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††††Unser Leben im wunderbaren Norden

Dienstag, 17. Januar 2017

Freitag der 13. und die Elche sind da
Von filainu, 15:06

Vorgestern waren Sven und ich wieder auf unserer ueblichen Elchrunde unterwegs, diesmal haben wir 5 Stueck gesehen, einen der sich in die Sonne gelegt hatte





und die 2 Weibchen mit ihren Kindern die wir letztes Mal schon gesehen haben. Eine von ihnen sah man wirklich nur sehr versteckt hinter den Bäumen und auch die anderen 3 waren nicht wirklich in Fotoposition, obwohl sie nicht weit von der Strasse weg waren. Glaubt ihr nicht? Schaut selbst:




Mittlerweile sind die Elche auch wieder bei uns angekommen, nun sieht man sie wieder jeden Tag vom Fenster aus, derzeit sind es 3, darunter ein Kalb.





Ja, gestern war dann der grosse Tag der Hausuebergabe. Wir wollten es ja extra nicht Freitag den 13. machen und hatten es auf den 16. gelegt aber dieser sollte unser ganz persönlicher Freitag der 13. werden.

Ging schon los da waren wir noch nichtmal unterwegs. Ich war in der Stuga weil ich meine Säge gesucht habe die ich mitnehmen wollte. Dachte, wenn ich schonmal da bin kann ich gleich nochmal alle Leitungen spuelen. Nix wars, kein Tropfen. Wasser mal wieder eingefroren. Naja, Glueck im Unglueck, die nächsten Gäste kommen erst in 2 Wochen und die Kommune weiss ja inzwischen das sie es richten muessen.

Weiter gehts. Wollten ja die Betten abholen, hatten die Schneefräse noch auf den Hänger geladen, wollten bissl Platz schaffen beim neuen Haus fuer den Container der am Mittwoch kommt usw.

Hänger ans Auto und los......denkste, 2 Räder des Hängers drehten sich nicht. Logisch, mein Fehler was musste ich auch die Handbremse des Hängers anziehen. Sven versuchte dann durch Bremsen und fahren die Räder loszubekommen, bei einem klappte es, das andere weigerte sich stur.

Also Hänger wieder abgehängt, die Betten mussten warten und der Schnee durfte liegenbleiben. Auf dem Weg nach Boden dann gleich noch bei der Kommun angerufen das sie das Wasser wieder auftauen muessen, sie wollten am nächsten Tag, also heute, kommen.

Waren dann ersteinmal noch bei unserem Thairestaurant des Vertrauens bevor wir nach Rosvik zur Hausuebergabe fuhren (unterwegs noch schnell im Möbelhaus Bescheid sagen das wir die Betten erst am Freitag holen können, kein Problem). Zur Hausuebergabe erwarteten wir die Sachbearbeiterin der Bank, die Vertreterin der Kommune und natuerlich den Makler. Als wir kurz vor zwei in Rosvik ankamen war von keinem was zu sehen. Und da schlug es mich plötzlich, als wir unser Haus gekauft hatten hatten wir die Uebergabe auch beim Makler und nicht im Haus. Mist, gleich das Telefon rausgeholt und den Makler angerufen und tatsächlich, um 2 im Maklerbuero. Oh wie peinlich, man sollte emails immer bis zu Ende lesen. Nun also nix wie los nach Piteå. Unterwegs noch den Klempner und einen Kunden angerufen die wir fuer um 3 bestellt hatten, denn bis 15 Uhr wuerden wir nicht wieder zurueck sein.

Beim Makler angekommen war ausser ihm gar niemand da, dies bräuchte es nicht es wäre alles schon fertig geregelt. Ein Glueck, da musste ausser ihm zumindest niemand auf uns warten. Die Prozedur ging dann auch recht fix, wir wollten es ja auch nicht unnötig in die Länge ziehen, nach 20 Minuten waren wir wieder beim Makler raus und stolze Hausbesitzer.

Also wieder zurueck nach Rosvik, auf den Klampner warten der natuerlich zwischenzeitlich einen anderen Termin reingeschoben hatte aber er kam dann doch relativ bald. Nicht so der Kunde, er sollte spätestens um 4 kommen, tauchte aber erst nach halb 5 auf, er schob dies auf seine Frau, was auch immer sie angestellt hatte, wir vertieften dies nicht. Wir nutzen die Zeit um schonmal anzufangen rauszureissen was weg soll.

Nachdem wir dann noch ne Weile mit dem Kunden geredet hatten und zig Tips fuer gute Angelgewässer bekommen haben jeweils mit den vorhandenen Fischarten und Schneemobilanfahrtswegbeschreibungen samt das er versprochen uns allen seinen Bekannten wärmstens zu empfehlen (und das können viele sein, er war immerhin 74 Jahre alt) sind wir dann auch wieder nach Hause gefahren.

Heute rief dann wieder die Spedition mit der Obilieferung an, diesmal war es der polnische Lastwagenfahrer und berichtete, das er heute nach Rosvik kommt. Aha, es war ja morgen ausgemacht. Er telefonierte dann mit seinem Chef und rief mich nochmal zurueck. Sein Chef hätte nichts dagegen das er morgen erst liefert, aber spätestens 8 Uhr. Ok, mein Wecker wird morgen also sehr zeitig klingeln. Aber naja, jeder muss Opfer bringen und so kann ich wenigstens den Klempnern auf die Finger schauen :-) die kurz nach 7 schon kommen.

Heisst aber auch das ich das Auto heute abend noch beladen muss. Wir nehmen ja jedes Mal immer gleich was mit, wäre ja dumm, mit nem leeren Auto zu fahren. Und ich habe schon mehr als genug Kartons gepackt die verladefertig hier bzw. in unserem anderen Haus in Harads stehen. Das muessen wir sowieso so bald wie möglich ausräumen, diejenigen die es kaufen wollen wollen nun langsam mal einziehen. Verständlich.

Nachher gehts erstmal nach Boden Skifahren, man ein bisschen Zeit zum Abschalten muss einfach sein.

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Freitag, 13. Januar 2017

Endlich Winter
Von filainu, 16:41

Gestern waren wir ja nun in Luleå, wir waren gerade 2km von zu Hause weg als erstmal ein Elch vor uns ueber die Strasse lief. Sven konnte noch rechtzeitig bremsen und wir sahen noch die 3 anderen die im Wald standen und auf ihren Kumpel warteten.

Ja, der gestrige Tag war nicht ganz so erfolgreich fuer Luleå Hockey, nach einem spannenden kämpferischen Spiel hat man dann letztendlich im Strafstosschiessen verloren. Aber naja, wir hatten kurzweilige Unterhaltung.

Vor dem Spiel haben wir ja noch ein paar Besorgungen gemacht, unter anderem haben wir Betten fuer die Jungs gekauft, sie haben keine Lust mehr auf Hochbett, nun sollte ein normales her. Am Montag wenn wir zur Hausuebergabe fahren, holen wir die Betten gleich ab  und nehmen sie mit.

Endlich hat sich auch die Sache mit dem Klempner gelöst, hoffe ich zumindest. Er hat mich jedenfalls gestern angerufen und den Termin am Montag bestätigt sowie das sie am Mittwoch anfangen, alles Unnötige wegzubauen.

Das mit der Palette vom Obi hat nicht ganz so geklappt wie es sollte, sie sollte ja nächsten Freitag kommen, heute ruft die Spedition aus Dänemark an (ich habe ja mal wieder nix verstanden, dänisch ist nicht so meins, wollte schon auflegen, dachte es sei mal wieder so ne Werbefirma, als Sven meinte das sei sicher die Spedition und er verstand sie selbst mit nur danebensitzen) und wollte einen Termin fuer Dienstag machen, ich habe sie aber auf Mittwoch legen können, dann sind wir eh dort und muessen nicht auch noch Dienstag da hin fahren.

Nun schneit es seit 48 Stunden ununterbrochen und endlich kommt hier mal bisl Winterstimmung auf, habe heute nachmittag mal paar Fotos geknipst:










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Donnerstag, 12. Januar 2017

Eine gute Planung ist das halbe Leben
Von filainu, 10:47

Ja, nun werden die Termine langsam enger und wir bewegen uns auf die vermutlich stressigste Zeit dieses Jahres zu.

Vorher aber noch schnell das Ergebnis unserer letzten Elchtour, wir haben 4 Elche gesehen, zwei Muetter mit jeweils einem Kind. 1 Mutter-Kind-Paar stand fotounguenstig hinter einigen Bueschen versteckt, das andere Paar ueberquerte vor uns die Strasse, erst die Mutter:






dann das Kind:




Ja, dann war ich, wie neulich berichtet, am Montag nochmal mit den Kindern in Rosvik. Um 3 sollte die Firma kommen, 10 Minuten nach 3 rife ich dann mal an, wo sie denn bleiben. Ja, man hatte an dem Tag so viel zu tun das man es vergessen hatte, ob ich denn nicht morgen könnte. Da habe ich dem guten Mann ersteinmal erklärt das ich nicht bereit bin am nächsten Tag nochmal 120km (einfache Strecke) zu fahren. Er hat dann alle Hebel in Bewegung gesetzt und doch noch jemanden vorbeigeschickt der mir dann erstmal erklärte das es schwierig werden könnte einen Fliessenleger so kurzfristig zu finden und ausserdem bräuchte man einen Trockenbauer, der die Gesamtaufsicht uebernimmt. So einen Trockenbauer haben wir natuerlich nicht, die haben ja alle soviel zu tun. Der der unsere neuen Wände bauen soll war ja eztra schauen ob es wirklich so wenig ist wie ich versprochen hatte da er nicht viel Zeit hat.

Ausser das ich hätte heulen können hat das Treffen nicht soviel gebracht, man stellte fest das der Umbau umfassender ist als man dachte und meinte da muesset man nochmal ein Treffen anberaumen, zusammen mit einem Fliesenleger, wenn man denn einen ausfindig machen kann der Zeit hat.

Aber man hat mir auch mal noch paar Dinge gesagt z.B. das man in Schweden keine Wasserleitungen in Aussenwände legen kann da die gefrieren und das man keine freistehenden Badewannenarmaturen einbauen darf weil man in Schweden nicht mit der Wasserleitung aus dem Fussboden in die Amatur kommen darf.

