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    Unser Leben im wunderbaren Norden
 
Freitag, 28. April 2017

Es geht voran
Von filainu, 21:13

Ich habe mich in letzter Zeit etwas rar gemacht, die Zeit ist einfach knapp. Wir werkeln und werkeln und werkeln, manchmal fuehlt es sich an als wuerde man gegen Windmuehlen kämpfen. Aber nun langsam sieht man endlich mal Resultate.

Unser Badezimmer ist nun schon ein ganzes Stueck weiter, wir haben Dusche, Badewanne, Waschbecken, Licht und seit heute funktioniert sogar der Handtuchtrockner.

Vorher:



jetzt:



Leider fehlt noch das WC, welches mal wieder ein Transportschadenopfer geworden ist und zu unserem Glueck auch ueberall ausverkauft war. Heute habe ich endlich eins bestellen können, beim einzigen Anbieter der es angeblich im Lager hat, schaun wir mal ob es wirklich kommt.
Ich glaube dann ist auch so langsam die Zeit rum die man warten muss und wir können endlich auch die Fussbodenheizung in Betrieb nehmen.

Das warme Wasser muesste auch mal noch eingestellt werden, teilweise duschen wir nur lauwarm, mehr Temperatur kommt einfach nicht. Wir werden noch die ersten sein die unter der Dusche erfrieren :-)

Die letzten Tage haben Sven und ich nochmal richtig Gas gegeben und in den Kinderzimmern weitergearbeitet. Decke angebracht, Fussboden verlegt, Deckenleisten und Fensterleisten angebracht, Möbel zusammengebaut und Tueren. Ja richtig, endlich haben wir mal Tueren, ganze 3 Stueck sind schon drin (von 8). Das Alles mag jetzt fuer einen Profi nach einem zwei-Tagesjob aussehen aber man muss ja bedenken wir machen das alles nur nebenbei, neben Arbeit, Arztbesuchen, Vereinstreffen und den ganzen anderen Dingen die das Leben eben nunmal fuer einen bereit hält.

Jedenfalls ist Leif Eriks Zimmer jetzt so gut wie fertig, nur noch ein paar Details sind zu erledigen. Und am Wochenende soll auch Thorbens Zimmer so weit sein.

Vorher:


jetzt:



Mittlerweile haben wir auch unsere Kueche bestellt, diese wird dann im Sommer aufgebaut während wir in Deutschland sind, ganz praktisch, da wird gleich unser Haus mit bewacht. Nur können wir eben den Handwerker nicht ueberwachen, das wird spannend. Es ist jetzt auch nicht so das die Lieferzeit der Kueche so lang wäre, nein, die Handwerker haben nur nicht vor Juli Zeit sie einzubauen. Und weil wir einmal dort waren haben wir auch noch ein paar Schränke fuers Bad bestellt, die kommen schon Ende Mai, so wie auch die Elektrogeräte fuer die Kueche, das muesse so sein. Ich darf gar nicht dran denken was da wieder an Arbeit auf uns zukommt aber man versucht es noch zu verdrängen, erstmal die Räume fertig machen wo es jetzt geht, unser Schlafzimmer und der Vorratsraum sind dann mit als nächstes dran.

Der Winter ist noch lange nicht vorbei ( es schneit hin und wieder und es ist auch einfach zu kalt damit mal grössere Mengen wegtauen wuerde, war heute mal am Meer, dieses ist noch von einer geschlossenen Eisschicht bedeckt, sieht nicht so aus als wuerde dies demnächst aufgehen) und trotzdem ist man schon voll im Sommeraktivitätsmodus, sprich, jedes Wochenende was anderes. Morgen ist letztes Vorbereitungstreffen fuers Ringerturnier. Sonntag ist Maifeuer, nächstes Wochenende hat Thorben wie gesagt Ringerturnier, da muessen die Eltern mit drumherum helfen, das Wochenende drauf hat Leif Erik Fussballturnier und das Wochenende darauf hat Thorben Fussballturnier.

Am Dienstag waren wir auf einer Veranstaltung wo es sie bischen um die Zukunftsplanung des Dorfes gehen sollte, das war mal wieder so eine Kann-Mann-Sich-Schenken-Veranstaltung. Nur Leute jenseits des arbeitsfähigen Alters, dementsprechend ging es nur darum, mehr Plätze im Altersheim und ein betreutes Wohnen zu schaffen. Naja, nun wissen wir das und gehen in Zukunft da nicht mehr hin. Andererseits hat man mal ein paar interessante Fakten ueber unseren neuen Heimatort erfahren, z.B. das 90 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung zum arbeiten in die Städte Piteå oder Luleå pendeln.

Achja in Harads waren wir auch nochmal, den Rest noch aus der Garage holen, nun ist das Kapitel endgueltig abgeschlossen. Nächste Woche will ich nochmal hoch die Stuga ausräumen (also so den Kleinkram den wir behalten wollen) und sauber machen vor dem Verkauf, Mitte Mai soll sie dann ausannonciert werden.

Auch wenn der Fruehling noch auf sich warten lässt, die Zugvögel sind schon da. Nun wimmelt es wieder vor Singschwänen, Enten, Gänsen, Kiebitzen, Grossen Brachvögeln und anderen. Nur die Kraniche glänzen noch mit Abwesenheit. Und gestern habe ich auf dem Heimweg von Piteå sogar eine Elchkuh mit ihrem Kind gesehen, direkt hinterm Wildzaun zupften sie die ersten gruenen Spitzen.

Und wo wir dieses Jahr die Ostereier gesucht haben, das erzähle ich euch in Kuerze

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Sonntag, 09. April 2017

Schneemobiltour- erstens kommt es anders und zweitens als man denkt
Von filainu, 14:41

Ja, ich weiss ich bin euch noch den Bericht von unserem Schneemobilausflug schuldig, hier kommt er.

Nochmal kurz der gedachte und geplante Reiseverlauf:

Freitag Leihhänger holen, nach Harads fahren, Schneemobile und Pulka verladen, in Harads uebernachten und Samstag frueh los.
Am ersten Tag bis Kvikkjokk mit dem Auto, dann abladen und bis Sitojaure, dort erste Uebernachtung. Dann weiter ueber Saltoluokta, Stora Sjöfallet und dann ueber den Staussee bis nach Ritsem. Dort 2 Uebernachtungen, dann weiter ueber Sitasjaure, Hukkejaure nach Singi, dort Uebernachtung. Am nächsten Tag weiter ueber Kebnekaise Fjällstation, Nikkaluokta zuruck nach Saltoluokta, dort nocheinmal eine Uebernachtung und am letzten Tag dann zurueck nach Kvikkjokk und heim. Die Uebernachtungen in Ritsem und Saltoluokta hatte ich vorgebucht.

Die grosse Ungewissheit dieser Tour war die Fahrt ueber den Staussee. Immerhin 60km. Und keine Markierung, kein Weg. Im Internet wird eigentlich nur davon abgeraten, das Eis sei verräterisch. Und dieses Jahr war es noch dazu besonders schlecht.

Daher haben wir uns quasi in letzter Minute noch dazu entschlossen, nicht nach Kvikkjokk zu fahren sondern direkt nach Ritsem. In Ritsem angerufen und noch eine Nacht eher gebucht, das war kein Problem. Und auf dem Weg nach Ritsem wollten wir uns das Ganze nochmal anschauen und dann eben die Runde von Ritsem aus fahren mit Ziel Ritsem, sprich, zum Schluss ueber den Staussee.

Nachdem wir in Jokkmokk schnell am Imbiss ein Mittagessen zu uns nahmen fuhren wir weiter nach Ritsem.




Als wir wir am Stausee langfuhren sahen wir das es eigentlich wirklich nicht möglich war, auf selbigem bis Ritsem zu fahren. Auf dem Eis gab es keine Spuren, es war noch zu zeitig in der Saison, teilweise hätte man auf der Strasse fahren muessen, die war aber streckenweise nichtmal mit Schnee bedeckt da dieser weggeblasen war. Nein, irgendwie waren wir froh, nicht von Kvikkjokk gestartet zu sein.

Dann erlebten wir noch was kurioses, da stand plötzlich ein Auto mitten auf der Strasse, sämtliche Tueren offen und zig Leute (es war ein VW Bus) standen auf der Strasse rum und fotografierten das:



da hätte man ja wirklich wenigstens mal an den Rand fahren können statt die ganze Strasse zu blockieren.

In Ritsem angekommen haben wir uns erstmal eingerichtet. Am Abend kam dann ein Bekannter vom Angelausflug zurueck, einer der beiden die wir letztes Jahr in Ritsem getroffen hatten und die quasi daran Schuld sind das wir in der Piteå Kommun gelandet sind.

Er war dort mit einem Bekannten und man hatte sich natuerlich viel zu erzaehlen.

Wir berichteten von unserer geplanten Tour aber selbst er riet uns davon ab, ueber den Stausee zu fahren. Und er muss es wissen, er kennt dort oben wirklich jeden Quadratzentimeter auswendig. Aber er bot uns an er könne, wenn er am Montag heim fährt, unser Auto mitnehmen und dort abstellen wo der Weg von Nikkaloukta ankommt. Dann könnten wir die Runde fahren und bräuchten nicht ueber den Stausee. Das war natuerlich eine Idee, wir wollten zumindest mal drueber nachdenken.

Als das Gespräch auf die Planung fuer den nächsten Tag kam, meinten die zwei das sie schon was machen wuerden aber nicht angeln, es war zu kalt. Und als wir meinten wir wollten mal nach Kutjaure, beschlossen sie, mitzufahren. Und uns mal bisl die Gegend zu zeigen.

Am nächsten Morgen waren es minus 25 Grad. Blauer Himmel aber deutlich zu kalt zum Schneemobilfahren. Es dauerte bis Mittag, bis die Temperaturen endlich etwas mässig bei nur noch minus 18 Grad lagen und wir uns auf den Weg machten.




Zunächst war uns der Weg bekannt und wir fuhren hintereinander.

Immer mit der Akka in Begleitung.



Irgendwann meinte dann einer der beiden er muesste eine Abkuerzung nehmen oder was auch immer und wir natuerlich hinterher. Ja, nur verliess er den Weg und fuhr im Tiefschnee. Und ich mit meinem Schneemobil, was eigentlich nur fuer Wege geeignet ist samt der Pulka hintendran. Wir folgten ihm eine Weile aber als uns die Bäume zu dicht und der Schnee zu tief wurde beschlossen wir, wieder umzukehren und dem Weg weiter zu folgen. Gesagt getan, es war gerade noch eine Lichtung wo wir umlenken konnten und so fuhren wir zurueck und folgten dann dem Weg zum Kutjauresee.

Dort gabelten uns die zwei dann wieder auf




und fuehrten uns doch noch zur Kutjaurehuette.




Dort gingen wir ersteinmal rein um uns aufzuwärmen. Der Huettenwirt diskutierte ersteinmal etwas rum da wir unsere Mitgliedskarten vergessen hatten bzw. nicht drangedacht hatten sie mitzunehmen aber ich versprach ihm am nächsten Tag nochmal wiederzukommen. mit den Karten.

Rueckzu nahmen wir dann einen anderen Weg. Von der Huette hoch aufs Plateau. Wir sind ja vorletzten Sommer hier gewandert und da wa es unheimlich steil aber jetzt im Winter und mit Motorantrieb war es kein Problem. Wir fuhren einfach geradewegs den Berg hoch, hier gab es keine Spuren mehr nichts.




Aber da es viel weht war der Schnee ziemlich hart gepackt und selbst ich mit meinem Schneemobil sank nicht ein. Und oben angekommen raubte uns der Anblick fast den Atem. Unberuehrtes weiss, soweit das Auge reichte, keine Menschenseele. Einfach nur Stille, Einsamkeit und fantastische Natur. Das war genau das was wir gesucht hatten, hier konnte man auch fahren wie man wollte da es nicht zu einem Naturschutzgebiet gehört.




Unser Bekannter wurde dann plötzlich mit seinen ueber 60 Jahren zum Jugendlichen und versuchte einen sehr steilen Hang hochzufahren, er kam aber nicht bis ganz hoch.


der kleine schwarze Punkt am Hang ist unser Bekannter

Sein Begleiter erzählte uns dann aber das man sicher auf den Berg hochkäme, aber eben ueber den Kamm und nicht an der steilen Flanke hoch. Aber ir versuchten es nicht, schliesslich hatten wir die Kinder auch im Anhänger sitzen. Wir fuhren dann durch das Tal



bis an die Kante wo man einen tollen Ausblick auf den Akkajaure hat



und dann geht es ziemlich steil runter. Aber Schneemobile haben ja zum Glueck auch ne Bremse.

Das war wirklich ein sehr gelungener Ausflug und genau das was wir wollten. Wir beschlossen daher unsere Pläne nochmal zu ändern, die Runde nicht zu fahren sondern lieber stationär in Ritsem zu bleiben, am nächsten Tag nochmal da hoch zu fahren und am Tag darauf einen Ausflug nach Hukkejaure zu machen. Es zeigte sich ja, das man immer erst Mittags los konnte und so ab um 3 wo die Sonne unterging wurde es dann auch wieder empfindlich kalt, unter minus 20 Grad. Man hatte also nur ein recht kurzes Zeitfenster zum Fahren.

