäfen auch kein Standard mehr, man musste erstmal jemanden suchen der des Englischen mächtig war. Wir durften dann die Sicherheitskontrolle passieren und sollten dann zum Schalter gehen unsere Karten holen. Am Schalter aber wollte man davon nix wissen sondern verwiess uns an die Automaten im Obergeschoss.

Okej, also ins Obergeschoss gefahren, nur das es dort keine Automaten gab. Hm. Wir suchten dann erstmal auf der Abflugtafel unseren Flug......den gab es nicht, weder die Flugnummer noch die Abflugzeit. Na das war ja spannend. Der einzige Grund warum ich nicht sofort in totale Panik verfallen bin war die Tatsache das wir 5h Aufenthalt und somit Zeit hatten es zu klären.

Ich habe dann die nächstbeste Flughafenangestellte angesprochen die mir ueber den Weg lief. Sie war auch erstmal ratlos nachdem auch sie unseren Flug auf der Abflugtafel nicht finden konnte. Sie ging aber zumindest mit uns zu einem Gate wo in Kuerze ein Latam Flug abheben sollte und deshalb gab es dort zumindestens schonmal Latam Personal. Und dieses konnte uns letztendlich auch helfen. Man hatte uns schlicht und ergreifend auf einen anderen Flug umgebucht ohne uns darueber zu informieren. Ende gut alles gut, wir bekamen unsere Tickets und nun hiess es nur noch warten. Da draussen 23 Grad herrschten zog Sven schonmal kurze Hosen an, ausserdem frischten wir uns etwas auf und putzten Zähne, immerhin waren wir nun schon seit 24 h unterwegs. Die Toaletten erinnerten uns irgendwie an die nordschwedische Wildniss, es gab zwar Wasserspuelung, trotzdem musste man das benutzte Klopapier in einen Eimer werfen, nicht in die Toalette.

Irgendwie vergeht jede Warterzeit irgendwann und um 9 Ortszeit war es dann Zeit fuer unseren 4h Flug nach Santiago de Chile. Dieser Flug zog sich dann irgendwie noch einmal wie Kaugummi, wir wollten einfach nur noch ankommen. Aber zumindest hatten wir gute Sicht.





Ca. 36h nachdem wir von zu Hause losgefahren waren, kamen wir endlich in Santiago an. Dort hiess es ersteinmal Schlange stehen bei der Immigration. 10 Schalter aber nur 2 geöffnet. Und wir waren nicht der einzige Flieger der um die Zeit ankam. Aber irgendwann waren wir auch hier durch und konnten unser Gepäck holen. Wir waren ja gespannt ob dieses wirklich hier angekommen war, schliesslich hatten wir es in Stockholm das letzte Mal gesehen. Aber alles war in Ordnung, das Gepäck war da und wir gingen zum Ausgang wo der Fahrer des Hotels auf uns warten sollte. Dort standen ca. 100 Taxifahren und hielten Schilder hoch nur unser Name stand nirgendswo. Das durfte doch nicht wahr sein, wir waren zwar ca. 30min zeitiger geflogen aber durch das Anstehen bei der Passkontrolle war die Zeit nun eigentlich ran.

Nachdem wir zweimal alle Schilder durchsucht hatten, wartete ich und Sven ging nochmal woanders suchen. Dort wurde er von einem Mann angesprochen der uns seine Hilfe anbot. Naja, was hatten wir fuer eine Wahl. Der Mann rief dann im Hotel an aber die Leitung brach ständig ab. Irgendwann fragten wir ihn dann welches Taxiunternehmen er empfehlen könne und er meinte nur er könne uns fahren. Wir machten einen Preis aus und folgten ihm nach draussen. Dort winkte er irgendein Auto ran, lud unser Gepäck dort ein, sagte dem Fahrer wo wir hin wollten und welchen Preis wir ausgemacht haben. Tja, irgendwie wollten wir nur noch ankommen und stiegen ein auch wenn wir ein mulmiges Gefuehl hatten.

Der Fahrer sprach natuerlich kein englisch, dafuer fuhr er aber wie ein Bekloppter. Na wenn das mal gut gehen wuerde und vor allem, wenn wir da mal am richtigen Hotel ankommen wuerden.

Es ging gut, er fuhr uns zum richtigen Hotel, wir bezahlten die ausgemachte Summe und alles war in Ordnung. Im Nachgang stellte sich heraus das es wohl ein Ubertaxi war, welches in Chile illegal ist. Uns war das aber in dem Moment egal und wir waren nur froh endlich da zu sein.

Es gab dann auch eine Erklärung warum das Hotel kein Taxi geschickt hatte, sie waren nicht nach der Ankunftszeit gegangen sondern nach der urspruenglichen Flugnummer und die sollte erst 19 Uhr ankommen und da hätten sie dann ein Taxi geschickt.

Nun war es noch zu frueh um im Hotel einzuchecken so das wir ersteinmal zum Informationsstand von Hurtigruten gegangen sind. Dort gab es wenigstens erstmal was zu trinken und ein paar Infos zur Reise. Samt die Mitteilung das uns der erste Charterflug des nächsten Tages zugeteilt wurde, sprich Abfahrt vom Hotel 4.10 Uhr. Wir nahmen das etwas geschockt zur Kenntnis wollten wir doch eigentlich erstmal ausschlafen.