Ja, diese neuen Erkenntnisse liessen dann unser Planung nochmals leicht verändern da ich nun noch ein Stueck Zwischenwand einziehen muss. Ja, ich bzw. wir. Hier haben die Handwerker so volle Auftragsbuecher das man versucht, so viel wie möglich Arbeit auf andere abzuwälzen. Das bedeutet auch das man mir dringend empfohlen hat, den Fussboden selber zu entfernen (also alles bis runter auf die Grundplatte) samt die Wände aufzumachen sprich sämtliche Gipskartonplatten von allen 4 Wänden entfernen. Ich wuerde ihnen da unheimlich helfen, das wuerde ihnen 2-3 Tage Arbeit sparen. Ok, machen wir es also selber. Nuetzt ja nix. Und hinterher wieder Spanplatten und Gipskartonplatten ranmachen......machen wir auch selber, es sei denn der Trockenbauer kann doch noch etwas Zeit opfern, wir werden sehen.

Da wollte ich endlich mal umbauen lassen und nun bleibt wieder so einiges an uns hängen.

Dann habe ich gleich noch den Schneemobilhänger fuer unseren Ausflug in die Berge reserviert, wieder so ein schwedentypischer Vorgang. Ich fahre zu der Firma hin, niemand da. Ich rufe an und man erklärt mir einfach hinfahren geht nicht man muesse vorher anrufen und er kommt dann. Aber jetzt eben grad auch nicht er sei grad am Mittagessen. Naja, Hänger also telefonisch reserviert.

Gestern war ich dann mit unserem Hänger und Auto zum Tuev. Fuer den Hänger war das der gefuehlt 100ste Versuch in durch den Tuev zu bekommen, in Wirklichkeit wohl der 3. Aber diesmal hat es endlich geklappt und wir haben erstmal wieder zwei Jahre Ruhe. Und das Auto hat auch gleich beim ersten Versuch Tuev bekommen. Irgendwas muss ja mal klappen. Bin dann noch ne Runde Ski gefahren, da kamen die lebensgeister mal wieder zum Vorschein. Seit gestern abend schneit es nun heftig, wir werden wohl heute einschneien.

Heute Abend gehts zum Eishockey, man braucht auch mal bisl Ablenkung.

Der Obi hatte am Montag auch angerufen das unsere Ware schon da ist und wollte wissen wann sie liefern sollen, sioe wuerden Dienstag Donnerstag und Freitag liefern. Nächsten Freitag wuerde uns passen da sind wir zumindest nachmittag eh in Rosvik. Die Spedition wuerde uns dann 1h vorher anrufen. Ich erklärte das das zu kurzfristig sei, ob man uns nicht am Tag vorher anrufen könnte um eine Zeit zu vereinbaren. Das Erstaunen am anderen Ende war deutlich zu hören. Wieso am Tag vorher das dauert doch nur 4-5 Stunden bis zu uns. Aha, ok. Ich wusste gar nicht das die Ware mit dem Flieger kommt....... Ich erklärte der netten Frau dann das man ca. 2 Tage bis zu uns fährt aber wir verblieben bei Freitag mit der Anlieferung. Ich bin gespannt ob und wie das so funktioniert.

Die Badewanne samt Toalette und die Armaturen sowie unsere luxeriöse Regenwalddusche sind nun auch bestellt, mal sehen ob wir die Lieferungen da etwas zeitlich einpassen können auf die Tage wo wir eh in Rosvik sind oder ob es zu extra Touren fuehren wird.

Vorgestern bekam ich dann auch eine SMS vom Makler das die Gemeinde diese Woche noch die Schlösser austauscht da sie nicht wissen, wo und wieviele Schluessel da noch im Umlauf sind. Na das war doch mal was. Wir hatten ja genau aus diesem Grunde sowieso den Austausch der Schlösser vorgehabt, aber so sparen wir uns das. Das ist ne Menge Geld was wir da fuer was anderes verwenden können, bei den vielen Tueren....

Ja wie gesagt, am Montag ist das Haus dann endlich uns, direkt im Anschluss kommt dann (hoffentlich) der neue Klempner nochmal vorbei, am Mittwoch gehts schon ans Wände und Fussbodenrausreissen und da soll der Klempner auch schon anfangen, die zu entfernenden Heizkörper, Toaletten, Waschbecken usw zu entfernen und die Anschluesse zu versiegeln. Bestätigt bekommen habe ich das noch nicht, aber wird schon klappen, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Nächsten Freitag fährt dann die ganze Familie uebers Wochenende dorthin um Abrissarbeiten durchzufuehren, unterbrochen vom Hockeybesuch am Samstag. Ja und die Handwerker fangen dann theoretisch am 26. an.




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Freitag, 06. Januar 2017

Neues Jahr, viel zu tun
Von filainu, 10:09

Ja, nun liegt ein spannendes, ereignisreiches Jahr vor uns mit viel Arbeit aber hoffentlich auch viel Freude.

Silvester haben wir zu Hause verbracht, mit Fondue und Nordlicht kucken. Um 24 Uhr haben wir dann auf dem Fluss unser Feuerwerk gestartet, wir hatten dieses Mal sogar einen Ausserirdischen zu Besuch.

 


Ansonsten habe wir die Zeit zwischen den Feiertagen und die ersten Tage des neuen Jahres genutzt um an unserem Hausprojekt weiterzuplanen und soweit ist nun eigentlich alles vorbereitet. Am 16. haben wir Hausuebergabe, am 18. kommt die neue Waschmaschine und der Bauschuttcontainer, am 26. kommt der Elektriker und die Trockenbauer, bis dahin muessen wir schon ein paar Wände und Tueren rausgerissen haben.

Die Tueren und Badmöbel sind in Deutschland bestellt und kommen im Februar, die Lagerregale fuer die Firma werden am 3.Februar geliefert.

Badewanne und so weiter haben wir auch schon ausgesucht und muessen nur noch bestellt werden, ebenso der Fussboden fuer Schlaf- und Kinderzimmer.

Nun stehen uns ersteinmal zwei termindichte Wochen bevor, ungefähr aller zwei Tage muss ich los, in die Stadt oder bis nach Rosvik, am Montag kommt eine neue Firma fuers Bad, die die wir eigentlich beauftragen wollten, hat irgendwie gedacht, sie könnten uns einen Touristenpreis machen. Daher wollen wir mal eine zweite Meinung einholen. Und unser Nachbar hat dann auch noch jemanden organisiert der uns einen Preisvorschlag machen soll, da auch er fand das Angebot war viel zu teuer. Nachdem dieser Unternehmer den Besuch nun schon zweimal aufgeschoben hat, vorgestern hatte er dann doch keine Zeit und gestern war es mit minus 36 Grad zu kalt fuer den Dieselwärmer will er nun heute kommen, mal schauen, heute ist eigentlich Feiertag.

Mittwoch muss ich dann mit Auto und Hänger zum TUEV, fuer den Hänger ist es nun glaube ich schon der 5. Anlauf, vielleicht klappt es ja diesmal, wir werden ihn schliesslich fuer den Umzug brauchen.

Donnerstag ist Eishockey wo wir Plätze reserviert haben.

Dann ist ja auch gerade Touristenhochsaison da muss ich ja zwischendurch auch immer mal Gäste in Empfang nehmen, Ferienhäuser sauber machen usw.

Naja egal nocheinmal ein letztes anstrengendes Jahr und dann lassen wir es ruhiger angehen. So ist zumindest der Plan.

Und da man ja nicht immer nur neue Projekte in Angriff nehmen soll sondern auch mal was abschliessen soll, habe ich in den letzten Wochen die Zeit genutzt um ein Projekt abzuschliessen was ich vor ca. 2 Jahren angefangen habe.

35x45cm, ueber 44000 Kreuzchen.

Hier das Ergebnis:


Ja, wettertechnisch haben wir viel zu wenig Schnee, viel zu warm ist es auch (gut wir hatten jetzt mal zwei kalte Tage von minus 30 und minus 36 Grad aber nun ist das Termometer schon wieder am steigen und wir haben nur noch minus 20 Grad. Dafuer soll aber heute Nacht etwas Schnee kommen, auch gut.

Nachher wollen wir los, mal wieder unsere Elchrunde fahren, neulich haben wir 3 Stueck gesehen, 1 Mama mit Kind und einen einzelnen.


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Samstag, 24. Dezember 2016

Nordlicht
Von filainu, 14:38

Gestern Abend, sozusagen als Einstimmung auf Weihnachten hatten wir ein super tolles Nordlicht, es tanzte wie wild am Himmel, teilweise sogar rötlich.

Leider habe ich, wie man sieht meine Kamera nach wie vor nicht im Griff, weiss zwar theoretisch die Einstellungen, wenn es dann aber schnell gehen muss und nach so langer Zeit, da weiss man sie eben doch nicht auf die Schnelle. Erst hatte ich das falsche Objektiv, dann vergessen den Bildstabilisator auszuschalten. Und viel Zeit zum rumprobieren hat man eben auch nicht, nach 20 Minuten war der Spuk nämlich schon vorbei.

Nichts desto trotz, auch wenn sie sehr unscharf sind möchte ich euch ein paar Fotos zeigen, ich denke ihr könnt ungefähr erahnen wie es hier aussah.

Ansonsten wuensche ich allen ein schönes Weihnachtsfest und einen fleissigen Weihnachtsmann.













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Donnerstag, 22. Dezember 2016

Nun fallen die Puzzlestuecke an ihren Platz
Von filainu, 13:38

Gestern hatten wir nochmal einen letzten anstrengenden Tag bevor wir uns nun so langsam auf Weihnachten einstimmen.

Mein Schneemobil startete natuerlich trotz geladener Batterie nicht. Und das brachte das Fass einfach zum Ueberlaufen, ständig hat das Schneemobil was anderes was nicht funktioniert. Kurzerhand haben wir beschlossen das seine Tage bei uns gezählt sein wuerden und haben uns nach einem neuen umgeschaut. Und wurden auch fuendig, ausgerechnet in Rosvik, wo wir sowieso nochmal hin mussten.

Trotzdem muss Sven mein Schneemobil wieder in Gang bekommen damit wir es verkaufen können. Also wollten wir es in die Garage schaffen damit es erstmal auftauen kann. Dienstag Abend haben wir also von der Tankstelle den Schneemobilanhänger geliehen und haben ersteinmal mit vereinten Kräften das Schneemobil auf den Hänger gezerrt und geschoben. Selbst die Kinder mussten mithelfen.