Am Sonntag wollte dann unser deutscher Bekannter am Nachmittag zu uns stossen. Also nutzten wir den Vormittag, um noch einmal aufs Hochplataeu zu fahren. Diesmal liessen wir Pulka und die Kinder in Ritsem und fuehren gleich den steilen Weg hoch. Oben angekommen fuhren wir einfach nur so rum, fuhren Hänge hoch und wieder runter, genossen einfach die weissen Weiten.







Und dann wollten wir mal schauen ob es die Möglichkeit gibt ueber den Kamm auf den Berg zu kommen. Stueck fuer Stueck, Huegel fuer Huegel kletterten wir immer höher. Und es ging erstaunlich gut.



Und plötzlich waren wir oben angekommen. Und die Aussicht und der Anblick war einfach spektakulär. Und das lustige ist, da oben hat man sogar Handyempfang.









Man konnte weit nach Norwegen rein schauen, zum Kebnekaise, in den Sarek und in den Padjelanta. Und das Wetter war einfach nur toll, blauer Himmel, Sonne, Windstill. Hier mussten wir unbedingt nochmal mit den Kindern her.

Dann war es auch schon Zeit zurueckzufahren. Als wir ankamen war unser Bekannter auch gerade angereist und dabei sein Schneemobil abzuladen. Perfektes Taiming.

Am Nachmittag wollten wir mit ihm noch eine kleine Runde fahren, zum Eingewöhnen und machten uns auf den Weg nach Sitasjaure. Leider verschwand die Sonne da schon hinter den Bergen uns es wurde ziemlich ungemuetlich. In Sitasjaure wollten wiruns eigentlich aufwärmen man wies uns aber nur einen unbeheizten Raum zu der sich noch kälter anfuehlte als die Luft draussen.

So hielten wir uns nicht lange auf sondern sahen zu, so schnell wie möglich wieder nach Ritsem zu kommen.

Und wieder beschlossen wir eine Planänderung. Wir wollten unserem Bekannten und unseren Kindern den Berg zeigen (der sich beim Blick auf die Karte als Allak präsentierte) und beschlossen daher, am nächsten Tag nicht nach Hukkejaure zu fahren sondern abermals hoch aufs Plateau. Es war einfach nur zu toll dort. Wir packten warme getränke und ein bischen Snacks fuer eine Mittagspause auf dem Berg ein und machten uns auf den Weg. Ich war zunächst bischen skeptisch ob mein Schneemobil den steilen Berg mit Pulka schaffen wuerde aber die Sorgen waren unbegruendet.

Wir fuhrten zunächst wieder erst etwas im Tal rum und beschlossen dann, den Berg noch einmal zu erklimmen. Als ich dann merkte das es fuer mein Schneemobil doch zu anstrengend war, die Pulka hochzuziehen koppelten wir diese an Svens Schneemobil aber auch dieses hatte an einer etwas steileren Steigung Probleme so das wir die Pulka auf halber Höhe stehen liessen und die Kinder fuer die restliche Strecke auf die Schneemobile verteilten.

Das Wetter war zwar auch heute wieder super, leider wehte es aber ziemlich heftig auf dem Gipfel



so das wir beschlossen, das Mittagessen doch lieber in die Kutjaurestuga zu verlegen. Und da konnte ich gleich mal noch unsere Mitgliedskarten vorzeigen. Gesagt getan. Diesmal gingen wir aber nicht erst in die Huette rein, es war so angenehm warm in der Sonne das wir draussen Rast machten.




am Toilettenhäuschen sieht man das durchaus viel Schnee lag, nur eben fest. Habe ich uebrigens auch zu spueren bekommen. Ich wollte ein Fotot von der gleichen Stelle machen wo ich damals im Sommer stand. Kaum verliess ich den Vorplatz der Huette steckte ich bis zur Huefte im Schnee und hatte zu kämpfen wieder rauszukommen.

Aber natuerlich konnte ich es mir nicht verkneifen den Huettenwirt aufzusuchen und die Karten vorzuzeigen. Rueckzu fuhren wir dann ueber den See und am Ufer des Vuoätno (oder wie der Fluss heisst) lang.

Fuer den nächsten Tag war eigentlich noch eine kleinere Tour geplant um dann am Nachmittag zu verladen und nach Saltoluokta zu fahren. Das Wetter war aber nicht so besonders und so beschlossen wir, gleich zu laden und uns auf den Weg zu machen. Normalerweise hätten wir ja nicht erst in Saltoluokta nochmal angehalten sondern wären gleich heim gefahren aber wir hatten ja nunmal die Uebernachtung gebucht samt 3 Gänge Abendbrot, das wollten wir uns dann doch nicht entgehen lassen. Zumal man nur positives hört.

Also alle Schneemobile aufgeladen und die Pulka, das Auto gepackt und die 60 km bis nach Kebnats gefahren. Dort das Auto geparkt, mein Schneemobil und die Pulka wieder abgeladen (Sven wollte sein Schneemobil gleich auf dem Hänger lassen, wie gesagt das Wetter war eh nicht besonders einladend). Sven und Thorben und die Pulka gepackt, Leif Erik hinter mich aufs Schneemobil und los gings ueber den Langas nach Saltoluokta. Halb 1 kamen wir dort an, natuerlich genau in der einen Stunde am Tag wo die Rezeption nicht besetzt ist also hiess es warten. Hätten wir gewusst das die Huetten nichtmal Schluessel haben hätten wir ja gleich einziehen können, wussten wir aber eben nicht.

Um 1 machte die Rezeption wieder auf und wir konnten einchecken und unsere Huette beziehen. Irgendwie fanden wir diese Fjällstation echt ueberschätzt. Wir fanden jetzt gar nix besonderes dort was die ueberhöhten Preise erklären wuerde. Aber immerhin die Huette hatte Strom und Elektroheizung. Der Blick aus dem Fenster war nicht so toll, der Schnee war dort sehr gelb gefärbt da besonders die männlichen Bewohner offensichtlich den Weg zum Toilettengebäude nicht auf sich nehmen wollen.

Ich wollte dann doch noch gerne ein Stueck mit dem Schneemobil fahren und machte mich auf den Weg Richtung Sitojaure. Es herrschte dichtes Schneetreiben und es war diesig. Ich konnte zwar von Markierung zu Markierung fahren, das war kein Problem, aber Freude gemacht hat es nicht, zumal man keinerlei Unebenheiten im Weg sah, die aber reichlich vorhanden waren.

So sah das Ganze aus, wie man sieht sieht man nix:





Nach 4km kehrte ich wieder um, es sollte einfach nicht sein. Und von der Landschaft sah man eh nix aufgrund des Wetters.

Wir waren dann in der Sauna, das war schön entspannend bevor wir uns zum Abendessen aufgemacht haben. Wie gesagt ich hatte das 3-Gänge Menue gebucht, das ist noch teurer als die Unterkunft, sollte aber was besonderes sein, regionale Kueche und so.

Als Vorspeise gab es eine Bouillabesse vom Sik (Felchen), ein Fisch der dort im See gefangen wurde. Naja, war jedenfalls nicht so mein Fall, aber es gab zum Glueck auch Salat.

Dann gab es den Hauptgang, Wildhackbraten mit Kartoffeln und Grillgemuese und irgendeiner Sosse. Das beste daran war wohl das Gemuese von dem ich allerdings nur 3 Stueckchen abbekam da ich mit als letztes am Buffet war da ich mich mit dem Tischnachbarn unterhalten hatte. Und während Fleisch und Sosse nachgefuellt wurde verblieb die Gemueseschuessel leer. Naja, und einfach nur Hackbraten mit Kartoffeln.......weiss nicht kann ich auch zu Hause haben, war nicht direkt was besonderes.

Als Nachtisch gab es dann Blaubeerkuchen mit irgendeiner besonderen Schlagcreme. Diese hat nicht wirklich geschmeckt, der Blaubeerkuchen bzw. das Kuechlein, ca. 5cm im Durchmesser, war auch nicht wirklich herausragend.

Kurz gesagt, wir waren enttäuscht und verstehen nicht was andere so toll an Saltoluokta finden. Hier werden wir nie wieder uebernachten, selbst dann nicht wenn wir das Stueck Kungsleden wandern wollen was dort langgeht.

Am nächsten Tag haben wir dann unsere 7 Sachen gepackt, sind ueber den Langas zurueck zum Auto wo Svens Schneemobil noch unbeschadet und unangetastet auf dem Hänger stand, haben mein Schneemobil und die Pulka verladen und sind zunächst nach Harads gefahren. Dort haben wir alle nochmal gebadet, haben die Autos mit Zeug vollgeladen was eben noch dort war und sind dann nach Huase gefahren. Urspruenglich wollten wir zwar nochmal in Harads uebernachten, hatten aber dann doch keine Lust mehr.

Ja der Ausflug verlief irgendwie total anders als monatelang im Voraus gepeplant und wir haben unsere Pläne mehrmals im Verlauf der Reise geändert aber ein toller Urlaub war es trotzdem (bis auf die letzte Uebernachtung). Wir haben wieder was dazugelernt. z.B. das Anfang März doch zu zeitig ist fuer solche Unteernehmungen weil einfach zu kalt und das Ritsem eine heimliche Perle die wir jeder anderen Fjällstation vorziehen und das Saltoluokta total ueberschätzt ist.

Und hier noch ein paar Bilder die im Text nicht richtig reingepasst haben:














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Montag, 03. April 2017

Ohne Training ist auch kein Problem-oder?
Von filainu, 13:27

Nun will ich doch gleich mal von unserem Wochenende berichten.

Freitag ging es also nach Gällivare. Dort angekommen ins Einkaufszentrum, Startnummer holen und dann ab ins Hotel. Die Wetterbedingungen waren deutlich besser als letztes Jahr, Minusgrade Tag und Nacht, keine eisigen Spuren.

Also habe ich abends noch meine Skier mit Tape versehen, statt wachs, dieses hält locker 50km ohne das man nacharbeiten muss und funktioniert fuer die meisten Schneebschaffenheiten nur eben nicht fuer Eis.

Aufs ausprobieren verzichtete ich diesmal.

Am nächsten Morgen war ich 5.45 munter. Ein Glueck ich hatte mir zwar den Wecker im Handy gestellt aber vergessen auch den Samstag zu aktivieren, er hätte also nicht geklingelt.

Dann erstmal fruehstuecken, habe es mit Haferbrei probiert, ein paar Löffel habe ich runterbekommen mehr nicht, einfach furchtbar dieses Zeug. Auch wenn es sicher gut Energie gibt.

Halb 7 hat mich Sven dann zum Start gefahren, ich habe ich in Ruhe fertig gemacht und punkt 7 bin ich gestartet. Fuer dieses Jahr hatte ich mir vorgenommen, mal nicht feige zu sein und bei steileren Abfahrten die Skier abzuschnallen sondern ich wollte wirklich mal jeden Meter auf Skiern zuruecklegen. Direkt nach dem Start kam gleich so eine Stelle wo ich letztes Jahr gelaufen bin, diesmal meisterte ich sie auf Skiern. Und dann lief es eigentlich super, ich kam gut vorran, hatte keine Materialprobleme, das Wetter war auch gut, was will man mehr. Nach einer Stunde war ich an Kontrolle Nummer zwei, fuehlte mich super, dachte ich laufe einer neuen Bestzeit entgegen und das so ganz ohne Training. Die Ski machten auch gut mit und weiter ging es. Ich hielt meinen Schnitt von 10km/h bis zu km 25 und war frohen Mutes, fuehlte mich sogar als könnte ich heute noch ne zweite Runde drehen.

Dann begann der steilste Anstieg der Strecke welchem dann die "gefährlichste" Abfahrt folgte. Der Anstieg kostete natuerlich Zeit aber war trotzdem kein Problem. Und auch die Abfahrt meisterte ich AUF Skiern und fragte mich hinterher warum ich da letztes Jahr gelaufen bin.

Irgendwann kam dann noch eine kurze aber gemeine Abfahrt, da steht sogar ein Schild das die die laufen rechts gehen sollen und die die Ski fahren links und da dort alle vor mir die Skier abschnallten habe ich schon kurz ueberlegt aber dann dachte ich nur, wenn ich jetzt wieder kneife dann mache ich es auch in Zukunft und wagte mich die Abfahrt runter. Und es war letztendlich auch nicht wirklich ein Problem.

Und weiter ging es, ich fuehlte mich nach wie vor Fit. Aber irgendwie rann mir plötzlich die Zeit davon. Ich wurde langsamer und langsamer, konnte mir das aber gar nicht wirklich erklären alles lief doch gut. Als mich die Elitläufer jedoch 3km vor der Stelle ueberholten als sie es letztes Jahr taten bekam ich meine Bestätigung das irgendetwas faul war. Und 7km vor dem Ziel bekam ich es dann auch zu spueren. Plötzlich bekam ich Krämpfe, ueberall, in den Beinen, im Ruecken, in den Armen, selbst in den Gesichtsmuskeln. Ich fing an zu zittern und war total kraftlos. Ich nahm dann erstmal solche Kautabletten gegen die Krämpfe aber die halfen auch nur minimal. Kurz vorm Ziel aufgeben kam natuerlich nicht in Frage aber die letzten km wuerden sicher eine Ewigkeit dauern. Die Schokolade die es 5km vorm Ziel gab, hauchte zwar wieder etwas Leben in meinen matten Körper aber auch nur etwas, die Freude am Skifahren kam bis zum Ziel jedenfalls nicht mehr auf.