Wir setzten uns dann zunächst draussen auf die Terasse, 28 Grad im Schatten waren schon grenzwertig, und schnauften mal richtig durch. Nun wurde es einem erst richtig bewusst wo wir eigentlich waren, nämlich am anderen Ende der Welt. Und das in nur 1,5 Tagen.

Wir beschlossen dann, erstmal noch etwas zu essen, Abendbrot sozusagen, auch wenn es erst 14.30 war. Ich war nicht wirklich hungrig, ass nur Crepes, Sven entschied sich fuer das Sirloinsteak. Dann konnten wir endlich einchecken und unser Zimmer in Beschlag nehmen. Wir gingen erstmal duschen, schauten noch etwas fern und gegen 17 Uhr schliefen wir ein. Wir waren erst etwas skeptisch ob der Tatsache das es nur eine Decke fuer das riessige Bett gab, aber es sollte einwandfrei funktionieren.

Wir schliefen wie die Murmeltiere, wachten aber halb drei auf. Kein Wunder, war dies doch 6.30 schwedische Zeit, also normale Aufstehzeit fuer uns. Und der Wecker hätte eh um 3 geklingelt. Wir packten unsere Habseligkeiten ins Handgepäck, der Koffer wurde schon am Vorabend zum Flughafen gebracht. Fuer 3.40 Uhr war ein leichtes Fruehstueck angekuendigt und 4.10 Uhr sollte wie gesagt der Bus zum Flughafen abfahren.

Das Fruehstueck bestand aus einem Beutel mit Sandwiches, Banane, Joghurt und einem Getränkepäckchen. Wir hatten noch nicht wirklich Hunger, assen nur eine Kleinigkeit und hoben den Rest fuer später auf.

Der Bus war puenktlich und wir machten uns auf den Weg zum Flughafen. Die Fahrt war ungefähr so abenteuerlich wie die Taxifahrt, immer auf der Ueberholspur, man hatte wirklich Bedenken das der Bus in der Kurve umkippt. Aber wir kamen zum Glueck heil am Flughafen an. Dort war alles gut organisiert, wir bekamen unser Gepäck, hatten spezielle Check-In-Schalter wo wir selbiges aufgaben und unsere Bordkarten bekamen. Wir gingen zum Gate und dann hiess es wieder einmal auf den Flug warten.

Hier hatten wir schon das erste Gespräch mit 2/6 unserer zukuenftigen kleinen Reisegruppe, mit der wir uns die ganze Reise ueber gut verstanden haben und viel Spass hatten. Dazu aber später.

Als das Boarding dann losgehen sollte war erstmal Chaos. Man hatte das Flugzeug gewechselt und musste nun manuell alle Sitzplätze neu vergeben. So ist es nicht verwunderlich, das wir erst mit 40 Minuten Verspätung abhoben.

Während ich am Fenster die tolle Aussicht auf die Anden genoss und sogar einen qualmenden Vulkan sah,




vertiefte Sven schonmal die Bekanntschaft mit den beiden eben kennengelernten, die uns auch im Flieger zufällig gegenueber sassen.

Nach reichlich 3h Flug kamen wir in Punta Arenas an. Wir holten unser Gepäck nur um selbiges schon kurz darauf in einen LKW zu verladen der es direkt zum Schiff brachte. Und wir stiegen in die bereitstehenden Busse ein und hier sassen wir schon als Vierergruppe zusammen.

Nun ging es erstmal auf Stadtrundfahrt. Der erste Stopp war in einem Naturkundemuseum


wo wir eine halbe Stunde Zeit hatten uns alles anzuschauen. Sven und ich sind ja eh nicht so die Museumsgänger so das war absolut okej mit der Zeit. Danach ging es weiter und der nächste Halt war an einem Friedhof. Dort schauten wir uns zwei Grabstätten von Bekannten Persönlichkeiten aus der Gegend an sowie das Grab des letzten Ureinwohners welcher bei einem Barstreit erschossen wurde.





Weiter ging die Fahrt zu einem Park mit einer Statue. Und die Legende besagt wer den goldenen Zeh der Figur beruehrt kehrt nach Punta Arenas zurueck. Das mussten wir natuerlich machen, schliesslich wollten wir nicht in der Antarktis bleiben.


Auch hier bekamen wir etwas Zeit zu unserer Verfuegung. Wir gingen gleich erstmal Postkarten kaufen und dann setzten wir uns auf eine Parkbank und genossen das Gruen. Temperaturmässig bewegten wir uns um 10 Grad, perfekt.


Uebrigens hat man in Chile ganz abenteuerliche Kabelverlegungen:


Der letzte Stop war dann ein Aussichtspunkt auf einem Berg wo man einen eine tolle Aussicht ueber die Stadt hatte und schonmal einen ersten Blick auf das im Hafen wartende Schiff werfen konnte.


Und dann ging es zum Schiff, unterwegs noch schnell bei einem Wrack angehalten zum Fotografieren.