Und dann kam auch noch der Nachbar mit der Planzeichnung, gerade noch rechtzeitig wollten wir sie doch am nächsten Tag mitnehmen nach Luleå ins Badgeschäft. Gut, hätte ich nicht am Abend vorher angerufen und wegen der Zeichnung gefragt wäre sie sicher noch immer nicht fertig aber egal, es war vollbracht und gut.

Gestern Frueh haben wir dann ersteinmal mein Auto wieder in die Werkstatt geschafft, hatten es am Tag vorher schon dort, sie sollten die Anhängersteckdose wechseln, haben sie auch gemacht aber da funktionierten diverse Lampen am Auto nicht mehr.

Danach haben wir das Schneemobil in die Garage geschafft, und wieder nur unter grössten Kraftanstrengungen haben wir es abgeladen und reingezerrt. Ich glaube mein Ruecken wird mich noch ne ganze Weile dran erinnern.

Weiter ging die Reise, zunächst nach Boden in den Baumarkt. Ich wollte Svens ok fuer den Fussboden holen. Und bekam es, wieder was abhaken. Und gleich weiter. Ich war ja dieses Jahr sehr zeitig mit allen Weihnachtsgeschenken, schon seit geraumer Zeit stehen sie fertig verpackt hier, nur den Weihnachtsbraten, ja den hatte ich etwas vergessen bzw. war ich der Meinung es sei noch ausreichend Zeit.
Ente sollte es dieses Jahr werden, jedoch hielten wir in dem Laden vergebens danach Ausschau.

Dann wollte ich in den Coop, dort mal wegen Ente schauen, dort waren aber solche Menschenmassen, das wir mit dem Anhänger keine Chance auf einen Parkplatz hatten.

So fuhren wir auf einen weiter entfernten, parkten gerade das Auto als mein Telefon klingelte und die Frau von der Bank dran war. Wir hatten 12 Uhr mit ihr einen Termin fuer den Kreditvertrag, hatten auch fast alles was wir brauchten, ausser den Kaufvertrag. Aber der Makler hatte mir versprochen das ich diesen im Laufe des Vormittags noch per mail bekomme. Bis um 12 sollte er also da sein. Ja, jedenfalls wollte die Frau wissen ob nun alles soweit geklärt wäre und auf mein ja und die Erklärung das der Kaufvertrag jeden Moment eintreffen muesste fragte sie warum wir denn da ueberhaupt vorbeikommen wollten, wir wuerden die Unterlagen eh zugeschickt bekommen und es wäre ja sonst soweit alles klar.

Ok, dann eben nicht, war uns auch ganz Recht, brauchten wir uns nicht 1,5 h bis zum Termin um die Ohren schlagen sondern konnten gleich weiter zum nächsten Programmpunkt des heutigen Tages, das Badgeschäft. Unterwegs kam dann auch die Mail vom Makler mit dem Kaufvertrag, welche ich gleich weiterleitete. Es folgten dann während des tages noch ein paar telefongespräche mit der Bankangestellten, das hätte man natuerlich mit einem persönlichen Treffen vermeiden können aber egal.

Nun stand das Aussuchen von Dusche, Badewanne, Waschbecken und so weiter stand auf dem Programm und natuerlich die Planzeichnung vorbeischaffen damit sie mal ein Angebot rechnen können.

Um den laaangen Besuch kurz zu machen, es gab weder Badewanne noch Waschbecken noch Armaturen die uns gefielen, nahezu ohne ueberhaupt was bestimmt zu haben fuhren wir weiter (ich habe dann am Abend noch recherchiert und festgestellt das es das was wir wollen in Schweden auch gar nicht gibt, also muessen wir mal wieder ueber Sonderlösungen nachdenken).

Auf jeden Fall fuhren wir dann noch in den Coop in Luleå, auch hier was es nicht möglich, einen Weihnachtsbraten zu ergattern, zumindest keinen mit Fluegeln und die Menschenmassen stritten sich fast um die letzten paar Weihnachtsschinken die es noch gab.

Noch schnell mittagessen und weiter gings nach Rosvik. Wir wollten nochmal wegen den Tueren schauen, welche Grösse und in welche Richtung sie aufgehen sollen und meine Planzeichnung suchen.

Die Planzeichnung lag im Prinzip noch genau dort wo ich sie hingelegt hatte, die Tueren waren schnell ausgemessen. Das wir vergassen die Wanddicke zu messen fiel mir heute Nacht 4.30 Uhr ein und beendete damit meinen Nachtschlaf. Aber wer zeitig aufsteht hat mehr vom Tag und bis die anderen Familienmitglieder aufstanden hatte ich schon alles recherchiert zum Thema Badewanne und Badmöbel usw.

Nach dem Vermessen der Tueren sind wir noch in Rosvik in den Coop, auch hier kein Weihnachtsbraten. Man hätte Pute nur als Aufschnitt.

Weiter zur nächsten Station, Schneemobil kaufen. Wir wurden super freundlich empfangen durften das Schneemobil Probe fahren (auf dem bissl Schnee den der Regen vom Vortag nicht weggespuelt hatte), alles war in Ordnung. Dann wurden wir noch auf einen Kaffee eingeladen und hatten wirklich ein nettes Gespräch um Jagd und Rentiere und Hunde und alles Mögliche. Aber irgendwann war es dann Zeit zu gehen, man will ja auch mal wieder heim.

Also Schneemobil aufgeladen und zurueck nach Hause. Auf dem Heimweg dann nochmal der Versuch in Boden im Coop einen Parkplatz zu finden, aussichtslos, so stieg ich nur aus und ging in den Coop während Sven irgendwo ein Plätzchen zum Parken suchte. Zumindest wurde ich aber endlich Weihnachtsbratentechnisch fuendig, Pute wird es dieses Jahr.

Als wir dann wieder in Harads waren mussten wir noch das Schneemobil abladen, den Hänger fortschaffen, ein Paket aus dem Coop holen und mein Auto aus der Werkstatt holen, dann noch das Auto von den Einkäufen befreien bevor wir uns nach einem langen Tag endlich etwas Ruhe gönnen konnten.

Nun ist endlich, bis auf ein paar Kleinigkeiten, alles geklärt, wir haben wieder ein Auto mit dem man ohne Elektronikfehler einen Hänger ziehen kann, der Kaufvertrag von unserem neuen Haus ist nun endlich auch von der Kommune unterschrieben, wir haben bereits ein Uebergabedatum (der Makler schlug Freitag den 13. Januar vor, hat sich halb tot gelacht als ich sagte das das ja nun gar nicht geht und wir einen anderen Termin möchten), die Handwerker sind voll am Planen, der Kredit wird bearbeitet, wir haben endlich wieder zwei funktionierende Schneemobile.......ja, nun können wir in Ruhe Weihnachten entgegensehen und den Rest klären wir dann später.

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Sonntag, 18. Dezember 2016

Schlittschuhlaufen auf der Ostsee
Von filainu, 10:14

Am 9. Dezember war ich dann mit den Jungs schon wieder auf dem Weg nach Rosvik. Wir hatten mit unserem Nachbarn gesprochen, er war bereit uns eine Architektzeichnung vom geplanten Badezimmer zu machen, wollte aber selber nicht nach Rosvik fahren und die Masse nehmen.

Also mussten wir das selber machen, die Masse die wir schon hatten reichten nicht aus. Und da die Kinder just an diesem Tag schulfrei hatten wurden sie gar nicht erst gefragt sondern durften/mussten einfach mit.

Also zunächst ab nach Rosvik ins Haus, Masse nehmen. Das ging relativ flott, hatte ich doch zu Hause gut vorbereitet.

Danach haben wir gleich ersteinmal das Cafe vor Ort getestet, die Kinder assen ein belegtes Baguette, ich schaute zu, mir war es grad nicht nach essen. Danach waren wir noch schnell im Coop einkaufen und dann ging es weiter nach Piteå. Damit die Kinder auf was von dem Ausflug haben. Unterwegs sahen wir hunderte Rentiere auf der Ostsee stehen, die sind dort zum trinken da die Ränder teilweise noch nicht ganz zugefroren sind. In Piteå wollte ich auf die Eisbahn auf der Ostsee. Es hat eine ganze Weile gedauert bis wir diese gefunden haben (rund um Piteå gibt es ja viel Wasser und man muss einfach den richtigen Fjord finden, zum Glueck gibts Internet sonst wuerde ich wohl heute noch suchen).

Als wir dann endlich unsere Schlittschuhe an hatten und loslaufen konnten war es 13.30 Uhr und die Sonne ging gerade unter.



Wir fuhren eine Runde (3km) mit den Schlittschuhen.




Danach haben wir diese ins Auto geschaft und uns am Tretschlittenparkplatz





noch zwei Tretschlitten geliehen und sind mit diesen noch eine Runde rum gefahren.






Gar nicht so einfach, Schlittschuhe sind mir da echt lieber, aber wir wollten es eben mal probieren.

Dach sind wir wieder nach Hause gefahren.

Samstag waren wir dann auf dem 60. Geburtstag unserer Nachbarin, endlich mal wieder was los hier. Es war ein netter Abend und man hat mal wieder paar Leute getroffen.

Seitdem dreht sich mehr oder weniger alles ums neue Haus, Die Vorbereitungen nehmen Form an, lassen einem aber auch graue Haare wachsen. Aktuelles Beispiel: Tueren. Wir wollen ja immer was besonderes, aber damit ist man hier teilweise fehl am Platz. 95 Prozent aller Innentueren die es hier zu kaufen gibt sind weiss. Das wollen wir nicht. Es gibt dann noch ein paar in Holzoptik, auch nicht richtig was wir suchen und dazu noch furchtbar teuer, da ist man dann mit 500-600 Euro pro Tuer dabei, und da sind das keine Echtholztueren.

Sven hat dann mal gegoogled und natuerlich promt die perfekte Tuer fuer uns gefunden, mit allem drum und dran 160 Euro, genau das was wir suchen.......in Deutschland. Und wir wollten ja keine Kompromisse mehr machen. Also denkt man schon dran, nach Deutschland zu fahren um die Tueren dort zu holen, Problem sind nur die Spikereifen, da kommen wir in D nicht weit, wohl nichtmal vom Schiff runter.