Kurz nach 13 Uhr war ich dann doch im Ziel angekommen, 5 minuten langsamer als letztes Jahr. Aber deutlich kaputter. Dann habe ich auch noch vor lauter Erschöpfnung das Dehnen vergessen. Dementsprechend kann ich selbst heute noch nur mit grossen Muskelschmerzen laufen (und zwar ueberall im Körper, Beine, Ruecken, Bauch, da sieht man mal was Skilaufen fuer ein Ganzkörpertraining ist). Wenn ich ueberlege, letztes Jahr war ich hinterher sogar noch auf dem Laufband, daran war diesmal nicht zu denken, trotz Schmerztabletten habe ich in der Nacht kaum geschlafen.

Auch wenn ich also auch ohne Training die 50km geschafft habe, das Gefuehl nach dem Lauf und auf den letzten km ist mit Training deutlich schöner.

Und als ich dann mal die Nachrichten durchgeschaut habe die ich letztes Jahr von unterwegs geschrieben habe merkte ich das ich ueberhaupt nicht schneller war diesmal, auch auf den ersten 10km nicht obwohl es sich so anfuehlte. Vielleicht ist das Tape doch nicht so 100 prozentig das was man braucht auch wenn es natuerlich die 50 km gehalten hat aber man verliert scheinbar deutlich an Gleitfähigkeit. Aber dieses ganze Skigewachse ist sowieso ne Wissenschaft fuer sich will man das Beherrschen muss man wohl studieren.

Aber immerhin, ein Erfolg bleibt und zwar der das ich diesmal wirklich nicht einen Meter zu Fuss gegangen. Auch schon ein Fortschritt. Mal sehen wie es dann nächstes Jahr wieder mit Training klappt.

Unser Wochenende war aber ja noch nicht vorbei, denn am Sonntag hatte Thorben noch seinen Kinderlauf. Start war 11 Uhr und 16 Minuten später kam er nach 2,5km schon ins Ziel.

Danach sind wir erstmal nach Harads gefahren, Hausuebergabe stand an. Wir trafen uns also mit dem hauskäufer, uebergaben ihm das Haus, stellten ihn noch bei den Nachbarn vor.....ja das dauert auch alles seine Zeit so das es schon nach 18 Uhr war als wir uns entgueltig auf den Weg nach Hause machen konnten.

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Freitag, 31. März 2017

Relaxwochenende
Von filainu, 07:12

Letzte Woche Donnerstag waren wir nochmal mit beiden Autos in Harads, das Haus weiter ausräumen. Meine Guete, wir hatten zwar das Gröbste mit dem gemieteten Transporter wegbekommen aber diese Reste Krimskrams, da kommt auch noch jede Menge zusammen.

Freitag haben wir dann das neue Auto geholt und den alten in Zahlung gegeben und Samstag durfte der neue dann auch schon ran, erneut fuehrte uns unser Weg nach Harads zum Ausräumen und sauber machen. Immerhin, die oberste Etage schafften wir komplett fertig.



Am Sonntag haben wir das schöne Wetter fuer einen Ausflug genutzt. Wir sind nach Luleå gefahren und dort auf der Eisbahn (die Eisstrassen waren dieses Jahr wegen dem waremn Winter nicht geöffnet) zu einer Insel wo es Waffeln gibt. Leif Erik auf Schlittschuhen, ich zu Fuss und Sven und Thorben hatten sich einen Tretschlitten geliehen. Es war sehr windig so das Sven und Thorben auf Ihren Schlitten davorfuhren ohne ueberhaupt anzuschieben. Das Eis war schon ziemlich in Mittleidenschaft gezogen, ueberall Wasser und Matsche aber immerhin noch tragfähig.

Auf der Insel angekommen und den Waffeln entgegensehend wurden wir gleich enttäuscht, man hatte den Verkauf bereits aufgehört da kaum jemand da war an dem Tag. Ok, bei dem Wind kein Wunder. Immerhin bekamen wir noch was zu trinken und zumindest noch eine kalte Waffel die uebrig war bevor wir uns auf den anstrengenden Rueckweg machten. Diesmal nahmen Leif Erik und ich die Tretschlitten und Thorben und Sven gingen zu Fuss. Das was hinzu Rueckenwind war war nun Gegenwind der einem teilweise den Atem raubte. Aber irgendwie war es trotzdem schön mal wieder rauszukommen.









Und am Dienstag fuehren wir eine letzte Fuhre, machten das Haus sauber und nun ist es endlich uebergabefertig. Nicht zu zeitig denn am Sonntag kommt der Hauskäufer um es in Besitz zu nehmen.

Am Montag kamen dann ueberraschenderweise schon die neuen Fliesen fuers Bad. Aber da ist natuerlich dann auch nicht sofort ein Fliesenleger frei aber seit gestern geht es wieder vorwärts, heute will er fertig fliesen und dann muss es nur noch verfugt werden.

Auch wir machen langsam Fortschritte, die Anzahl Lagerregale im Lager steigt beständig und immer mehr ware findet ihren Platz, in der Kueche habe ich die alten Kellerregale aufgebaut, damit wir erstmal eine vorruebergehende Verwahrungsmöglichkeit haben. Die neue Kueche wird vorraussichtlich Mitte Juli eingebaut, bis dahin brauchen wir ja irgendwie Platz fuer unser Zeug. In den Kinderzimmern arbeite ich auch weiter, gestern habe ich Thorbens Fototapete an die Wand gebracht.




Heute um 12 spätestens geht es dann los nach Gällivare. Unterwegs habe ich fuer Sven eine Massage gebucht als Geburtstagsgeschenk, während ich noch das Ferienhaus schnell fertig mache da unser Hauskäufer dort ein paar Nächte uebernachten möchte bis er das Haus soweit eingerichtet hat.

Die Massage wurde leider heute fruhe storniert wegen Krankheit, schade, so war das nicht gedacht.

Dann gehts weiter nach Gällivare ins Hotel und morgen habe ich meinen 50km Skilauf. Was das jetzt mit relaxen zu tun hat? Nunja, ich laufe ja nicht wirklich mit jemandem um die Wette sondern aus Spass am Skifahren und der Natur und da kann man trotzdem relaxen, die Gedanken mal schweifen lassen und einfach die Ruhe geniessen und da ich so langsam bin habe ich da wirklich viel Zeit dazu. Wird nur spannend ob ich es ueberhaupt schaffe, schliesslich habe ich seit Anfang Januar auf keinem Ski mehr gestanden und eigentlich tut mir auch jede Muskelfaser in meinem Körper weh vom Kisten schleppen, renovieren usw. Aber ich werde heute mal versuchen, keine körperliche Arbeit mehr zu verrichten und noch etwas auszuruhen.

Sven und die Jungs können es sich in der Zwischenzeit im Hotel gut gehen lassen, in die Sauna gehen, im Gym trainieren oder einfach nur entspannen. Am Sonntag dann hat Thorben seinen Kinderlauf, diesmal möchte er ohne Mama fahren :-) und danach gehts zurueck nach Harads zur Hausuebergabe. Auch das ist ein Teil vom Relaxwochenende, können wir doch dann endlich auch mit diesem Thema abschliessen.

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Mittwoch, 22. März 2017

10 Jahre älter in 7 Tagen
Von filainu, 16:44

Die letzten 7 Tage waren einfach nur eine reine Katastrophe. Bis letzten Mittwoch war die Welt noch in Ordnung aber dann kam es knueppeldick.

Es begann am Vormittag auf dem Weg nach Piteå zum Impftermin. Wir hatten den Hänger mit und wollten noch Baumaterial holen.

Am Tag vorher hatte die Bank angerufen das eine Zahlung aus dem Ausland an uns unterwegs sei und das wir doch mal sagen sollten warum wir eine solch grosse Summe erhalten. Wir erklärten dann das wir ja unser Haus verkauft haben und das dies der Kaufpreis ist. Man wollte den Kaufvertrag sehen, da ich derzeit im Chaos nicht weiss wo wir den haben verwies ich an den Makler welcher im gleichen Haus sitzt wie die Bank und ja auch ein Exemplar des Vertrages hat.

Am Mittwoch jedenfalls, wir waren gerade zu Hause losgefahren, ruft der Hauskäufer an, der Makler hätte ihn kontaktiert, er bräuchte noch Unterlagen. Während Sven versuchte rauszubekommen worum es ueberhaupt geht, bog ich auf die Autobahn ein und merkte sofort das bei meinem Auto nicht alle Pferde zu Hause waren, ich kam kaum vorwärts. Sven keine Hilfe da am Telefon. Also hielt ich auf der Autobahn an, dachte die Handbremse beim Hänger ist angezogen. War sie nicht und als sich von hinten ein LKW näherte, stieg ich schnell wieder ein und gab Gas. Mit Muehe und Not kam ich auf 60km/h. Aber immerhin, es fuhr noch und es war auch keine Warnlampe an.

Sven wurde auch nicht wirklich schlau aus dem Telefonat und rief den Makler an. Dort kam dann raus das die Bank die Bezahlung abweisen wollte wegen Geldwäschegesetz. WAS!!! Das durfte doch nicht wahr sein. Wir haben doch schliesslich nachweisen können wofuer wir das Geld bekommen. Ja, aber die Bank hatte keinen Nachweis das der Bezahler das Geld auch ehrlich verdient hat. Ihr könnt euch nicht vorstellen was fuer ein Karusell in unserem Kopf anfing zu drehen. Froh endlich einen Käufer gefunden zu haben, will die Bank jetzt das Geld nicht akzeptieren? Es folgten zig Telefonate mit Bank/Käufer und Makler. Und wir erreichten zumindest das das Geld nicht zurueckgeschickt wurde sondern das man den Vorgang zumindest mal pruefen wollte.

Dazu sollte der Käufer mal nachweisen wo er das Geld her hat.

Ich kuerze das Drama jetzt mal ab, es hat geschlagene 7 Tage unzählige Nerven und Telefonate gekostet bis nun heute endlich das Geld freigegeben wurde. Mittendrin hatte der Käufer schon keine Lust mehr und wollte vom Kauf zuruecktreten, seine Bank drohte mittlerweile auch das Geld zurueckzuholen usw. Die Bank hat dann zum Schluss nichtmal mehr mit uns geredet sondern wenn ueberhaupt dann nur noch SMS geschickt. Und da steht man, will gerne mithelfen um das Ganze zu beschleunigen, kann aber nicht weil keiner mit einem redet. Und ueberhaupt sagte man uns das es uns eh nix anginge, der Käufer hat Nachweispflicht nicht wir. Jaja, aber es ging ja schliesslich um unser Geld.
Mit jedem Tag der ging gab man die Hoffnung ein Stueckchen mehr auf, malte sich den schlimmsten Fall aus nämlich das der ganze Kauf platzt. Aber heute dann endlich der erlösende Bescheid, das Geld wird freigegeben. 2 Minuten später war das Geld auch schon auf meinem Konto.

Der Katastrophenmittwoch war aber damit noch lange nicht vorbei. Zwischenrein rief noch das Finanzamt an und teilte uns mit das unser Haus nicht vor nächstem Jahr zum Eigenheim umgeschluesselt werden kann da der Stichtag immer der 1.1. ist und da war es nunmal noch ein Kindergarten, auch wenn leerstehend. Warum das so wichtig ist? In Schweden bekommt man einen Steuerabzug auf Handwerkerleistungen welcher immer gleich mit der Rechnung verrechnet wird und den wir natuerlich dieses Jahr auch ausschöpfen. bis zu 50.000 SEK pro Person kann man bekommen, wir zusammen also 100.000 SEK. Diesen bekommt man aber eben nur fuer Handwerkerleistung in Eigenheimen. Und der erste Antrag wurde eben abgelehnt weil unser Haus nicht als solches eingestuft ist und eben auch nicht werden kann dieses Jahr.

Mit anderen Worten, uns drohten 100.000 SEK mehr an Handwerkerkosten wenn sich das Ganze nicht lösen liesse. Und es liess sich natuerlich am Mittwoch auch nicht lösen. Gluecklicherweise ist das Finanzamt hier aber mehr auf Steuerzahlerseite als in Deutschland und nach mehreren Telefonaten mit unterschiedlichen Bearbeitern hatte man dann am Freitag einen Weg gefunden das wir doch den Abzug geltend machen können. ok. wenigstens eine Katastrophe abgewendet.

Dann also am Mittwoch das Auto gleich noch in die Werkstatt geschafft.

Zu Hause angekommen der nächste Schock, der Fliesenleger offenbarte uns das sämtliche Fussbodenfliesen einen Produktionsfehler hatten den man auf den ersten Blick nicht gesehen hat, aber als sie ca. 10 Platten verlegt hatten, fiel es auf. Das durfte doch alles nicht war sein, hatten wir nicht schon genug Hiobsbotschaften bekommen innerhalb der letzten Stunden? Der Fliesenleger hat also dann sein Zeug zusammengepackt und ist gegangen, wir mussten uns erstmal um neue Fliesen kuemmern. Heute, 1 Woche später, haben wir dann endlich Bescheid bekommen das die neuen Fliesen irgendwann Ende nächster Woche an uns geschickt werden. Mit anderen Worten, in unserem Bad ist seit einer Woche nichts mehr passiert und es wird noch ca. 2 Wochen dauern bis da was weitergeht.