Vor dem Schiff mussten wir dann erstmal noch durch eine Röntgenstation gehen. Also alle raus aus dem Bus, rein ins Zollgebäude und danach mussten wir doch tatsächlich wieder in den Bus steigen um die 300 Meter bis zum Schiff zu fahren. Wir wollten gerne laufen, aber das war ein Ding der Unmöglichkeit. Mittlerweile war unsere Vierergruppe schon so vertraut miteinander das wir von Mitreisenden fuer eine Familie gehalten wurden. Von da ab nannten wir die Beiden unsere Bonuseltern.

Auf dem Schiff wurden unsere Habseligkeiten dann nochmals geröngt und dann konnten wir einchecken. Zu unserer Verwunderung hatte man unsere Kabinennummer geändert, statt 803 sollten wir 821 bekommen. Wir diskutierten erst etwas rum, als mir aber aufging das 821 eine Suite war beschlossen wir, einfach die Klappe zu halten und uns unserem Schicksal zu fuegen.

Wir bezogen unsere Kabine. WOW!!!


Wir waren fast sprachlos, konnten unser Glueck kaum fassen. Gross, hell, mit riessigem Fenster, grosses Bett, Badewanne uvm. Und wie wir in den folgenden Tagen feststellen sollten hat so eine Suite noch viele andere Vorteile dazu aber später mehr. Und wie sich herausstellen sollten, wohnten unsere Bonuseltern nur zwei Kabinen weiter, auch sie hatten ein Upgrade auf eine Suite bekommen. Na wenn das kein Zufall ist.

Ein kleines Problem gab es aber noch zu lösen, ich hatte ja an unser Gepäck die Kabinennummer 803 geschrieben. Also ab zum Infotresen und Situation geschildert. Kein Problem, ne halbe Stunde später stand das Gepäck in unserer Kabine.

Wir gingen dann erstmal in den Check-In Bereich fuer die Suiten, wo man uns erst nicht reinlassen wollte, man traute uns wohl keine Suite zu. Wir uns ja auch nicht aber was solls. Als man merkte das wir eine Suite hatten, waren wir aber plötzlich willkommen und bekamen Champagne und konnten uns bei Kuchen und frischem Obst bedienen. Als wir dort sassen kam dann ein Mann zu uns und stellte sich vor, er sollte später zusammen mit seiner Frau das 5. und 6. Mitglied unserer kleinen aber feinen Reisegruppe sein.Danach schauten wir uns ersteinmal das Schiff an, inspizierten alle Facilitäten



und schauten noch ein bisschen den Hafenarbeitern zu.


Ausserdem mussten/durften wir noch unsere feuerroten Expeditionsjacken anprobierne und abholen.

Zum Abendbrot gab es dann Buffet, wo jeder selber entscheiden konnte wann und was er essen wollte (ab dem nächsten Tag gab es dann feste Essenszeiten und feste Sitzplätze). Das Angebot war reichlich und so wurde der Magen gut gefuellt. Da unsere Bonuseltern gerne zukuenftig mit uns an einem Tisch sitzen wollten, gingen wir gleich noch zum Oberkellner und beantragten eine Umplatzierung. Man wollte schauen was möglich sei und uns am nächsten Tag informieren.

20 Uhr hiess es dann Leinen los und unsere Kreuzfahrt in die Antarktis begann.


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Freitag, 08. Dezember 2017

Wieder da
Von filainu, 18:33

So, nun sind wir seit Donnerstag frueh um 0.30 Uhr wieder zurueck von unserer Reise in die Antarktis. Es war wirklich toll, einmalig. Nun muessen wir erstmal unsere Gedanken und Eindruecke ordnen, die rund 2000 Fotos sichten und sortieren, in der Firma wieder auf den neuesten Stand kommen usw. Mit anderen Worten, es dauert mal noch etwas bis zum Bericht. Aber glaubt mir, das warten wird belohnt werden. Hier schonmal ein Bild von dem was euch so erwartet in meinem Bericht:

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Freitag, 10. November 2017

Nicht mehr lange
Von filainu, 18:52

Nun ist es nicht mehr lange hin bis zur Abfahrt. In den letzten Tagen habe ich nochmal richtig Gas gegeben in Sachen Renovierung und habe wirklich einiges geschafft. Unser Schlafzimmer ist nun wirklich komplett fertig, im Lager haben wir noch zwei Tueren zugesetzt und gespachtelt und gestrichen so das wir da jetzt auch wieder Platz fuer das nächste Regal haben. Ich habe den Durchgang zum Buero fertig gestrichen und den Fussboden verlegt. Leider hat 1!!!!! planke am Ende gefehlt so das ich nicht ganz fertig bin. Habe dann gleich noch ein Paket bestellt, auch wenn sich in mir alle sgesträubt hat, ein Paket mit 2 qm bestellen nur weil man 1 Planke braucht aber was soll man denn machen, wenn man sie eben braucht. Ich habe nur so meine Zweifel das das Paket vor dem Urlaub noch kommt. Ist zwar schon verschickt aber Paketlaufzeiten sind hier deutlich länger als anderswo, vor allem mit Schenker. Naja, ich werde sehen.