Also habe ich mir kurzerhand einen OBI-Markt in Grenznähe rausgesucht und angeschrieben. Was haben wir denn zu verlieren. Und siehe da, es scheint möglich, nächste Woche wollen sie mit der Spedition ueber einen Frachtpreis reden. Ich hoffe wirklich das klappt. Selbst wenn wir dann mit Fracht vielleicht auch nicht soviel billiger als hier kommen aber wir bekommen wenigstens das was wir wollen. Ich hoffe, es klappt.

Dann habe ich mich mal nach Containerpreisen fuer den Bauabfall erkundigt, da wird einem ja auch schlecht. Der Container selbst kostet nur 3,50 Euro am Tag, 38 Euro pro Monat. Anfahrt und Abholung ist man fuer 90 Euro dabei aber die Entsorgung.......130 Euro pro Tonne. Achja, alles Nettopreise. Da ist man bei 2 Tonnen mit 450 Euro dabei, wobei Sven meint, zwei Tonnen werden wohl nicht reichen. Aber naja was will man machen.....

Nun muss ich mal noch nen Schluesseldienst ausfindig machen, wir wollen gleich mit Schlösser tauschen, wer weiss wer an Personal des Kindergartens noch einen Schluessel zu Hause hat.

Theoretisch muesste jetzt auch die Nutzungsplanänderung durch sein. Sollte am 14. beschlossen werden, ob ers mit auf der Tagesordnung war weiss ich nicht, die Internetseite hat just dort einen Fehler. Aber ich weiss das die Unterschreibung des Kaufvertrages wie geplant am Montag mit auf dem Plan steht so das hoffentlich alles fertig ist bis Mittwoch wo wir zur Bank muessen.

Das wird dann generell wieder ein stressiger Tag am Mittwoch, ihr wisst, wenn man einmal in der Stadt ist muss man gleich alle Wege erledigen. Wenn unser Nachbar hoffentlich bis dahin die Planzeichnung fertig hat muessen wir noch nach Luleå, diese zum Badgeschäft bringen und dort gleich noch Badewanne und so raussuchen, dann wollen wir nochmal nach Rosvik, ich glaube ich habe meinen Plan dort vergessen zumindest ist dieser seit meinem letzten Ausflug dorthin spurlos verschwunden. Ausserdem muessen wir noch schauen ob die Tueren rechts- oder linksbuendig sein sollen, das habe ich noch nicht geschaut da es bei dem schwedischen Tuersystem egal ist. Dann will ich Sven noch in den Baumarkt schleifen wo ich mir einen Fussboden rausgesucht habe und sein ok fuer diesen Boden holen und einen Weihnachtsbraten haben wir dieses Jahr auch noch keinen, das steht auch noch auf der Liste. Wobei ich letzteres vielleicht auch am Dienstag erledigen kann wo ich auch nach Boden fahre da Thorben und ich nun wieder mit dem Langlauftraining angefangen haben und da fahren wir ja immer Dienstags nach Boden.

Leif Erik hatte gestern auch seinen ersten Tag auf der Piste, er war/ist bei einem Kumpel und sie sind dorthingefahren.

Sven hat gestern auch das erste Mal diesen Winter sein Schneemobil bewegt, er hat es aus der Garage ueber den Fluss hierhergefahren und ist dann hier noch ne Runde gefahren, man kann aber festhalten das noch nicht genug Schnee liegt. Heute soll meins dann erstmal noch fuer einen Check in die Garage, falls es denn anspringt, gestern hat es dies nicht gemacht.

Ihr seht, so wirklich langweilig wird es hier nicht. Und wenn doch dann habe ich noch eine Stickerei im Gange die ich gerne noch vor dem Umzug fertig machen möchte, unsere Antarkisreise bietet auch hin und wieder noch was zu tun, z.B. habe ich neulich die Hoteluebernachtung in Chile fuer nach der Reise gebucht (also wenn wir vom Schiff zurueck kommen muessen wir noch ne Zwischenuebernachtung in Santiago einlegen bevor wir zurueckfliegen), muss man sich mal vorstellen, die ersten Hotels waren fuer die Nacht schon ausgebucht.
Weiterhin habe ich Thorben und mich nun wieder fuer den Dundret Runt Skilauf angemeldet und das Hotel dazu gebucht.

Und wenn es einem dann immernoch langweilig sein sollte geht man eben zum Eishockey, da haben wir auch schon fuer zwei Spiele im Januar die Tickets gekauft.

Unsere geplante Schneemobiltour Anfang März unterhält mich auch, sind wir doch voraussichtlich bis dahin schon umgezogen und dort gibt es keinen Schneemobilhänger zum Ausleihen in der Nähe, habe schon diverse Tankstellen angefahren die Hänger verleiehen aber keine hatte einen so grossen. Aber ich habe mich schon schlau gemacht, in Luleå muesste es gehen (das ist eben der Vorteil wenn man genau zwischen zwei grossen Städten wohnt, da kann man wählen in welche man fährt). Muss da auch bald die Uebernachtungen buchen, zumindest die die vorzubuchen gehen.

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Dienstag, 06. Dezember 2016

Im Osten geht die Sonne auf, im Suedosten geht sie unter
Von filainu, 18:27

Am Wochenende waren wir in Skellefteå zum Eishockey. Wir wollten mal eine andere Hockeyarena als nur Luleå sehen. Und da ich noch einen Gutschein fuer eine preisreduzierte Hoteluebernachtung hatte, war es beschlossene Sache.

Samstag um 10 ging es los. Unterwegs sahen wir seit langem sogar mal wieder die Sonne wie sie kämpfte um ueber die Huegel drueberzuschauen. Zunächst fuhren wir nach Luleå ins Bad und Wärmefachgeschäft, wo wir mal wegen Fliesen fuers neue Bad schauen wollten.

Nach einigem Hin- und Her konnten wir uns schliesslich einigen und das Ziel mit diesem Besuch war schonmal erreicht.

Weiter ging es nach Skellefteå. Die Sonne ging mittlerweile wieder unter und weit war sie nicht gekommen. Da kann man schonmal denken man fährt in die falsche Richtung wenn die Sonne fast wieder da untergeht wo sie aufgegangen war.

In Skellefteå angekommen war es dann natuerlich schon dunkel. Wir wollten erstmal schnell im Hotel einchecken, bevor es zur Arena ging. Leichter gesagt als getan, das Hotel lag irgendwie in einer Fussgängerzone, das Navi war da keine grosse Hilfe und einen Parkplatz fanden wir auch nicht. Nachdem wir zweimal um den Block gefahren sind, entdeckte dann Leif Erik schliesslich das Hotel und während Sven noch eine dritte Runde fuhr, ging ich mal schnell einchecken.

Das Hotel war........naja. Dafuer das es ein best Western war war ich echt entäuscht. Der Fahrstuhl altmodisch, nur mit so einer Tuer die man mit der Hand aufdrueckt. Das Zimmer superklein und in Renovierungsbedarf. Aber was solls, keine Zeit zum Nachdenken, auf in die Hockeyhalle.

Dort angekommen wunderten wir uns ueber die komische Parkeinweisung, konnten aber trotzdem einen Platz ergattern und gingen in die Halle. Selbige machte optisch einen besseren Eindruck als die in Luleå. Kein Wunder, wie wir später rausfanden, sie wurde erst 2016 renoviert und die Renovierung wurde erst im September beendet.

Das Angebot an Snacks war vielseitiger als in Luleå, allerdings hatte man weniger Platz so das es in den Spielpausen zu grossem Gedränge kam was ja nun nicht so unseres ist.

Lange Rede kurzer Sinn, Skellefteå hat das Match zumindestens gewonnen und wir hatten einen schönen Nachmittag.

Dann sind wir wieder zurueck ins Hotel, haben uns dann dort vom Chinesen um die Ecke unser Abendbrot geholt und den Tag ausklingen lassen.

Am nächsten Tag sind wir dann erstmal in den Lidl gefahren, das Beste an Skellefteå. Sven wollte so gerne mal wieder weiche Pfefferkuchen haben und die gab es tatsächlich dort. Wie so manche andere Leckerei die man in normalen schwedischen Geschäften nicht bekommt. So hat dann auch der Nikolaus gleich noch seine Besorgungen gemacht bevor wir uns im Schneetreiben auf den Rueckweg gemacht haben.

Es folgte dann noch ein Zwischenstop im Abenteuerbad in Piteå bevor wir dann am späten Nachmittag wieder zu Hause ankamen.

Heute waren wir dann schon wieder unterwegs nach Piteå.

Wir wollten mit Handwerkern in unser neues Haus um mal einen Plan zu machen und mit den Kindern hatten wir einen Termin in der neuen Schule, mal alles anschauen, die neuene Klassenkameraden kennenlernen und so.

Also ersteinmal nach Piteå zum Makler den Schluessel holen. Noch gehört das Haus ja noch nicht richtig uns.

Dann zurueck nach Rosvik. Hier trafen wir dann auch die Dorfeigene Rentierherde, so wie wir es hier in Harads auch haben.

Wir fuhren zum Haus, schauten uns alles nochmal an und fragten uns wirlich worauf wir uns hier eigentlich eingelassen haben. Nunja, lange konnten wir nicht drueber nachdenken da der Bad und Heizungsmensch kam. Ja, was soll ich sagen, die Raumaufteilung schien auch ihn etwas zu ueberfordern. Ist ja ganz gut und schön ihm in der Theorie alles zu erklären was wir so gedacht haben welche Wände raus sollen und welche Wände neu sollen aber es ist eben schwer vorstellbar in der Praxis. Er verliess uns mit dem Rat doch bitte einen Architekten hinzuzuziehen der das mal alles aufzeichnet damit er dann ne Grundlage fuer die gestaltung hat. Meine 08/15 massstabsgetreue Zeichnung half nicht wirklich weiter. Wir kamen dann auch zu dem Entschluss das es so wie wir es geplant haben eh nicht geht....
Naja, zum Glueck haben wir einen Nachbarn der Architekt im Ruhestand ist.

Das bedeutete aber das wir nochmal da hin muessen und um dann nicht ständig die 30 km hin und zurueck nach Piteå fahren zu muessen wegen dem Schluessel rief ich den Makler an ob wir den nicht noch eine Weile behalten könnten. Das war kein Problem.