Und wer sich wundert warum ein Badezimmer in Schweden so lange dauert dem sei erklärt das hier andere Regeln gelten. Hier muss zum Beispiel das ganze Bad leichtes Gefälle haben plus stärkeres Gefälle um die Fussbodeneinläufe rum. Das heisst hier kann man nicht einfach ne Fussbodenmasse giessen sondern man muss das Gefälle aufspachteln und das dauert seine liebe Zeit bei insgesamt rund 30qvm. Weiterhin muss hier, da die Häuser aus Holz sind, eine Wasserundurchlässige Sperrschicht an Wand und Fussboden angebracht werden wenn man fliesen will da ja Fugen nicht wasserundurchlässig sind. Und das Verlegen dieser Schicht dauert auch seine liebe Zeit, die Bahnen muessen ja auch miteinander verschweist werden.

Dann sind auch nicht immer gleich die Handwerker zur Strelle, da können schonmal paar Tage vergehen zwischendrin und ausserdem musste bei uns ja die Grundplatte des Hauses zum Verlegen der Abwasserrohre aufgepickert werden, auch eine Zeitraubende Arbeit, der Beton ist schon recht stabil.

Und durch die ganzen Telefonate mit Finanzamt, Bank, Fliesenlieferant usw ist natuerlich auch sonst so gut wie nichts vorangegangen hier, im Gegenteil, teilweise wusste man gar nicht wo oben und unten ist, man hatte total den Antrieb verloren, wollte am liebsten nur noch weg aus Schweden.

In den 7 Tagen sind wir mindestens 10 Jahre gealtert, soviele Probleme auf einmal und dann auch noch diese Machtlosigkeit, das man selber nix machen kann und ständig und immer wieder den Leuten hinterhertelefonieren muss und diese dann nichtmal ans Telefon gehen weil sie nicht mit einem reden wollen.

Dann hat auch noch Svens Auto angefangen irgendwie komisch zu klingen, dazu kommt noch das die Windschutzscheibe vorgestern gerissen ist und der Tuev steht auch an. Und da Sven eh schon länger ein neues Auto haben wollte, haben wir uns umgeschaut, direkt das Wunschauto gefunden, gestern waren wir dort Probe fahren und am Freitag holen wir ihn ab. Aber natuerlich lief der Termin im Autohaus auch nicht problemlos ab. Der Verkäufer hatte zu Sven gesagt er solle Dienstag zwischen 10 und 12 Uhr vorbeikommen. Kurz nach 11 waren wir dort-der Verkäufer war gerade zur Mittagspause, bis um 12. Na super. Man wollte uns dann inzwischen mal das Auto zeigen und uns probefahren lassen aber dort wo das Auto stehen sollte war nur eine Luecke. Es stellte sich heraus, das Auto war zum Tuev und wurde erst um 1 wieder zurueckerwartet. Also man denkt wirklich man ist im falschen Film. Man wollte dann das Auto vom Tuev zurueckholen, die hatten aber auch Mittag und alles abgeschlossen.

Ok, man versuchte es zu lösen, wir fuhren derweil mal schnell in den Tapetenladen wir mussten noch eine Tapete fuer Leif Eriks Zimmer aussuchen. Eine Viertel Stunde später waren wir wieder im Autohaus und mittlerweile war das Auto da, man hatte es einfach mit dem Zweitschluessel ohne Wissen des Tuevs geholt. Der Verkäufer war unterdess auch aufgetaucht und dann lief alles reibungslos und man war auch sehr bemueht.

Am Sonntag haben wir mal das schöne Wetter fuer einen Spaziergang genutzt, nun ist der Fruehling angekommen, wir haben die ersten Singschwäne gesehen.







ja, die Schneemobilsaison ist nun wirklich vorbei:







Auch wenn der Winter sich noch nicht ganz zurueckziehen will, erst letzte Nacht hat es wieder geschneit.

Am Samstag waren wir mal wieder in Harads, weiter ausräumen. Morgen fahren wir wieder hin und Samstag und dann sind wir hoffentlich fertig mit diesem Kapitel. Am 1.April kommt der Hauskäufer, am 3. April ist Uebergabe und dann ist dieser Vorgang endlich abgehakt.

Achja, mein Auto hat sich auch selbst geheilt, zumindest findet die Werkstatt keinen Fehler. Ich bin zwar der Meinung das immernoch einige Pferde auf der Flucht sind und nicht im Motor aber das werden wir morgen mal sehen wenn wir wieder mit Hänger Autobahn fahren.

Vorletztes Wochenende war hier auf der Ostsee auch Eisangelwettbewerb. Wir hatten zwar keine Lust teilzunehmen, aber mal ne Runde mit dem Schneemobil fahren und mal schauen gehen, ja das wollten wir. Also haben wir gleich mal die örtlichen Schneemobilwege erkundet, praktisch, einer geht direkt hinter unserem Haus lang, und sind zum Hafen gefahren. Dort konnte man unterschiedliche Schneemobile testen. Dann sind wir raus zum Eisangelgebiet gefahren um mal zu schauen. Da kam dann plötzlich ein Mann auf uns zu den wir als denjenigen wiedererkannten der unser Schneemobil gekauft hatte. Und tatsächlich, er war sogar mit selbigem dort. Wir haben ein bischen gequatscht und dann sind wir aber auch wieder zurueck gefahren, es zogen dunkle Wolken am Himmel auf.

Letzten Freitag hatten die Kinder mit der Schule den Schul"wasalauf", da habe ich die Skier hingeschafft. Sah aus wie bei den Profis.



Und Glueck mit dem Wetter hatten sie auch, statt dem angesagten Regen hatten sie Sonne pur.

Achja, am Freitag haben wir dann auch den ersten Schritt zur neuen Kueche gemacht und sind mal zum Kuechenplanungstermin gefahren. Herrlich wenn man da rumgehen kann und auf alles zeigen kann was man haben will und das allerbeste: trotzdem wir alles eingeplant haben was wir wollten lag die Kueche unter unserem gesetzten Budget. Was will man mehr. Und nun da wir endlich das Geld vom Hausverkauf haben, können wir den nächsten Schritt machen, nämlich die Kueche bestellen.

Hier mal der Entwurf:



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Sonntag, 12. März 2017

Endlich was fertig
Von filainu, 20:02

So, sind heil von unserem Schneemobilausflug zurueck aber darueber muss ich euch mal erzählen wenn ich mehr Zeit habe.

Heute ersteinmal zu unserem Wochenende.

Nachdem wir aus den Bergen zurueck waren haben wir hier schnell die Schneemobile vom Hänger geladen und sind gleich nochmal los, die bestellte Auslegware fuer Buero und Stube aus Luleå holen, wenn man schonmal nen 5 Meter langen Hänger hat muss man das nutzen, vor allem wenn die Auslegware eben auch 5 Meter lang ist.

Danach den Hänger zurueckgegeben. Und dann eigentlich ohne Verschnaufpause gleich wieder ins Baugetuemmel gestuerzt. Das Buero sollte nun endlich mal fertig werden. Dafuer musste zunächst die Fototapete wieder von der Wand, da hatte sich nämlich die darunter liegende Tapete gelöst und das sah einfach nur furchtbar aus. Mittlerweile hatte ich einen anderen Tapetenkleister gekauft (wo der 15Liter Eimer ueber 70 Euro kostet) der sich nach Testkleben als sehr haltbar erwies.

Also die alte Tapete samt Fototapete runter (es blutete einem das Herz) und wieder neue Tapete drauf. Am Samstag dann das Ganze zweimal streichen, denn die Fototapete deckt nicht die ganze Wand. Am Nachmittag waren wir dann in Luleå, wegen Kueche schauen, einkaufen usw und am Abend waren wir dann Chinesisch essen.

Und heute vormittag habe ich dann die neue Fototapete rangemacht (gleiches Motiv), dann waren wir zum Schneemobiltag im Hafen, sind danach noch ne Runde mit den Schneemobilen gefahren, dann haben wir das Buero ausgeräumt (wieder die Computer abbauen, die Schreibtische in Einzelteile zerlegen usw) und den Fussboden verlegt. Hinterher alle Bueromöbel wieder rein. Habe sogar schon ein Aktenregal aufgebaut, die restlichen 3 mache ich morgen. Aber damit ist nun endlich unser erstes Zimmer fertig. In den anderen Räumen geht es nicht voran, während unserer Abwesenheit ist nicht eine einzige Fliese mehr an die Wand gekommen, der Fliesenleger war krank, mal sehen ob er morgen auftaucht.

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Freitag, 03. März 2017

Rueckschlag und Tschuess
Von filainu, 12:04

So, nur ganz schnell auf die Schnelle bevor wir uns nachher auf den Weg machen, erstmal ins alte Haus, Schneemobile aufladen, mal wieder baden, Stuga sauber machen und morgen Vormittag machen wir dann los mit den Schneemobilen in die Berge (nachdem wir die andere Stuga noch sauber gemacht haben).

Unsere geplante Route: Kvikkjokk-Sitojaure (erste Uebernachtung)-Stora Sjöfallet-Ritsem (2 Uebernachtungen)-Hukejaure-Singi (Uebernachtung)-Kebnekaise-Nikkaluokta-Saltoluokra (Uebernachtung mit Sauna und 3 Gänge-Menue zum Abendbrot)-Kvikkjokk.

Beim Umbau gibt es (vermutlich) einen Rueckschlag aber davon erzähle ich euch wenn wir wieder da sein

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Mittwoch, 01. März 2017

Umzug Fortsetzung
Von filainu, 05:24

So, nun endlich unser ausfuehrlicher Umzugsbericht.

Nachdem wir also den Mietwagen geholt hatten ging der erste Weg nach Harads ins andere Haus, das mussten wir noch endgueltig leer räumen denn heute war Schluesseluebergabe an den neuen Besitzer.

Vorher musste Sven noch schnell die Kinder aus der Schule holen, die mussten ja noch ihre Tische ausräumen und Ihre sieben Sachen einpacken, der Schulbus wartet aber nicht.

Und ich habe in der Zwischenzeit das Gestell auf dem die Fenster standen zurueckgeschafft und bin noch schnell an der Pizzaria rangefahren, unsere erste Mahlzeit fuer diesen Tag, 14 Uhr.

Dann also schnell das Haus ausgeräumt, während Sven dann Uebergabe gemacht hat bin ich mit den Kindern schon nach Hause gefahren denn ich musste noch das Ferienhaus in ordnung bringen. Unsere französischen Gäste samt ihren 10 Hunden waren am Vormittag abgereist und am Abend wurden neue Gäste erwartet. Gluecklicherweise hatten die Franzosen das Haus wirklich in einem Top Zustand hinterlassen so das ich ausser Betten umziehen und ein paar Kleinigkeiten nichts machen brauchte, ich war nicht böse darueber.

Der uspruengliche Plan war, das Auto am Abend noch vollzuladen so das wir direkt am nächsten Morgen mit der ersten Fuhre starten konnten. Das Wetter jedoch wurde nicht besser, im Gegenteil, es wehte stark und es schneite heftig. Und nachdem wir mal grob einen Zeitplan durchgerechnet hatten und den Weterbericht fuer den nächsten Tag geschaut hatten welcher strahlenden Sonnenschein versprach, beschlossen wir, den Abend lieber zum Packen und Vorbereiten zu nutzen.

Dann haben wir am Abend noch unsere Gäste in Empfang genommen welche dann den Wunsch einer Schneemobiltour äusserten. Ok, das wuerden wir am Sonntag noch irgendwie mit erledigen.

Am Samstag dann waren wir alle um 7 bereits fertig mit dem Fruehstueck und startklar fuer den Tag. Beim Blick auf das Thermometer bekamen wir einen leichten Schock, minus 28 Grad, eigentlich nichts Ungewöhnliches aber so kalt war es nicht angesagt. Aber immerhin, der Himmel wolkenlos und es sollte ein toller, sonniger Tag werden. Noch war auch die Motivation hoch und wir legten gleich los. Um 9 waren Transporter samt mein Auto voll beladen und wir waren startklar.

Irgendwie hatte ich mir so gedacht das wir zwei Fuhren jeden Tag fahren und dazwischen jeweils 2-3 Stunden in Rosvik sein wuerden um das was wir hingeschafft haben schon ordentlich wegzuräumen, es sollte anders kommen.

Wie gesagt, um 9 verliessen wir Harads, halb 11 waren wir in Rosvik. Wir hatten etwas Zeitdruck daher luden wir die erste Fuhre einfach nur schnell aus, stellten alles irgendwo hin und nach einer Stunde waren die Autos leer und wir auf dem Rueckweg nach Harads.

Unterwegs sorgte ich fuer Mittagessen während Sven noch bei der Apotheke vorbeifuhr um unsere Impfungen zu holen. Wir wollen uns vor unserer Antarktisreise noch gegen Hepatitis impfen lassen und nachdem der Impfstoff 3 Wochen lang nicht lieferbar war (ein Glueck das ich mich rechtzeitig gekuemmert habe und wir noch etwas Zeit hatten) war er nun also endlich da. Sven traf zwar fast der Schlag als die Frau fast 2000 SEK von ihm haben wollte aber ok, es waren ja imemrhin die ersten beiden Impfungen und zwar fuer beide von uns.

In Harads angekommen konnten wir feststellen das eine Fuhre inkl. Beladen und Entladen samt der Fahrzeit 6 Stunden dauerte, da war zeitlich nicht viel Luft. Zumal wir heute spätestens um 7 wieder in Harads sein mussten um noch die Feriengäste im anderen Ferienhaus in Empfang zu nehmen (welches ich vorsorglich am Donnerstag schon sauber gemacht hatte).