Gestern erst nochmal nen Riessen schockerlebnis. Ich hatte mir unsere Reiseunterlagen nochmal vorgenommen, wollte nochmal nachschauen das alles passt und was sehe ich da? Urspruenglich sollte der Flug ab Stockholm 16.40 Uhr gehen, danach hatte ich auch unseren Flug nach Stockholm gebucht und nun entdeckte ich das auf den elektronischen Tickets eine Abflugszeit von 13.45 ab Stockholm stand. Das wuerden wir natuerlich nicht schaffen. Hm, nach unserer Flugnummer gegoogled, dort steht aber auch Abflugszeit 16.40. Ja was denn nun. Also auf die Seite der Airline wo wir gebucht haben und meinen Flug aufgerufen. Wollte ich zumindestens. Und was steht da? Ihr flug wurde storniert, wir bieten ihnen kostenlose Umbuchung an. Mir wurde heiss und kalt gleichzeitig ich habe am ganzen Körper gezittert. Das durfte doch alles nicht wahr sein. Dann bei der Lufthansa auf die Seite, denn diese fuehrt den Flug von Stockholm nach Frankfurt durch. Dort die Buchungsnummer die man mir fuer diesen Flug gegeben hatte eingegeben: kein Ergebnis mit dieser Suche. Ich war kurz vorm Durchdrehen. Klar kam es mir komisch vor das wir vom Stornieren des Fluges nicht informiert wurden aber irgendwie kam alles zusammen und wir mussten klären wann den nun der Flug von Stockholm geht. Gluecklicherweise ist Sven in solchen Situationen der ruhigere von uns beiden und hat das Ganze ersteinmal analysiert. Und was soll ich sagen, alles hat sich geklärt, es war eine Verkettung ungluecklicher Umstände. Ich hatte nachträglich Sitzplätze reserviert, im Zuge dessen wurde die Buchungsnummer geändert und offensichtlich die falsche Abflugszeit eingetragen. Die mir mitgeteilte Flugnummer der Lufthansa enthielt schlicht und ergreifend einen Schreibfehler und deshalb wurde die Buchung nicht gefunden. Und der Flug geht 16.40 Uhr, wir brauchen also nichts umbuchen. Mal wieder viel Aufregung um nichts aber naja

Heute waren wir nochmal in Luleå, unsere neuen ID-Karten waren abholbereit. Dann waren wir noch im Sportladen und haben weiter an unserer Reiseausruestung gefeilt, nun haben wir auch wasserdichte Hosen und Sven hat sich noch eine Skihose gekauft. Ich glaube so langsam haben wir alles beisammen. Ich hatte ja letzte Woche meinen Koffer schonmal probegepackt um zu wissen ob ich noch einen zweiten brauch. Ich habe alles reinbekommen. Das einzige Problem, und das fiel mir erst heute auf, ich habe das Gewicht nicht kontrolliert. Alles reinbekommen ist ja nur die eine Seite der Medaille, unter 23kg bleiben die andere. Aber wird schon werden.

Gestern hatten wir mal wieder einen Wärmeschub draussen, immerhin brachten wir es auf ganze 5 Plusgrade. Das habe ich dann gleich genutzt um das Trampolin abzubauen. Und weil ich dann einmal in Fahrt war haben wir gleich noch den Rest winterfertig verstaut, gerade rechtzeitig bevor es wieder anfing zu regnen. Und heute waren dann auch wieder Minusgrade.

Morgen hat Thorben mal wieder ein Hockeyturnier in Piteå, mal sehen wie das so läuft. War heute mal mit den Kindern in der Eishalle Schlittschuh laufen. Meine Guete wie sie sich entwickelt haben. Vor nem Jahr bin ich ihnen noch davon gelaufen, und jetzt stecken sie mich locker in die Tasche. So schnell geht das.

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Kinder-Herbstferien-Abenteuer-Spass-Kurzurlaub
Von filainu, 18:18

Die Kinder hatten mal wieder Ferien, kommt einem vor als wären die Sommerferien gerade erst vorbei, diesmal waren es Herbstferien. Oder Leseferien wie man hier sagt. Und da wollten wir den Kindern eine Freude machen und hatten einen Kurzurlaub, vollgespeckt mit Abenteuer und Spass gebucht. Nachdem die Jungs Mittwoch abend  noch in Öjebyn auf Disco waren, sind wir Donnerstag Vormittag losgefahren, Richtung Finnland. Natuerlich kann man wenn man schonmal dahin unterwegs ist nicht einfach so da hinfahren, nein, man muss natuerlich auch noch den wichtigen Gegebenheiten unterwegs einen Besuch abstatten. Und so begann der laaange Tag nach einer Fahrt im Schneematsch ersteinmal mit einem kurzen Stopp im Fjällrävenoutlet in Haparanda. Das es dort keine Outletpreise gab wussten wir ja schon aber zumindest die Auswahl ist doch etwas grösser als anderswo und wir brauchten ja noch das ein oder andere fuer unseren baldigen Urlaub. Mit zwei Paar Handschuhen und einer Muetze mehr im Gepäck ging es weiter zu Ikea. Ich brauchte noch einen Regalboden und wir haben dann auch gleich dort im Restaurant zu Mittag gegessen.