Dann sind wir ersteinmal zur Schule. Als wir endlich den richtigen Eingang gefunden hatten wurden wir alsbald vom ersten Lehrer begruesst. Dann kam Leif Eriks Klassenlehrerin und fuehrte uns ein bisschen herum. Diese ganzen Räume, das war etwas erschlagend aber mit der Zeit fand man sich zurecht. Ueberall schauten neugierige Kinder und vor allem Leif Eriks Klasse war schon total aufgeregt ihn kennenzulernen, schon seit dem Vortag war dies Gesprächsthema Nummer 1. Nunja, nun war die Zeit gekommen. Leif Erik stellte sich in seiner Klasse vor die Klasse und beantwortete alle Fragen und Thorben machte das in seiner Klasse. Die anderen Kinder scheinen sich wirklich richtig ehrlich ueber Verstärkung zu freuen und man fuehlt sich wirklich willkommen.

Dann war es auch schon Zeit zurueck zum Haus zu fahren, dort wartete schon der nächste ueberpuenktliche Handwerker auf uns. Er soll die zu stellenden Wände stellen. Zunächst machte er uns ersteinmal deutlich das das verspachteln der gestellten Gipskartonwände nicht zu seinem Aufgabenbereich zählt. Ok. Da muss ich das also doch selber irgendwie lösen. Aber sonst denkt er uns helfen zu können, wir brauchen nur anrufen wenn es soweit ist.

Ja, und dann blieb uns nur noch, nach Hause zu fahren und alles sacken zu lassen. Unterwegs kurz nach Rosvik noch einen Elch gesehen, also alles beim Alten, so wie in Harads auch.



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Mittwoch, 23. November 2016

schon wieder Eishockey
Von filainu, 16:50

Nun hat uns das Fieber gepackt. Bedingt auch durch die aktuellen klimatischen Verhältnisse, sprich Matsch, Regen, Schnee, Kälte, Dunkelheit sucht man umso mehr Dinge wo man sich nicht Wind und Wetter aussetzen muss und daher zog es uns am Samstag erneut nach Luleå in die Eishockeyarena.
Diesmal hatten wir Plätze an der Stirnseite, auch noch nicht optimal aber ok. Diesmal sahen wir den Bärenkopf auch besser. Der wird nämlich, begleitet von lauter Musik und Licht- und Nebeleffekten am Anfang des Spieles heruntergelassen und daraus laufen dann die Spieler von Luleå aufs Eis.
Luleå bot diesmal auch ein wesentlich besseres Spiel als letztes Mal und so kam es das sie dieses Spiel gewonnen haben.
Wir haben uns zwar noch nicht 100 prozentig entschieden welche Mannschaft wir nun gut finden wollen, am 3. Dezember geht es erstmal nach Skellefteå, mal sehen wie es dort so ist. Wir neigen aber doch zu Luleå und so wurden auch schon die ersten Fanutensilien gekauft, je Muetze und Schal fuer die Kinde rund ein T-shirt fuer Sven. Ich halte mich noch vornehm zurueck.
Hier noch ein paar Bilder:













Ansonsten hat es dann gestern endlich mal paar mehr Flocken geschneit und heute haben wir Minusgrade bekommen so das der Schnee hoffentlich jetzt mal bisl liegenbleibt. Es soll ja angeblich die nächsten Tage auch hin und wieder mal schneien, man darf gespannt sein.

Haustechnisch geht es auch vorran. Die Nutzungsplanänderung ist in vollem Gange und nun bereits schon in der beschlussphase. Niemand hatte Einwände so das der rest nur noch Formalität ist. Am 14. Dezember wird der Plan beschlossen, dann dauert es noch 3 Wochen bis er in Kraft tritt und Mitte Januar können wir denn Kindergarten dann unser Eigen nennen.

Und das ist ja gar nicht mehr so lange hin warum ich mich nun auch langsam dran mache, geeignete Handwerker zu finden. Ueber einen Bekannten aus Piteå der gerade in Portugal wohnt der wiederum den Kontakt zum Besitzer einer grossen Baufirma hertsellte welcher wiederum eine kleinere Baufirma empfahl und diese werden wir beauftragen fuer die Kleinigkeiten wie Wände stellen und so weiter.

Morgen ist mal wieder Schulung vom Finanzamt, das nutze ich dann gleich um noch bei einer Bad/Heizungsfirma in Luleå vorbeizuschauen die hoffentlich das Badezimmer machen wollen. Vom Makler haben wir gruenes Licht bekommen das wir uns jederzeit den Schluessel holen können um mit den Handwerkern ins Haus zu können fuer eine Vorplanung, das werden wir mal so Anfang Dezember machen.

So langsam nimmt es Form an.

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Mittwoch, 09. November 2016

Ein beinahe verhängnisvoller Ikeaausflug
Von filainu, 18:53

Nachdem die Kinder am Samstag nun endlich Ihre lang ersehnte geburtstagsfeier hatten und zum Glueck fuer mich alles reibungslos ueber die Buehne ging, sind wir am Sonntag in den Ikea gefahren, das ist ja jedes Mal ein Tagesausflug von hier.

Das ewige Warten darauf das die Planänderung nun endlich vollzogen wird ist wirklich nervend aber man kann ja in der Zwischenzeit zumindest schonmal schauen was man dann in Zukunft fuer Möbel haben möchte.

Ich muss sagen, ich war das erste Mal von Ikea enttäuscht. Irgendwie ist alles nur noch das Selbe, gab es frueher wirklich fuer jeden Geldbeutel und jeden Qualitätsanspruch etwas, so scheint jetzt nur noch billig zu regieren. Und so haben wir eigentlich nahezu ohne Inspiration das Möbelhaus wieder verlassen. Zum Glueck sind wir die ganze Strecke nicht ganz umsonst gefahren, schliesslich ist ja Finnland nur eine Flussueberquerung entfernt. Dort waren wir einkaufen, wa sonst. Mal wieder ein paar Sachen ergattert die es hier in Schweden einfach nicht gibt. Normalerweise lohnt sich auch das Tanken in Finnland, durch die schwache Krone aber war dieser Vorteil nahezu verschwunden.

Gegen 15 Uhr machten wir uns auf den Rueckweg und es dauerte nicht lange bis uns die Dunkelheit umschloss.

Die Rueckfahrt verlief genauso langweilig wie die Hinfahrt bis dann plötzlich der Albtraum eines jeden Autofahrers wahr wurde. Im Scheinwerferlicht tauchte plötzlich eine Gruppe Rehe auf welche die Strasse ueberquerte. Laut fluchend trat ich ersteinmal auf die Bremse, merkte aber schnell das ich nicht mehr zum Stehen kommen wuerde. Plan B, ich suchte eine Luecke. Und fand sie. Ganz dicht am Hintern des einen und vor der Nase des nächsten fuhr ich durch die Luecke.

Usch, das war ein Schreck. Nun musste ich erstmal durchatmen und mein Herz beruhigen. Alles nochmal gut gegangen. Ja, man verdrängt es gerne aber hier gibt es schon ungewöhnlich viel Wild.

Apropos Wildunfälle, unser Bundesland liegt in der Wildunfallstatistik auf dem letzten Platz, so wenige Unfälle wie hier ereignen sich nirgendwo in Schweden. Sehr merkwuerdig dachte ich bis man sich die Statistik genauer anschaut. Da Rentiere an und fuer sich keine wild lebenden Tiere sind sondern alle einen Besitzer haben gelten sie als Haustier, nicht als Wildtier und Unfälle mit Rentieren tauchen daher in der Statistik nicht auf. Wuerden sie es tun währen wir sicher mit Abstand fuehrend in Schweden.

Also alle die hier oben unterwegs sind besonders jetzt im Dunkeln, denkt an die Waldbewohner.

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Sonntag, 30. Oktober 2016

Eishockey
Von filainu, 08:23

Nun wohnen wir schon seit 4,5 Jahren hier oben und waren noch nicht einmal zum Eishockey.

Dies sollte sich nun endlich ändern.

Gestern war Kindertag bei Luleå Hockey, das heisst, Spezialeintrittspreise fuer Familien und allerlei Aktivitäten fuer Kinder.

Das Spiel sollte 16 Uhr losgehen, 14 Uhr war Einlass.

Zunächst fuhren wir aber ersteinmal zum mediamarkt, die Kinder brauchten noch irgendeine Figur fuer so ein Spiel, fragt mich nicht. Dann entdeckten wir das beim Schneemobilhändler gegenueber mächtig was los war und ich erinnerte mich das ja dieses Wochenende die Schneemobiltage waren. Also sind wir dort mal schauen gegangen aber aufgrund der Menschenmassen hielt es uns nicht lange dort. Wir wollten dann noch zu einem anderen Händler fahren wo wir dachten das aufgrund seiner abseitslage nicht soviel los sei. Das Gegenteil war der Fall und so versuchten wir gar nicht erst, in dem gewuehle einen Parkplatz zu finden sondern machten uns auf den Weg zur Eishalle.

Wie gesagt 14 Uhr sollte das Kinderprogramm losgehen, 13.30 waren wir dort und dachten, wir könnten ja schonmal schauen, was wo ist, uns einen Ueberblick verschaffen. Aber nein, nix da, wenn es 14 Uhr losgeht dann geht es 14 Uhr los und keine Minute zeitiger. Nun waren die Temperaturen unter null und luden somit jetzt nicht direkt zum Warten im Freien ein. Während meine Jungs sich wieder ins Auto setzten machte ich noch einen Abstecher in den Sportladen, welchen ich mit ein paar Angelködern wieder verliess.

Kurz vor um 2 stellten wir uns dann auch am Eingang an, dort waren auch zwei Maskottchen, die fuer Kurzweil sorgten.





Punkt 14 Uhr gingen die Tueren auf, wir durften rein und uns erstmal anstellen. Da ja heute Kindertag war, bekamen die Kinder natuerlich Geschenke. Alles war in Reihe aufgebaut, man bekam eine Tuete in die Hand und nahm sich an jedem Tisch was weg, vom Plastikhut ueber Suessigkeiten bis hin zum Eishockeybrot.





Dann haben wir uns ersteinmal die Eisarena angeschaut, unsere Plätze lokalisiert (sicherlich nicht die allerbesten, da wir so spät gebucht hatten, war nur noch die erste Reihe hinter den Technikern und der Strafbank frei, aber das war nicht so schlimm wie sich später rausstellte, man sah von ueberall gut).

Fuer 14.30 Uhr hatten wir dann im Restaurant einen Tisch reserviert, wenn schon denn schon. Als wir dann persönlcih zu unserem Tisch begleitet wirden welcher auch noch wirklich auf unseren Namen reserviert war fuehlte man sich wie VIP-Gäste.