Um 1 waren wir wieder in Harads und um den Zeitplan zu halten mussten wir uns ziemlich ranhalten. Nun hiess es 2h Möbel und Kisten schleppen (und nebenbei die Möbel noch demontieren) und punkt 15 Uhr waren wir wieder abreisefertig und machten uns auf den Weg nach Rosvik. Dort hatten wir natuerlich wieder keine Zeit irgendwas auch nur halbwegs wegzuräumen. Das Auto so schnell wie möglich leer machen und ab zurueck war das Motto.

Auf dem Rueckweg gönnten wir uns dann den zeitlichen Luxus, noch kurz einkaufen zu gehen bevor wir dann kurz nach 19 Uhr wieder in Harads ankamen. Ziemlich erschöpft um ehrlich zu sein aber der erste Umzugstag war ueberstanden.

Nach einer Weile kamen dann auch die Feriengäste und nachdem wir diese in Empfang genommen hatten hatte ich noch grosse Pläne bezueglich packen usw. Die Wirklichkeit sah dann aber auch anders aus, man war einfach nur total erschöpft und es ging einfach nichts mehr. Ausserdem brauchten wir ja auch noch etwas Energie fuer den nächsten Tag.

Den nächsten Tag konnten wir etwas ruhiger angehen lassen aber auch nur etwas. Um 7 hatten alle ausgeschlafen und nachdem wir in Ruhe gefruehstueckt hatten machten wir uns mal wieder ans Werk und beluden das Auto. Das Wetter wieder absolut top, recht kalt aber Sonne satt.

Gluecklicherweise lief das Schleppen der Möbel aus Obergeschoss und Keller besser als gedacht und wir kamen gut voran. Um 10 musste Sven sich dann auf die Schneemobiltour vorbereiten, die Schneemobile mal aus dem Schnee der letzten Tage befreien usw während ich die Luecken des Transporters noch mit Kisten fuellte.

Kurz vor 13 Uhr machten wir uns das erste Mal auf den Weg nach Rosvik. Ja, ihr ahnt es schon, wieder keine Zeit zum in Ruhe was wegräumen, ausladen und wieder los war das Motto. 15.30 Uhr waren wir wieder in Harads, Sven musste dann erstmal mit dem Schneemobil nochmal los zu den Gästen in Stuga Nr. 2 da gab es Probleme mit dem Internet. Ich baute inzwischen mit den Kindern unser Bett auseinander. Wir waren gerade fertig als Sven zurueck kam und wir mal wieder den Transporter beluden. Diesmal ging es irgendwie nur schleppend voran im wahrsten Sinne des Wortes. Von der Motivation war nahezu nix mehr uebrig, wir kämpften einfach nur noch gegen die Erschöpfung. Aber es nuetze ja nichts. Gegen 19 Uhr hatten wir soweit alle grossen Teile die unbedingt noch im Transporter mit mussten verstaut und Sven machte sich mit Thorben schonmal auf den Weg nach Rosvik während ich mit Leif Erik noch mein Auto belud bevor wir uns kurz vor 8 auch endlich auf den Weg machen konnten.

In Rosvik haben wir dann die Kinder gleich ins Bett geschickt immerhin war am nächsten Tag Schule während wir noch den Transporter und mein Auto ausluden. Mittlerweile wussten wir gar nicht mehr wohin mit allem, da hat man ein 340 Quadratmeterhaus und trotzdem keinen Platz.

Wir verstauten alles nur noch in irgendwelchen Luecken und dann waren auch wir fix und fertig aber trotzdem gluecklich das wir alles geschafft hatten.

Am nächsten Morgen stand halb 7 der erste Handwerker im Haus (der neue Elektriker). Ok, so zeitig hatten wir nicht damit gerechnet aber naja, man will ja nicht klagen, man ist ja froh wenn sie ueberhaupt kommen.

Leif Erik wurde von zwei Mädels aus seiner Klasse abgeholt, da sie Montags gleich frueh mit dem Bus nach Norrfjärden zum Hauswirtschaftsunterricht und Musikunterricht fahren.

Und ich bin mit Thorben zur Schule gegangen und habe ihm den Weg gezeigt.

Um 9 Uhr kamen dann 3 Mann von DHL vorbei um noch ein paar Dinge fuer die zukuenftige Zusammenarbeit zu klären und als sie dann wieder gegangen waren war es auch fuer uns höchste Zeit. Um 12 musste Sven noch eine Schneemobiltour mit den Gästen aus Haus zwei fahren und vorher mussten wir ja auch noch den Transporter wegschaffen.

Hier mal ein Bild, mit Schleichwerbung:



Dies verlief wirklich super reibungslos und unkompliziert und puenktlich halb 12 waren wir in Harads so das Sven sich noch vorbereiten konnte.

Während er also mit den Gästen unterwegs war hiess es fuer mich mal wieder Auto beladen, wir hatten noch mehr als genug krimskrams was mit sollte. Aber nun merkte man deutlich die Anstrengungen der letzten Tage, selbst vermeintlich leichte Kisten wurden zur Last. Aber egal, es nuetze nix, als Sven zurueck war half er noch mit das Auto voll zu machen und dann fuhren wir wieder zurueck nach Rosvik, unser neues zu Hause, aktuell unser neues Chaos.

Momentan verbauchen wir viel Zeit damit Möbel und Kisten von A nach B zu räumen um an irgendwas ranzukommen und dann von B nach C weil sie bei B auch im Weg standen. Wir haben noch jede Menge Arbeit vor uns aber der Anfang ist gemacht, die erste Ware an ihrem Platz und heute nehmen wir die Versandtätigkeit wieder auf, soweit es geht.

Und unser Ziel fuer diese Woche ist es, halbwegs alles wegzuräumen so das man mal so etwas wie wohnähnliche Zustände herstellen kann.

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Samstag, 25. Februar 2017

Umzug
Von filainu, 21:17

Ja nun ist unser Umzug in vollem Gange. Und weil einfach nur umziehen nicht schon stressig genug ist haben wir uns noch ein paar extras mit eingebaut. Gestern frueh haben wir noch die letzten wichtigen Dinge in der Firma geklärt bevor wir mein Auto beladen haben und nach Rosvik gefahren sind. Dort Auto wieder ausgeladen, noch auf einen Kunden gewartet der was abholen wollte (noch nichtmal eingezogen und schon die ersten kunden) und dann war es auch schön höchste Eisenbahn nach Luleå zu duesen und den Miettransporter abzuholen. Das Wetter war recht ungemuetlich. Es schneite wie schon die Tage vorher und es war ziemlich windig. Fortsetzung folgt mein Handy streikt gerade

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Dienstag, 21. Februar 2017

Und manchmal geht es schneller als gedacht
Von filainu, 20:40

Nun nimmt das Badezimmer langsam Form an und ich denke es dauert nicht mehr lange bis es gefliest werden kann. Gerne hätten wir vorher noch die Fenster getauscht damit dann nicht nochmal aufgemacht werden muss. Daher habe ich gestern mal nachgefragt ob man denn schon einen vorläufigen Liefertermin hätte. Nein, hätte man nicht.

Und heute frueh dann plötzlich die Mail das die Fenster ganz unerwartet gestern Abend noch geliefert wurden. Ok, also die Baufirma kontaktiert welche die Fenster tauschen soll, von dort sollte ich erst Nachmittag eine Antwort bekommen da der Sachbearbeiter wegen krankem Kind vormittag zu Hause war. Ich hatte als Wechseltag morgen oder Freitag vorgeschlagen aber man sagte mir es wird wohl eher erst nächste Woche Montag, aber man liesse von sich hören.

Heute Nachmittag klingelt dann das Telefon, am Donnerstag wollen sie die Fenster einbauen. Da musste ich mal wieder erklären das es an dem Tag nicht geht und zu guter Letzt wird es nun doch schon Morgen. Gluecklicherweise waren wir gerade am Haus-in-Harads-Entruempeln und hatten den Hänger am Auto so das wir heute Abend noch die Fenster holen gefahren sind, damit ich sie morgen mit nach Rosvik nehmen kann. Wollte den Hänger eh mitnehmen, muss noch bisl Baumaterial holen, so das passte ganz gut.

Morgen fängt auch der neue Elektriker an, ich weiss gar nicht ob ich es schon erzählt habe aber wir haben den Elektriker gewechselt. Der alte war darueber sehr schockiert und ungluecklich aber wir muessen an uns denken und es ging einfach nicht anders, es hat einfach nicht gepasst.

Ja, morgen kommen dann auch die Fliesen fuers Bad, das wird ja wieder eine Buckelei, zumal ich morgen alleine bin aber immerhin haben wir jetzt so einen kleinen Wagen den man ziehen kann, damit kann ich sie denke ich recht leicht durch das Haus fahren.

Ansonsten waren ja Sven und ich letzten Mittwoch im Haus um die Badezimmerwände fertig zu verkleiden und die Zwischenwand zwischen Dusche und Badewanne zu stellen. Da wir aber noch Baumaterial und Farbe holen mussten war es schon fast Mittag als wir dort ankamen. Der Trockenbauer war gerade am gehen, er war fertig. Nun ja das er vergessen hatte ne Tuer zuzubauen......werde ich wohl selber machen und von sauber machen halten die schwedischen Handwerker leider ueberhaupt nichts, also erstmal hinter ihm rausgekehrt.

Der Elektriker hatte am Sonntag alles soweit fertig gemacht und wir konnten loslegen. Einzelheiten will ich euch ersparen, fakt ist das wir am Mittwoch nicht fertig wurden. Also den Fliesenleger angerufen das wir leider erst am Wochenende fertig werden aber das war scheinbar kein grösseres Problem.

Wir haben dann gleich Svens Auto in Rosvik gelassen, weiss gar nicht warum eigentlich, wir dachten so spart man sich mit einem Auto das hin- und herfahren.

Donnerstag stellten wir dann fest das wir eigentlich ziemlich blöd waren, denn wir haben es immer so gemacht das ich Freitag frueh schon nach Rosvik bin und Sven dann die Kinder aus der Schule abgeholt hat und nachgekommen ist. Mit nur einem Auto ist diese Variante aber äusserst schwierig.

Am Nachmittag sind wir dann mit zwei unserer französischen Gäste zum Eishockey nach Luleå gefahren. Das war ein sehr emotionsgeladenes Spiel, zwei Tore wurden nicht gegeben, es gab einen Verletzten der aus der Eishalle getragen werden musste.......aber immerhin, Luleå hat gewonnen und es war mal eine Abwechslung zum monotonen Baugeschehen und Umzugplanen.

Am Freitag haben wir kurzerhand die Kinder in der Schule entschuldigt und sind alle 4 gleich Vormittag nach Rosvik gefahren. Dort kamen wir aber trotzdem erst gegen Mittag an da wir unterwegs noch einkaufen waren, bestellte Tapete abgeholt haben und im Teppichladen in Luleå vorbeigeschaut haben um uns endlich mal einen Fussbodenbelag fuer die Stube rauszusuchen

Dort wartete natuerlich wieder jede Menge Arbeit, das Badezimmer musste nun endlich fertig werden, das Buero auch und wir wollten die ersten Lagerregale aufbauen. So langsam drängt die Zeit.

Der Klempner war auch gerade zu Gange und hat die Wasseranschlusse fuer Dusche und Badewanne in die halb fertige Trennwand gelegt damit wir diese am Wochenende auch zumachen konnten.

Muss man sich mal ueberlegen, wir haben die Trennwand nur mit Messen und Augenmass errichtet da wir keine Wasserwaage mit hatten und als Sven nun mal mit der Wasserwaage des Klempners eine Ueberpruefung durchfuehrte so war die Wand so dermassen gerade das wir es kaum glauben konnten.

Ich habe erstmal das Buero fertig tapeziert während Sven die Fenster im Lager mit so halbundurchsichtiger Folie beklebt hat und dann haben wir diverse zeitraubende Kleinarbeiten gemacht, hier ne Gipskartonplatte dran, dort ne Platte runter usw. Das hält so unheimlich auf, muss ja aber gemacht werden. Sven hat mit den Kindern die ersten Regale aufgebaut. Und dann das ständige Herumräumen aller Dinge, wir haben wirklich ein Platzproblem. Wo man heute Platz hat und Zeug hinstapelt hat man morgen schon keinen Platz mehr und muss alles woanders hinstapeln wo es dann uebermorgen aber auch wieder im Weg ist.

Fuer Samstag war dann das Bad dran. Eigentlich haben wir im Grossen und Ganzen den ganzen Tag daran gewerkelt, zwischendurch mal schnell das Buero gestrichen. Abend sum 8 oder so war es dann endlich geschafft und das Badezimmer war vollständig bekleidet. Usch, was fuer eine Arbeit.

Am Sonntag habe ich dann erstmal das Buero ein zweites Mal gestrichen, die Wände in der Stube gespachtelt und fuers Tapezieren vorbereitet, wir haben das Kartonzimmer eingeräumt, mit Kartons versteht sich. Sven hat mehr Regale aufgebaut, dann mussten wir noch eine Gipskartonplatte neu machen da der Elektriker die Dose fuer den Lichtschalter viel zu nahe an die Tueröffnung gesetzt hatte, da hätte nichtmal ne schwedische Zarge rangepasst geschweigedenn unsere deutsche. Das war sehr zeit- und nervenraubend aber irgendwie haben wir auch das geschafft.