Danach ging es nach Finnland um gleich den nächsten Stop einzulegen, wollten noch etwas Verpflegung fuer den Urlaub kaufen und Leif Eriks Hockeyausruestung vervollständigen. Die Auswahl an Hockeyzeug war ganz schön geschrumpft aber zumindest einen Schläger kauften wir. Und weiter ging es zu unserem Etappenziel, das Santas Resort und Spahotel in Kalajoki. Der Weg dorthin zog sich eine halbe Ewigkeit, schneite es doch hin und wieder, die Strassen waren rutschig und vom Winterdienst weit und breit keine Spur.



Halb 7 kamen wir dann endlich am Ziel an. Das Hotel lag so ziemlich am Meer, nur durch einen breiten Sandstreifen von selbigem getrennt.





Gebucht hatten wir ein Familienzimmer. Als wir dann unser Zimmer betraten staunten wir nicht schlecht, wir hatten ein nagelneues 52 qm grosses Apartment bekommen statt einem normalen Zimmer. Viel Zeit zum staunen hatten wir aber nicht, ich hatte ja extra ein Hotel mit Schwimmbad gebucht und um dieses noch benuzten zu können mussten wir uns beeilen denn es hatte nur bis 20 Uhr auf. Also schnell die Badesachen rausgekramt und ab ins Bad.

Den restlichen Abend gingen wir dann ruhig in unserer Unterkunft an. Ich muss sagen, dieses Hotel war wirklich nicht schlecht, auch die ganze Anlage. Nebenan gab es noch ein Aussenbad mit jeder Menge Rutschen (natuerlich nur fuer den Sommer) und auch der Innenhof scheint im Sommer toll zu sein. Hier kommen wir bestimmt nochmal wieder her. Und die Apartments die man hier mieten kann, kann man auch kaufen. Ich muss sagen, ganz kurz haben wir da wirklich drueber nachgedacht. Aber nun haben wir ja quasi gerade erst ein Haus gekauft, nun warten wir ersteinmal mit neuen Investitionen. Ich will damit nur sagen es hat uns dort wirklich gefallen.

Am nächsten Tag war das Wetter deutlich besser und wir wollten nach einem gemuetlichen Fruehstueck zunächst nach Vasa ins Tropiclandia fahren, baden und dann am Abend unsere Unterkunft in Vasa beziehen. Nur leider ist mir da ein kleiner Planungsfehler unterlaufen, wir hatten keine eigenen Handtuecher mit da diese in jeder Unterkunft zur Verfuegung standen. Okej, Planänderung. Wir fuhren statt dessen erstmal nach Seinäjoki in den Dudesons Activitypark. Ein Indoorspielplatz wo man vor allem Trampolin springen kann und unterschiedliche Sportarten probieren kann, viel auf Bewegung ausgelegt das Ganze. Es gab unter anderem einen riessigen Flipper, Hindernissbahnen, man konnte Baseboll testen, Crossfrisbee, Eishockey, Fusball und vieles mehr.









Nachdem wir dort ein paar Stunden zugebracht haben sind wir nach Vasa gefahren um unsere Unterkunft zu beziehen. Leider haben wir sie selber nicht gefunden, bloss gut das der Vermieter, ein Österreicher, in der Nähe war und vorbei kam um uns den Weg zu zeigen. Wir hatten eine Wohnung mit Sauna gemietet, diese wurde natuerlich dann auch gleich in Betrieb genommen, genau richtig nach actiongeladenen Tag.

Am Samstag stand dann das Tropiclandia auf dem Programm. Nun hatten wir zwar Handtuecher aber ich hatte noch einen kleinen Planungsfehler eingebaut, ich hatte keinen Rucksack oder ähnliches fuer die Badeklamotten mit, wir hatten nur unsere Reisetrolleys. Also ging es vor dem Baden erstmal in den Supermart immernoch auf der Suche nach mehr Hockeyausruestungsteilen und hier kauften wir letztendlich noch Schienbeinschoner oder Beinschuetzer, wie man das nun nennt.Und eine Art Tasche wo wir das Badezeug reinpacken konnten.

Dann ging es also zum Tropiclandia, ein Spassbad mit herrlichem Meerblick. Es könnte zwar mal eine ordentliche Renovierung und Aufbesserung gebrauchen aber gut, konnten wir jetzt und hier nicht wirklich ändern. Und es tat dem Spass keinen Abbruch. Nachdem wir auch hier einige Stunden zugebracht hatten mit baden und saunieren sind wir zurueck zur Unterkunft gefahren.

Fuer den nächsten Tag hatte ich den Wecker auf 6.00 Uhr gestellt da die Fähre schon um 8 ablegen sollte und man muss spätestens 1 h vorher am Hafen sein. Daher wollten wir 6.30 Uhr los. 6.24 Uhr schreckte ich aus dem Schlaf, der Wecker hatte nicht geklingelt. Alle sind nur aus den Betten und in die Klamotten gesprungen, zum Glueck hatte ich am Abend vorher schon alles soweit gepackt und zurechtgelegt. 20 Minuten später sassen wir alle im Auto auf dem Weg zur Fähre. Puh, das wäre beinahe schief gegangen aber eben nur beinahe.