Auf dem Speiseplan stand Kinderbuffet, sprich typisches Essen was die Kinder hier so mögen, Pizza, Hamburger und Köttbullar mit Kartoffelbrei. Aber......alles war handgemacht (ausser die Hamburgerbrötchen), selbst das Hamburgerfleisch.

Nachdem wir gemuetlich gegessen hatten sind wir wieder zurueck in die Eishalle gegangen und haben den Spielern beim Aufwärmen zugeschaut.







16 Uhr ging es dann puenktlich los und es war eine Super Stimmung in der Arena. Vor allem nachdem Luleå schon in der 4. Minute das erste Tor schoss.
Eishockey ist wirklich kurzweilig, da passiert immer was, ein Drittel geht nur 20 Minuten, das ist nicht zu lang. Dann sind jeweils 18 Minuten Pause, zum Beine vertreten.

Um es kurz zu machen, Luleå konnte leider nach dem starken Anfang das Niveå nicht halten, hatten leider die Schiedsrichter auch nicht wirklich auf seiner Seite so das sie letztendlich 3-5 verloren haben.





Nach dem Spiel sollte es noch fuer die Kinder die Möglichkeit geben sich Autogramme zu holen. Leider war dies weder ausgeschildert noch sonst irgendwie offensichtlich so das wir als wir die Schlange endlich fanden, so ziemlich ganz hinten standen. Eine reichliche Stunde standen wir uns also die Beine in den Bauch, aber immerhin, es hat sich gelohnt, die Kinder haben beide von jedem Spieler ein Autogramm. Und ich denke, ohne es sicher zu wissen, das ist was besonderes, das gibt es wohl nur an dem Kindertag und nur fuer die Kinder (Erwachsene haben sich keine Autogramme geholt, hätten wohl auch keine bekommen).







Ein schöner Tag endete dann mit der langen Heimfahrt und der Erkenntnis das man in Schweden auf keinen Fall auch nur eine Minute zu zeitig irgendwo sein braucht und das man Eishockey doch hin und wieder mal in die Freitzeitplanung mit aufnehmen kann.

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Samstag, 22. Oktober 2016

Erste Entscheidungen und Anschaffungen
Von filainu, 10:23

Am 10. Oktober hatten wir einen Besichtigungsmann in unserem zukuenftigen Haus. Wenn man selber kann Fachmann ist, zieht man einen zu Rate.

Die Besichtigung ergab nichts Negatives, wieder ein Schritt näher am neuen Haus (wären bei der Besichtigung jetzt Schäden aufgetaucht, hätten wir vom Kaufvertrag zuruecktreten können).

Während der Mann also Raum fuer Raum inspizierte, nahmen wir die Masse aller Räume und fotografierten sie.

Mit diesen Massen bastelte ich dann zu Hause eine Masstabsgetreue Zeichnung des Hauses (aufgrund der Grösse des Hauses ist diese ueber 1,70m lang) und mit Hilfe dieser Zeichnung haben wir uns dran gemacht, die zukuenftige Raumaufteilung zu planen. Gar nicht so einfach alle Wuensche unter einen Hut zu bekommen. Ausserdem klingt es natuerlich verlockend ein Haus zu haben wo man theoretisch alle Wände entfernen kann und sich dann frei entfalten kann. Aber irgendwie ist dies ja auch mit immensem Aufwand und auch Kosten verbunden so das wir schon versucht haben, so weit wie möglich die bestehenden Wände zu erhalten.

Nach gerademal 3 Tagen stand die Aufteilung. Das ist wirklich erstaunlich da Sven und ich es oftmals schwierig haben uns zu einigen. Wir haben so unterschiedliche Ansichten und oft nur kleine gemeinsamme Nenner, die es ersteinmal gilt zu finden.

Die geplanten Änderungen wurden dann in den Plan eingetragen, damit man es nicht vergisst.





Theoretisch könnte ich jetzt auch schon die Möbel einzeichnen, aber soweit sind wir noch nicht. Aber mit jedem Tag der vergeht plant man doch irgendwie wieder ein Stueck mehr. Am liebsten wuerde man ja gleich loslegen aber geht halt nicht. Das Warten kann einen aber auch manchmal in den Wahnsinn treiben.

Da man aber trotzdem nicht nur untätig rumsitzen will sondern irgendwie doch schon mal anfangen will wenn auch in kleinem Stile, habe ich schonmal angefangen Tapeten zu kaufen. genauergesagt Fototapeten. Bei ebay, denn hier in Schweden sind die einfach zu teuer.

Auch ein paar Packungen Tapetenleim habe ich mir schon von Deutschland aus schicken lassen. Hier gibt es zu 90 Prozent nur fertig angeruehrten, der ist zum einen teurer und zum anderen kann man den ja dann nicht mehr auf die Tapeten anpassen. Den Leim den man selber einruehrt dagegen kann man je nach Mischungsverhältnis mit Wasser auf unterschiedliche Tapetenarten anpassen und ausserdem hatte ich den immer in Deutschland als ich da tapeziert habe. So warum neues probieren.

Gestern waren wir mal wieder in Luleå zum einkaufen. Naja, eigentlich mussten wir mit dem Hänger zum Tuev aber wenn man schonmal da ist... da haben wir einen Mikrowelle fuers neue Haus gekauft (hatte einen Gutschein von Mediamarkt der am 31.10. verfallen wäre, so warum nicht schonmal das ein oder andere anschaffen).

Ausserdem haben wir unsere Pulka (Anhänger fuers Schneemobil) abgeholt die wir vor einer Woche spontan gekauft hatten.





Jetzt steht dem nächsten Schneemobilurlaub in den Bergen nichts mehr im Wege. Die Planungen fuer Selbigen nehmen auch langsam Form an. Diesmal wollen wir eine Mehrtages-Rundtour, von Huette zu Huette machen.

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Donnerstag, 13. Oktober 2016

Trollforsen
Von filainu, 15:39

Unser Ausflug zum Trollforsen ist jetzt schon ne Weile her, ca. 3 Wochen oder so. Ich will es euch trotzdem nich vorenthalten.

Wir wollten also die damaligen schönen Herbsttage noch bischen nutzen und einen Ausflug zum Trollforsen machen. Also Rucksack gepackt und los ging es. Der Trollforsen liegt von hier aus gesehen Richtung Arvidsjaur.

Dank der guten Ausschilderung haben wir die Stromschnellen recht gut gefunden, das Auto abgestellt und los ging es.





Eine Insel teilt den Piteälv in zwei Teile die seitlich an der Insel entlang in Stromschnellen schnell an Höhe verlieren. Ueber eine Hängebruecke gelang man auf die Insel.





Dort kann man dann auf ausgewiesenen Wegen wandeln oder sich einen eigenen Weg suchen. Wir folgten dem orangen Zeichen quer ueber die Insel. Die Jungs waren begeistert, schliesslich konnte man hier toll klettern.





Wir ueberquerten dann noch die zweite Bruecke, quasi also wieder aufs Festland nur eben auf der gegenueberliegenden Seite.





Nach einem weiteren Stuecklaufen erreichten wir einen Windschutz den wir vorher schon von Weitem ausgemacht hatten und wo wir nun unser Mittag zu uns zu nahmen.





Mal ganz altmodisch, mit belegten Broten, Ei und Gemuese. Dazu warmen Johannisbeersaft.

Als Nachtisch pflueckten wir uns noch ein paar Blaubeeren und dann gingen wir ueber die zweite Bruecke wieder zurueck zum dem Fluss noch ein Stueck flussaufwärts zu folgen. Dann hatten wir irgendwann keine Lust mehr und wir folgten irgendeinem Trampelpfad zurueck zu Bruecke Nr. 1 und dann dem Auto.

Auf der Rueckfahrt erlebten wir dann noch ein kleines Abenteuer: irgendwie sind wir wohl mal falsch abgebogen denn der Rueckweg ist ja nicht ausgeschildert. Und plötzlich kommen wir an einen Bahnuebergang an welchem die Strasse in die Schienen muendet und eine Bruecke geht. Ich hatte davon gelesen das es eine kombinierte Strassen/Eisenbahnbruecke geben sollte und fuhr zunächst auf die Bruecke. Als ich aber sah das es dann nach der Burecke nur noch Schienen und keine Strasse mehr gab legte ich den Rueckwärtsgang ein. Irgendwie war uns das Ganze nicht geheuer. Wir studierten dann erstmal die Verkehrsschilder. Hm, nirgendswo stand das die Strasse hier zu Ende ist, auch von Fahrverbot stand da nix. Also konnte man vielleicht doch da lang fahren? Ok, wir versuchten es nochmal und tatsächlich, am anderen Ende der Bruecke bog die Strasse rechts ab, das sah man nur nicht von Anfang an.





Dann war Sven noch in einem Bach angeln, den wir auf der Hinfahrt fuer interessant erachtet hatten. Und tatsächlich biss ein Fisch aber mal wieder ein Hecht. Noch dazu ein kleiner. Dieser muss sehr hungrig gewesen sein denn er biss dann auch noch ein zweites Mal, bis Sven keine Lust mehr hatte und wir heim fuhren.

Hier noch ein paar mehr Bilder:















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Samstag, 01. Oktober 2016

Wenn alles schief läuft 2
Von filainu, 08:55

Und wenn einmal der Wurm drin ist dann richtig.

Ich habe ja neulich berichtet das sich bei uns in Sachen Hauskauf auch was tut. Wir hatten ein Gebot abgegeben.

Bei dem Haus handelt es sich um einen ehemaligen Kindergarten in Rosvik, also nicht direkt in Piteå. Und eigentlich sind wir da mehr druebergestolpert.

Wir haben ja mehrmals täglich die Immobilienseite hemnet besucht und uns immer gleich die neu rausgekommenen Häuser angeschaut. Das ist eine Internetseite auf der im prinzip alle Häuser angeboten werden die durch einen Makler verkauft werden.

Trotzdem habe ich zusätzlich noch die Internetseiten der zwei grössten Makler in Piteå kontrolliert denn dort wurden manchmal Häuser schon vorveröffentlicht und ich dachte einfach vielleicht kann man mal zuschlagen bevor sie erst bei Hemnet rauskommen und die Leute sich wieder drum streiten und dadurch den Preis hochtreiben.