Ich habe dann  noch eine weitere Wand im Lager mit weisser Farbe versehen.

Um zwei ist Sven dann mit den Kindern nach Hause gefahren, er sollte noch in der Apotheke vorbei unseren Impfstoff holen. Wir wollen uns vor unserer Reise im November noch Hepatitis A und B impfen lassen, man weis ja nie. Jedenfalls hatte die Apotheke nur bis um 4 auf (aber immerhin, sie hatte zum Sonntag ueberhaupt auf). Sven traf dann an der Kasse bald der Schlag als die Kassiererin 2000 SEK von ihm haben wollte, irgendwie klingt das in schwedischen kronen ausgedrueckt immer so viel.

Ich habe dann noch bisl aufgräumt und sauber gemacht und zu guter Letzt habe ich den ersten Farbtupfer ins neue Haus gebracht, Sven wollte nicht ein langweiliges weisses Buero:





Ja, so langsam nimmt das Ganze Gestalt an, ich bin ja fast bisl neidisch, mal sehen vielleicht mache ich mir auch noch so eine Tapete an die Wand, mit Bergen und Schnee vielleicht.

Morgen habe ich dann wieder einiges vor, mal von der Fliesenlieferung abgesehen will ich im Buero Fussboden verlegen, die Bueromöbel aufbauen, vielleicht in der Stube tapezieren, schon anfangen die Lagerregale einzuräumen usw.

Achja, und ich muss auf der Poststelle meinen Koffer holen. Habe mir nämlich schonmal vorsorglich fuer unsere grosse Reise einen Koffer bestellt. War guenstig und ich konnte mal meine EuroBonuspunkte einlösen die sonst eh verfallen wären und gefallen hat er mit auch, ich mache mal ein Foto wenn ich ihn dann habe.

Ja, am Freitag fangen wir dann mit dem Umzug an, der Transporter ist schon gemietet.
Wir wollen bis Montag fertig sein, mal sehen ob wir das hinbekommen. Ein bekannter sollte/wollte uns eigentlich helfen, seitdem wir ihm das genaue Datum gesagt haben hören wir aber nichts mehr von ihm, so wir werden es wohl alleine stemmen muessen.

Und nächsten Freitag machen wir uns dann auf nach Harads, laden die Schneemobile und die Pulka auf um dann am Samstag in die Berge zum Schneemobilfahren zu fahren. Klar, manchmal fragt man sich ob das wirklich sein muss so direkt nach dem umzug, andererseits brauchen wir wirklich mal etwas Auszeit, die Kinder haben Ferien und wir werden mal paar Tage nicht frueh um 7 von Handwerkern geweckt, denn so wird unser Alltag wohl nächste Woche aussehen. Und in der knappen Woche die wir weg sind kommen die Handwerker vielleicht auch ein ganzes Stueck weiter so das das Bad vielleicht schon fertig ist wenn wir wiederkommen. Wuerde ich mir zumindest wuenschen.

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Sonntag, 12. Februar 2017

Es kann ja nicht immer alles nach Plan laufen
Von filainu, 20:40

Und wieder liegt eine arbeitsreiche Woche hinter uns und die Renovierung des Kindergartens geht voran wenn auch hin und wieder mit Rueckschlägen, zum Glueck aber nur kleinen.

Eigentlich wollte ich Dienstag und Donnerstag nach Rosvik fahren und Tapezieren/malern, am Montag steckte mir jedoch das Wochenende noch so in den Knochen das ich beschloss, nur am Mittwoch zu fahren.

Zunächst ging es in den Farben- und Tapetenladen nach Luleå, welcher zum Glueck um 7 aufmacht. Mit Farbe, Lack, Malerzeug und Tapete fuer Thorbens Zimmer eingedeckt, Tapete fuers Wohnzimmer bestellt. Erster Punkt erledigt. Dann weiter auf den Parkplatz des Eishockeystadions, einen Kunden treffen und Ware uebergeben. Gerade erledigt klingelt mein Telefon, der Klepmner der um 10 kommen sollte war schon da (um 9). Kurz am Telefon erzählt was er machen soll (kleiner Extrajobb im Firmenbereich) und das ich gleich da bin.

In Rosvik angekommen erstmal den Klempner ordentlich instruiert und geschaut was der Elektriker so in der Zwischenzeit gemacht hat.....rein gar nichts. SMS an den Elektriker geschickt wann er denn weitermacht.
Dann wollte ich mit den Malerarbeiten anfangen. Aber vorher gab es noch diese leidigen Vorarbeiten zu erledigen, spachteln, Gardinenstangen abbauen, Fussbodenleisten entfernen, Tapete zuschneiden.... Dann klingelt immer zwischendurch noch das Firmentelefon, das hält einen auch immer auf aber damit verdienen wir nunmal unser Geld, also muss man rangehen.

Als ich dann endlich soweit war mit dem Streichen anzufangen, stellte ich fest das ich zwar Farbrolle und Rollenhalter gekauft hatte, diese aber nicht zusammenpassten. Na toll, also ab nach Piteå in den Baumarkt. Noch tanken und ne Kleinigkeit zu Mittag und schon zeigte die Uhr Schlag 13 als ich endlich arbeitsbereit war. Nun musste ich prioritieren und beschloss das Streichen des Lagers zu verschieben und erstmal das Buero mit so einem Renoviertuch zu tapezieren. Das soll so kleine Unebenheiten und Muster der alten Tapete ausgleichen und darauf kann man dann streichen oder tapezieren. Das Tuch entpuppte sich als recht unhandlich da 1m breit und so kam ich nur langsam vorran. Halb 2 Antwort vom Elektriker, in ner halben Stunde. Als er dann kam musste ich ihn auch instruieren da es ein anderer war als letztes Mal....meine Malerarbeiten sollten einfach nocht vorankommen heute. Zwei Wände habe ich geschafft dann war es Zeit aufzuhören.

Auf dem Rueckweg dann gleich noch die Feriengäste aus dem anderen Ferienhaus verabschiedet.

Donnerstag reisten dann die Gäste in unserem Ferienhaus ab, da musste ich dann wieder sauber machen denn am Freitag bekamen wir neue Gäste, 6 Personen und 10 Schlittenhunde.

Am Freitag dann wie immer nach Rosvik. Der Elektriker hatte alles in den neuen Wänden fertig gemacht so das ich den Trockenbauer fuer Montag bestellen konnte damit er die Wände zumachen kann. Leider hat der Elektriker aber auch alle Lampen demontiert, in der Kueche, im Essbereich und in unserem provisorischen Schlafzimmer. Na toll, so war das nicht gedacht, wir wollten die eigentlich noch nutzen bis wir diese Räume renovieren und ausserdem brauchen wir ja irgendwie Licht wenn wir da wohnen. Also Sven angerufen das er alle verfuegbaren Lichtquellen (Taschenlampen, Kerzen usw) mitbringen soll.

Weiterhin war der Mattläggare da, weiss nicht wie man diesen Beruf in Deutschland nennt, er giesst zum Beispiel Fussboden und bringt diese schwedentypischen Plastematten an Wand und Fussboden an. Er hatte den Fliesenleger mit als Aushilfe da er selber keine freien Resursen hatte, der Fliesenleger schon.

Er eröffnete mir dann das ich am Mittwoch die Zwischenwand zwischen Dusche und Badewanne stellen solle und die Wände im Bad verkleiden sollte. Und nach einer Weile meinten sie es sei eigentlich besser wenn ich gleich jetzt am Wochenende schon die Wände verkleide. Na herzlichen Glueckwunsch, ich hatte ja nun ganz andere Pläne aber was solls, zum Glueck war das Baumaterial dafuer schon da.

Aber jetzt am Freitag wollte ich nun endlich mal was streichen, zunächst das Kartonzimmer, wo wir in Zukunft die Versandkartons lagern wollen und einen Teil des Lagers, das was eben schon in streichfähigem Zustand ist.

Mittendrin kam dann auch noch die Lieferung der Lager- und Bueromöbel, was fuer ein Theater, als er anrief um zu avisieren fragte ich ob er was zum Abladen dabei hat, hatte er natuerlich nicht und meinte nur ich muesste mich da kuemmern. Na zum Glueck hatte ich dieses Mal eine Telefonnummer fuer den Notfall und Mann hatte sogar Zeit. Dann ruft der LKW- Fahrer wieder an ob er denn ueberhaupt mit Hänger bei uns hinfahren kann, ich riet im davon ab und empfohl den Hänger irgendwo abzustellen. Fuer den Tip war er hintenraus auch sehr dankbar. Der Radlader kam puenktlich (zuverlässiger Mann), kurz darauf auch der LKW. Das Abladen ging reibungslos, nur mir grauste in Anbetracht dieser Mengen, die mussten ja heute noch rein ins Haus.





Egal, erstmal fertig streichen. Ich war wirklich gerade fertig, kam Sven mit den Jungs. Sven bekam dann erstmal den undankbaren Auftrag die Gipsreste die sich teilweise noch in den Ecken usw befanden weil sie schlecht abgingen zu entfernen während die Kinder und ich uns einrichteten und dann so langsam anfingen, die Lieferung reinzutragen. Leider war nicht viel leichtes Zeug dabei, so das die Kinder gar nicht soviel mithelfen konnten. Als Sven dann fertig war mit dem Gips trugen wir den Rest rein, zwischendurch habe ich das Kartonzimmer ein zweites Mal gestrichen und wir haben versucht die Lampen anzustecken die Sven mithatte. Ueberraschung, die Streckdosen waren auch tot. Das durfte doch alles nicht wahr sein, der Elektriker hatte doch selber gesagt wir sollen Lampen benutzen.

Naja, zum Glueck gibt es ja nur 40 Sicherungen, unbeschriftet versteht sich und noch so alte Schraubsicherungen. Wir probierten erstmal die Sicherungen die rausgeschraubt waren und landeten gleich einen Volltreffer. Na wenigstens das war geklärt.

Das Reintragen der Lieferung war wirklich ein richtiges Geacker und als wir endlich alles drin hatten waren wir total kaputt. Es gab dann nur noch Abendbrot und dann war schon Bettzeit.

Am Samstag dann strich ich gleich frueh das Lager erstmal noch ein zweites Mal und als die Jungs dann aufgestanden waren nahmen wir uns des Bades an. Schrauben hatte ich noch keine gekauft, also haben wir recycelt und alte Schrauben benutzt. Mit dem Raussuchen der passenden Schrauben waren die Kinder eine ganze Weile beschäftigt während Sven und ich mit den Platten kämpften. Zunächst mussten Plywoodscheiben an die Wand und darauf noch Gipskartonplatten. Fragt mich nicht warum, das ist schwedischer Standard fuer Wände die gefliest werden sollen und ich mach wie man mir sagt.

Gluecklicherweise passten die Masse der Platten ganz gut, die Gipskartonplatten hatten genau Raumhöhe so das wir diese kaum zuschneiden mussten aber trotzdem dauerte alles seine liebe Zeit. Und als wir fast fertig waren mit den Wänden die wir heute machen wollten dachte ich nur das kann doch wohl nicht wahr sein, wir hatten den Elektriker vergessen. Er hätte eigentlich noch den Strom legen muessen bevor wir die Platten anbringen. Und das hatte er nicht gemacht und wir haben einfach nicht dran gedacht. Also ne SMS an den Elektriker geschrieben das er Montag oder Dienstag kommen muss und das Bad fertig machen muss und etwas umdenken muss da nun ein Teil schon verkleidet ist. Da krieg ich dann ne pampige Antwort, ich hätte gesagt es wäre nicht viel Arbeit, er sähe das nicht so und nun hätten wir auch noch im Firmenbereich mit den Abrissarbeiten angefangen (na und?) und er hätte Montag bis Mittwoch keine Zeit. Er will versuchen es am Wochenende zu machen.

Ok, immerhin etwas Angagement aber hätte er mal, statt uns alle Lampen abzubauen was er gar nicht sollte, lieber das Bad gemacht hätten wir das Problem ja gar nicht. Nun stand fuer uns fest wir muessen uns einen anderen Elektriker suchen, wer nach insgesamt 6 Stunden Arbeit verteilt auf 3 Tage schon der Meinung ist es ist zu viel na ich weiss auch nicht. Er kriegt es doch schliesslich bezahlt und wenn er ständig noch andere Kleinaufträge zwischendurch annimmt ist das ja auch nicht meine Schuld.

Egal, das wuerden wir heute nicht mehr lösen. Um zwei war dann auch Schicht im Schacht, wir haben alles zusammengepackt und uns salonfähig gemacht, Kino stand auf dem Program, die Kinder wollten gerne den neuen Legofilm schauen.

Ja und nach dem Kino sind wir dann gleich nach Hause gefahren.

Heute, Sonntag, wollte ich ja endlich mal wieder seit ner gefuehlten Ewigkeit Skifahren gehen während Sven zum Schiesstraining wollte.

Also alles Sieben Sachen, Skier, Stöcke, Schuhe, Klamotten und alles was man eben so braucht ins Auto geladen und los. 600 von hier an 3 schlafenden Elchen vorbeigefahren, schön. Minus 21 Grad zeigte das Thermometer, grenzwertig zum Skifahren aber egal, ich wollte also musste es gehen. Wir waren fast in Boden und ich ging im Kopf nochmal durch ob ich alles mithatte.....Skier, Stöcke, Schuhe, Leggings, Jacke, Skihose........verdammt, ich hatte die Skihose nicht eingepackt. Das durfte doch alles nicht wahr sein. Nun war guter Rat teuer. In Jeans konnte ich nicht fahren, nur in Leggings auch nicht. Ok, neue Hose kaufen.......nein geht auch nicht, es war Sonntag und da machen die Geschäfte erst um 11 auf, zumindest die wo man Skihosen bekommt. Ach ne ich hätte heulen können. Laufschuhe hatte ich natuerlich auch keine mit, nur meine Wanderschuhe an den Fuessen. Und direkt dicke Klamotten zum spazieren gehen hatte ich auch nicht mit.