Fuer die Fährueberfahrt hatten wir dieses Mal keine Kabine gebucht worueber wir uns nun ärgerten da wir die Nacht nicht wirklich gut geschlafen haben. Also haben wir vor Ort doch noch eine Kabine gebucht, natuerlich gab es nur noch die teuren aber was solls.

Wieder in Schweden angekommen haben wir uns auf den Heimweg gemacht. Unterwegs sind wir noch in Skellefteå in den Lidl gefahren, waren aber wirklich enttäuscht, die haben sehr nachgelassen im Vergleich zum letzten Jahr. So haben wir gar nicht viel gekauft.

Zu Hause angekommen haben wir dann kurz verschnauft und schon ging es wieder los, ich hatte bei Facebook ein Sofa und zwei Sessel fuer unseren Hobbyraum gekauft die wir noch holen mussten. Natuerlich fing es auch noch an zu regnen als wir gerade los wollten aber nuetzte ja nix. Wir mussten sogar zweimal fahren weil wir nicht alles wegbekommen hatten. Erstaunlich gut hingegen bekamen wir die Möbel ins Haus und ins Zimmer, ich hatte da eigentlich meine Bedenken bezueglich der Abmasse aber diese waren unbegruendet.

Kaum stand das Sofa und die Sessel an ihrem Platz hiess es auch schon Thorben wieder ins seine Hockausruetsung stecken, er hatte ein ausserplanmässiges Training.

Im Grossen und Ganzen ein gelungendes Wochenende, Leif Erik hat nun endlich seine Hobby Eishockeyausruestung komplett, wir hatten ein paar schöne Tage zusammen und endlich ne Sitzgelegenheit im Hobbyraum.

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Sonntag, 29. Oktober 2017

Sturheit kann einen vor Schaden bewahren
Von filainu, 07:44

Neulich hatte ich mit Leif Erik eine Meinungsverschiedenheit um ein Brot. Ja, um ein Brot. Ich war der Meinung das wir diese Sorte so häufig haben und das sie in Dreiecke eingeteilt ist, Leif Erik behauptete das diese Sorte noch nie in Dreiecke eingeteilt war. Das Ganze ging dann zwei Tage hin und her keiner wollte nachgeben. Zum Schluss wollte ich in der Tiefkuehltruhe nachschauen ob ich nicht doch noch irgendwo eine ältere Packung habe um nachzuschauen. Und was entdecke ich da? Sämtliches Tiefkuehlgut war angetaut, der Stecker der Tierfkuehltruhe hatte sich aus der provisorischen Leitung gelöst und die Kuehltruhe funktionierte nicht mehr. Wie lange schon wissen wir nicht aber es war noch nicht zu spät. Hätten aber Leif Erik und ich den Disput nicht gehabt hätten wir es wohl nicht entdeckt und der ganze Inhalt, darunter ein ganzer Truhthahn fuer Weihnachten, Kiloweise Johannisbeeren, Blaubeeren, Himbeeren, unsere letzter Grosseinkauf aus Finnland, ja alles wäre ein Fall fuer die Muelltonne gewesen. Und wer hatte Recht? Natuerlich Leif Erik.

Puenktlich zu Thorbens Geburtstag am Dienstag frueh fielen die ersten Flocken und fuer uns war es endlich soweit, wir hatten den Arzttermin fuer das Ausfuellen unseres Gesundheitsattestes. Also auf nach Luleå. Mir war richtig schlecht vor Aufregung, unsere Reise rueckt immer näher, es musste einfach klappen.

Ich war zuerst dran. Ich erzählte dem Arzt worum es ging und er schaute mich erstmal zweifelsvoll an. Aber zumindest nahm er mal das Formular und las es sich durch. Er wunderte sich danne rstmal das man gar keine Tests machen musste, fragte mich dann noch ein paar Einzelheiten zur Reise und als er dann sah das es eine Hurtigrutenreise ist schien er zufrieden und setzte die zwei Kreuze die es nur bedurfte samt Stempel und Unterschrift. Er meinte noch, sowas wäre ihm noch nie untergekommen (und das obwohl er optisch zumindest nicht mehr lange bis zur Rente hatte).Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie erleichtert ich war, ich hätte am liebsten die ganze Welt umarmt. Nach mir war Sven dran, da war es nur noch Formsache und wir hatten endlich beide die letzte Huerde vor unserer Reise genommen. Nun heisst es nur noch warten bis der Flug von Skellefteå geht.

Aber natuerlich sitzen wir die Zeit nicht nur ab. Am Freitag war Kindergeburtstagsfeier. Bis Donnerstag habe ich noch renoviert was das Zeug hält damit wir mal im Flur noch ne Ecke fertig bekommen, die Ikealieferung kam auch am Mittwoch so das ich den Schrank sogar noch aufbauen konnte. Kuchen habe ich auch am Donnerstag gebacken.

Freitag enterten dann also 16 Kinder unser Haus. Was wir uns dabei eigentlich gedacht haben wissen wir auch nicht mehr so genau, wir haben ja nichteinmal 16 Stuehle. Aber so musste eben die Couch mit herhalten und irgendwie fand jeder Hintern einen Platz. Natuerlich wurde erstmal unser Haus inspiziert, ehe man sich versah wurden alle Zimmer untersucht. Ich glaube, man war recht beeindruckt.