Ja und da entdeckte ich jedenfalls mal den Kindergarten, legte dem aber nicht allzu grossen Wert bei da Rosvik 30km von Piteå entfernt liegt und damit eigentlich zu weit weg. Aber irgendwann als Sven und ich mal wieder da sassen und ueberlegten was man machen könnte (also mehr aus Verzweiflung heraus weil einfach kein passendes Haus raus kam) sagte ich eher mehr beiläufig und aus Spass, wir könnten doch nen alten Kindergarten kaufen. Tja, und so nahm das Ganze seinen Lauf. Die Idee gefiel Sven gut, auch wenn es zu weit weg von der Stadt lag wollten wir dem Ganzen zumindest eine Chance geben.

Also Makler angerufen und gleich am nächsten Tag war Besichtigung. Wir hatten uns natuerlich sofort mit dem Ort Rosvik beschäftigt und irgendwie klang das alles gar nicht so schlecht. Mit 2300 Einwohnern eher ein grösseres Dorf, fuer deutsche Verhältnisse, hat aber Schule, Einkaufsmöglichkeit, sogar eine Bankfiliale, Fussballverein, Eishockeyverein, eine Skispur...

Vor der Besichtigung haben wir natuerlich gleich ersteinmal das Dorf erkundet und es gefiel uns immer besser. Der Laden ist nur 100m vom Haus entfernt und es ist ein guter Laden nicht so ueberteuert wie hier in Harads, grösser als hier, man bekommt also alles was man braucht und das Obst und Gemuese ist auch frischer. Die Schule ist nur 200m vom Haus entfernt, das Meer mit Bootshafen und Badestrand nur 500m. 200m sind es bis zum Wald der sich dann bis Luleå erstreckt wo man gut trainieren kann, direkt hinter dem Grundstueck verläuft die Schneemobilspur, was will man also mehr.

Irgendwie haben wir uns in das Dorf und das Haus verliebt. Natuerlich muss viel gemacht werden, im Prinzip alle Wände raus und dann frei nach den eigenen Wuenschen gestalten. Ein Projekt also aber fuer uns wohl genau das Richtige denn irgendwie gefällt uns kein Haus so wie es ist. Und man hat einen guten Grund auf dem man aufbauen kann, die Wände, Decken und Fussböden sind gerade, es gibt Fernwärme (hier mit die preiswerteste Methode zu heizen) und mehr als genug Wasseranschluesse im Haus. Mit seinen 340qm bietet es auch genug Platz fuer Wohnen und Firma und die Firma kann eben gleich mit einziehen ohne das man extra was bauen muss. Und da es eben ein Kindergarten war muss sowieso der Detailplan geändert werden und da kann man den ja so ändern das wir die Firma betreiben können.

Und, auch ein grosser Vorteil, dieses Haus wuerde nie bei Hemnet rauskommen da es nicht als Privatwohnhaus klassifiziert ist, also finden es nur Leute die beim Makler auf die Seite schauen oder gezielt nach der Adresse googlen.

Ja, alles gut und schön, wir gaben also gleich am nächsten Tag ein Gebot ab. Und dann passierte einfach gar nichts mehr. Wir waren die Einzigen die geboten hatten. Bevor wir nach Finnland gefahren sind fragte ich dann mal beim Makler nach wie es denn so aussieht und er meinte er hoffe das das Bieterverfahren die Woche drauf abgeschlossen werden kann.

Ja, die Woche verging, niemand gab ein gebot ab und wir freuten uns natuerlich ueber jeden Tag der verstrich. Am Freitag fragte ich dann nochmal nach und der Makler sagte das das Gebotsverfahren noch am selben Tag abgeschlossen werden sollte. Ok, nur noch einen Tag bangen, jede Stunde die verstrich brachte uns näher. Man muss dazu sagen, seitdem wir das Gebot abgegeben hatten habe ich jeden Tag in Gedanken schon das Haus umgebaut und eingerichtet).

Doch plötzlich, kurz nach den Mittag, gab es plötzlich ein neues Gebot. So ein Mist. Wir boten mit aber er legte recht grosse Spruenge hin so das der Preis schnell in die Höhe schoss. Als wir unser Maximalgebot abgegeben hatten, hörte er jedoch gluecklicherweise auch auf zu bieten. Puh, erste Attacke abgewehrt auch wenn das Haus nun deutlich teurer werden wuerde. Eine Stunde vor Abschluss trat dann der grösste Alptraum ein, ein Dritter Bieter gab ein Gebot ab. Wir versuchten noch ein letztes Mal diesen zu ueberbieten aber als er dann nochmals ordentlich drauf packte, beendeten wir das Bieten und er bekam den Zuschlag.

Und wir waren einfach nur leer. Man wusste ueberhaupt nicht richtig was da nun jetzt eigentlich passiert war. Unser Traumhaus war uns durch die Hände geglitten. Natuerlich war es vernuenftig von uns nicht weiter zu bieten, denn das Preis-Leistungsverhältnis muss ja auch irgendwie passen. Trotzdem, da hat man endlich DAS Haus gefunden, ist zwei Wochen lang der Einzige der bietet und dann auf der Zielgeraden kommt plötzlich jemand und schnappt es einem weg. Man war traurig und wuetend zugleich und es dauerte eine ganze Weile bis wir diesen Schock verdaut hatten. Irgendwie hatte man das Gefuehl fuer immer und ewig hier in Harads festzusitzen.

Wir brauchten das ganze Wochenende um das zu verarbeiten und dann begannen wieder die Routinen, tägliches Kontrollieren der neu rausgekommenen Häuser und täglich wieder die Enttäuschung das nichtmal ansatzweise eins fuer uns dabei ist.

Wenn alles schief läuft..... darf man die Hoffnung nicht aufgegeben.

Am Mittwoch klingelte dann plötzlich mein Handy und das Maklerbuero in Piteå war dran. Der Höchstbietende ist abgesprungen und wenn wir noch interessiert wären könnten wir jetzt den Kindergarten kaufen. Wir waren gerade auf dem Sprung nach Boden und plötzlich diese Nachricht. Um es kurz zu machen: gestern waren wir in Piteå und haben den Kaufvertrag fuer den Kindergarten unterschrieben. Und auch wenn es am Ende deutlich teurer geworden ist so fuehlt es sich richtig und gut an.

Nun muessen wir uns aber trotzdem noch in etwas Geduld ueben denn bevor wir entgueltig sagen können wir besitzen das Haus muss erst die Planänderung gemacht werden und diese wird voraussichtlich erst zum Jahreswechsel fertig. Dann muessen wir noch umbauen, zumindest Kueche und Bad sollten schon fertig sein bevor wir einziehen. Aber nun ist es nicht mehr so schlimm zu warten, wissen wir doch es ist nur noch fuer eine begrenzte Zeit. Und diese werden wir natuerlich mit Planungsarbeiten nutzen damit wir dann gleich loslegen können sobald wir den Schluessel bekommen haben. Am 10.10. wird das Haus nochmal von einem Fachmann besichtigt da sind wir dann auch dabei und haben die Erlaubnis dann noch länger dort zu bleiben und in Ruhe alles auszumessen.

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Donnerstag, 29. September 2016

Kurzurlaub in Finnland – wenn alles schief läuft
Von filainu, 20:42

Nun sind wir schon eine Weile wieder da von unserem Kurztrip nach Finnland und es wird Zeit fuer einen Bericht.

Zunächst möchte euch von unseren Plänen erzählen. Donnerstag wollten wir los, mit der Fähre von Umeå nach Vaasa, dann in Vaasa im Hotel uebernachten. Am Freitag dann in Vaasa ins Tropiclandia, ein Spassbad und am Nachmittag weiter ins 400km entfernte Vuokatti. Dort uebernachten, Samstag in den Angry Birds Activity Park, ein Indoorspielepark mit dem Thema Angry Birds, dann nochmal ne Nacht in Vuokatti und Sonntag dann langsam wieder zurueck, mit Stop wo wir was interessantes finden.

Ja, soweit die Planung.

Und jetzt zum Bericht:

Am Donnerstag 13 Uhr holten wir die Kinder aus der Schule ab und machten uns auf den Weg nach Umeå wo 18 Uhr die Fähre nach Vaasa ablegen sollte.

Die Fahrt verlief problemlos, wir hatten sogar noch Zeit, unterwegs einen Stop bei Lidl in Skellefteå einzulegen und uns mit Urlaubsverpflegung zu bevorraten.

An der Fähre angekommen stellten wir uns in die Schlange und sahen zunächst zu, wie die LKW verladen wurden. Spannend, da viele von ihnen rueckwärts auf die Fähre muessen. Die LKWfahrer leisten da wirklich eine Superarbeit, teilweise sogar mit Anhänger. Aber......das Ganze dauert seine Zeit. Und als also die Abfahrtszeit ran war, waren immernoch die LKW am laden und die PKW waren noch nicht ansatzweise auf dem Weg zum Schiff. Auf der anderen Seite, solange das Schiff zumindest noch da war, war ich zumindest nicht panisch. Und irgendwann war es dann doch geschafft und die LKW waren verladen und wir durften auch an Bord.




Wir waren kaum in der Kabine, legten wir auch schon ab. Wir hatten dieses Mal „nur“eine Tageskabine, die hat halt keine bezogenen Betten mit Decke und so sondern nur Betten und offiziell auch weder Dusche noch Toalette, beides war aber trotzdem vorhanden.

Das Schiff war proppenvoll mit finnischen Jugendlichen die irgendeinen Schulausflug oder Abschluss feierten und wir ahnten schon das Schlimmste aber ich muss sagen es hielt sich in Grenzen, man hat sie kaum bemerkt.

Nachdem wir das Schiff erkundet hatten, gingen die Kinder ins Spielezimmer und wir in die Bar. Dort wurde Musik gespielt und ich hatte mein Stickzeug dabei. Dann kamen auch die Kinder zu uns und spielten Uno, welches man sich dort neben einigen anderen Gesellschaftsspielen ausleihen konnte, naja, ausleihen-eher nehmen und wieder zuruecklegen wenn man fertig ist. Hin und wieder ging ich raus auf Deck um die Fortschritte des Sonnenuntergangs fotografisch festzuhalten.