Ich habe dann alles angezogen was mir zur Verfuegung stand, Leggings unter die Jeans, Schaltuch und Kapuze ueber den Kopf und so bin ich losgestiefelt, 1,5 Stunden frische Luft bei minus 20 Grad.





Die duennen Skihandschuhe erwiesen sich als auserordentlich warm, zum Glueck, wenigstens keine kalten Hände. Und die Fuesse waren auch warm.

Auch wenn ich mich natuerlich schwarz geärgert habe das ich nicht Skifahren konnte war es unterm Strich wahrscheinlich besser, erstens wegen den Temperaturen und zweitens brennt mir meine Nacken- Schulterpartie vor Schmerzen( Eine Mischung aus Muskelkater und Ueberlastung), das hätte Skifahren sicher nicht wirklich positiv beeinflusst.

Am Nachmittag hat Sven mich und Thorben mal im Schneemobilanhänger ne Runde uebern Fluss gezogen damit ich mal weiss wie sich das anfuehlt da drin zu sitzen. Schliesslich werde ich den Anhänger ziehen wenn wir in den Bergen sind und da muss ich meinen Fahrstil anpassen. Und da ist es gut sich in die Personen im Hänger reinversetzen zu können.

Dann bin ich noch ne Runde mit Thorben auf dem Schneemobil gefahren und dann hat Leif Erik noch bisl auf dem Fluss geuebt (er hat es etwas schwer sich an das neue Schneemobil zu gewöhnen).

Vorhin waren wir noch bei unseren 6 Gästen mit den 10 Hunden aus Frankreich, nette Leute, die Kommikation ist aber etwas schwierig, sie sprechen fast nur französisch, zwei von ihnen wenig englisch. Naja, aber mit Händen und Fuessen und Internet geht es dann doch heilwegs.

Ja, und nun sehen wir der nächsten Woche entgegen, die uns wieder ein Stueck näher an den Umzug bringt und sicher wieder einige nerven kostet. Aber bald ist es ja geschafft.


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Montag, 06. Februar 2017

Erst die Arbeit, dann das Vergnuegen
Von filainu, 20:08

Am Dienstag sind wir mit den Schneemobilen nach Svartlå gefahren zu einem Fensterlieferanten. Wir wollten ja das Holzfenster im Bad gegen ein PVC Fenster tauschen und da dies unsere Handwerker mal wieder vor unlösbare Probleme stellt (Plastefenster? Wissen wir gar nicht wo man so was herbekommt wir bauen immer nur Holzfenster ein), muessen wir uns halt selber kuemmern. Ja und wie gesagt in Svartlå gibt es also jemanden der PVC Fenster verkauft, hergestellt in Deutschland.

Wir waren also dort und haben uns beraten lassen. Und gleich noch eine kostenlose Fuehrung durch ein Industriedenkmal bekommen, er hausiert nämlich mit seiner Firma in einem alten aber noch voll funktionsfähigem Sägewerk.

Rueckzu wollten wir dann nicht wieder nur den Fluss hochfahren sondern wählten statt dessen einen Weg der nach Harads fuehren sollte. Ich kuerze es gleich ab, nach Harads haben wir nicht gefunden, irgendwo sind wir sicher falsch abgebogen, dafuer trafen wir aber einen Elch und kamen zu guter Letzt hoch oben auf einem Berg an mit toller Aussicht auf die umliegenden Weiten und die bald untergehende Sonne.






Hier oben endete dann aber auch der Weg und wir mussten umkehren. Wir hatten dann aber keine Lust mehr noch nach dem eventuell richtigen Weg zu suchen sondern fuhren einfach den gleichen Weg wieder zurueck und dann eben doch den Fluss wieder hoch.

Am Mittwoch hiess es dann wieder um 5 Uhr aus den Federn und ab nach Rosvik, heute sollte der Elektriker nun endlich anfangen sowie die Klempner, meine Anwesenheit wurde als benötigt.

Nachdem alles Organisatorische geklärt war ( gar nicht so einfach, die Fragen von 3 handwerkern gleichzeitig zu beantworten und noch den Ueberblick zu behalten, der Trockenbauer war nämlich auch noch da und hatte was zu klären), legte der Klempner los und auch der Elektriker. Selbiger verschwand aber dann gegen 11 Uhr schon wieder, er wollte in die Stadt noch Material besorgen und gleich unterwegs noch einen anderen Auftrag erledigen, um zwei rum wollte er wieder da sein. Nunja, es wurde nach halb 4 als er endlich wieder auftauchte, sprich, es wurde nicht mehr viel an dem Tag. Und Donnerstag, Freitag war er ausgebucht, da wuerde sich bis zum Wochenende also nichts mehr tun.

Freitag frueh fuhr ich dann wieder zum neuen Haus, da sollte die Lieferung mit den Lagerregalen und Bueromöbeln kommen sowie das bestellte Baumaterial. Bezueglich der Lager und Bueroausstattung hatte ich zwar meine Zweifel ob das klappen wuerde, da ich so gar keine Versandnachricht bekommen hatte aber das muss ja nichts heissen. Muss nicht, kann aber. Ich hatte frueh noch schnell eine mail geschrieben ob denn das mit der Lieferung klappt und nach dem Mittag bekam ich dann die Antwort es sei noch nicht einmal verschickt, man warte noch auf einen Artikel. Ob man denn den rest schon schicken solle. Da die waren ja lustig, da hätte man ja vielleicht mal von selber bescheid sagen können wenn man einen festen Liefertermin nicht einhalten kann.

Naja, zumindest das Baumaterial kam zur versprochenen Zeit und vorrausschauenderweise Wettersicher verpackt, es schneeregnete nämlich. Am Nachmittag kam dann Sven mit den Kindern und wir setzten die Abrissarbeiten fort. Auch schleppten wir die 3 Paletten Baumaterial (Parkett, Deckenplatten, Gipskarton usw.) ins Haus und richteten uns etwas mehr häuslich ein. Letztes Wochenende hatten wir lediglich die Betten aufgestellt, dieses Mal hatten wir sogar Schlafzimmer (und niemand musste mehr auf undichten Luftmatratzen schlafen)




Esszimmer



Kueche



Nun können wir sogar Essen kochen. Ungefähr so werden wir wohl die erste Zeit auch leben wenn wir in 3 Wochen umziehen. Das ist nämlich jetzt unser gesetztes zeitliches Ziel.

Ziel fuer dieses Wochenende war, die Abrissarbeiten fertig zu stellen, damit in Zukunft nicht mehr alles so eindreckt. Und wir kamen gut vorran.

Am Samstag vormittag packten wir alle mit an und nach dem Mittagessen schaffte ich Leif Erik zum 20km entfernten Måttsundsbacken, Abfahrtshang, wo ich fuer ihn Skischule gebucht hatte, er wollte gerne noch einen Fortgeschrittenenkurs machen. Als ich wieder zurueck zum Haus kam war Sven schon mit der Grobarbeit fertig und das Wochenendeziel war so ziemlich erreicht, und dabei hatten wir noch den ganzen Sonntag vor uns. Also beschlossen wir, den Kindern  noch eine Freude zu machen und fuhren, nachdem wir Leif Erik vom Skikurs wieder abgeholt hatten, gleich weiter nach Luleå ins Kino. Die Kinder hatten sich das wirklich verdient.

Am Sonntag haben wir dann ersteinmal ausgeschlafen und den Tag ruhig angehen lassen, wir hatten nix zum fruehstueck da und der Coop machte erst um 9 auf. Dann haben wir hauptsächlich Restearbeiten gemacht, hier war noch ein bisschen Gips abzumachen und da noch was wegzumachen und dann gibt es ja hunderte Duebel in den Wänden die raus muessen, ja selbst Klammeraffenklammern haben die zu Hauf an die Wände getackert.

Nach dem Mittag dann wieder Leif Erik zum Skikurs fahren, dann im Haus schonmal anfangen alles zusammenzuräumen und einzupacken, dann Leif Erik wieder abholen und gleich weiter nach Hause.

Heute und morgen ist dann ersteinmal ausruhen angesagt und mal wieder ein paar theoretische Dinge klären, z.B. welche Tapete, welche Farbe usw. Mittwoch gehts fuer mich dann erstmal ins Malergeschäft und dann nach Rosvik, anfangen zu streichen/tapezieren. Freitag fahren wir dann wieder alle Mann ins Haus, aber nur bis Samstag, Sonntag wollen wir mal wieder unseren Hobbys nachgehen.

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Montag, 30. Januar 2017

schon wieder was erledigt
Von filainu, 16:58

So, mit dem heutigen Tage ist auch alles erledigt was in unserem anderen Haus in Harads zu erledigen war, nun nur noch ausräumen und an die neuen Besitzer verkaufen.

Mit dem Ausräumen haben wir auch schon angefangen, heute ist ein grosser Brocken verschwunden, nämlich mein altes Schneemobil.

Das hatten wir gestern ins Internet gesetzt, kaum war es annonciert klingelte mein Telefon am laufenden Band, ich glaube wir waren zu billig. Andererseits wollten wir das Ganze ja schnell erledigt haben, so fuer uns war es perfekt. Und wer hat das Schneemobil letztendlich gekauft? Ein Mann aus Rosvik. Also ehrlich, Zufälle gibts. Er drohte ja nahezu damit gestern abend noch vorbeizukommen damit wir es niemanden anderem verkaufen aber wir haben ihm versprochen das er es bekommt und es reicht wenn er heute kommt. Haben dann auch gleich die Annonce gelöscht sonst hätte das Telefon wohl die ganze Nacht geklingelt.

Ja, da haben wir mal wieder was erledigt was einen indirekt schon die ganze Zeit beschäftigt hat. Prima.

Und wenn ich bei all der aktuellen Hektik mal ne Ruhepause brauche stelle ich micht ans Kuechenfenster und schaue den Elchen zu, die nun wieder jeden Tag in den Himbeerbueschen rumnaschen.

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Samstag, 28. Januar 2017

Hausverkauf und weiter gehts
Von filainu, 16:54

Am Montag hatten wir dann ersteinmal alle Hände voll zu tun unser Haus mal wieder gruendlichst aufzuräumen und sauber zu machen, am Mittwoch wollte ein potentieller Käufer vorbeikommen und das Haus besichtigen. Da ich ja mittlerweile schon einen nicht unerheblichen  Teil unseres Hausrates in Kartons verpackt habe und sich diese bereits im neuen Haus befinden, war der Hausputz gar nicht so wild und wir waren am Montag abend schon ziemlich fertig damit.

Das gab uns Zeit, am Dienstag nach dem Mittag nochmal nach Rosvik zu fahren, Container beladen und noch ein paar Kleinigkeiten wegreissen.

Mittwoch vormittag dann noch die letzten Kleinigkeiten sauber gemacht bevor 9.30 Uhr der Makler mit dem Interessenten kam.

Nach ganzen 4 Stunden!!! war dann endlich zu unserer Freude und Erleichterung der Kaufvertrag unterschrieben. Wieder ein Kapitel abgeschlossen. Die entgueltige Uebergabe und Bezahlung erfolgt zwar erst im Mai aber das ist uns ganz Recht, so haben wir mit dem Umziehen keinen Zeitdruck.

Er ist auch an unserem Ferienhaus interessiert aber das machen wir mal später aus.

Am Donnerstag dann hiess es wiedermal um 5 aufstehen und ab nach Rosvik, heute sollte die Badewanne samt Toilette kommen und die Trockenbauer wollten anfangen die Wände zu setzen. Nach dem Mittag sollte dann auch der Elektriker anfangen und der Container geleert werden.

Die Trockenbauer waren mehr als puenktlich und legten auch gleich los und ich setzte die Abrissarbeiten fort. Zwischenzeitlich kam die Badewanne, das war ein ganz schöner Akt dieses 230kg schwere Ding zu zweit ins Haus zu bekommen aber irgendwie gelang es.

Um 12 hörten die Trockenbauer auf, der Arbeiter arbeitet nur halbtags da er abends als Handballtrainer arbeitet wie ich erfuhr und sein Gehilfe........na der kann ohne Chef auch nix.

Kurz darauf kam dann auch schon das Containerauto, ich war gerade fertig mit Container vollmachen, gutes Timing also.

Nun musste ich nur noch auf den Elektriker warten.........der irgendwie nicht auftauchte. Naja egal ich hatte noch genug zu tun. Irgendwann wurde es mir aber dann doch zu blöd und halb 4 rief ich mal an wann denn nach dem Mittag so ist. Ja, er war krank, hatte mir eine Mail geschrieben weil er meine Telefonnummer nicht hatte. Na klasse, aber kann man nix machen, ist ja auch nicht so das es Elektriker wie Sand am Meer gibt und man mal eben einen anderen holen kann.
Sein Einsatz wurde also auf nächste Woche Mittwoch verschoben, da kann er sich dann mit den Klempnern und den Trockenbauern gegenseitig auf den Fuessen rumtrampeln. Man darf gespannt sein.