Gluecklicherweise hatten wir gerade mal einen Tag ohne Schneeregen erwischt und so konnten die Kinder nach dem Kaffeetrinken erstmal raus gehen. Dort haben sie sich danne rstmal ausgetobt. Als sie wieder rein kamen haben sie einen Film gestartet und während dieser lief sind sie dann so nach und nach nach Hause gegangen. Als der Film zu Ende war mussten wir nur noch ein Kind rauswerfen, er wollte irgendwie einfach nicht gehen.

Eine Stunde später stand dann fuer Thorben noch die nächste Geburtstagsfeier an wo ich ihn dann aber um 8 wieder abgeholt habe da er am nächsten Tag ein Ringerturnier hatte und wir wieder zeitig raus mussten.

Samstag also war Thorbens Turnier. Sven fuhr noch vor uns los, er hatte einige Besorgungen zu machen, musste unter anderem mal zu unseren Gästen in die Stuga um den Abluftventilator im Bad zu tauschen der kaputt gegangen war. Und ich fuhr dann mit Thorben nach Boden, halb 10 war Treff. Leif Erik blieb zu Hause, er wollte gerne zum Fussballtraining gehen.

Ich war erstmal etwas schockiert ob der Grösse des Turnieres, da waren ja Mannschaften aus Norwegen, Finnland und Schweden am Start, 164 Teilnehmer sind angetreten. Um 10 war erstmal Gesundheitskontrolle, man schaut da ob die Ringer nicht irgendwelche ansteckenden Hautkrankheiten haben und ob z.B. die Nägel geschnitten sind. Eigentlich banale Dinge aber wiederum sehr wichtig. Dann ging es ans Wiegen und danach konnte man erstmal was essen gehen, der eigentliche Wettkampf ging nämlich erst um 12 los.

Ich bin dann mit Thorben erstmal zum Skifix, seine bestellten Abfahrtski holen, er will dieses Jahr nämlich auch mal in die Skischule und Abfahrt probieren. Danach sind wir noch in einen Halloween Ausverkauf gefahren und haben noch schnell zwei Kostueme fuer nächste Woche gekauft und dann sind wir zu Subway was essen. Halb 12 sollten wir uns wieder in der Halle einfinden. Es vergingen dann noch ueber drei Stunden bis Thorben seinen ersten Kampf hatte. Und noch ein paar Stunden mehr bis das Ganze zu Ende war. Halb 7 abends waren wir dann nach 11 Stunden unterwegs endlich wieder zu Hause aber immerhin mit einer Bronzemedallie im Gepäck.

Aber Thorben kann sich nicht wirklich ausruhen, heute geht es gleich mit Hockeyschule weiter. Der Arme, 5 Tage diese Woche hatte er damit irgendein Training oder Wettkampf und das geht nächste Woche gleich so weiter, zumindest Montag und Dienstag. Dann darf er sich erstmal ausruhen, Mittwoch wollen sie auf eine Disco nach Öjebyn und Donnerstag fahren wir mal fuer ein verlängertes Wochenende weg.

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Sonntag, 15. Oktober 2017

Schritt fuer Schritt voran
Von filainu, 08:11

Wir bewegen uns noch immer vorwärts was das Renovieren und Umbauen betrifft. Langsam aber immerhin noch vorwärts. Im zweiten Anlauf hatte dann die Installation des Internets funktioniert und nun haben wir also datenmässig unbegrenztes Internet. Das Problem war nämlich immer das das drahtlose Internet beim Verbrauch immer auf eine bestimmte Datenmenge beschränkt war und solche Sachen wie Youtube da einfach nicht möglich waren zu benutzen. Aber nun ist es also endlich auch fuer uns möglich und da rede ich nicht von irgendwelchen bekloppten Videos aber ich z.B. schaue mir gerne Videos ueber Wanderungen in den Fjälls an.

Die letzten Tage habe dann auch ich mal wieder etwas Motivation hervorgekramt und mal wieder tapeziert und gemalert. Nun ist die letzte Fototapete die ich ja schon vor fast einem Jahr bestellt hatte, endlich an der Wand und der letzte Tapetenkleister aus Deutschland ist auch verbraucht. Nun ist der Flur zwischen Wohnung und Firma so gut wie fertig und der Durchgang zum Bad. Fehlt nur noch der Fussboden aber da ich den gestern erst bestellt habe wird es wohl noch ein paar Wochen dauern bis ich da weitermachen kann, das letzte mal war die Lieferzeit 8 Wochen. Wieder ein Stueck fertig.



Dann hat Sven nun mit der Werkstatt angefangen und erstmal die Wände rausgerissen die weg sollten. Da war dann der Container voll und wir haben ihn abholen lassen, nicht mehr tauschen wie sonst sondern endgueltig weg. Wieder was abgeschlossen. Bis die Werkstatt fertig ist wird es wohl noch den ganzen Winter dauern aber ein Anfang ist auf jeden Fall gemacht.