Nach einer Weile hatten wir keine Lust mehr und machten uns auf den Weg zur Kabine. Unterwegs trafen wir auf Deutsche mit zwei Kindern, die wir dann neugierig wie man nunmal ist, nach ihren Reiseplänen fragten. Es stellte sich heraus das sie aus Dresden waren und eigentlich rund um die Ostsee fahren wollten, aufgrund Zeitmangels aber eben jetzt hier abkuerzten und dann auch von Helsinki nach Tallin mit dem Boot fahren wollten da man wohl fuer Russland nur beschwerlich ein Visum bekommt. Und sie wollten eventuell nach Schweden ziehen, naja ihr könnt euch vorstellen, das Gespräch dauerte etwas.

Irgendwann kamen wir dann noch noch in die Kabine wo wir die restliche Ueberfahrt zubrachten.

Die verspätete Abfahrt hatten wir bei Ankunft in Vaasa wieder reingeholt. Wobei uns das ziemlich egal war, auf uns wartete niemand, ich hatte ein Hotel ohne Rezeption gebucht. Man bekommt also nur einen Tuercode und seine Zimmernummer und wenn man Glueck hat funktioniert der Code, hat man Pech, hat man ein mittelschweres Problem, vor allem um diese nächtliche Zeit, es war nämlich schon 23.30 Uhr.

Unser nächstes Problem fing aber schon vor Ankunft im Hotel an. Unser Navi wollte einfach nicht verstehen das wir uebers Wasser gefahren sind und navigierte immernoch in Schweden rum während wir durch die rabenschwarze Nacht fuhren, immer der Nase nach ohne Plan wohin und einfach hofften, das das Navi uns irgendwann mal hilft. Tja ich sag ja immer, Technik ist toll, solange sie funktioniert. Als das Navi dann endlich im richtigen Land und er richtigen Stadt war mussten wir nur noch zweimal um die Ecke rum und schon waren wir beim Hotel. Das Hotel hatte keine eigenen Parkplätze, das wusste ich aber, dafuer war es wirklich preiswert im Vergleich zu allen anderen Hotels. Wir parkten also in der Parkgarage am Bahnhof, bezahlten 11 Euro fuer die Nacht parken und gingen zum Omena Hotel.

Das Codesystem funktioniert erstaunlicherweise recht gut, an der ersten Tuer wussten wir zwar erstmal noch nicht so richtig wie und wo aber bei den folgenden 3 Tueren hatten wir dann den Dreh raus und standen in irgendwann in unserem Zimmer.

Nunja, was soll ich sagen, ist halt billig. Zu meinem Unmut waren die zwei Extrabetten noch nichtmal aufgestellt und auch nicht bezogen sondern man musste sie selbst aufstellen indem man einen Wuerfel auseinanderfaltet und da wird ein Bett draus. Alles ganz lustig aber eigentlich waren wir nur muede und wollten ins Bett. Gut, als wir die Betten aufgestellt hatten wussten wir auch warum man dies nicht vorher getan hatte, es gibt dafuer eigentlich keinen Platz. Wir mussten die Stuehle vor die Eingangstuer stellen, der Tisch klemmte zwischen unserem und den Extrabetten und grossartig bewegen konnte man sich im Zimmer nicht mehr. Aber egal, unser Bett war super bequem, den Riesen Fernsehr schalteten wir gar nicht erst an.

Und darueber das man auf den Möbeln in all dem Staub Nachrichten schreiben konnte und in der Dusche noch die Haare vom Vorbewohner rumlagen samt das sich in den Ecken der Dreck tuermte, sahen wir einfach mal hinweg, war ja nur fuer eine Nacht. Dafuer war das Zimmer aber im uebrigen gut ausgestattet, es gab einen Fön, eine Mikrowelle, sogar einen kleinen Kuehlschrank. Wöllte man länger dort Urlaub machen ist dies aber auch nötig denn wo kein Personal da auch kein Fruehstueck geschweigedenn irgendeine andere Mahlzeit.

Geschlafen haben wir dann aber wirklich gut, auf die Dusche am Morgen verzichteten wir angesichts des Reinigungszustandes. Wir wollten ja eh gleich weiter in das Erlebnisbad.

Da wir recht zeitig munter waren, schaute ich noch schnell, wann das Bad aufmacht und da entdecke ich doch auf der Seite mit den Öffnungszeiten einen Hinweis das das Bad gerade wegen Renovierung geschlossen hat. Ich dachte mich tritt ein Pferd, ich hatte doch alles zig mal kontrolliert, andere Reiseziele eben genau deswegen ausgeschlossen. Aber hier stand es eben nur auf der Unterseite mit den Öffnungszeiten, weder auf der Hauptseite noch bei den aktuellen Mitteilungen. Na super, das geht ja gut los. Ok, man macht das Beste draus, wir beschlossen, gleich nach Vuokatti zu fahren und vielleicht schon an diesem Tag mal in den Angry Birds Park zu gehen. Schnell noch schauen wie lange dieser Abends aufhat....und mir wurde erstmal schlecht. Ganz kleingedruckt ganz unten auf irgendeiner Unterseite stand das auch dieser wegen Unterhaltsarbeiten geschlossen hat. Das durfte doch alles nicht war sein. Unsere Hauptattraktionen, wegen denen wir da waren hatten beide zu. Extra wegen dem Spieleland wollten wir ja noch die 400km, fast bis an die russische Grenze fahren. Sonst hätte man ja auch ganz woanders Urlaub machen können.

Tja, wenn alles schief läuft.....muss man das Beste draus machen. Wir beschlossen also, die Fahrt nach Vuokatti in einen kleinen Roadtrip zu verwandeln, in aller Ruhe zu fahren und hier und da wo es etwas zu entdecken gibt anhalten.

Da hatten wir aber unsere Rechnung ohne die Finnen gemacht. Entlang der finnischen Strassen gibt es ueberhaupt nix zu sehen. Selbst die Städte tangiert man nur am Rande, sieht ein paar Häuser und schon ist man vorbei an der Stadt. Die Hinweisschilder kann man nicht einmal deuten, dank der Sprache.....es gibt ja nichtmal Parkplätze geschweigedenn mal Toiletten. Eine Einzige fanden wir auf der ganzen Fahrt.

Und ehe wir uns versahen waren wir ereignislos (mal vom Einkauf im finnischen Supermarkt abgesehen), in Vuokatti angekommen. Und es war gerade mal um 3. Ich hatte unsere Ankunft fuer zwischen 19 und 20 Uhr angekuendigt da wir ja in das Bad wollten. Wir versuchten es trotzdem an der Rezeption und zum Glueck war jemand da so das wir wenigstens ins Haus konnten. Unterwegs hatte ich dem Internet sei dank (wie hat man sich denn in solchen Situationen eigentlich geschlagen als man noch kein Smartphone mit Internet hatte) zumindest rausgefunden das es wohl in Vuokatti zumindest auch eine Art Abendteuerbad geben sollte. Als ich an der Rezeption danach fragte, hatte ich ehe ich es mich versah, schon die Eintrittskarten in der Hand. Ok, nun wussten wir zumindest was wir am nächsten Tag machen wuerden.

Die Ferienwohnung war dagegen mal wirklich ein voller Erfolg. Es gab ueberhaupt nichts auszusetzen, sauber, gemuetlich, super ausgestattet, sogar mit Trockenschrank und Waschmaschine ja selbst genug Schränke fuer die Klamotten. Fussbodenheizung ueberall ausser im Obergeschoss. Ja, hier liess es sich angenehm Urlaub machen.

Nachdem wir dann noch den Platz erkundet hatten



der uebrigens auch noch direkt an einem See liegt




, machten wir die Sauna an und liessen den Abend dann mit Saunieren und relaxen ausklingen.

Hier ein Foto vom Haus welches 4 Wohnungen beinhaltet:




Am nächsten Tag stand dann erstmal das Baden an. Wir sind die paar Kilometer zu dem Bad gefahren und waren doch recht positiv ueberrascht. Hier liess es sich aushalten. Der Einzige Nachteil: es gibt da gar nix zu essen, nichtmal eine Kleinigkeit und 14 Uhr knurrte uns dann so der Magen das wir den Rueckweg antraten. Wir fuhren nach Sotkamo und gingen zu einem Chinarestaurant. Das Essen war aber leider etwas, ja was soll ich sagen, unterirdisch, und ich hatte mich mal wieder auf richtiges Chinaessen gefreut. Naja, aber man wurde zumindest satt. Danach erkundeten wir noch Sotkamo, verfuhren uns und befanden uns plötzlich mitten auf einem Friedhof. Aber wenn man schonmal da war besuchten wir die Abteilung Soldatenfriedhof, wo den Finnen gedacht wird, die im Winterkrieg gefallen sind. Und dank Svens super Geschichtswissen habe ich mir mal wieder was dazugelernt, wie das so war mit den Finnen und den Russen und den Deutschen.

Dann sind wir wieder zurueck zu unserem Domizil und genossen die Ruhe. Am Abend gingen wir noch ein Stueck spazieren und erlebten einen unglaublich tollen Sonnenuntergang.

Ja und damit war auch schon Sonntag. Nun sollte es zurueck gehen, wieder als Roadtrip wobei ich da mittlerweile Zweifel dran hatte das dies was wird. Wurde es auch nicht, die Strecke war genauso trostlos aber immerhin gab es, nachdem wir Oulu erreicht hatten, hier und da mal einen Parkplatz und manchmal sogar mit stillem Örtchen. Ausser natuerlich dort wo wir Mittagessen machen wollten, da gab es nicht weiter als die Einbuchtungen am Strassenrand. Irgendwann beschlossen wir dann eine solche zu nutzen und nahmen eine Kleinigkeit zu uns.

Ihr könnt euch vorstellen wie wir uns geärgert haben als nur wenige km weiter dann plötzlich ein toller Parkplatz auftauchte. Aber naja, schwarz ärgern hilft einem da auch nicht weiter.

In Kemi steuerten wir dann noch einen Supermarkt an, schliesslich gibt es in Finnland tolle Dinge die wir hier nicht haben.

Tja, und dann blieb nur noch die im uebrigen ereignislose Heimfahrt uebrig.

Fazit: wenn alles schief geht muss man das Beste draus machen. Und wir haben mal wieder ein Stueckchen dieser Erde entdeckt wo wir gerne mal wieder hinwollen. Vuokatti können wir nur wärmstens empfehlen, die können Tourismus dort. Es gibt soviel zu tun, trotzdem wohnt man ruhig aber landschaftlich schön, es gibt Wanderwege im Sommer und Angelseen und Badestrände und unzählige Loipen und Abfahrtshänge fuer den Winter.



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