Während ich mich also in Rosvik rumtrieb ist Sven nach Boden gefahren und hat versucht mit unserem Hauskäufer, der nicht aus Schweden kommt, ein Konto zu eröffnen wo er die Anzahlung fuers Haus einzahlen kann und dann an uns ueberweisen kann. Lange Geschichte kurz erzählt: sie waren bei sämtlichen Banken, es ging kein Weg rein irgendwie ein Konto zu eröffnen. Und leider hatte er das Geld in bar in Euro mit, auch sehr praktisch wo doch die Banken hier kein Bargeld mehr hantieren. Naja, lieber den Spatz auf der Hand als die Taube auf dem Dach also haben wir halt die Euro die er mithatte genommen.

Gestern dann hiess es mal wieder Ferienhaus sauber machen, heute Gäste in Emfang nehmen und morgen gehts wieder fuer alle Mann nach Rosvik. Unterwegs noch in Luleå ranfahren, unseren Hauskäufer im Hotel in Luleå treffen und ihm noch bei seiner Firmengruendung helfen. Wir sind irgendwie zu nett glaube ich.

Nun wollen wir wirklich so schnell wie möglich umziehen, dieses ständige halb in der Nacht aufgestehe und ewig weite Gefahre zehrt an den Kräften und Nerven. Wir werden jetzt nur noch die Abrissarbeiten im Wohnbereich fertig machen, damit es dann nicht mehr so dreckt und dann fangen wir mit dem Firmenteil an und sobald der soweit fertig ist wird umgezogen, auch wenn wir dann erstmal etwas provisorisch wohnen werden aber das ist uns egal. In schätzungsweise 3-4 Wochen wird es hoffentlich soweit sein. Wenn es nicht noch irgendwelche krankheitsbedingten Personalausfälle bei uns gibt.

Kommende Woche ist auch wieder vollgespickt mit Aktivitäten, Mittwoch Rosvik, Donnerstag Wintermarkt in Jokkmokk und Freitag samt das Wochenende Rosvik.

Freitag kommen die Regale fuer die Firma und die Bueroschränke samt das Parkett fuer die Schlafzimmer und die Deckenplatten fuer die Kinderzimmer. Und auch noch bisl anderes Baumaterial was wir eben so brauchen. Das bestelle ich morgen, denn wie es der Zufall will kann man morgen Versandkostenfrei bestellen, habe mal geschaut, da spare ich 1495 SEK. Ausserdem habe ich noch einen 10 Prozent-Rabatt-Code, das lohnt sich dann schon.

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Sonntag, 22. Januar 2017

Arbeitsreiche(s) Woche/Wochenende
Von filainu, 16:51

Am Mittwoch hiess es um 5 raus aus dem Bett, ich musste um 8 in Rosvik sein um die Obilieferung entgegenzunehmen. Ausserdem sollte die Waschmaschine und der Container kommen und der Klempner sollte schonmal anfangen alles an Toaletten und Wasserhähnen und Heizkörpern zu entfernen was so in nächster Zeit eh nur noch im Weg wäre.

Sven wollte dann nachmittags mit den Kindern nachkommen (irgendwer muss sich ja tagsueber auch um die Firma kuemmern wenn ich schon mit Abwesenheit glänze) um zu helfen, die Lieferungen reinzutragen.

Kurz nach halb 8 war ich da, kurz darauf schlug der Klempner auf und puenktlich um 8 kam die polnische Spedition. Natuerlich ohne irgendeine Ablademöglichkeit und ohne absenkbare Bordwand. Nichtmal nen Hubwagen hatte der gute man, zog die Paletten an einem Gurt durch den LKW. Na Klasse, irgendwie hatten wir das geahnt. Ich habe dann erstmal in halb Rosvik rumtelefoniert ob jemand mit dem Gabelstapler kommen kann aber alle die einen hatten waren gerade woanders unterwegs. Tja, was solls, nuetzt ja nix, der Fahrer wollte ja auch weiter und so haben wir die Ware (400kg) mit der Hand abgeladen.

Dann habe ich schonmal angefahren die Tueren und die Tuerzargen reinzuschaffen, die Schränke waren zu schwer. Als ich jedoch auf der Plastikfolie, welche die Paletten urspruenglich umgab, ausrutschte kam mir eine Idee. Folie, Schnee, gute Kombination. Ich legte die Folie unter die Schränke und konnte sie wie einen Schlitten benutzen und die Möbel ohne Probleme ins Haus manövrieren. Selbst im Haus ging es dank der Folie gut.

Ein Glueck, denn es begann dann auch noch zu schneeregnen und da war es schon besser das die Möbel nicht mehr draussen standen.

Dann fing ich schonmal an, diverse Schränke zu demontieren (hier sind Schränke oft mit dem Gebäude verbunden, einfach raustragen ist da nicht). Nebenbei immer mal wieder dem Klempner auf die Spruenge helfen was er nun demontieren soll (er hatte ein Gedächtnis wie ein Sieb). Als er dann fertig war war ich alleine in dem grossen Haus. Nach einer Weile kam dann der ehemalige Hausmeister vorbei und stillte seine Neugier, wer und was denn da nun eigentlich einzieht.

Und wieder weiter Schränke auseinandernehmen. Und Tueren abbauen. Und Leisten abmachen.

Irgendwann kam dann die Waschmaschine. Als ich sah das diese in Folie eingeschweist war und da die Kombination Schnee/Folie ja nun schon einmal bestens funktioniert hat probierte ich es gleich nochmal aus und schob die Waschmaschine einfach ins Haus. Fertig. Sven angerufen das er nicht kommen brauche wenn er nicht unbedingt will, seine Aufgaben waren quasi schon erledigt.

Nach dem Mittag kam dann der Container, auch hier lief alles glatt und er konnte genau dorthin gestellt werden wo wir ihn haben wollten, perfekt. Nun musste ich nur noch auf den Elektriker warten der um 3 kommen wollte und daher hiess es wieder, Schränke zerlegen. Irgendwie stand in jedem Zimmer mindestens eines dieser Monster, bis hoch an die Decke.

15 Uhr war ich dann doch ziemlich kaputt und auch muede, wollte nur noch heim. Und der Elektriker kam nicht. Ich rife ihn dann irgendwann an, konnte ja auch sein ich habe mich mal wieder in der Zeit geirrt aber nein, er war einfach nur spät dran. ok, gegen 15.30 ungefähr tauchte er dann auf, wir klärten was es zu klären gab und dann konnte ich endlich nach Hause fahren. Unterwegs noch schnell im Baumarkt vorbei, nen Briefkasten kaufen samt ein Spezialwerkzeug zum entfernen schwedischer Tuerzargen.

Normalerweise mögen wir es ja nicht so wenn es mitten im Winter plötzlich Plusgrade werden, diesmal störten uns die zwei warmen Tage am Mittwoch und Donnerstag aber nicht wirklich, im Gegenteil, so taute der Hänger ganz ohne unser Zutun auf und wir konnten wie geplant am Freitag nach dem Mittag los zu unserem Familien-Abenteuer-Arbeitswochenende.

Zunächst die Kinder aus der Schule geholt und dann ab ins Möbelgeschäft, die Betten fuer die Kinder holen.

Und weiter ging es nach Rosvik. Ohne erst lange zu zögern warfen wir uns die Arbeitsklamotten und machten uns ans Werk. Da ich das Wochenende geplant hatte könnt ihr euch denken das wir ein straffes Arbeitspensum vor uns hatten.

Zunächst flog erstmal alles in den Container was ich schon abmontiert hatte und dann wurde die Demontage fortgesetzt. Am Abend war der Container schon fast voll. Das war natuerlich etwas unguenstig aber nicht zu ändern.

Zwischendurch wurden auch die Betten aufgestellt und gegen 20 Uhr beendeten wir unseren Arbeitstag und hatten schon ein gutes Stueck geschafft, es hatten wirklich alle 4 super mit angepackt.

Und am nächsten Morgen ging es direkt weiter. Ich bin schon um 5 aufgestanden, meine Luftmatratze hat die ganze Nacht ueber Luft verloren so das ich zum Schluss nur noch auf dem Boden lag und das war jetzt nicht so bequem als das ich da hätte länger als nötig liegen wollen. Ich begann am anderen Ende des Hauses mit der Arbeit und hoffte die anderen wuerden es nicht so hören. Als meine Männer dann auch aufgestanden waren haben wir kurz gefruehstueckt und haben uns dann wieder frisch ans Werk gemacht. Alle Möbel waren schon entfernt, nun ging es den Wänden an den Kragen. Wir kamen gut voran, keine unvorgesehenen Hindernisse tauchten auf. Das war auch gut so, denn wir hatten nicht den ganzen Tag Zeit.

Gegen 13 war Schluss, noch was Essen und wieder in zivile Klamotten schmeissen denn 14 Uhr wollten wir nach Luleå zum Eishockey, Kindertag war wieder angesagt.





Eigentlich wollten wir nur kurz in die Arena damit die Kinder ihre Geschenke abholen können und danach noch in den Baumarkt, Fliesen aussuchen aber als wir wieder rauswollten, ging das plötzlich nicht mehr, wer einmal drin ist kann nicht wieder raus, es sei denn er will heim. Ok, das war neu, aber nicht zu ändern. Wir vertrieben uns die Zeit indem wir durch die Arena schlumpften, die Kinder mit Ball und Schläger auf ein Eishockeytor schossen (wo Thorben sogar einen Einkaufsgutschein fuer den Sportladen gewann) und dann schauten wir den Mannschaften beim Aufwärmen zu. Wir hatten diesmal wirklich tolle Plätze, fast ganz oben und in der Mitte. Normalerweise kosten diese Plätze 490 SEK, pro Platz das ist uns zu teuer aber am Kindertag und wenn man rechtzeitig bucht damit eben diese Plätze noch frei sind bekommt man sie recht preiswert.



Das Spiel selber war dann sehr spannungsgeladen und torreich. Leider hat Luleå einen 4:2 Vorsprung durch die Hände gleiten lassen und musste in die Verlängerung, welche aber zum Glueck nach 37 Sekunden durch das Tor eines Verteidigers!!! durch Sudden Death zu Gunsten von Luleå beendet war.

Danach ging es fuer uns zurueck nach Rosvik, wie herrlich, statt ueber einer Stunde Fahrt, solange braucht man bis Harads, waren wir nach einer Viertel Stunde schon da.

Die Nacht war mal wieder recht Schlafarm, diesmal schliefen die Kinder auf  Luftmatratzen (ich dachte ja vielleicht bin ich ja nur zu schwer und sie lässt deswegen Luft). Um 3 in der Nacht ist Leif Erik dann zu Sven ins Bett weil die Luftmatratze eben wirklich undicht ist und Thorben hat sich die halbe Nacht auf der Luftmatratze rumgerollt, was mich jedes Mal munter machte. Leider hat er erst um 6 mal gesagt warum, er konnte nicht schlafen weil er kalte Fuesse hatte (trotz Schlafsack). Also ist er zu mir ins Bett gekrochen und ich habe ersteinmal die Eisfuesschen gewärmt. Naja, an Schlafen war da nicht mehr zu denken und so stand ich alsbald auf und machte mich ans heutige Tagwerk, und dann kamen auch meine Jungs dazu. Heute war das zukuenftige Badezimmer dran, wir wollten/sollten den Fussboden bis runter auf die Betonplatte entfernen und sämtliche Gipskartonplatten an den Wänden. Was uns bei dem Fussboden erwartet wussten wir nicht, mir graute es davor. Aber es erwies sich als gar nicht so schlimm. Nachdem wir das verleimte Linoleum endlich runter hatten fanden wir darunter irgendwelche Platten die wir mit etwas kraftanstrengung relativ gut entfernen konnten. Und darunter befand sich eine Styropordämmung und darunter.................schon die Betonplatte. Super. Wir hatten mehr Schichten erwartet.

Die Wände erwiesen sich dann noch als ziemliche Kraftprobe, eine war doppelt mit Gipskarton versehen und die anderen wollten auch nicht wirklich freiwillig ihre Position verlassen. Ausserdem schwanden unsere Kräfte zusehens.

Da der Contianer ja schon lange voll war konnten wir den ganzen Abfall einfach nur auf einen Haufen werfen, der muss dann aber am Donnerstag noch weg BEVOR die Handwerker kommen. Mal sehen wie wir das lösen, haben eigentlich keine Zeit vor Donnerstag nochmal hinzufahren.







Gegen 12 hatten wir dann unser Ziel so ziemlich erreicht, nur ein paar Kleinigkeiten waren noch zu tun aber die verschoben wir auf nächstes Mal, wir waren wirklich einfach kaputt.

Wir haben dann noch unsere Mikrowellen Essen zum Mittag gegessen bevor wir alles zusammengepackt haben und uns auf den Heimweg machten. Wir wollten unterwegs noch in dem Baumarkt vorbei wegen den Fliesen aber er hatte Sonntags zu, Entscheidung also vertagt.

Es war ein anstrengendes, arbeitsreiches aber auch schönes und erfolgreiches Wochenende. Wir haben wirklich viel geschafft und sind schon ein ganzes Stueck weiter. Nun haben wir ersteinmal ein paar Tage Zeit unsere Muskeln zu erholen und unsere Wehwehchen zu heilen (keiner von uns ist ohne Schrammen und blaue Flecken davongekommen).

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