Aktuell warten wir noch auf die neue Schlafstubenlampe, hatten ja schon eine aber die passt irgendwie nicht richtig da hin, optisch also haben wir eine neue gekauft. Und da man ja hier theoretisch immer alles am Lager hat dann aber nicht findet wenn ein Kunde es kauft, muss dann jedesmal bestellt werden und wir duerfen uns im Warten ueben.

Dann gibt es noch eine Sache die mir momentan den letzten Nerv raubt aber wo hoffentlich auch eine Lösung im Anmarsch ist. Fuer unsere bevorstehende Reise brauchen wir ein ärztliches Attest. Zwei Fragen zum ankreuzen, wie unsere körperliche Verfassung ist und wie unsere körperlichen Möglichkeiten sind an der Reise teilzunehmen. Noch Stempel und Unterschrift, keine grosse Sache also. Denkste. Das Ganze darf ja nicht älter als 8 Wochen sein. Nachdem ich mich schon im Sommer zumindest bei unserem Ärztehaus (vårdcentral) schonmal erkundigt hatte wie man das macht wurde mir gesagt sie könnten es nicht aber es gebe einen Doktor in Öjebyn der macht sowas. Kaum waren die letzten 8 Wochen vor der Reise angebrochen habe ich also dort angerufen und wollte einen Termin vereinbaren. Man wollte da ersteinmal das Formular sehen, also hingemailt und zur Antwort bekommen man könnte das nicht ausfuellen, wir sollten uns an unsere Vårdcentral wenden. Ähm, ok. Dort hatten wir neulich unseren letzten Impftermin und ich beschloss das Ganze vor Ort nochmal anzugehen. Das Formular also mitgenommen, der Krankenschwester alles erklärt, sie zu ihrem Chef und der meinte, nein sowas fuelle man nicht aus. Man muss dazu sagen das Formular ist auf englisch und noch dazu eben kein Standartformular. Japp nun war guter Rat teuer, wir bekamen noch eine andere Telefonnummer wo wir uns noch hinwenden könnten aber da war natuerlich erst am nächsten Montag wieder jemand erreichbar. Also habe ich dem Arzt in Öjebyn nochmal geschrieben und das ganze etwas anders formuliert, bekam dann eine nicht mehr ganz so abweisende Antwort, es wäre schwierig der Arzt kenne uns ja nicht wir sollten uns lieber an die Vårdcentral wenden (dort kennt man uns ja aber auch nicht, wir sind ja nunmal leider nicht krank). Habe dann auch noch Hurtigruten angeschrieben was wir nun machen sollten und ob es das Formular nicht in schwedisch gibt, die Antwort war nur genau das was wir schon wussten, ohne Formular nicht an Bord und das Formular gibts nur auf englisch. Habe Hurtigruten dann via Facebook noch auf Schwedisch und deutsch kontaktiert aber bis heute keine Antwort. Zumindest ist es mir aber gelungen bei der Vårdcentral in Luleå zumindest schonmal einen Arzttermin zu bekommen, ist ja schon ein Fortschritt. Man kann uns zwar nicht versprechen das er es ausfuellen kann aber immerhin, wir treffen zumindest einen Arzt, bisher sind wir immer schon an der Krankenschwester abgeprallt. Und nun können wir nur hoffen das er uns die zwei Kreuze setzt und unterschreibt. Am 24. Oktober wissen wir mehr.

Ich musste mir nun auch ein neues Handy kaufen. Nicht das ich das wollte aber wenn das Alte einfach nicht mehr laden will kann man nicht soviel machen. War mal wieder so eine ausserplanmässige Ausgabe auf die man gerne verzichtet aber was will man machen.

Heute wollen wir mal wieder ins Kino, Leif Erik hat ja Geburtstag und bei dem Wetter sind nur Innenaktivitäten sinnvoll. Wir haben nun täglich 3-4 Grad und nahezu jeden Tag Regen, einfach nur zum davonlaufen, wenn es wenigstens schneien wuerde.

Thorben ist nun voll drin im Eishockeytraining und seitdem wir nun auch hier in Rosvik Eis in der Eishalle haben gehen die Jungs gerne auch mal Nachmittags zum Schlittschuhlaufen bzw. Hockeyspielen. Es dauert halt immer nur ne halbe Ewigkeit bis man Thorben in seine Ausruestung gesteckt hat, aber er besteht drauf diese auch beim freien Schlittschuhlaufen anzuhaben, da ist er nämlich so gut gepolstert das das Hinfallen nix ausmacht.

Waren nun auch schon hin und wieder in Luleå zum Eishockey kucken. Zuletzt am Donnerstag wo das 40jährige bestehen der Mannschaft gefeiert wurde. Sie ist also genauso alt wie ich. Nur mit dem gewinnen will es dieses Jahr einfach nicht klappen entweder sie spielen unentschieden oder verlieren. Aber es gab Souveniers zum Schnäppchenpreis, da haben wir uns mit neuen Schals eingedeckt, die Jungs haben jeder einen Pullover bekommen und ein Gratis T-shirt gab es auch fuer jeden.

Nun wird es auch Zeit, die Winterräder aufzuziehen, spätestens wenn wir in 2,5 Wochen nach Finnland fahren werden wir sie brauchen.

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